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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2025

Surfspot

The Surf House
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Bea hängt ihren Job an den Nagel und strandet in Marrakesch. Dort wird sie überfallen und steht ohne Reisepass da. Ein Glück hat Marnie das mitbekommen und nimmt sie mit in ihr Surf House, abseits vom ...

Bea hängt ihren Job an den Nagel und strandet in Marrakesch. Dort wird sie überfallen und steht ohne Reisepass da. Ein Glück hat Marnie das mitbekommen und nimmt sie mit in ihr Surf House, abseits vom Trubel. Dort taucht ein Gast auf, der auf der Suche nach seiner Schwester ist. Als eine Leiche an den Strand gespült wird, wird Bea hellhörig.

Die Geschichte wird zu Beginn mit dem Überfall gleich spannend, flacht dann aber im Mittelteil etwas ab, da immer mehr Fragen aufgeworfen werden. Im letzten Drittel nimmt die Spannung dann wieder zu und sehr wendungsreich wird alles aufgeklärt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr fesselnd gewesen. Man konnte sich sehr gut an den Strand und in die Surferszene reinversetzen. Mir hat gut gefallen, dass zwischendrin Kapitel aus der Vergangenheit waren, die ein bisschen den Hintergrund bildeten. In der Gegenwart gibt es sehr viele Verdächtige, die man bis zum Ende hin nicht aussortieren kann. Ich fand auch gut, dass die Hintergründe und Umstände am Ende in einem Stück aufgeklärt wurden, das war sehr übersichtlich und für mich gab es überraschende Aspekte. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt, da die Geschichte sehr spannend erzählt wird.

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Veröffentlicht am 03.04.2025

Vermisste

Der Gott des Waldes
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Familie Van Laar ist sehr reich und besitzt ein Feriencamp in den Adirondack Mountains. Erst verschwindet Sohn Bear im Jahr 1961 und jetzt seine Schwester Barbara im Jahr 1975. Zufall? Was wissen die Mitcamper ...

Familie Van Laar ist sehr reich und besitzt ein Feriencamp in den Adirondack Mountains. Erst verschwindet Sohn Bear im Jahr 1961 und jetzt seine Schwester Barbara im Jahr 1975. Zufall? Was wissen die Mitcamper und Betreuer darüber? Judy wird auf den Fall angesetzt und soll ermitteln, was sich anfangs sehr zäh gestaltet, die Geschichte nimmt aber mit jeder neuen Erkenntnis an Fahrt auf. Am Ende kommt ein spannendes Familiendrama ans Tageslicht und man weiß als Leser kaum noch, wem man trauen kann. Insgesamt ist die Mischung aus Krimi und Familiengeschichte gut gelungen. Die Autorin wirft aber sehr viele Charaktere ins Geschehen, was mir an vielen Stellen unwichtige Lückenfüller waren. Das hat das Lesen etwas langatmig gemacht. Es wird ständig zwischen 1961 und 1975 hin und her gewechselt, was durchweg gut gekennzeichnet war. Ich fand gut, dass so viele Charaktere eigene Leseabschnitte bekamen, aber das war alles sehr ausführlich erzählt. Am Ende kommt es zu einem dramatischen Ende. Insgesamt ein sehr spannendes Buch mit einem wendungsreichen Verlauf.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Fischerjunge

Der Junge aus dem Meer
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Ambrose ist ein Fischer in Irland und bringt eines Tages ein Baby mit nach Hause, was er am Strand gefunden hat. Das Ehepaar hat schon einen Sohn und adoptiert das Baby bereitwillig und gibt ihm den Namen ...

Ambrose ist ein Fischer in Irland und bringt eines Tages ein Baby mit nach Hause, was er am Strand gefunden hat. Das Ehepaar hat schon einen Sohn und adoptiert das Baby bereitwillig und gibt ihm den Namen Brendan. Von Anfang an ist der leibliche Sohn jedoch dem neuen Familienmitglied feindselig eingestellt. Das Buch beschreibt über einen Zeitraum von 20 Jahren den Verlauf des Lebens von Brendan und seiner Familie. Es beschreibt aber auch, wie die Dorfgemeinschaft mit der Situation umging und was sich alles in der langen Zeit ereignet hat. Es geht viel um die Fischerei. Stellenweise fand ich es etwas langatmig erzählt. Mir hat aber gut gefallen, wie sich die Charaktere entwickelt haben und dass ihre Gedanken widergegeben wurden, so dass man einen Einblick in ihre Gefühle bekam. Ich habe das Hörbuch gehört und fand den Sprecher sehr gut. Er spricht die Geschichte gut betont und transportiert die Emotionen gut. Insgesamt eine interessante Familiengeschichte in einer Zeit Irlands, wo man sich als Fischerfamilie durchschlagen musste und die Dorfgemeinschaft noch was gezählt hat.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Stück Filmgeschichte

Von Stufe zu Stufe
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Als Marc seinen Job in einem Filmarchiv verliert, zieht ihn das ziemlich runter. Er sieht seine Chance gekommen, als er auf einem Foto Filmrollen erkennt, die als längst verschollen gelten. Um an diese ...

Als Marc seinen Job in einem Filmarchiv verliert, zieht ihn das ziemlich runter. Er sieht seine Chance gekommen, als er auf einem Foto Filmrollen erkennt, die als längst verschollen gelten. Um an diese Filmrollen zu kommen, muss er eine Reise in die Ukraine wagen. Der Gegenwartsstrang der Geschichte erzählt seinen Verlauf. Im Vergangenheitsstrang wird ein Stück Filmgeschichte erzählt. Anton und Louise Kolm betreiben ein Fotoatelier. Als es endlich den bewegten Film gibt, will vor allem Louise für ein gewisses Niveau sorgen. Die ersten Filme waren Klamauk und nackte Haut und sie will unbedingt einen niveauvollen Film drehen. So beschreibt dieses Buch Stufe um Stufe den Weg zum ersten, österreichischen Kunstfilm. Marc ist als Protagonist nicht gerade ein Sympathieträger. Er kommt oft sehr orientierungslos rüber, auch etwas arg ängstlich. Im Gegensatz das Ehepaar Kolm, das sehr zielorientiert vorging. Mir hat der wechselnde Erzählstil gut gefallen. Auch die bildhafte Beschreibung hat dazu beigetragen, dass man sich die Handlung gut vorstellen konnte. Mir hat der Ausflug in die Anfänge der Filmgeschichte sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 24.03.2025

Spurensuche

Frau im Mond
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Die Zwillingsschwestern Lina und Lilit wachsen in Montréal auf, haben aber armenische Wurzeln. Erzählungen ihres Großvaters Maroun, machen die Schwestern neugierig. Da Lina familiäre Verpflichtungen zuhause ...

Die Zwillingsschwestern Lina und Lilit wachsen in Montréal auf, haben aber armenische Wurzeln. Erzählungen ihres Großvaters Maroun, machen die Schwestern neugierig. Da Lina familiäre Verpflichtungen zuhause hat, fängt Lilit an, in der Vergangenheit ihrer Großeltern zu graben und reist den Spuren ihrer Großmutter Anoush hinterher, die sie nie kennengelernt hat.

Der Autor hat einen sehr detaillierten, beschreibenden Schreibstil und schildert diese Familiengeschichte in allen Einzelheiten. Erzählt wird in Vergangenheit und Gegenwart. Mir war es etwas zu ausführlich erzählt. Die Geschichte ist mit vielen belegbaren Fakten gespickt, was das Lesen interessant gemacht hat. Es gibt aber auch einige Längen darin. Ich fand die Geschichte aber sehr liebevoll erzählt und der Autor schafft es, eine tolle Atmosphäre zu schaffen. Für die Geschwister war es eine nachvollziehbare, spannende Spurensuche, weil es um ihre Familie ging. Für mich als Leser war es eher eine distanzierte Betrachtung, wie die Großeltern der Zwillinge aufgewachsen sind und was sie in ihrer Heimat erlebt haben. So ganz packen konnte mich diese Spurensuche nicht.

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