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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.02.2026

Nicht so spannend wie die vorherigen Bände

Schattenmädchen
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Dies ist Frida Skybäcks dritter Krimi mit den Ermittlern Fredrika Storm und Henry Calment. Da ich die ersten beiden Bände nahezu verschlungen habe, war ich sehr gespannt wie mir Schattenmädchen gefallen ...

Dies ist Frida Skybäcks dritter Krimi mit den Ermittlern Fredrika Storm und Henry Calment. Da ich die ersten beiden Bände nahezu verschlungen habe, war ich sehr gespannt wie mir Schattenmädchen gefallen würde.

Leider hat mich diese Fortsetzung enttäuscht. Die Grundidee finde ich gar nicht mal so schlecht, aber es hat ziemlich lange gedauert bis der Fall fahrt aufnimmt. Wahrscheinlich ist es ziemlich realistisch, dass Ermittler lange im Dunkeln tappen, weil es kaum oder gar keine handfesten Beweise gibt. Daher fand ich gerade Fredrikas Herangehensweise ziemlich unprofessionell. Sie hat sich ziemlich früh ohne verwertbare Beweise auf einen Verdächtigen eingeschossen, ohne andere Optionen zu prüfen.

Grundsätzlich mag ich es, wenn auch das Privatleben der Ermittler eine Rolle spielt, denn sie sind schließlich nicht nur Kommissare, sondern auch Menschen. Hier wurde es mir aber wirklich zu viel. Den Problemen von Fredrika und Henry wurde zu viel Raum gegeben. Die Ausflüge auf den elterlichen Hof von Fredrika und das Wolfthema hatten keinerlei Relevanz, haben mich aber aus der Geschichte gerissen.

Obwohl das Ende mich wirklich überraschen konnte, gibt es von mir dieses Mal nur drei Sterne.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Ein Buch, das Zeit braucht

Das Bücherschiff des Monsieur Perdu
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Mir hat Das Lavendelzimmer sehr gut gefallen und daher war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung und habe das Buch voller Vorfreude aufgeschlagen. Es beginnt genau an der Stelle, an der der Vorgänger endet.

Leider ...

Mir hat Das Lavendelzimmer sehr gut gefallen und daher war ich sehr gespannt auf die Fortsetzung und habe das Buch voller Vorfreude aufgeschlagen. Es beginnt genau an der Stelle, an der der Vorgänger endet.

Leider hat mich die Geschichte irgendwo mittendrin verloren. Ich habe das Buch eine Weile zur Seite legen müssen und es dann erneut probiert und auch beendet, aber so richtig gefallen hat es mir nicht. Ich fand die Geschichten einiger Protagonisten bewegend und auch spannend, aber insgesamt waren es mir zu viele Personen und ich hatte Mühe den Überblick zu behalten.

Die teilweise philosophischen Exkursionen der Großen Enzyklopädie der kleinen Gefühle fand ich manchmal interessant, aber manchmal waren sie mir auch zu ausschweifend und für meinen Geschmack zu abgehoben.

Schön finde ich den Gedanken, dass Bücher nicht nur zur Unterhaltung dienen, sondern auch die Seele heilen können. Allerdings wurden mir die hier vorkommenden Probleme zu einfach und zu schnell gelöst.

Insgesamt ein ruhiges Buch, für das man sich Zeit nehmen muss, das aber leider nicht ganz meinen Erwartungen entsprochen hat.

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Veröffentlicht am 06.04.2025

Für mich kein Highlight

Die blaue Stunde
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Ein forensischer Gutachter entdeckt bei einem Kunstwerk von Vanessa Chapmann, dass dort nicht eine tierische Rippe verarbeitet wurde, sondern eine menschliche. Da die Werke der Künstlerin der Fairburn-Stiftung ...

Ein forensischer Gutachter entdeckt bei einem Kunstwerk von Vanessa Chapmann, dass dort nicht eine tierische Rippe verarbeitet wurde, sondern eine menschliche. Da die Werke der Künstlerin der Fairburn-Stiftung vermacht wurden, muss sich der Kurator James Becker um die Angelegenheit kümmern. Zur Klärung begibt er sich nach Eris, wo Vanessa Chapmann zuletzt gelebt und gewirkt hat. Ihre langjährige Weggefährtin Grace Haswell lebt immer noch dort und er hofft mit ihrer Hilfe auf eine Klärung.

Die von Paula Hawkins für diesen Roman erschaffenen Charaktere sind vieles, aber sympathisch sind sie nicht – bis auf vielleicht James Becker. Ich fand sie egozentrisch, bösartig, narzisstisch und verstörend.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Die Perspektivwechsel, Rückschauen, Zeitungsausschnitte und Tagebucheinträge sorgen für Abwechslung. Aber all das konnte mich nicht wirklich fesseln. Mir fehlte es einfach lange Zeit an Spannung.

Das Buch wurde als literarisches Spannungs-Highlight angekündigt, aber von Spannung und Highlight war es für mein Empfinden weit entfernt. Das Buch bekommt von mir drei Sterne nur wegen des abwechslungsreichen Schreibstils.

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Veröffentlicht am 31.01.2025

Große Träume

Not your Darling
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In ihrem Roman nimmt Autorin Katherine Blake nicht nur die junge Engländerin Loretta mit nach Los Angeles sondern versetzt auch mich hinter die Kulissen von Hollywood in den 50er Jahren. Katherine Blake ...

In ihrem Roman nimmt Autorin Katherine Blake nicht nur die junge Engländerin Loretta mit nach Los Angeles sondern versetzt auch mich hinter die Kulissen von Hollywood in den 50er Jahren. Katherine Blake versteht es sehr gut die damalige Zeit vor meinem inneren Auge auferstehen zu lassen.

Loretta verfolgt ihren Traum Maskenbildnerin zu werden mit Mut, Vehemenz und Raffinesse. In der männerdominierten Welt des Films, in der Intrigen an der Tagesordnung sind, genau wie Alkohol und Drogen, weiß Loretta jede Möglichkeit ihrem Ziel näherzukommen, zu nutzen. Dabei konnte ich die Wahl ihrer Mittel nicht immer gutheißen.

Lorettas Charakterzüge fand ich teilweise widersprüchlich und im Laufe ihrer Entwicklung büßte sie bei mir einige Sympathiepunkte ein. Den meisten übrigen sehr diversen Charakteren fehlte es für mich an Tiefe.

Aufgrund des leichten und lockeren Schreibstils ließ sich das Buch flott lesen. Nach einem interessanten Beginn plätscherte das Geschehen im mittleren Teil so dahin, um erst am Ende wieder Fahrt aufzunehmen, dann aber doch ziemlich abrupt zu enden.

Insgesamt eine Geschichte über Hollywood in den 50er Jahren, die mich gut unterhalten hat, aber mehr auch nicht.

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Veröffentlicht am 02.10.2024

Leider kein Krimi für mich

Die rauen Nächte von Graz
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Die Geschichte fängt eigentlich ganz spannend an. Dem Sonderermittler Armin Trost wird quasi aus einem fahrenden Auto eine halbtote Frau vor die Füße geworfen. Obwohl weitere Frauen verschwinden, findet ...

Die Geschichte fängt eigentlich ganz spannend an. Dem Sonderermittler Armin Trost wird quasi aus einem fahrenden Auto eine halbtote Frau vor die Füße geworfen. Obwohl weitere Frauen verschwinden, findet kaum Ermittlungsarbeit statt.

Ich mag Krimis bei denen der Ermittler sich durch Ecken und Kanten oder sonst wie vom Mainstream abhebt, aber mit Armin Trost konnte ich nicht warm werden. Mit seinem Warten auf Intuitionen, um den Fall aufzuklären, kam ich gar nicht zurecht. Grundsätzlich gefällt es mir auch, wenn es Informationen zum Privatleben der Ermittler gibt, denn schließlich sind sie auch Menschen. Aber hier haben mich die vielen Szenen zu seiner Verliebtheit gestört. Auch war mir bis auf Zeus niemand in diesem Krimi sympathisch.

Für mich war es bis auf das Ende, welches ich wirklich spannend fand, einfach mit vielen Längen zu wenig Krimi. Für den Autor freut es mich, dass andere Leser in der Leserunde durchaus anderer Meinung waren. Ich kann aufgrund des gelungenen Finales aber nur wohlwollende drei Sterne vergeben.

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