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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.08.2025

Die letzte Reise

Onigiri
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Das Buch „Onigiri“ von Yuko Kuhn, gelesen von Inka Löwendorf, umfasst etwa 200 Seiten und ist damit ideal für ein Wochenende. Das dazugehörige Hörbuch hat eine Spieldauer von rund sechs Stunden.

Ich habe ...

Das Buch „Onigiri“ von Yuko Kuhn, gelesen von Inka Löwendorf, umfasst etwa 200 Seiten und ist damit ideal für ein Wochenende. Das dazugehörige Hörbuch hat eine Spieldauer von rund sechs Stunden.

Ich habe einen Teil des Buches gelesen und gleichzeitig das passende Hörbuch gehört. In „Onigiri“ treffen zwei ganz verschiedene Kulturen aufeinander und zeigen, wie sie das Leben der Protagonisten beeinflussen. Im Zentrum der Geschichte steht Aki, deren Mutter an Demenz leidet. Als Aki erfährt, dass ihre Großmutter verstorben ist, beschließt sie, ihre Mutter ein letztes Mal nach Japan zu bringen, um ihr die Möglichkeit zu geben, ihre frühere Heimat und ihre Familie ein letztes Mal zu erleben. Japan wird hier als Ort dargestellt, an dem alte Wunden aufbrechen und Familiengeheimnisse ans Licht kommen – ein Konzept, das sowohl spannend als auch emotional klingt.

Leider empfand ich das Buch eher als eine Sammlung von Momentaufnahmen, die nicht harmonisch miteinander verbunden waren. Die Erzählweise ist ruhig und distanziert, was zwar eine gewisse Atmosphäre schafft, jedoch auch dazu führt, dass die Handlung an vielen Stellen ins Stocken gerät. Die vielen Rückblenden und Zeitsprünge behindern den Lesefluss, sodass ich oft Schwierigkeiten hatte, den Gedankengängen zu folgen. Die kurzen Kapitel und die wechselnden Perspektiven – teils in der Gegenwart, teils in der Vergangenheit – verleihen der Geschichte keine klare Struktur. Diese Unbeständigkeit und der Schreibstil führten dazu, dass es mir schwerfiel, den Geschehnissen zu folgen. Die Erzählung wirkte manchmal wirr und so, als ob sie aus vielen losen Fäden zusammengestellt wurde.

Trotz dieser kritischen Punkte hat mir der Roman insgesamt gut gefallen. Er präsentiert eine berührende deutsch-japanische Familiengeschichte und beleuchtet eindrucksvoll die Unterschiede zwischen der deutschen und der japanischen Kultur. Besonders interessant sind die generationenübergreifenden Konflikte, die zwischen Aki, ihrer Mutter Keiko und deren deutschen Großeltern bestehen. Die Passagen, in denen Akis Mutter behandelt wird, sind sehr eindrucksvoll; man spürt, wie sie aufblüht, als sie in ihre alte Heimat zurückkehrt und dort ihre Familie und alten Freunde wiedertrifft.

Das Buch hat definitiv viel Potenzial und enthält tiefgründige Themen. Dennoch konnte mich die Geschichte insgesamt nicht vollständig fesseln, was schade ist, da die Grundlagen für eine packende Erzählung vorhanden sind.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Nicht mein Fall

A Dance of Lies
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A Dance of Lies von Brittney Arena

Einst war das Reich von König Illian ein strahlendes Kleinod, bis die talentierte Tänzerin Vasalie plötzlich ins Visier der Macht geriet. Fälschlicherweise des Mordes ...

A Dance of Lies von Brittney Arena

Einst war das Reich von König Illian ein strahlendes Kleinod, bis die talentierte Tänzerin Vasalie plötzlich ins Visier der Macht geriet. Fälschlicherweise des Mordes beschuldigt, verbringt sie zwei lange Jahre im dunklen königlichen Verlies. Doch als Hoffnung schwindet, bietet der König ihr ein verlockendes Abkommen an: im Austausch für ihre Freiheit soll sie als Spionin und Tänzerin an einer wichtigen Zusammenkunft der benachbarten Herrscher teilnehmen. Doch welche finsteren Pläne hegt Illian wirklich?

Das Cover des Buches hat mich sofort angesprochen und geweckt, doch der Einstieg in die Geschichte fiel mir schwer.

Leider konnte mich der Plot nicht richtig fesseln. Auch die Charaktere, insbesondere die Nebenfiguren, wirkten für mich blass und austauschbar. Die Protagonistin selbst war oft schwer nachvollziehbar, da sie unentschlossen war und nicht wusste, was sie wirklich wollte.

Insgesamt hat mich das Buch nicht überzeugen können.

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Veröffentlicht am 13.07.2025

Nicht so meins

Gesellschaftsspiel
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„Gesellschaftsspiel“ ist der Debütroman von Dora Zwickau. Das ansprechend gestaltete Cover zeigt die drei Hauptfiguren: die Schwestern Isabelle und Annika sowie ihre Tante Dagmar. Das Hörbuch wird von ...

„Gesellschaftsspiel“ ist der Debütroman von Dora Zwickau. Das ansprechend gestaltete Cover zeigt die drei Hauptfiguren: die Schwestern Isabelle und Annika sowie ihre Tante Dagmar. Das Hörbuch wird von Simone Kabst und Richard Barenberg gesprochen.
Die Beziehung zwischen Isabelle und Annika ist angespannt, und auch ihre Verbindung zu Tante Dagmar könnte besser sein. Als jedoch ein geliebter Mensch am Rande des Todes steht, sind die drei Frauen gezwungen, gemeinsam zu finden. Der Tech-Milliardär, der die App „The Syndicate“ entwickelt hat, verfolgt das Ziel, in einer deutschen Stadt seine Vision einer Gesellschaft zu verwirklichen. Dabei bezieht er die Anwohner in seine Pläne ein und zieht sie in seinen Bann.
Leider fiel es mir schwer, mich mit den Protagonisten zu identifizieren. Obwohl jeder von ihnen eigene Konflikte hat und die behandelten Themen tiefgründig sind, konnte mich die Umsetzung nicht überzeugen. Die Erzählweise wechselt zwischen den Perspektiven der Schwestern und der Tante und wird durch Chatnachrichten und Interviews aufgelockert.
Die Charaktere bleiben jedoch in ihrer Darstellung blass und erscheinen mehr als Werkzeuge der Handlung denn als lebendige Menschen mit eigenen Gedanken und Gefühlen. Dies gilt auch für den Schlaganfall der Mutter, dessen Tragweite die drei Frauen nicht wirklich zu berühren scheint.
Trotz dieser Mängel regt das Buch durchaus zum Nachdenken an. Die distanzierten Charaktere erschweren zwar eine emotionale Bindung, doch ihre Handlungen sind nachvollziehbar und menschlich.

Das Hörbuch war teilweise schwer nachzuvollziehen. Insgesamt vergebe ich 3,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Mal was anderes

Die Kurve
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Das Buch „Die Kurve“ ist von dem Autor Dirk Schmidt geschrieben.
Haben Sie ein Problem? Dann sollten Sie Carl kontaktieren. Carl, der ehemalige Leiter eines Jugendzentrums, betreibt ein Unternehmen, ...

Das Buch „Die Kurve“ ist von dem Autor Dirk Schmidt geschrieben.
Haben Sie ein Problem? Dann sollten Sie Carl kontaktieren. Carl, der ehemalige Leiter eines Jugendzentrums, betreibt ein Unternehmen, das kriminelle Dienstleistungen anbietet. Es ist zwar riskant, aber ein sehr lukratives Geschäft. Er übernimmt Aufträge aus der Unterwelt und hat für jedes Problem die passende Person zur Hand.
Die Erzählweise von Dirk Schmidt ist einzigartig, erfordert jedoch eine gewisse Eingewöhnung, da sie oft mit einem fragmentierten Stil spielt, der die Gedanken und Emotionen der Charaktere widerspiegelt. Trotz des interessanten Ansatzes fand ich, dass der Spannungsbogen in der Handlung etwas schwach ausgeprägt war. Es fiel mir schwer, mich mit den Charakteren zu identifizieren und in ihre Welt einzutauchen.
Das Ende der Geschichte war für mich besonders unklar und ließ viele Fragen offen, was zwar für einige Leser ansprechend sein mag, mich jedoch eher frustriert zurückließ. Insgesamt ist „Die Kurve“ ein Buch, das sowohl zum Nachdenken anregt als auch die Grenzen zwischen Gut und Böse in Frage stellt, aber es könnte für Leser, die eine klare und spannende Handlung suchen, enttäuschend sein.

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Veröffentlicht am 06.02.2025

Klischee

Dark Cinderella
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Das Buch „Dark Cinderella“ stammt von der Autorin Anya Omah. Das Hörbuch ist von
Gesprochen von Chantal Busse; Vincent Fallow gesprochen.
In der Geschichte wird die Protagonistin Sofia mit einem erschütternden ...

Das Buch „Dark Cinderella“ stammt von der Autorin Anya Omah. Das Hörbuch ist von
Gesprochen von Chantal Busse; Vincent Fallow gesprochen.
In der Geschichte wird die Protagonistin Sofia mit einem erschütternden Geheimnis konfrontiert: Ihre beste Freundin Alma ist spurlos verschwunden. Der letzte Hinweis, den Sofia über Alma hat, ist ein WhatsApp-Bild, das am geheimnisvollen Hof von Skonien aufgenommen wurde. Entschlossen, Licht ins Dunkel zu bringen, begibt sich Sofia auf eine aufregende Suche nach neuen Informationen und bewirbt sich sogar im Adelshaus. Was wird sie dabei herausfinden?
Der Schreibstil von Anya Omah hat mich zunächst mit seiner Flüssigkeit begeistert. Doch leider stellte sich bei mir im Verlauf der Geschichte eine gewisse Langeweile ein. Die Handlung ist stark mit Klischees durchzogen, was meinen Lesegenuss beeinträchtigt hat.
Das Cover und der Farbschnitt des Buches sind jedoch wirklich gelungen und ziehen sofort die Aufmerksamkeit auf sich.
Ich fand die Sprecher sehr gut. Gerade die Betonung und das Sprechtempo ist sehr passend.
Offensichtlich war ich nicht die richtige Zielgruppe für dieses Buch, da ich mir eine andere Art von Geschichte vorgestellt hatte. Vielleicht spricht es jüngere Leser oder Fans von klassischen Märchenadaptionen mehr an, während ich auf der Suche nach etwas Originellerem war.

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