Profilbild von Lyjana

Lyjana

Lesejury Star
offline

Lyjana ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Lyjana über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2025

Starker Einstieg

We hunt the Flame
0

Cover

Ein tolles, düsteres Cover, welches gut zum Inhalt passt. Ich persönlich mag den schwarzen Torbogen bzw. den schwarzen Rand des Covers nicht so gerne, weil der das Gesamtbild stört - dennoch finde ...

Cover

Ein tolles, düsteres Cover, welches gut zum Inhalt passt. Ich persönlich mag den schwarzen Torbogen bzw. den schwarzen Rand des Covers nicht so gerne, weil der das Gesamtbild stört - dennoch finde ich das Cover als solches nett anzusehen.


Meine Meinung

Ich glaube, wer wie ich, auf unterschiedlichen Social-Media-Kanälen sein Unwesen treibt, wird bereits vor offiziellem Erscheinungsdatum auf diese Dilogie aufmerksam geworden sein. Ich war mir lange Zeit unsicher, ob ich mir die Bücher tatsächlich kaufe, habe allerdings den ersten Band spontan in einem schwachen Moment gekauft.

Die erste Sache, an die ich mich, jetzt nach Beenden, sehr genau erinnern kann, ist die Tatsache, wie anstrengend ich den Einstieg in die Geschichte fand. Von den vielen neuen Begriffen, den zahllosen Fremdwörtern und Namen von Orten und Menschen wird man zunächst einmal völlig erschlagen. Ich fand den Anfang teilweise zäh, anstrengend und habe den Moment herbeigesehnt, in dem die Reise nach Sharr endlich seinen Lauf nimmt. Das folgende mag etwas banal klingen, aber ich habe mich gefreut, dass dieses Buch aus so vielen kurzen Kapiteln besteht, denn so habe ich mir selber immer wieder gedacht „Ein Kapitel geht noch.“ Und dann kam der Moment in dem ich das Buch gar nicht mehr weglegen konnte. „We hunt the Flame“ ist eine Geschichte, mit der man ein wenig Geduld haben muss, die einen aber ebenso begeistern kann, wenn man dem Buch die Chance gibt sich weiterzuentwickeln.

Zafira als unsere weibliche Protagonistin hat es mir ebenfalls nicht immer leicht gemacht. Allerdings mochte ich die Verbundenheit zu ihrer Herzensschwester Yasmine und deren Bruder Deen, sowie den tiefen Schmerz, den der Verlust ihres Vaters ihrem Herzen zugefügt hat. Zafira kann zuweilen sehr temperamentvoll sein, allerdings ist sie ebenso eine geduldige Jägerin, kann vorausschauend planen und ich mochte ihren Umgang mit der Gruppe von Sharr tatsächlich sehr gerne. Was mir sogar noch besser gefallen hat, war die Slow Burn Romanze zwischen ihr und Nasir. Dieses langsame Überkochen der Gefühle, die geheimen Eingeständnisse und die, gar nicht so krass im Vordergrund stehende, körperliche Anziehungskraft zwischen der Jägerin und dem Prinzen. Damit konnte mich die Autorin echt catchen.

Nasir, der Prinz des Todes, Fußabtreter seines Vaters und allseits als Monster bekannt, konnte mich sogar noch mehr begeistern als Zafira es konnte. Allerdings ist es für mich selbst auch kein Geheimnis, dass ich auf die geheimnisvollen, gebrochenen und dennoch starken männlichen Charaktere absolut abfahre. Zwar mochte ich seinen Umgang mit Zafira als solchen gerne, doch seine Dialoge mit Altair, dem General seines Vaters, waren mir um einiges lieber. Ich freue mich schon darauf mehr von ihm zu sehen zu bekommen, gerade wenn es darum geht sich gegen den Sultan durchzusetzen.

Genau wie der Einstieg ins Buch ist auch der Schreibstil zunächst etwas gewöhnungsbedürftig. Die Fremdwörter aus dem arabischen Raum, die über Waffen, Gegenstände und Orte hinausgehen, kann man zum Glück im Glossar nachschlagen, man braucht dennoch Zeit sich an die Gegebenheiten zu gewöhnen. Wenn man, wie bereits weiter oben geschrieben, dranbleibt, belohnt einen diese Geschichte allerdings mit einem tollen Tiefgang, liebevollen Dialogen, einem Hauch Humor, Spannung und wirklich guten Plottwists.

Ich fürchte, dass ich in den nächsten Tagen der Buchhandlung meines Vertrauens einen Besuch abstatten muss, damit ich mir den zweiten Teil kaufen kann.



Fazit

Obwohl ich nach dem schwierigen Einstieg in die Geschichte selbst nicht mehr daran geglaubt habe, konnte mich dieses Buch letztlich positiv überraschen. Ich freue mich bereits auf das Wiedersehen mit Zafira und Nasir, sowie dem Rest der Gruppe.

Von mir gibt es 4 bis 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 06.04.2025

Lesenswert!

Deep End – Die unausweichliche Unanständigkeit von Liebe
0

Cover



Ich finde hier haben wir ein Cover, welches man entweder mag oder nicht. Ich finde es so lala. Ich mag die satten Farben und die deutliche Verbindung zum Inhalt, aber so richtig catchen tut es ...

Cover



Ich finde hier haben wir ein Cover, welches man entweder mag oder nicht. Ich finde es so lala. Ich mag die satten Farben und die deutliche Verbindung zum Inhalt, aber so richtig catchen tut es mich einfach nicht.



Meine Meinung



Ich kenne natürlich bereits andere Bücher von Ali Hazelwood, was auch einer der Gründe ist, warum ich dieses Buch gekauft habe. Ich liebe den Humor und den Schreibstil der Autorin neben den Ideen hinter den Büchern sodass ich eigentlich immer weiß, dass ich mit ihren Geschichten nichts falsch machen kann.

Witzigerweise wusste ich zu Beginn von „Deep End“ gar nicht so genau worauf ich mich einlasse, aber ich konnte mich schnell mit dem Gedanken anfreunden, dass unsere beiden Charaktere den ein oder anderen sexuellen Kink haben. Mit Ausnahme vom Epilog erleben wir das komplette Buch nur aus Sicht der weiblichen Protagonistin Scarlett oder auch Vandy genannt. Obwohl ich selbst ein wenig überrascht bin, mochte ich sie trotz ihrer Ängste und ihrem beschützerischen Verhalten gegen über Pen, der Ex von Lukas und ebenfalls eine Springerin, sehr. Ich konnte ihren Gedankengängen gut folgen, muss aber zugeben, dass ich gerne mehr von ihrer schlechten Kindheit unter ihrem Vater gesehen hätte – einfach um ihr auffälliges Verhalten in Beisammensein mit vielen Männern auf einmal vollumfänglich zu verstehen. Gleichzeitig habe ich Scarlett in Kombination mit Lukas einfach nur geliebt.

Lukas mag, ähnlich wie Scarlett, nicht ins übliche Schema passen, doch seine ruhige, solide und absolut unerschütterliche Art machten ihn mir sofort sympathisch. Ich habs geliebt zuzusehen wie er sich um Scarlett gekümmert hat, wie er Pen bis zum Schluss ein wundervoller bester Freund war, seinen Umgang mit seiner Familie und auch schlicht die Tatsache, dass er einfach eine riesige Green Flag ist.

Wie oben bereits angesprochen kann auch Ali Hazelwoods Schreibstil mich immer wieder begeistern. Allen voran stiehlt in meinen Augen der Humor dem Rest anstandslos die Show. Die sarkastischen Sprüche, die Witze und die allgemeine Leichtigkeit, ohne die wichtigen Themen zu untergraben machen immer wieder aufs Neue Spaß. Das Buch liest sich herrlich leicht und flüssig, die Seiten fliegen nur so dahin und jede Geschichte bringt ihren eigenen Zauber mit.

Leider war bei den Büchern, die ich von Ali Hazelwood gelesen habe, noch kein Highlight dabei und auch dieses Buch schließt sich dieser Überschrift leider an. Irgendwie hatte ich während des Lesens immer wieder das Gefühl, dass Lukas und Penelope etwas verbergen und auch die Geschichte rund um Pens Highschool Feindschaften gab mir das Gefühl, dass mehr dahinter stecken könnte – und die Auflösung des Ganzen war dann halt einfach nicht was ich erwartet hatte bzw. war mir insgesamt einfach ein wenig zu flach.

Das Ende gibt uns genau das, was wir erwarten und doch war es mir nicht genug. Ich hätte mir noch ein wenig mehr Emotionalität und vielleicht auch etwas Drama gewünscht und bin letztlich tatsächlich ein wenig enttäuscht.

Was mich allerdings nicht davon abhalten wird, erneut Bücher dieser Autorin zu kaufen oder für diese eine deutliche Empfehlung auszusprechen.



Fazit



Ein toller Liebesroman mit viel Herz, Humor und Liebe zum Detail. Ali Hazelwoods Bücher können mich immer wieder begeistern und euch hoffentlich bald auch!



Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.03.2025

Wunderschöne Geschichte

In den buntesten Farben
0

Cover



Dieses Cover ist leider nicht so meins. Grundsätzlich gefallen mir die Illustrationen der beiden Protagonisten, aber der Zeichenstil als solcher gefällt mir nicht so gut. Auch so finde ich dieses ...

Cover



Dieses Cover ist leider nicht so meins. Grundsätzlich gefallen mir die Illustrationen der beiden Protagonisten, aber der Zeichenstil als solcher gefällt mir nicht so gut. Auch so finde ich dieses Cover eher langweilig, wenngleich es gut zum Inhalt passt.



Meine Meinung



Dieses Buch habe ich vor einer halben Ewigkeit mal bei einem Event der Chest of Fandoms erworben und dann irgendwie auf meinem Stapel ungelesener Bücher vergessen. Warum genau ich es jetzt in die Hand genommen habe, kann ich gar nicht so genau sagen, nur, dass ich froh bin, dass ich es endlich gelesen habe.

Insgesamt erleben wir mehr Kapitel aus Philipp als aus Timons Sicht, womit ich wunderbar leben kann. Dies ist wohl einer der Gründe, warum wir Philipp etwas besser kennenlernen und das Buch zunächst aus seiner Sicht startet. Ich würde sogar behaupten, dass ich Philipp ein wenig lieber mag. Was nichts daran ändert, dass ich beide Protagonisten sehr gelungen finde.

Philipp ist ein toller Mensch und zeigt immer wieder, wie groß sein Herz ist. Trotz einiger Jahre Funkstille beschließen er und seine beste Freundin seine verschwundenen Online-Freundschaft Ali zu finden, damit Philipp selbst damit abschließen kann. Dabei lernt er Timon kennen und die beiden verstehen sich auf Anhieb super. Mit diesem Buch habe ich zum ersten Mal in meiner langen Laufbahn als Leseratte ein Buch gelesen, welches einen trans* Mann und seinen Weg zur Liebe behandelt. Und was soll ich sagen? Ich habe „In den buntesten Farben“ zu weiten Teilen sehr genossen! Gerade Philipps Vergangenheit sowie seine Zweifel, was sein Äußeres, aber genauso seine eigene Wahrnehmung betrifft, haben mir dabei besonders gefallen. Für mich sind Transitionen sowie alles, was dazu gehört immer noch weitestgehend Neuland, doch von meiner Seite aus kann ich sagen, dass ich sowohl Philipps Verhalten als auch Timons authentisch fand.

Die große Lüge, die Timon, gegen Ende des Buches Philipp präsentiert war leider einer der Gründe, warum ich ihn nicht ganz so gerne mochte. Witzigerweise kann ich seinen emotionalen Rückzug, seine Schuldgefühle und auch seine Angst davor seine Familie im Stich zu lassen sehr gut nachvollziehen, nur diese riesige Misskommunikation hat mich in den Wahnsinn getrieben. Dass Timon ebenfalls mit dem weiblichen Geschlecht geboren wurde, ähnlich wie Philipp, hat mir gerade in Kombination mit dem Verständnis, dass beide einander geben können, supergut gefallen.

Zu meiner eigenen Überraschung hat mich kein Moment zwischen Philipp und Timon so sehr emotional berührt, wie Timons Aussprache mit seiner Mutter und seinen Großeltern. Die Geschichte ist an sich schön aufgebaut und gerade die erste Verliebtheit zwischen den beiden konnte mich begeistern, doch bis zum bitteren Ende bin ich einfach nicht mit dem Schreibstil warm geworden. Irgendwie kam für mich nie der Moment, in dem ich das Buch wirklich flüssig lesen konnte und bin stattdessen immer wieder über die Sätze gestolpert. Was Schade ist, denn so war für mich einfach kein durchgängiger Lesefluss möglich.

Ich würde in Zukunft auf jeden Fall wieder ein Buch von Marius Schaeffler lesen. Euch kann ich dieses wundervolle Buch ebenfalls ans Herz legen.



Fazit



Unerwarteter Weise konnte mich dieses Buch schnell in seinen Bann ziehen. Timons und Philipps Geschichte ist wunderbar authentisch, magisch und absolut lesenswert!



Von mir gibt es 4 bis 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.03.2025

Zwar kein Highlight, hat mir aber trotzdem richtig gut gefallen

Hunting Souls (Romantasy-Dilogie, Bd. 2)
0

Cover

Ich liebe dieses Cover! Nicht nur der farbliche Kontrast zwischen dem schwarzen Hintergrund und den farbigen Details sticht ins Auge, auch der Titel und der Farbschnitt fügen sich perfekt ins Bild ...

Cover

Ich liebe dieses Cover! Nicht nur der farbliche Kontrast zwischen dem schwarzen Hintergrund und den farbigen Details sticht ins Auge, auch der Titel und der Farbschnitt fügen sich perfekt ins Bild ein.



Meine Meinung

Diesem zweiten und finalen Band habe ich bereits seit Monaten entgegengefiebert! Als ich dann noch die Möglichkeit bekam es mir signiert zu bestellen, habe ich die Gelegenheit natürlich am Schopfe gepackt. Ich würde euch empfehlen zunächst den ersten Band dieser Dilogie zu lesen, ansonsten werdet ihr inhaltlich wohl gerade zu Beginn nicht allzu viel verstehen.

Wer mich und meinen Blog kennt weiß, dass meine Rezensionen immer ehrlich sind und so sehr es mich schmerzt, muss ich zugeben, dass ich wahnsinnige Schwierigkeiten hatte, wieder in die Geschichte zu finden. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran es gelegen hat, aber durch die ersten 100 Seiten musste ich mich ein bisschen quälen. Aber, zum Glück, ging es danach schnell Berg auf. Nicht nur mit Katrina und Tate bin ich wieder warm geworden, auch mit der Geschichte als solche. Denn weiterhin liebe ich dieses Setting abgöttisch! Gerade das Smythe Manor, also das Haus in dem Katrinas Familie lebt, konnte mich immer wieder begeistern. Wobei gerade die Vielseitigkeit in Kombination mit dem eher morbiden Hintergrund des Familienunternehmens mich immer wieder fasziniert hat. Auch New Arcadia, die Stadt, passt hervorragend zum Buch und ich hätte gar kein Problem damit selbst dort zu wohnen. Gerade wenn der Mitternachtszirkus mal wieder zugegen ist.

Einerseits habe ich mich gefreut, dass Katrina genug Weitsicht besitzt, um zu begreifen, dass eine Beziehung zwischen Tate und ihr aufgrund ihrer unterschiedlichen Lebenserwartungen schwierig wird und andererseits war es mir emotional etwas zu viel im Kreis Gedrehe. Es ist nicht so, dass ich Katrinas Argumentation nicht verstehe, denn das tue ich. Ich für meinen Teil hätte einfach gerne etwas früher gesehen, dass sie einsieht, dass Tate ihr unter die Haut geht. Aber darüber hinaus? Ich liebe Katrina. Mir gefällt, dass sie nicht den üblichen Klischees entspricht, sie nicht auf den Mund gefallen ist, wie sehr sie Wert darauf legt ihre Familie zu beschützen und auch wie ihre Entwicklung vom ersten Band bis hierher verlaufen ist.

Für mich ist es eher ungewöhnlich, aber Tate mag ich insgesamt etwas weniger als Katrina. Was nichts daran ändert, dass mir seine Gespräche mit ihr besonders gut gefallen haben, ebenso wie seine vergleichsweise ruhige Art – ähnlich wie bei Katrina gefällt mir allerdings am meisten, wie er sich in diesen beiden Bänden entwickelt hat. Ich meine, von einem Jäger, der wahllos alles tötet, was ihm vor die Flinte kommt ohne über die Folgen nachzudenken, zu jemandem, der begriffen hat, dass auch andere Wesen ein Recht auf ein friedliches Leben haben.

War Hunting Souls spannend, mitreißend und emotional? Absolut! Gerade gegen Ende hatte ich Tränen in den Augen und gestehe, dass ich die letzten 200 Seiten in einem Rutsch gelesen habe. Der Schreibstil ist wunderbar humorvoll, flüssig und konnte mich von Seite zu Seite mehr in seinen Bann ziehen.

Ich komme nicht ganz um die Tatsache herum, dass ich das Gefühl bekomme, dass das Ende des Bösewichtes dieser Dilogie irgendwie doch zu einfach war. Vielleicht liegt dies an der Tatsache, dass sich sogar Tate und Katrina immer wieder gefragt haben, ob noch mehr hinter dessen Plan steckt – was dann ja irgendwie nicht eingetreten ist, wenn ihr mich fragt.

Ich würde in Zukunft auf jeden Fall wieder zu einem Buch von Tina Köpke greifen! Für heute bleibt mir nichts anderes übrig, als euch diese Reihe zu empfehlen und auf Neues der Autorin zu hoffen.



Fazit

Trotz eines schwierigen Startes habe ich mich gefreut wieder mit Katrina und Tate auf die Jagd zu gehen. Zum perfekten Buch fehlte nicht mehr viel, weshalb ich die Lesestunden trotz minimaler Kritik sehr genossen habe.

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 02.01.2025

Kein Highlight, aber nah dran

Die Sonnenfeuer-Ballade 2: A Storm to Kill a Kiss
0

Wissenswertes

Autor: Julia Dippel
Titel: A storm to kill a kiss (Die Sonnenfeuer-Ballade Band 2)
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 7. Oktober 2024
Verlag: Planet! Verlag
ISBN: 978-3-522508148
Preis: ...

Wissenswertes

Autor: Julia Dippel
Titel: A storm to kill a kiss (Die Sonnenfeuer-Ballade Band 2)
Gattung: Romantasy
Erscheinungsdatum: 7. Oktober 2024
Verlag: Planet! Verlag
ISBN: 978-3-522508148
Preis: 22.00 € (Gebundenes Buch) & 16,99 € (Kindle-Edition)
Seitenzahl: 496 Seiten

Inhalt

Sintha konnte die mysteriöse Mordserie in Enebha zwar beenden, doch der Preis dafür war hoch: Jeder weiß nun, wer sie ist. Darum muss sie an der Seite der Monarchin in die Hauptstadt reisen, wo sie als Symbol des Friedens vorgeführt werden soll. Doch das scheinbare Wohlwollen der Monarchin hat ein Ablaufdatum und Arez’ Misstrauen verfolgt sie ebenso wie der Sturm. Wenn es ihr nicht gelingt, den Drahtzieher hinter der gefährlichen Intrige zu finden, in die sie verstrickt wurde, verliert sie nicht nur seine Liebe, sondern auch ihr Leben.

Cover

Ich liebe dieses Cover! Gerade die Schleiereule in Kombination mit den roten Bändern und dem ansonsten recht schlicht gehaltenem Hintergrund gefallen mir besonders gut.

Meine Meinung

Jeder oder jede von euch, der oder die, Julia Dippels Bücher noch nicht kennt, sollte dies ganz schnell ändern! Nachdem ich bereits ihre "Izara" und "Cassardim"-Reihen verschlungen habe, stand für mich von der ersten Sekunde an fest, dass diese Reihe ebenfalls bei mir einziehen muss. Julia gehört seit einigen Jahren zu meinen Instant-Buy-Autorinnen, ich muss nicht mal wissen, um was es geht, ihre Bücher kaufe ich auch blind.
Weiterhin begleiten wir Sintha auf ihrer gefährlichen Reise. Jetzt wo alle Welt weiß, dass sie eine Halbonyde, also Halb Mensch, halb magisches Wesen ist, und die Onyden vor vielen Jahren den Krieg begonnen haben, Arez sie mit Ablehnung straft und die Stimme in den Schatten immer noch in weiter Ferne scheint, hatte ich gar keine Wahl als Sin immer mehr ins Herz zu schließen. Gerade ihre magische Seite gibt ihrem Wesen etwas impulsives und unkontrolliertes, welches ich den meisten anderen Protagonistinnen negativ andichten würde, doch zu ihrem Charakter passt es hervorragend. Gerade ihren Kampf um Arez Vertrauen, ihre Verzweiflung, ihre Bemühungen den wahren Bösen zu finden, sowie ihr innerer Kampf gegen die Vorurteile der Menschen machen sie herrlich authentisch und liebenswert. Gerade ihr Wesen als Onyde fand ich immer wieder wahnsinnig spannend, wie beispielsweise welche Anziehungskraft Gold und Glitzerkram auf sie haben und wie ihr Wesen neben den anderen Geschöpfen dieser Welt dennoch etwas Eigenes und Lebendiges mitbringt.
Arezander ist ein Mann zum Träumen. Oder Vakar, wenn wir es genau nehmen wollen. Er besitzt diese männliche Selbstgefälligkeit, kombiniert mit dem immerwährenden Bedürfnis die Schwachen zu schützen, Sintha außerhalb der Gefahrenlinie zu halten, während er gleichzeitig versucht sein Volk zusammenzuhalten und einen Krieg mit den Menschen zu vermeiden. Er ist ein grandioser Jäger, Stratege und Anführer in einem und gerade ab der zweiten Hälfe des Buches bin ich regelmäßig bei den Gesprächen der beiden dahingeflossen.
Julia Dippels Schreibstil begeistert mich bei jedem Buch komplett aufs Neue. Neben den auffälligen Merkmalen, dass sich die Geschichten immer super flüssig lesen, mitreißend sind und mich emotional immer wieder umhauen, fasziniert mich zudem immer wieder, wie die Charaktere untereinander agieren. Ich liebe die Dynamik zwischen Sin und Arez, aber ebenso zwischen wirklich allen anderen Charakteren. Dieser Geschichte wohnt etwas authentisches und lebendiges inne, was ich nur bei wenigen anderen deutschen Autoren und Autorinnen wieder gefunden habe.
Wie nicht anders zu erwarten ist "A storm to kill a kiss" vollgepackt mit Intrigen, Verrat, unzähligen falschen Fährten, Emotionen und Genialität in einem. Von der ersten Seite an hat mich der Inhalt gepackt und nicht mehr losgelassen. Es war mitreißend, spannend, fantastisch und für mich nahe am perfekten Buch. Jedoch muss ich schweren Herzens zugeben, dass das Ende für mich noch etwas herzzerreißender und dramatischer hätte sein können. Ich meckere hier auf hohem Niveau!
Julia Dippels Bücher werden auf Ewig zu denen gehören, die ich immer und immer wieder weiterempfehlen würde. Dieses bildet keine Ausnahme.

Fazit

Trotz der Tatsache, dass dieses Buch letztlich kein Highlight geworden ist, kann ich euch diese Geschichte nur ans Herz leben. Julia Dippel ist eine Meisterin auf ihrem Gebiet!

Von mir gibt es 4,5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere