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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.10.2020

Haus des Schreckens

Bluthölle (Ein Hunter-und-Garcia-Thriller 11)
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Der Einstieg in das Buch ist tatsächlich neu, ungewöhnlich und sehr interessant: die Taschendiebin Angela Wood macht fette Beute. Nur diesmal kein Geld, sondern ein Tagebuch des Todes. Darin sind 16 Opfer ...

Der Einstieg in das Buch ist tatsächlich neu, ungewöhnlich und sehr interessant: die Taschendiebin Angela Wood macht fette Beute. Nur diesmal kein Geld, sondern ein Tagebuch des Todes. Darin sind 16 Opfer dokumentiert. Ihre Namen, ein Foto, Datum und Ort des Angriffs, Mordmethode und zu guter Letzt auch noch ihr Auffindeort. Dieses Tagebuch schickt sie an das LAPD und dort wird dessen Brisanz erkannt. Nachdem Robert Hunter und Carlos Garcia den ersten Eintrag gelesen haben, machen sie sich zu dem angegebenen Ort auf. Werden sie dort wirklich eine Leiche finden?
Aber danach geht es nur mäßig spannend weiter. Für mich hat sich langsam das Model der Serie „Superhirn trifft Serienmörder“ tot gelaufen. Leider. Aber es ist nicht realistisch, dass es immer einen noch schlimmeren, bestialischeren, kaltblütigeren,… Serienmörder geben soll. Und die Ermittlungsarbeit findet ausschließlich im Kopf von Robert Hunter statt. Sein Partner Carlos Garcia, Chefin Barbara Blake und wir als Leser können da nur staunend zusehen, wie er allein durch Lesen der ersten beiden Einträge in dem Tagebuch bereits den Hintergrund des Mörders erkennt. Das ist zwar stimmig und nachvollziehbar, aber irgendwie zu glatt gebügelt. Es braucht keine forensischen Spuren, Zeugenbefragungen,…. Es gibt keine falschen Spuren, keine Erkenntnisse die die Einschätzung und Lage ändern. Es läuft „wie am Schnürchen“. Und innerhalb weniger Tage ist ein Serienmörder „gefasst“, von dem man im Vorfeld nicht einmal wusste, dass er überhaupt existiert.
Schade, aber das hat mittlerweile deutlich an Reiz und Überzeugung verloren!

Veröffentlicht am 08.05.2019

Ermittlungen in der Münchner Unterwelt

Vom gleichen Blut
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Alexander Hartung und somit auch Nik Pohl waren mir bisher gänzlich unbekannt. Was wohl auch mein Problem mit dem Buch ausgemacht hat.
Der Einstieg mittels Prolog ist spannend und packend und verspricht ...

Alexander Hartung und somit auch Nik Pohl waren mir bisher gänzlich unbekannt. Was wohl auch mein Problem mit dem Buch ausgemacht hat.
Der Einstieg mittels Prolog ist spannend und packend und verspricht viel für die kommenden Seiten. Eine schwangere Frau wird verfolgt/oder fühlt sich verfolgt und verschwindet nach der Entbindung aus dem Krankenhaus um sich und ihr Baby zu retten.
Doch das Buch selber hat anfangs überhaupt nichts damit zu tun, sodass ich den Prolog zeitweise vergessen hatte und mich erst ab Mitte des Buches wieder daran erinnern konnte. Ich weiß nicht, ob man diesen Prolog wirklich braucht und die Vorgeschichte nötig ist. Schade!
Der Fall um die Entführung eines 14 jährigen Mädchens war durchaus spannend und in sich geschlossen. Aber tatsächlich hatte ich die ganze Zeit über die Frage im Hinterkopf nach der Motivation von Nik Pohl. Nach und nach habe ich immerhin mitbekommen, das er aus dem aktiven Polizeidienst ausgeschieden ist (warum auch immer). Aber was macht er jetzt, wenn er nicht auf eigene Faust ermittelt? Wie finanziert er diese Ermittlungen? Das mag nur eine Kleinigkeit sein und für die Ermittlungen unbedeutend, aber ich mag es, wenn die Geschichte realistisch ist und dann stören mich solche Sachen tatsächlich. Haben seine beiden Freunde, ein Hacker und ein Pathologe, auch nichts anderes zu tun? Nik braucht einem Wagen, Geld, Waffen,… und sein Hacker-Freund kann es ihm in kürzester Zeit besorgen. Mmhh…
Und wie selbstverständlich hat er Beziehungen überall hin und kommt in persönlichen Kontakt mit Persönlichkeiten der Münchner Unterwelt…
Diese Art muss man wohl einfach mögen und ich bin damit leider nicht warm geworden.

Veröffentlicht am 12.04.2019

zu düster, brutal, negativ

Der Patriot
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So leid es mir tut, das schreiben zu müssen, aber das Buch war leider nicht meins!
So wichtig und aktuell das Thema auch ist, so sehr bin ich dennoch von diesem Buch enttäuscht. Zwischendurch habe ich ...

So leid es mir tut, das schreiben zu müssen, aber das Buch war leider nicht meins!
So wichtig und aktuell das Thema auch ist, so sehr bin ich dennoch von diesem Buch enttäuscht. Zwischendurch habe ich schon überlegt das Buch vorzeitig zu beenden.
Der Aufbau des Buches ist durchaus geschickt. Es wird aus dem Blickwinkel von vier verschiedenen Personen erzählt. Da sind August Novak, Ibrahim Chamsai, Madeleine Winther und Carl Cederhielm. Ihre Geschichten laufen parallel und haben anfangs keine Berührungspunkte. Erst ganz langsam zeigt sich wo Gemeinsamkeiten zwischen einzelnen Personen bestehen. Am längsten dauert es bei August. Sehr lange habe ich mich gefragt was seine Geschichte mit dem Ganzen zu tun haben soll.
Doch als einziger ist mit Ibrahim Chamsai sympathisch, der hier für einen „größeren Zweck“ missbraucht wird. Mit allen anderen konnte ich nichts anfangen.
Das schlimme ist, das es solch ein geschildertes Szenario schon gab und wohl auch immer wieder geben wird. Trotzdem ist mir dieses Buch zu düster, brutal, negativ,… Keine positive schwedische Stimme ist hier zu vernehmen. Außerdem konnte ich die Motivation für die Morde, Anschläge, Terror bei keinem der Protagonisten nachvollziehen. Zum Teil wurde es auch gar nicht erklärt. Das fehlt mir komplett!

Veröffentlicht am 28.12.2025

Frust statt Lesegenuss

Das Antiquariat am alten Friedhof
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Das war nichts. Schon der Einstieg bereitete mir große Schwierigkeiten und war unglaublich anstrengend. Ich habe überhaupt nicht verstanden, von welcher Person hier die Rede ist, was ihr beruflicher Hintergrund ...

Das war nichts. Schon der Einstieg bereitete mir große Schwierigkeiten und war unglaublich anstrengend. Ich habe überhaupt nicht verstanden, von welcher Person hier die Rede ist, was ihr beruflicher Hintergrund oder ihre aktuelle Aufgabe ist und hatte deswegen keinen Bezug zu dem Gelesenen. Es kam das Gefühl auf, dass mir Wissen fehlt, aber dieses Wissen wurde schlicht und ergreifend zunächst nicht vermittelt. Die Geschichte erschloss sich erst nach und nach. Aber damit meine ich, dass man wirklich mehrere Kapitel dafür durchhalten muss. So habe ich mich leider von Kapitel zu Kapitel gehangelt und war froh, zwischendrin eine Pause einlesen zu können. Hätte ich nicht auf ein anderes Buch gewartet, hätte ich hier wahrscheinlich abgebrochen. Ab der Hälfte wurde es zwar etwas besser, aber insgesamt war es weder spannend noch unterhaltsam, informativ, gefühlvoll oder mitreißend. Leider kann ich keine Leseempfehlung aussprechen, da ich nicht wüsste, für wen ich es empfehlen soll.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
Veröffentlicht am 07.04.2025

Tiefgang und Ernsthaftigkeit sind auf der Strecke geblieben

Mickey und Arlo
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2 Halbschwestern, 1 Vater und zwei ganz unterschiedliche Sichtweisen auf ihn. Aber auch 5 Millionen gute Gründe für Mickey, die geforderten Therapiesitzungen zu absolvieren. Nichtsahnend treffen die beiden ...

2 Halbschwestern, 1 Vater und zwei ganz unterschiedliche Sichtweisen auf ihn. Aber auch 5 Millionen gute Gründe für Mickey, die geforderten Therapiesitzungen zu absolvieren. Nichtsahnend treffen die beiden Halbschwestern Mickey und Arlo aufeinander, ohne jedoch die familiäre Verbindung zu kennen.

Erwartet hatte ich eine ernsthafte Auseinandersetzung mit dem Vater. Warum wird er so unterschiedlich wahrgenommen? Wie war die jeweilige Beziehung? Was haben beide Halbschwestern erlebt und wo gibt es Unterschiede? Kann man sich über den Austausch während der Therapiesitzungen annähern und das Bild des Vaters vielleicht korrigieren? Unterschwellig kam dies auch vor. Aber der Weg dahin war steinig, voller Umwege und auch Irrwege.

Leider hatte mich das Buch insgesamt überhaupt nicht gepackt und berührt. Die Kapitel sind abwechseln aus der Sicht von Arlo oder Mickey geschrieben. Aber ich musste mich regelrecht zum Lesen zwingen und habe nach jedem Kapitel eine Pause eingelegt. Ein Lesefluss wollte sich nicht einstellen. Die Halbschwestern waren mir nicht sympathisch, eher nervig und unreif.

Im besten Fall hätte dies ein flüssiger und leichter Schreibstil sein können. Ich empfand ihn nach und nach aber als zu flapsig. Obwohl weitere ernste Themen vorkamen, konnte man sie leider nicht ernst nehmen. Die Halbschwestern scheinen sich mit ihren eigenen Problemen nicht auseinanderzusetzen oder sie wenigstens ernst zu nehmen. Wie bitte soll ich die Probleme dann als Leser ernst nehmen können!?

Und auch nach Beendigung des Buches kann ich leider nicht sicher sagen, ob dieses Buch uns Leser etwas mit auf den Weg geben möchte. Schade, Potenzial verschenkt.