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Veröffentlicht am 09.04.2025

Der Eberhofer muss wieder ermitteln

Steckerlfischfiasko
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Es ist wieder so weit... Der Franz Eberhofer bekommt wieder einen Anruf und soll schnellstmöglich in den neuen Golfclub von Niederkaltenkirchen kommen, denn da liegt eine Leiche in der Dusche. Also muss ...

Es ist wieder so weit... Der Franz Eberhofer bekommt wieder einen Anruf und soll schnellstmöglich in den neuen Golfclub von Niederkaltenkirchen kommen, denn da liegt eine Leiche in der Dusche. Also muss er wieder ermitteln. Das ist aber gar nicht so einfach, denn der Ermordete war der Präsident des Golfclubs höchstselbst und der Bürgermeister, sämtliche Einwohner des Dorfes und alle Golfer wollen wissen, was geschehen ist. Da bleibt dem Franz gar nichts anderes übrig, als sofort den Rudi Birkenberger anzurufen und um Hilfe zu bitten. Der eilt auch bald herbei und widmet sich dem Tatort, dem Haus des Ermordeten und allen anderen Spuren, die sich so ergeben. Franz dagegen ist schon mit seinem Privatleben eigentlich vollkommen ausgelastet. Kandidiert die Susi doch tatsächlich als neue Bürgermeisterin, der Paul tanzt Ballett und die Oma ist noch auf Reha. Daher verlaufen die Ermittlungen nur schleppend und ein Tatverdächtiger ist noch lange nicht in Sicht...

Rita Falk hat diesmal den neuen Golfclub im beschaulichen Niederkaltenkirchen zum Tatort gewählt. Da der Franz sowieso nichts von diesem Schickimicki-Gelumpe hält, prallt sämtliche Wichtigkeit der Mitglieder und des Bürgermeisters an ihm ab und er macht sich auf seine ganz eigene, gelassene Art an die Sache heran. Wäre der Rudi nicht dabei, hätte der Franz in diesem Fall wohl kaum Ergebnisse erzielt. Insgesamt steht in diesem zwölften Band aber mehr das Privatleben der Eberhofers und der Susi im Mittelpunkt als der Mordfall.

Bisher habe ich alle Bände der Reihe gelesen und liebe die Reihe. Allerdings fällt mir zunehmend auf, dass die Morde selbst immer mehr in den Hintergrund geraten und das chaotische Leben vom Eberhofer in den Mittelpunkt rückt. Ich finde es noch in Ordnung, würde mir aber wünschen, dass im nächsten Band wieder mehr Ermittlungsarbeit vorkommt, denn die war ja auch immer sehr unterhaltsam. Trotzdem mochte ich das Buch sehr gerne und habe die Stunden in Niederkaltenkirchen genossen.

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Veröffentlicht am 08.04.2025

60 großartige, leckere und einfache Backrezepte, die sofort überzeugen

Nussine backt
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Martina Nussbaummüller liebt es zu backen und hat deshalb vor fünf Jahren ihren Instagram-Acoount gegründet. Denn so kann sie ihre schnell zuzubereitenden und internationalen Rezepte mit vielen anderen ...

Martina Nussbaummüller liebt es zu backen und hat deshalb vor fünf Jahren ihren Instagram-Acoount gegründet. Denn so kann sie ihre schnell zuzubereitenden und internationalen Rezepte mit vielen anderen Naschkatzen teilen. Der große Zuspruch hat für immer mehr Follower und dadurch neue Accounts bei Facebook, YouTube und TikTok gesorgt. Da lag der nächste Schritt, 60 ihrer Rezepte in einem Backbuch zu veröffentlichen nahe.

Dieses Backbuch enthält neben einem Vorwort und einigen einleitenden Informationen über Bachausrüstung und Tipps folgende Kapitel: Kleines, aber Feines, Schnelle Blechkuchen und Torten, Aus dem Gugelhupf, Österreichs Lieblinge und Kroatische Leckereien. Schon hier wird deutlich, dass die Rezepte größtenteils schnell zubereitet werden können. Dank der vielen Fotografien der fertigen Backwerke wird das Buch zu einem Augenschmaus und macht Lust auf ein sofortiges Nachbacken. Da der Seitenaufbau immer der Gleiche ist, ist ein Nachmachen schnell und unkompliziert möglich, denn die wichtigsten Informationen sind auf den ersten Blick ersichtlich.

Schon seit meiner Jugend liebe ich es zu backen und meine Liebsten mit leckeren Kuchen und Torten zu verwöhnen. Allerdings freue ich mich auch immer, wenn Rezepte schnell, einfach und unkompliziert sind und nicht unzählige, kleinteilige Zubereitungsschritte erfordern. Daher finde ich dieses Backbuch rundum gelungen und bin begeistert von den Gebäcken, die in kürzester Zeit gezaubert werden können. Mittlerweile habe ich fünf Rezepte ausprobiert und war immer begeistert vom Geschmack. Am allerbesten war die Tiramisu-Torte und der Eierlikör-Gugelhupf, aber auch die Schokoladen-Cookies, die Linzer Schnitten und die Topfen-Pfirsichtorte waren sehr gut. Da noch einige Rezepte im Buch sind, die ich gerne nachmachen würde, werde ich das Buch noch lange nicht ins Bücherregal stellen, sondern in der Küche in Griffweite belassen.

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Ein Neuanfang am Timmendorfer Strand

Die Frauen der Villa Sommerwind. Das Glück am Horizont.
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Im April des Jahres 1903 startet das neue Leben für Eberhart Hohnhold und seine drei Kinder Henriette, Sybille und Hermann. Das Hotel, die Villa Sommerwind, hat Eberhart überraschend von einem Verwandten ...

Im April des Jahres 1903 startet das neue Leben für Eberhart Hohnhold und seine drei Kinder Henriette, Sybille und Hermann. Das Hotel, die Villa Sommerwind, hat Eberhart überraschend von einem Verwandten geerbt und in den letzten Monat auf den neuesten Stand gebracht. Nun wurde es auch endlich Zeit für seine Kinder, zu ihm an den Timmendorfer Strand und in das mondäne und wunderschöne Hotel zu ziehen. Henriette ist es gewohnt, wichtige Entscheidungen gemeinsam mit ihrem Vater zu treffen, oder sogar eigenständig, denn die Ausbildung an der Hotelschule hat sich in vielen Bereichen bezahlt gemacht. Auch musste sie ihren Geschwistern schon bald die Mutter ersetzen und viel Verantwortung übernehmen. So ist sie es auch gewohnt, von vielen Männern von oben herab behandelt zu werden und weiß es, sich durchzusetzen. In der Tochter der Schneiderin des Ortes findet sie schnell eine ebenbürtige Freundin, die ebenso wie sie mutig voranschreitet. Doch der Entscheidung, dass Henriette den Architektensohn Eduard Graff heiraten soll, hat sie nichts entgengenzusetzen, denn ihr Vater lässt sie dabei nicht mitreden. So ist diese Heirat beschlossene Sache, auch wenn Henriettes Herz einem anderen gehört...

Anna Husen ist es gelungen, diesen Roman von der ersten Seite an spannend und fesselnd zu gestalten. Denn die Handlung schreitet schnell voran, ist kurzweilig und von vielen packenden Situationen geprägt. Henriette ist eine sehr starke, emotionale und sympathische Protagonistin, die für ihre Träume kämpft, auch weil ihre Mutter ihr das von Kindesbeinen an beigebracht hat. Da die Kapitel nicht allzu lange sind und auch immer mit Zeitangaben versehen wurden, bleibt es trotz des langen Zeitraumes von 16 Jahren immer übersichtlich.

Es passiert mir nicht sehr häufig, dass ich Romane mit fast 500 Seiten innerhalb von 24 Stunden beende, doch dieses Buch gehört dazu. Ich fand den Schreib- und Erzählstil der Autorin so gelungen, dass die Handlung und damit die Seiten nur so dahingeflogen sind. Die Charaktere waren allesamt liebenswürdig und sind mir im Lauf der Geschehnisse immer mehr ans Herz gewachsen, denn von dramatischen Momenten wurden Henriette und ihre Familie nicht gerade verschont. Ein rundum gelungener Auftaktband einer Reihe, die ich nun unbedingt weiterlesen möchte.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Die Sache mit dem Entschuldigen

Aufklappen und Gefühle verstehen: Warum sollte ich mich entschuldigen?
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Jeder weiß, wie schwer es fällt, einen Fehler einzugestehen. Wenn dann auch noch eine Entschuldigung nötig wird, wird es noch schwieriger. Doch manchmal kann nur so gezeigt werden, dass etwas unabsichtlich ...

Jeder weiß, wie schwer es fällt, einen Fehler einzugestehen. Wenn dann auch noch eine Entschuldigung nötig wird, wird es noch schwieriger. Doch manchmal kann nur so gezeigt werden, dass etwas unabsichtlich oder unbedacht geschehen ist.

Rose Hall widmet dieses Kinderbuch ganz dem Thema "Entschuldigen". Denn die Überwindung, auf einen anderen Menschen zuzugehen und dann auch noch einen Fehler zuzugeben, ist denkbar schwer. Anhand von vielen Beispielen zu Gründen, die eine Entschuldigung nötig machen, die verschiedenen Möglichkeiten und Arten einer solchen, die Wege, dass es gar nicht so weit kommt oder aber, warum man sich nicht immer entschuldigen muss, erklärt sie das Thema sehr eindrücklich, leicht verständlich und kindgerecht. Da dieses Buch nicht nur von den kurzen Texten, sondern auch den farbenfrohen und sehr gelungenen Illustrationen von Lucy Fleming lebt, ist es rundum gelungen. Natürlich tragen die über dreißig Klappen auch zu noch mehr Tiefe und noch mehr Inhalt, als auf den zwölf Seiten Platz hat bei, was zusätzlich positiv auffällt und bei Kindern das Interesse hochhält.

Es gibt Kinderbücher, über die ich mich ganz besonders freue, denn sie behandeln Alltagssituationen, die nicht immer ganz einfach zu handhaben sind. Dieses Buch gehört eindeutig dazu, denn ich finde es so schwer, Kindern zu erklären, dass sie sich nun entschuldigen müssen. Vorallem weil dies dann immer unmittelbar in einer schwierigen Situation der Fall ist und diese dann meist sowieso uneinsichtig und emotional sind. Anhand dieses Bilderbuches kann das Thema in einem entspannten Rahmen besprochen werden. Ein sehr gelungenes und empfehlenswertes Kinderbuch!

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Eine Gruppe mutiger Frauen führt das Grand Hôtel in eine neue glanzvolle Ära

Stockholm - Die fabelhaften Frauen des Grand Hôtel
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Stockholm, 1902: Das Grand Hôtel befindet sich in direkter Nähe des Bahnhofes und des Königlichen Schlosses. Allerdings ist es längst nicht so erfolgreich, wie es hätte sein sollen, nachdem es für eine ...

Stockholm, 1902: Das Grand Hôtel befindet sich in direkter Nähe des Bahnhofes und des Königlichen Schlosses. Allerdings ist es längst nicht so erfolgreich, wie es hätte sein sollen, nachdem es für eine große Geldsumme aufwendig und luxuriös renoviert wurde. Daher beschließt der Vorstand, den jetzigen Generaldirektor durch eine neue Führung zu ersetzen. Hierbei sind sie sich schnell einig, dass die dreifache Hotelbesitzerin Wilhelmina Skogh die perfekte Personalie ist. Denn ihr Ehrgeiz ist groß, ihr Weitblick sehr gut, ihre Träume groß, ebenso ihr Perfektionismus. So übernimmt sie das renommierte Grand Hôtel und muss es zum Erfolg führen. Schnell sieht sie aber, dass einige ihrer männlichen Mitarbeiter keinen Respekt vor ihr haben, weshalb sie nicht lange fackelt, diese entlässt und nun auch Frauen führende Positionen übernehmen lässt. Und schnell wird deutlich, wie erfolgreich ihr Führungsstil ist und dass das Personal weit mehr zu einer großen Familie zusammenwächst, als es zuvor jemals war.

Ruth Kvarnström-Jones hat einen unheimlich fesselnden Erzählstil, der dafür sorgt, dass die Zeit beim Lesen nur so dahinfliegt. Dank der eher kurzen Kapitel ist die Handlung immer interessant und kurzweilig. Da vorrangig aus der Sicht von drei Protagonistinnen im stetigen Wechsel erzählt wird, erhält der Roman noch eine zusätzliche Tiefe. Denn so treten die Generaldirektorin Wilhelmina Skogh, die Vorgesetzte des Zimmerservice Ottilia Ekman und Hausdame Margareta Andersson und deren persönliche Erbnisse und Gedanken in den Vordergrund und spiegeln neben den unterschiedlichen Generationen auch die gesellschaftlichen Unterschiede wider. Die wahren Hintergründe sorgen noch für zusätzliches Interesse an der damaligen Zeit und dem Grand Hôtel in Schwedens Hauptstadt Stockholm.

Dieser historische Roman hat mir wunderschöne Lesestunden geschenkt, die mir noch lange im Kopf bleiben werden. Denn ich mochte die Erzählweise der Autorin sehr gerne und auch die historischen Hintergründe haben mich interessiert. Ich freue mich schon total auf den zweiten Band, der im August erscheinen soll.

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