Profilbild von schnaeppchenjaegerin

schnaeppchenjaegerin

Lesejury Star
offline

schnaeppchenjaegerin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit schnaeppchenjaegerin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 07.04.2025

Eine Geschichte, die emotional und bewegend beginnt und sich im weiteren Verlauf nur noch auf Sex reduziert.

Before I Let Go
3

Yasmen und Josiah Wade waren glücklich verheiratet, bis ein tragisches Unglück sie vor so große Herausforderungen stellte, dass die Scheidung als Lösung erschien, um den Schmerz zu stoppen. Knapp zwei ...

Yasmen und Josiah Wade waren glücklich verheiratet, bis ein tragisches Unglück sie vor so große Herausforderungen stellte, dass die Scheidung als Lösung erschien, um den Schmerz zu stoppen. Knapp zwei Jahre später haben sich Yasmen und Josiah in ihren neuen Leben eingerichtet. Sie kümmern sich weiterhin liebevoll gemeinsam um ihre beiden Kinder und führen auch zusammen das Restaurant, das sie gemeinsam aufgebaut hatten, mit Erfolg. Yasmen hat neue Freundinnen gefunden, die ihr Halt geben und die Unterstützung ihrer Therapeutin. Es geht ihr wieder gut und das kann auch Josiah sehen. Die Liebe zu einander war nie weg und plötzlich ist auch die Leidenschaft für einander wieder da. Beide fühlen sich zu einander hingezogen, aber der Trennungsschmerz sitzt bei Josiah tief und das weiß auch Yasmen.

"Before I let go" ist der Auftakt der "Skyland"-Buchreihe, einer Reihe von Liebesromanen, die im ersten Band die Liebe von Yasmen und Josiah in den Mittelpunkt rückt, während in den Folgebänden die Liebesgeschichten von Yasmens Freundinnen Soledad und Hendrix folgen werden.

Der Roman wird wechselnd aus den Perspektiven von Yasmen und Josiah erzählt, wobei die weibliche Sicht den größeren Anteil hat. Durch Einblicke in das Leben und die Gedanken beider Personen ist von Anbeginn spürbar, dass die beiden auch nach der Scheidung noch viel verbindet, nicht nur die Kinder und das gemeinsame Restaurant. Sie lieben sich und fühlen sich körperlich anzogen. Bei jeder Begegnung ist ein Knistern spürbar und ihre Gedanken gehen, geprägt von den gemeinsamen Erinnerungen, weiter.

Es sind aber nicht nur die Gedanken an Sex, es sind auch die schmerzhaften Erinnerungen an zwei verstorbene Menschen und die mangelnde Fähigkeit, gemeinsam zu trauern. Die Scheidung war die Konsequenz von Streitigkeiten und dem Wunsch, den Verletzungen ein Ende zu setzen.


Die Geschichte hat berührende Punkte, ist in Teilen aber auch sehr derb und explizit. Es ist vorhersehbar, wie sich die Beziehung von Yasmen und Josiah entwickeln wird, aber dennoch ist es fraglich, ob die beiden die Fehler der Vergangenheit klären oder ob sie bei dem Versuch einer zweiten Chance nahtlos an schöne Zeiten anknüpfen können.

Authentisch ist dargestellt, welche Schwierigkeiten es bei der Trennung mit Kindern gibt und wie das gemeinsame Sorgerecht gelöst werden kann. Auch die Freundschaft von Yasmen mit Soledad und Hendrix hat ihre schönen Momente, denn es fühlt sich an, es würden die drei sich schon ewig kennen.

Die Entwicklung der Geschichte hat Potential, das jedoch ab der Hälfte des Romans nicht mehr genutzt wurde. Während in der ersten Hälfte des Romans die körperliche Attraktivität beider Hauptpersonen bereits wichtig ist, reduziert sich die zweite Hälfte darüber hinaus fast ausschließlich auf Sex. Sex in Gedanken. Sex im Hotelzimmer. Sex in der Garage. Sex im Ehebett. Sex bei der Elternversammlung. Es findet keine charakterliche Weiterentwicklung statt. Stattdessen gibt es seitenweise Ausführungen, wie zwei geschiedene Menschen sich wie rattige Teenager verhalten und unkontrolliert ihrer körperlichen Lust frönen.

Alle emotionalen Aspekte, aller psychischer Ballast, mögliche Problemklärungen und -bewältigungen treten komplett in den Hintergrund. Am Ende sind die Hauptfiguren bei der selben Gewissheit wie zu Beginn: Sie lieben sich immer noch und dazwischen gab es Verkehr.

Der Roman handelt von einer Trennung, die nicht aus mangelnder Liebe und Zuneigung erfolgte, von psychischer Gesundheit und Verlust. Dabei gibt es gerade zu Beginn bewegende Szenen, aber die Entwicklung der Liebe von Yasmen und Josiah im Hinblick auf einen Neustart bleibt oberflächlich und mit einem viel zu großen Fokus auf der körperlichen Anziehung, schlüpfrigen Gedanken, "fcken und "vgeln".

Mich hat der Roman nach einem guten Start im weiteren Verlauf gelangweilt und schlicht genervt. Eine Fortsetzung der Reihe kommt für mich damit nicht in Frage, sollten Band 2 und 3 ins Deutsche übersetzt werden.

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 28.11.2024

Basierend auf historischen Tatsachen wird ein Spionageverdacht ausschweifend langweilig erzählt - wahrlich kein Politthriller.

Abgrund
0

England im Jahr 1914 vor Ausbruch des Großen Krieges, Premierminister Herbert Henry Asquith mit einer außerehelichen Affäre mit einer Adeligen, die halb so alt ist wie er, eine intime Korrespondenz, ein ...

England im Jahr 1914 vor Ausbruch des Großen Krieges, Premierminister Herbert Henry Asquith mit einer außerehelichen Affäre mit einer Adeligen, die halb so alt ist wie er, eine intime Korrespondenz, ein möglicher Geheimnisverrat, ein Ermittler auf der Spur: "Abgrund" hat alle Zutaten eines spannenden Spionageromans und wird als "historischer Politthriller" angekündigt, kann diese Erwartungen jedoch nicht erfüllen.

In "Abgrund" vermischt der Autor historische Wahrheiten über den Ausbruch des Ersten Weltkrieges und die Rolle, die England als Gegner Deutschlands zum Schutz des Partners Frankreich einnahm sowie die intimen Details der Beziehung zwischen Asquith und Venetia Stanley mit einer fiktiven Geschichte über den Scotland Yard-Sergeant Paul Deemer, der für das Kriegsministerium engagiert wurde, um deutsche Spione aufzudecken.

Erschreckend ist allein die Tatsache, dass ein politisch versierter Premierminister Interna aus Kabinettssitzungen, Kriegsstrategien und geheim eingestufte Nachrichten brühwarm an seine Geliebte weitergibt oder so einfältig und unbedacht ist, unverschlüsselte Telegramme - wenn auch zerrissen - in der Öffentlichkeit wegzuwerfen und der naive Glaube, dass die Affäre gänzlich unbeachtet bleiben könnte.

Darüber hinaus wird die Geschichte ermüdend langweilig erzählt. Weder wiegt der Geheimnisverrat so schwer, da die Empfängerin tatsächlich Stillschweigen bewahrt, noch ist ihre intime Beziehung, die sich auf gemeinsame Fahrten mit dem Auto, Spaziergänge zu zweit oder offizielle Anlässe in Gesellschaft beschränkt, sonderlich prickelnd. Die Briefe des Premierministers sind die eines liebeskranken älteren Gentleman, der eine tiefe Sehnsucht und Abhängigkeit zu seiner Geliebten zum Ausdruck bringt, wobei die Briefe immer erwartungsvoller und besitzergreifender werden. Auch die fiktiven Ermittlungen des Scotland Yard-Beamten, der hinter den heiklen Briefverkehr kommt, aber selbst mit den Beweismitteln wenig unternehmen kann, können dem Roman keine Spannung verleihen.

"Abgrund" mag ein gut recherchierter historischer Tatsachenbericht sein, der mit fiktiven Ermittlungen aufgepeppt wird, ist aber mit 500 Seiten blumig formulierten Liebeszeilen, die den Premierminister im weiteren Verlauf des Romans als verantwortungslosen Schwächling aussehen lassen, und politischen Debatten zu Kriegsstrategien zu redundant und ausschweifend erzählt.
Abgründe, Nervenkitzel und Erotik oder den Anschein eines spannenden Spionageromans sucht man vergebens.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.11.2024

Unsympathische Hauptfigur und eine platte, unrealistische Geschichte - trotz des winterlichen Settings in New York kein warmherziger Wintertraum

Winterträume in New York
0

Marie ist Ende 20 und wohnt, seitdem sie von ihrem Verlobten verlassen wurde, wieder im Kinderzimmer in der Wohnung ihrer Eltern. Der Liebeskummer und die wenig erfolgreiche Wohnungssuche deprimieren sie, ...

Marie ist Ende 20 und wohnt, seitdem sie von ihrem Verlobten verlassen wurde, wieder im Kinderzimmer in der Wohnung ihrer Eltern. Der Liebeskummer und die wenig erfolgreiche Wohnungssuche deprimieren sie, weshalb sie sich von einer Freundin überreden lässt und bei einem Radiogewinnspiel mitmacht. Die beiden haben Glück und gewinnen eine Reise nach New York. Dort ankommen ist Marie allerdings vom Pech verfolgt und kann die Rückreise nicht wie geplant antreten. Allein und unbeholfen ist sie froh, dass sie Jack näher kennenlernt, ein Weihnachtself, mit dem sie im Macy`s zusammengestoßen war. Fürsorglich nimmt er sich ihrer an, als Marie befürchten muss, nicht mehr vor Weihnachten zurück nach Frankfurt zu kommen.

Nachdem mir "Das Winterkarussell" der Autorin gut gefallen hatte, hatte ich mir auch von "Winterträume in New York" eine liebenswerte Weihnachtsgeschichte erwartet, die sich aber eher als vorweihnachtlicher Alptraum (lesbar als Adventskalender mit 23 Kapiteln + Nachwort) entpuppt hat.

Marie ist keine sympathische Figur. Sie ist arrogant, unselbstständig und naiv und jammert, ohne Eigeninitiative zu zeigen. Die anderen Protagonisten sind bestenfalls blass oder holzschnittartige, stereotype Figuren.
Nach einem bereits holprigen Beginn in Frankfurt entwickelt sich die Geschichte in New York City reichlich unrealistisch, ist gespickt mit Logikfehlern (zwischen New York und Frankfurt gibt es keine Zeitverschiebung) und voller Pleiten, Pech und Pannen, dass so gar keine positive, weihnachtliche Stimmung aufkommen mag.
Die Dialoge sind unnatürlich und altmodisch formuliert. Maries Gedanken sind wie die einer spießigen Alten, ihre Reaktionen auf ihre Unglücke jedoch wie die einer Teenagerin.

Nachdem die typischen Sehenswürdigkeiten New Yorks abgeklappert wurden, taucht Marie in das "echte" New York ein. Die Themen abseits des Wetters, die die Autorin mit Maries Aufenthalt vermischt, sollen der Geschichte mehr Gehalt geben, passen aber mit der Einsamkeit von Städtern, Obdachlosigkeit, Rassismus und dem amerikanischen Gesundheitswesen nicht wirklich zu einer Weihnachtsgeschichte und bleiben im Zusammenhang mit reichlich Gutmenschentum zudem nur oberflächlich aufgezählt.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich nach kurzen Begegnungen und wenigen Gesprächen zwischen Marie und Jack rasend schnell. Die baldige vertrauliche Nähe zwischen den beiden Fremden ist kaum nachvollziehbar.

Auch wenn man bei romantischen Winter- / Weihnachtsgeschichten nicht den Anspruch auf nüchterne Realität hat und wohlwollend zum träumen verleitet wird, fehlt dieser Geschichte jedweder Charme und Magie für ein Weihnachtsmärchen mit Happy End.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.08.2024

Langweilige Geschichte mit unsympathischen Figuren und einem einfältigen Ich-Erzähler. Ein Thriller ohne Spannung und Originalität.

Der fremde Passagier
0

Jamie pendelt seit einigen Monaten täglich mit seinem neuen Freund Kit zur Arbeit. Sie haben sich für den Verkehr per Boot über die Themse durch London entschieden, um die überfüllte U-Bahn zu meiden. ...

Jamie pendelt seit einigen Monaten täglich mit seinem neuen Freund Kit zur Arbeit. Sie haben sich für den Verkehr per Boot über die Themse durch London entschieden, um die überfüllte U-Bahn zu meiden. Beide können sich das Jahresticket dafür eigentlich nicht leisten, denn Kit ist verschuldet und Jamie finanziell abhängig von seiner langjährigen Lebenspartnerin Clare.
Nach Weihnachten wird Jamie von der Polizei befragt, nachdem Kits Frau diesen vermisst gemeldet hatte und Jamie einem Zeugen zufolge der letzte ist, der ihn gesehen - und mit ihm gestritten hat. Jamie wird nervös, schließlich hat er damit ein Motiv, aber die Indizien sprechen offensichtlich dagegen, dass er Kit etwas angetan haben könnte. Es gibt schließlich Kameraaufzeichnungen und er hat sich noch nie etwas zu Schulden kommen lassen. Fraglich ist, wer ihn beschuldigt und auf wem er (noch) trauen kann.

Der Roman wird aus der Ich-Perspektive des Endvierzigers Jamie erzählt, der aufgrund seiner Klaustrophobie nicht mehr die U-Bahn in London nutzen kann. Die Geschichte nimmt in der Gegenwart ihren Lauf nach dem Verschwinden Kits Ende Dezember 2019. In Rückblenden auf die letzten zwölf Monate wird das Kennenlernen der Pendler auf dem Boot sowie die Entwicklung der Freundschaft untereinander und der Paarbeziehungen geschildert.

Die Erzählung ist wenig dynamisch und entwickelt sich bis auf ein pikantes Detail reichlich ereignislos. Die Treffen zwischen den neuen "Freunden" sind belanglos. Jede Person ist nichtssagend und nicht einmal die Ich-Perspektive Jamies führt dazu, ihm näher zu kommen. Die ohnehin schon übersichtliche Anzahl der Charaktere bleibt blass und austauschbar.

Überdeutlich ist zu spüren, dass nichts so ist, wie es scheint. In Erwartung einer Wende, die für einen spannenden Plottwist sorgen könnte, verliert man allmählich das Interesse durch die ermüdenden Alltagsbeschreibungen und langweilige Dialogen. Zudem gibt es nicht einen Helden, mit dem man mitfiebern könnte. Die Enthüllung verpufft deshalb auch ein wenig, gibt der Geschichte keinen Drive, während weitere Rückblenden offenbaren, was es wirklich mit dem Verschwinden von Kit und Jamies Rolle darin auf sich hat.

"Der fremde Passagier" ist ein Roman über geldgierige, unehrliche Großstädter, der weder durch interessante Figuren, kluge Ermittlungen oder ein spannendes Motiv überzeugen kann - als Thriller eine Enttäuschung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.08.2024

Kinderverschickung während des 2. Weltkriegs und die Folgen - oberflächlich, unfokussiert und distanziert geschildert

Und dahinter das Meer
0

Als der Krieg London erreicht und deutsche Bomben über die Stadt fallen, beschließen Millie und Reginald Thompson, ihre elfjährige Tochter Beatrix nach Amerika zu schicken, um sie in Sicherheit zu bringen. ...

Als der Krieg London erreicht und deutsche Bomben über die Stadt fallen, beschließen Millie und Reginald Thompson, ihre elfjährige Tochter Beatrix nach Amerika zu schicken, um sie in Sicherheit zu bringen. Beatrix wird in Boston von der Familie Gregory liebevoll aufgenommen. Für Mr und Mrs G wird Bea wie eine eigene Tochter und mit ihren "Brüdern" William und Gerald freundet sich Bea schnell an. Auch wenn Bea ihre Heimat vermisst, fühlt sie sich bei den Gregorys geborgen und gewöhnt sich an den wohlhabenden Lebensstil.
Alle wissen, dass Beas Zeit in Amerika endlich ist, doch der Abschied fällt schwer. Bea ist gereift und William ist vielmehr geworden als nur ein Bruder. In London lässt sie die Zeit in Amerika nie ganz los. Während sie versucht, ihr Leben im Nachkriegs-London fortzusetzen, ist ihr Herz noch immer in Amerika.

Der Roman handelt von 1940 bis 1977 und wird mit mehreren größeren Zeitsprüngen aus acht Perspektiven erzählt. Die Abschnitte sind jeweils kurz und werden aus der Sicht eines allwissenden Erzählers geschildert. Ohne eine Ich-Stimme oder Hauptfigur, die insbesondere in Bezug auf Beatrix passend wäre, ist der Schreibstil distanziert. Zudem unterscheiden sich die einzelnen Abschnitte stilistisch nicht von einander, so dass jede Person, unabhängig ihres Alters, Geschlechts oder Situation gleich klingt.
Es gibt wenige Dialoge und wenn dann werden sie überwiegend in kursiver Schrift statt in wörtlicher Rede dargestellt, wobei das einer Stelle nicht konsequent umgesetzt wird. Die nüchterne und wenig lebendige Erzählweise erschwert es, mit den Personen und ihren Schicksalen mitzufühlen, dabei ist die Ausgangslage so tragisch und bewegend.

Anders als gedacht, ist die Kindheit und die unmittelbare Rückkehr in die Heimat England gar nicht der Schwerpunkt. Die Geschichte geht weiter und schildert das Alltagsleben der einzelnen Figuren. Der Erzählton ist melancholisch. Nach einer fröhlichen Kindheit während des Krieges sind die Erwachsenenjahre schwermütig. Kein Charakter ist glücklich.

Durch die vielen Akteure und die Jahrzehnte, die erzählt werden, hat die Geschichte keinen klaren Fokus. Zu große Zeitsprünge, die Auslassung von eigentlich rührenden Szenen (Abschied aus Heimat, Verlassen lieb gewonnener Menschen, Wiedersehensfreude versus Anpassungsstörung) die Erschwernis, auch nur einem Charakter nahe zu kommen, machen das Lesen schwerfällig und lassen die Geschichte insgesamt zu banal erscheinen. Dem Schicksal der Verschickungskinder wird dieser Roman nicht gerecht.
Die Nachkriegsjahre werden bis auf Todesfälle als tragische Höhepunkte belanglos und frustrierend langweilig erzählt. Das Potenzial einer emotionalen und bewegenden Geschichte wird nicht ausgeschöpft. Auch die Liebesbeziehungen finden außer Sehnsuchtsgefühlen keinen richtigen Platz.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere