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Veröffentlicht am 18.04.2025

Fantasievolles Buch mit philosophischen Fragen - für alle, die gerne nachdenken

Ein Rätsel für den König
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Manchmal muss ich ein Buch zweimal anfangen, weil es so gut ist. Nach den ersten paar Kapiteln wusste ich, dass "Ein Rätsel für den König" von Mark Forsyth genau den Humor meines ältesten Sohnes treffen ...

Manchmal muss ich ein Buch zweimal anfangen, weil es so gut ist. Nach den ersten paar Kapiteln wusste ich, dass "Ein Rätsel für den König" von Mark Forsyth genau den Humor meines ältesten Sohnes treffen würde. Also habe ich mir meinen 12-Jährigen geschnappt und ihm die ersten zwei Kapitel vorgelesen. Für ihn war sofort klar: das Buch muss er weiterlesen. Und tatsächlich waren wir beide begeistert.
Es ist eine außergewöhnliche Geschichte, die sich in "Ein Rätsel für den König" versteckt. Philo landet durch die Tür einer Pendeluhr in einer ziemlich verrückten Welt. Dort herrscht ein weiser König, der mit seinem Schloss davongeflogen und dadurch für seine Untertanen unerreichbar geworden ist. Dabei brauchen so viele Menschen seine Hilfe. Auch Philo benötigt den königlichen Rat, denn sein Rückweg ist zerstört. So begibt sich der Junge auf ein Abenteuer der besonderen Art, um nach Hause zu finden.
Ein wenig erinnert die Geschichte an Alice im Wunderland oder den Zauberer von Oz. Vor allem seine Weggefährten und die verschiedenen Aufgaben, die sich ihm auf der Reise stellen, machen dieses Buch so einzigartig.
Außerdem lieben wir die philosophischen Themen, die sich in der Geschichte verstecken und den Witz, der damit einhergeht. So erblickt Philo gleich zu Beginn einen Haufen Schilder mit Aufschriften wie: "Dieses Schild nicht beachten" oder "Es ist verboten, dieses Schild zu lesen".
Auch ernstere Themen werden bei diesen tiefgründigen Fragen angesprochen. Sollte man zum Beispiel aufhören, Entscheidungen zu treffen, weil man dabei Fehler machen könnte oder sollte man etwaige Fehler in Kauf nehmen? Oder wie kann man wissen, dass man wirklich existiert?
Manchmal ergeben sich paradoxe Momente und man braucht eine große Portion Logik, um da durchzublicken. Dabei liest sich das Buch aber ganz leicht, hat viele kurze Kapitel und ist durchweg lustig. Die Geschichte ist fantasievoll und gespickt mit schlauen kleinen Rätseln und Fragen, die sich auch schon bekannte Philosophen wie René Descartes oder Immanuel Kant gestellt haben.
Für alle ab etwa 10 Jahren, die gerne nachdenken, philosophische Fragen mögen oder einfach nur fantasievolle Geschichten, ist "Ein Rätsel für den König" genau das Richtige. Wir haben das Buch geliebt und werden es mit Sicherheit noch ein paarmal lesen, da es uns so gut gefallen hat.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Fesselnder Detektivroman - für alle, die verzwickte Fälle voller Details lieben

Abenteuer-Express (Band 3) – Entdeckung im Safari Star
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Das Buch "Abenteuer-Express - Entdeckung im Safari Star" von M.G. Leonard und Sam Sedgman ist jetzt schon der dritte Band dieser ganz besonderen Krimireihe für Kinder ab etwa 10 Jahren. Aber keine Sorge, ...

Das Buch "Abenteuer-Express - Entdeckung im Safari Star" von M.G. Leonard und Sam Sedgman ist jetzt schon der dritte Band dieser ganz besonderen Krimireihe für Kinder ab etwa 10 Jahren. Aber keine Sorge, die Bücher kann man unabhängig voneinander lesen. Dieses Mal lohnt es sich so richtig, denn der Fall, der Henry an Bord des Safari Stars erwartet, toppt noch einmal alles.
Henry ist zusammen mit seinem Onkel Nat auf einer einzigartigen Zugreise mit Start in Südafrika. Dabei gibt es neben der schönen Landschaft auch viele Tiere wie Löwen und Elefanten zu bestaunen. Doch Henry spürt schon vor dem Besteigen des Zuges, dass irgendetwas nicht stimmt. Dann kommt es während der Zugfahrt tatsächlich zu einem fatalen Unfall? Oder steckt da doch mehr dahinter? Henry - mittlerweile bekannt für sein detektivisches Geschick - beginnt zu ermitteln und deckt dabei so manch ein Geheimnis auf.
Wie alle Bücher der Abenteuer-Express-Reihe findet auch dieser Fall wieder fast ausschließlich an Bord eines Zuges statt. Es ist eine geschlossene Gesellschaft, die für den Kriminalfall in den Blick genommen werden muss. Deshalb ist jedes Detail für die Ermittlungen wichtig und Henry glänzt durch seine ausgezeichnete Beobachtungsgabe.
Die Geschichte lebt von den vielen interessanten Charakteren und ihren Beziehungen zueinander. Es gibt Spannungen in der Gruppe und viele Figuren verhalten sich verdächtig. Zum Glück ist Henry bei seinen Ermittlungen nicht allein. Denn er findet im Zug schnell einen guten Freund und hat dazu immer auch seinen Onkel an seiner Seite.
Onkel Nat und Henry haben ein sehr gutes Verhältnis zueinander, sodass Henry immer sehr offen ihm gegenüber über seine Entdeckungen und sein weiteres Vorgehen spricht. Als Detektive werden die Kinder nicht allein gelassen, sondern sie können darauf vertrauen, dass Nat ihnen glaubt und sie unterstützt.
Henrys Ermittlungen sind alle gut nachvollziehbar. Diese werden unterstützt durch die anschaulichen Zeichnungen von Henry, die im Buch mit abgebildet werden. So liest man nicht nur vom Lageplan des Zuges und dem Aufenthaltsort der Passagiere, sondern man kann es auf einem Bild noch einmal nachvollziehen.
Der Fall selbst ist richtig kniffelig und nicht so leicht zu durchschauen. Die Auflösung am Ende ist richtig gut und hat auch mich überrascht. Dazu ist im ganzen Buch eine angenehme Grundspannung gegeben, die zum Ende hin noch einmal anzieht. So fliegt man beim Lesen nur so durch die Seiten und möchte unbedingt erfahren, wer der Täter oder die Täterin ist.
Wer Verfolgungsjagden und viel Action braucht, ist beim Abenteuer-Express an der falschen Adresse. Für alle ab etwa 10 Jahren, die spannende Detektivarbeit mit unerwarteten Wendungen und vielen kleinen Puzzleteilen und Details lieben, ist es hingegen genau das richtige Buch.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Mehr als ein Piratenbuch - über Mut und Ängste, Geschwisterliebe und Hoffnung

Die Piraten von Darksea
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Hin und wieder stößt man auf ein Buch, das einen auf ganz besondere Weise überrascht. So war es bei mir mit "Die Piraten von Darksea" von Catherine Doyle. Ich hatte auf eine spannende Piratengeschichte ...

Hin und wieder stößt man auf ein Buch, das einen auf ganz besondere Weise überrascht. So war es bei mir mit "Die Piraten von Darksea" von Catherine Doyle. Ich hatte auf eine spannende Piratengeschichte gehofft und dann so viel mehr bekommen: eine Geschichte über Mut und Ängste, Geschwisterliebe und Hoffnung.
Einer Legende nach liegt hinterm Horizont das verborgene Reich Darksea, über das der Piratenkönig Kapitän O'Malley herrscht. Die Brüder Christopher und Max träumen davon, dieses Reich voller Magie irgendwann einmal zu bereisen. Doch dann wird Christopher schwerkrank und Max ist hoffnungslos. Bis ein sprechender Papagei bei ihm auftaucht und ihn mit nach Darksea nimmt. Könnte die Magie aus dem Königreich Christopher retten?
Beim Eintauchen ins diese Geschichte hat man das Gefühl, direkt mit auf dem Piratenschiff zu sein. Beim Lesen fühlt man das schwankende Meer und das Holzdeck unter den Füßen und sieht die Piraten ganz klar vor Augen. Einige Stellen mit Wassergeistern und anderen unheimlichen Gestalten sind wirklich gruselig und erinnern ein bisschen an die Filmreihe "Fluch der Karibik", sodass bei mir die Piratenstimmung voll da war.
Allein der stimmungsvolle Schreibstil macht das Buch schon lesenswert. Dazu kommt aber eine Tiefgründigkeit, die mich so überrascht hat. Die Hintergrundgeschichte mit Christophers Krankheit wird immer wieder geschickt in die Handlung eingebunden. Auch wenn Christopher selbst nicht dabei sein kann, ist er immer präsent. So ist es auch eine Geschichte über eine große Geschwisterliebe, die Angst vor Verlust und die Hoffnung auf eine bessere Zukunft.
Max ist ein starker Charakter, der sich in Darksea schrecklichen Monstern und einem fürchterlichen Ungeheuer entgegenstellen muss. Dabei zeigt er unglaublichen Mut und setzt sich für andere Menschen und die Geschöpfe von Darksea ein. Doch gleichzeitig ist auch immer wieder seine Furcht spürbar und der sprechende Papagei Kräcker hilft Max mit seinen weisen Worten, sich seinen größten Ängsten zu stellen.
Natürlich kann man das Buch auch einfach als fantastische Piratengeschichte lesen und empfehlen, aber es ist so viel mehr, dass ich das Buch auch allen ab etwa 10-12 Jahren empfehlen möchte, die sonst nicht zu einem Piratenbuch greifen würden.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Spannendes Vorlesebuch - Wer ist hier wohl das Monster?

Ein Herz für Monster – Tumult im Tal der Trolle
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Ich liebe Bücher, bei denen nicht nur meine Kinder gebannt zuhören, sondern bei denen auch mir das Vorlesen Spaß bringt, weil der Text so gut geschrieben ist. Simak Büchel hat es mit "Ein Herz für Monster. ...

Ich liebe Bücher, bei denen nicht nur meine Kinder gebannt zuhören, sondern bei denen auch mir das Vorlesen Spaß bringt, weil der Text so gut geschrieben ist. Simak Büchel hat es mit "Ein Herz für Monster. Tumult im Tal der Trolle" mal wieder geschafft, uns so richtig zu begeistern.
Wir kennen aus der Reihe "Ein Herz für Monster" schon die beiden vorangegangenen Bände, deshalb waren wir ganz schnell wieder drin in dieser fantastischen Welt. Doch die Bücher lassen sich alle einzeln lesen, sodass man auch bei diesem dritten Teil problemlos einsteigen kann.
Ainu, ihre Mutter Tabati und ihr Freund Halti betreiben Schädlingsbekämpfung der Extraklasse und reisen mit ihrem Planwagen durch die Gegend, um ihre Dienste anzubieten. Aus Versehen landen die drei in der Wüste der Feuerböcke - einem gefährlichen Ort, wie sie bald feststellen müssen. Aber auch der Ort für ihren nächsten Auftrag, der von niemand anderem als den Trollen selbst kommt. Es beginnt die Suche nach fiesen Dieben und Trollnappern, die ganz viel Spannung mit sich bringt.
An Ainu mögen wir vor allem, dass sie allen Geschöpfen erst einmal positiv gegenüber eingestellt ist und sich von Äußerlichkeiten nicht abschrecken lässt. Schließlich könnte in jedem unheimlichen Troll ein nettes Wesen stecken und andersherum kann ein nettaussehender Mensch Böses tun und Schaden anrichten. Was ein Monster oder Schädling ist, ist in jedem Fall eine Sache der Definition.
Wir sind jedes Mal begeistert von den Geschöpfen, die sich Simak Büchel für diese Buchreihe ausgedacht hat. Einer unserer Lieblinge ist zum Beispiel der Flitschkieseltroll Kalomel, der ein nettes, humorvolles Wesen hat und sich gegenseitig mit Halti Streiche spielt. Es gibt außerdem wieder neue, einzigartige Schöpfungen wie die Sandtaucher oder die Feuerböcke, die uns direkt fasziniert haben und von Larisa Lauber schön illustriert wurden.
Neben den starken Charakteren und interessanten Wesen überzeugt der stimmungsvolle Schreibstil, der das Vorlesen zu einem richtigen Vergnügen macht. Kreative Namen, die schon durch ihren Klang ein Bild vermitteln, Soundwörter wie "SWWUSCH", die eine sich nähernde Gefahr ankündigen könnten und einige spannungsgeladene Momente, bei denen man gerne mitfiebert.
Kindern, die gerne (liebe) Monster mögen, kann man "Tumult im Tal der Troll" schon ab etwa fünf Jahren gut vorlesen. Es ist ein spannendes Buch für gemeinsame Leseabenteuer, das wir von ganzem Herzen empfehlen, denn auch wir haben ein Herz für Monster!

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Veröffentlicht am 30.03.2025

Absolute Lieblingsreihe - knorke Kwerz-Kwest

KoboldKroniken 5. Rumpels Rückkehr
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Wenn ein Buch gleich nach dem Auspacken für ein paar Tage verschwindet, steckt mit Sicherheit ein Kobold drin - denn die KoboldKroniken sind noch immer die absolute Lieblingsreihe meiner Kinder. Und ja, ...

Wenn ein Buch gleich nach dem Auspacken für ein paar Tage verschwindet, steckt mit Sicherheit ein Kobold drin - denn die KoboldKroniken sind noch immer die absolute Lieblingsreihe meiner Kinder. Und ja, ich gestehe, auch ich wurde koboldifiziert und musste unbedingt wissen, welche Kwest uns in "Rumpels Rückkehr" erwartet.
Was Daniel Bleckmann und Thomas Hussung mit den KoboldKroniken erschaffen haben, ist einfach nur genial. Die Geschichte um Dario Leone und seine Freunde baut sich in nun schon fünf Bänden auf und ist mittlerweile durchaus komplex. Daher dürfte ein Quereinstieg etwas schwer sein - aber davon sollte sich niemand abschrecken lassen! Die Bücher lesen sich ganz schnell und auch die Hörbücher - gelesen von Stefan Kaminski - sind so klasse, dass sie bei uns immer wieder gerne gehört werden.
Was uns in "Rumpels Rückkehr" erwartet? Na der Titel verrät schon, dass unser liebster Kobold zurückkehren wird. Wie verraten wir natürlich nicht, aber es warten der gefürchtete Tunnelbolg, kämpferische Zwerge, ein sprechendes Schwert und der fürchterliche Lindwurm Fafnir in Kwerz. Was, das ist noch nicht genug? Wie wäre es dann mit schleimigen, giftigen Kreaturen, die einen der berüchtigtsten Orte von Kwerz bewachen? Oder einem ganzen Haufen süßer Ümpfbabys?
Wir lieben den Kreaturenreichtum der Koboldwelt und die ausgefallenen Eigenheiten dieser Geschöpfe. Die Illustrationen von Thomas Hussung sind grandios kreativ. Sie wirken teilweise so echt, dass man sich wundert, warum man denn keine Asche oder Rebinorattenausscheidungen an den Händen hat. Auch die Comic-Elemente der Geschichte sind toll und machen das Lesen der Geschichte ganz leicht.
Die Story selbst hat unsere Erwartungen noch einmal übertroffen - spannend, actionreich und ich sag nur eines: Zeitreisen! Ja, Zeitreisen, die manchmal die Gehirnwindungen verzwirbeln und dennoch Sinn ergeben. Musste alles so kommen? Steht die Zukunft schon fest? Können unsere Heldinnen und Helden die Welt vor Azzrar und Fafnir retten? Das erfahren wir dann hoffentlich ganz bald im abschließenden 6. Band.
Bis dahin empfehlen wir die ganzen KoboldKroniken allen Kindern und all jenen, die Comic-Romane im Tagebuchstil und viele verrückte Kreaturen mögen.

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