Profilbild von Marigold

Marigold

Lesejury Star
offline

Marigold ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Marigold über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.10.2025

Nicht mein liebster Jennerwein-Fall

Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht
0

Ich habe mich sehr auf den neuen Band gefreut, da ich die Reihe von Anfang an lese. Leider konnte mich „Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht“ diesmal nicht überzeugen. Die Idee mit dem virtuellen ...

Ich habe mich sehr auf den neuen Band gefreut, da ich die Reihe von Anfang an lese. Leider konnte mich „Kommissar Jennerwein und der tintendunkle Verdacht“ diesmal nicht überzeugen. Die Idee mit dem virtuellen Lesezirkel und den auftauchenden Literaten wie Goethe oder Kafka ist zwar kreativ, aber mir war das Ganze zu abgedreht und künstlich. Auch dass Jennerwein fast allein ermittelt, hat mir weniger gefallen.
Jörg Maurers Schreibstil ist wie immer flüssig und humorvoll, doch die Geschichte hat mich emotional nicht erreicht. Ich hatte gehofft, die Reihe würde wieder etwas bodenständiger werden. Schade, aus alter Verbundenheit habe ich das Buch trotzdem zu Ende gelesen, aber begeistert war ich diesmal nicht.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.09.2025

Mein Blick auf „Hensslers Schnelle Nummer“

Hensslers Schnelle Nummer - morgens, mittags, abends
0

Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein Fan von Steffen Henssler im Fernsehen bin, seinen Rezepten aber durchaus etwas abgewinnen kann. Besonders praktisch finde ich die übersichtlichen Zutatenlisten und ...

Ich muss ehrlich sagen, dass ich kein Fan von Steffen Henssler im Fernsehen bin, seinen Rezepten aber durchaus etwas abgewinnen kann. Besonders praktisch finde ich die übersichtlichen Zutatenlisten und die kreativen Kombinationsideen, die Lust machen, auch mal etwas Neues auszuprobieren. Das Kochbuch wirkt insgesamt vielseitig und deckt viele Gelegenheiten ab, auch wenn beim Durchblättern für mich kein echter Wow-Effekt aufgekommen ist. Sehr gelungen sind die ansprechenden Fotos und die klare Kennzeichnung der vegetarischen Rezepte, was das Nachschlagen einfacher macht. Gefehlt haben mir allerdings die Nährwertangaben und die kurzen Statements von Henssler hätte ich persönlich nicht gebraucht. Am Ende bleibt für mich der Eindruck eines soliden, aber eher durchschnittlichen Kochbuchs.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 17.07.2025

Ein überladener Abschluss, der mich nicht ganz überzeugen konnte

Auris. Puls der Angst
0

Ich habe alle Bände der "Auris"-Reihe gelesen und war daher natürlich gespannt auf das große Finale. Leider konnte mich "Auris. Puls der Angst" nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Die Handlung wirkt ...

Ich habe alle Bände der "Auris"-Reihe gelesen und war daher natürlich gespannt auf das große Finale. Leider konnte mich "Auris. Puls der Angst" nicht so mitreißen wie die Vorgänger. Die Handlung wirkt dieses Mal sehr überladen: Terrorismus, vergiftete Eltern, überraschende Familiengeheimnisse, eine angeblich demente Mutter, die plötzlich glasklar denkt. Das war mir persönlich einfach zu viel des Guten. Die Geschichte hat sich dadurch zunehmend unglaubwürdig angefühlt.
Obwohl ich die Reihe kenne, hatte ich viele Details aus den früheren Bänden nicht mehr vollständig präsent, was das Verstehen mancher Zusammenhänge erschwert hat. Ohne Vorkenntnisse dürfte man hier komplett den Faden verlieren. Zudem spielt die forensische Phonetik, die ich an den vorherigen Teilen so interessant fand, kaum noch eine Rolle. Dabei war sie eigentlich das Alleinstellungsmerkmal der Reihe.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und durch die kurzen Kapitel bleibt das Tempo hoch. Dennoch habe ich das Buch eher gehetzt zu Ende gelesen, nicht aus Begeisterung, sondern weil ich einfach wissen wollte, wie es ausgeht. Wirklich gefesselt war ich dabei allerdings nicht. Einige Fragen werden beantwortet, andere bleiben offen, und insgesamt wirkt das Finale eher überstürzt als rund.
Für eingefleischte "Auris"-Fans ist es sicher ein Muss, aber für mich persönlich war es ein enttäuschender Abschluss einer Reihe, die stark begonnen hat.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.04.2025

Psychothriller mit Längen

SIEBEN STUNDEN. Wen würdest du retten?
0

„Sieben Stunden“ klang für mich nach einem fesselnden Thriller: Eine Gruppe von Überlebenden, ein tragisches Ereignis in der Vergangenheit und ein geheimnisvoller Todesfall – all das versprach Spannung, ...

„Sieben Stunden“ klang für mich nach einem fesselnden Thriller: Eine Gruppe von Überlebenden, ein tragisches Ereignis in der Vergangenheit und ein geheimnisvoller Todesfall – all das versprach Spannung, psychologischen Tiefgang und eine dichte Atmosphäre. Leider konnte das Buch dieses Versprechen für mich nicht einlösen.

Obwohl die Grundidee wirklich viel Potenzial hatte und der Schreibstil angenehm flüssig war, kam ich nur schwer in die Geschichte hinein. Der Einstieg zog sich, und auch im weiteren Verlauf wollte sich bei mir keine echte Spannung aufbauen. Ich hatte das Gefühl, immer auf einen Höhepunkt zu warten, der nie wirklich kam.

Hinzu kam die Vielzahl an Charakteren, die es mir erschwerte, den Überblick zu behalten oder eine emotionale Bindung zu entwickeln. Die Handlung blieb für mich oft blass, und die Dynamik innerhalb der Gruppe konnte mich nicht fesseln. Der Klappentext hatte eine deutlich packendere Story suggeriert, als letztlich erzählt wurde.

Trotz einzelner atmosphärischer Momente und eines soliden Schreibstils sprang der Funke bei mir einfach nicht über. Schade – denn ich hatte mir von diesem Thriller deutlich mehr erhofft.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 21.01.2025

Todesfälle an der Nordseeküste

Tod an der Küste: Zwei Ostfrieslandkrimis
0

Mit „Zwei tote Frauen“ startet Anja Urban ihre Krimi-Reihe rund um die Kommissarin Vivien Stein, die neu bei der Kriminalpolizei Leer angefangen hat. Die Handlung beginnt mit dem rätselhaften Tod einer ...

Mit „Zwei tote Frauen“ startet Anja Urban ihre Krimi-Reihe rund um die Kommissarin Vivien Stein, die neu bei der Kriminalpolizei Leer angefangen hat. Die Handlung beginnt mit dem rätselhaften Tod einer jungen Frau im beschaulichen Ostfriesland – ein scheinbarer Suizid, der auf den ersten Blick als solcher erscheint. Doch schon bald muss Vivien erkennen, dass sich hinter der Fassade des vermeintlich einfachen Falls mehr verbirgt. Als dann eine weitere Leiche auftaucht, wird der Fall noch undurchsichtiger. Mit viel Charme, aber auch einer gesunden Portion Skepsis, begibt sich Vivien auf die Spurensuche und muss sich gleichzeitig mit ihrem unausgesprochenen Konflikt mit ihrem neuen Kollegen Tamme herumschlagen, der ihren Ermittlungen nicht immer förderlich ist.
Der Lesefluss ist grundsätzlich in Ordnung, und die Beschreibung von Viviens Charakter sowie ihres bisherigen Werdegangs hat mich schnell in das Buch einsteigen lassen. Auch das für Regionalkrimis typische Lokalkolorit ist spürbar und schafft eine authentische Atmosphäre, die gut zur Geschichte passt. Allerdings ist beim Lesen kaum Spannung aufgekommen – die Handlung plätscherte oft vor sich hin und ließ mich nicht so recht mitfiebern. Zwar hat es für mich nicht zum Abbruch des Buches gereicht, da ich doch wissen wollte, wie die Geschichte endet, doch insgesamt bleibt der Eindruck eines eher durchschnittlichen Krimis.
Für ein leichtes Buch zwischendurch mag „Zwei tote Frauen“ durchaus geeignet sein, aber für einen Krimi, der wirklich fesselt oder einen über längere Zeit beschäftigt, fehlt es an der nötigen Tiefe und Spannung. Ich werde vorerst keine weiteren Bücher der Autorin lesen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere