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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.04.2025

hard boiled

Cape Diamond
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Mein erstes Buch von Ron Corbett. Die größte Stärke des Buches war für mich die Sprache. Manchmal derb und hart, aber auch einfühlsam und klug. Und auch der Mordfall ist interessant. Es geht um Diamanten, ...

Mein erstes Buch von Ron Corbett. Die größte Stärke des Buches war für mich die Sprache. Manchmal derb und hart, aber auch einfühlsam und klug. Und auch der Mordfall ist interessant. Es geht um Diamanten, Raub und Bandenkriminalität. Und das alles spielt in einem Kanada, dass sehr an den tiefen Westen der USA erinnert. In seiner düsteren Perspektivlosigkeit, den Tätern, die ebenso gnadenlos wie die Detektives hartnäckig und verbissen. Das bringt eine ganz eigene Stimmung und diese Art von Hard Boiled Story gefällt mir gut.

Veröffentlicht am 20.04.2025

solide

Das Licht in den Wellen
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"Das Licht in den Wellen" ist eine Lebensgeschichte. Inge Martensen ist die junge Frau, die von Föhr in die große weite Welt aufbricht und in New York landet. Und sie hat viel Glück und eine schier unerschöpfliche ...

"Das Licht in den Wellen" ist eine Lebensgeschichte. Inge Martensen ist die junge Frau, die von Föhr in die große weite Welt aufbricht und in New York landet. Und sie hat viel Glück und eine schier unerschöpfliche Energie und Zuversicht. Ihre positive Ausstrahlung kann man auf jeder Seite spüren und die verhilft ihr zu einer Karriere, zu einer glücklichen Beziehung, einem wunderbaren Sohn und einen prallen Leben, dass sie irgendwann doch wieder in die Heimat führt, denn wer Föhr im Blut hat, kann auch in der Fremde nicht vergessen, wo seine Wurzeln sind.

Das Buch liest sich schnell und hinterlässt eine gewisse Zufriedenheit. Ich hätte mir gewünscht, dass es auch ein paar Tiefpunkte und ein paar Ecken und Kanten gegeben hätte. Einfach, weil ich das Gefühl habe, das hätte der Story gut getan. So war es ein gutes Buch aber so richtig nachgehallt hat es irgendwie nicht bei mir.

Veröffentlicht am 06.04.2025

charmant

Das ist Glück
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Ein Dorf im Regen, so könnte man Faha nennen. Ein irischer Sommer ist nass und kalt, dafür sind die Menschen warmherzig und aufmerksam. Der 17jährige Noel bricht sein Studium ab und sucht bei den Großeltern ...

Ein Dorf im Regen, so könnte man Faha nennen. Ein irischer Sommer ist nass und kalt, dafür sind die Menschen warmherzig und aufmerksam. Der 17jährige Noel bricht sein Studium ab und sucht bei den Großeltern nach einem Weg aus der Krise. Oder einfach nach sich selbst. Oder einfach nach ein bisschen Ruhe und Besinnung. Das findet er in dem kleinen Dorf. Und überraschend findet er auch einen besondern Freund. Nämlich Christiy, der die Elektrizität in die Gegend bringt.

Das Buch lebt von seinen warmherzigen aber auch eigenwilligen Charakteren und der grünen, feuchten Insel auf der die Geschichte spielt. Und von der Sprache, die der Autor schwelgerisch und mit zarten aber auch intensiven Beschreibungen einsetzt.

Der Ton ist von der ersten Seite an ruhig und klar und obwohl nicht wirklich viel passiert hat mich die Story doch für sich eingenommen. Ein charmantes Buch.

Veröffentlicht am 06.04.2025

interessant

Im Wind der Freiheit
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Von gagamaus
Tanja Kinkel hat sich ein politisch und gesellschaftspolitisch sehr wichtiges Jahr für ihrem Roman "Im Wind der Freiheit" herausgesucht. Nämlich 1948, die Zeit der Märzrevolution. Und wie ...

Von gagamaus
Tanja Kinkel hat sich ein politisch und gesellschaftspolitisch sehr wichtiges Jahr für ihrem Roman "Im Wind der Freiheit" herausgesucht. Nämlich 1948, die Zeit der Märzrevolution. Und wie der Titel schon sagt, geht es darum, dass für die Menschen aber vor allem die Frauen die Ersten Lüftchen der Freiheit von Konventionen und veralteten Wertvorstellungen durch das Land wehen. Und Susanne aus der Unterschicht und Louise aus dem gehobenen Mittelstand sind Zeuginnen ihrer Zeit und wir dürfen ihre Wünsch eund Träume, ihre Ziele und Rückschläge begleiten.

Die Autorin hat einen etwas spröden und zurückhaltenden Erzählstil gewählt und lässt in der Rahmenhandlung die realen geschichtlichen Hintergründe Revue passieren. Man kann also die Zusammenhänge verstehen, die die Figuren zu dem jeweiligen Handeln zwingen. Das hat sich sehr interessant gelesen. Ein bisserl mehr hätte ich mir vielleicht gewünscht, dass die Frauen für sich die Freiheit wirklich finden. Manchmal war es frustrierend, wie sie immer wieder von den Männern und dummen Frauen klein gehalten werden.

Veröffentlicht am 16.03.2025

starke Frauenfiguren

Stromlinien
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Also ganz ehrlich - ich musste das Buch einfach haben, da mich das Cover umgehauen hat. Ja, soll man nicht tun. Solche Käufe, nur wegen einem ansprechenden Einband aber der Plot war auch vielversprechend. ...

Also ganz ehrlich - ich musste das Buch einfach haben, da mich das Cover umgehauen hat. Ja, soll man nicht tun. Solche Käufe, nur wegen einem ansprechenden Einband aber der Plot war auch vielversprechend. Wasser und Mädchen in Booten - Ich musste an das Flusskrebse-Buch denken.

Die Geschichte ist ziemlich kniffelig, also konzentriert lesen und am Ball bleiben. Aus verschiedenen Perspektiven und in mehreren Zeitebenen werden immer wieder kleine Versatzstücke eines großen Ganzen gezeichnet. Im Mittelpunkt stehen die Frauen einer Familie. Zwillingsschwestern, die bis zu ihrem 17 Lebensjahr bei der Großmutter aufwachsen, weil die Mutter so lange im Gefängnis eingesessen hat. Die Mutter, die vor vielen Jahren verurteilt wurde und die Großmutter, die die Familiengeheimnisse wortkarg und verhärmt hütet.

Aber warum kehrt die Mutter dann nicht nach hause zurück, als sie entlassen wird? Und wohin verschwindet die eine der Schwestern plötzlich.

Eine Familiengeschichte die es in sich hat und die am Ende wahnsinnig spannend wird. Schöner Erstling.