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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.04.2025

Ein Bär als Bruder

Pearly Everlasting
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Als Pearly geboren wird, nimmt ihre Familie noch ein verwaistes Bärenjunges auf. Gemeinsam werden die beiden erwachsen und Pearly sieht den Bären Bruno als ihren Bruder. Die ganze Familie liebt ihn über ...

Als Pearly geboren wird, nimmt ihre Familie noch ein verwaistes Bärenjunges auf. Gemeinsam werden die beiden erwachsen und Pearly sieht den Bären Bruno als ihren Bruder. Die ganze Familie liebt ihn über alles.

Die Geschichte spiel in einem Holzfällerlager Anfang bis Mitte des vorigen Jahrhunderts. Doch nicht jeder ist dem tierischen Familienmitglied in der Holzfällergemeinschaft wohlgesinnt. Und auch die menschlichen Mitglieder bleiben nicht von Schicksalsschälgen verschont.

Und so wird der Zusammenhalt der beiden ungleichen Geschwister bald auf die Probe gestellt und eine Reise durch die wilde Natur und die Bevölkerung Kanadas beginnt.

Besonders gefallen hat mir an diesem Roman die Verbundenheit der Familie mit dem Bären, aber auch die Offenheit vieler Fremder mit dem vermeintlich wilden Tier. Man hat das Gefühl, dass hier das Gute noch über das Böse und die Habgier und Egoismus des Menschen siegt. Trotz der rauen Lebensumstände haben sich die meisten Menschen ihre Gutherzigkeit bewahrt. Zusammenhalt, Freundschaft, gegenseitige Unterstützung sowie Toleranz werden wie selbstverständlich gelegt, Eigenschaften man vielleicht nicht auf den ersten Blick in dieser Gesellschaft erwartet hätte und die unserer eigenen anscheinend immer mehr abhanden kommen. Auch das Zusammenleben mit der Natur spiel in dem Roman eine große Bedeutung.

Insgesamt empfand ich das Werk als einen Lichtblick der Gutherzigkeit die auch in schwierigen Zeiten den Menschen innewohnen kann

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Veröffentlicht am 10.04.2025

Zerbrochene Beziehung

Der Duft des Wals
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Das Hörbuch der "Duft des Wals" handelt von einer Familie (Mutter, Vater, Tochter) die im Süden einen Cluburlaub machen. Der Vater hofft so die eingeschlafene Beziehung zu seine Frau wieder auffrischen ...

Das Hörbuch der "Duft des Wals" handelt von einer Familie (Mutter, Vater, Tochter) die im Süden einen Cluburlaub machen. Der Vater hofft so die eingeschlafene Beziehung zu seine Frau wieder auffrischen zu können.

Schnell entpuppt sich das vermeintliche Paradies als stinkende Hölle. Ein verendeter Wal wurde an den Strand gespült und obwohl er genauso schnell wie er gekommen ist auch wieder verschwand, schweb sein "Duft" den gesamten Urlaub über dem Hotelbereich. Hinzu kommt, dass sich die eigentliche Versöhnung immer mehr zu einer Entzweiung des Ehepaares führt und Differenzen der beiden immer offensichtlicher werden. Auch die Schwierigkeiten zwischen der Tochter und den Eltern werden thematisiert, genauso wie die Sicht des Hotelpersonal und der Flugbegleiterin auf die Touristen. Dabei schwingt auch einiges an Sarkasmus und Humor mit.

Ich habe die Funktion des Wals in der Handlung als Sinnbild der Verkümmerung der Beziehung des Ehepaares verstanden. Auch wenn das verwesende Tier verschwunden ist, hängt der Geruch noch in der Luft, genauso wie auch die zerbrochene Beziehung durch die Reise in das vermeintliche Paradies nicht wieder geheilt werden kann.

Gesprochen wird das Hörbuch von sechs verschiedenen Personen. Neben der Mutter, dem Vater und der Tochter kommen auch eine Flugbegleiterin sowie zwei Hotelangestellten zur Sprache. Alle haben die Geschichte gut erzählt. Jedoch fand ich die Stimme der Mutter sehr gewöhnungsbedürftig. Irgendwie konnte ich mir unter dieser Stimme nicht die Person vorstellen, die sie darstellen sollte.

Gut gefallen hat mir das Cover, das auf kreative Weise den Wal darstellt. Erst während einer Passage gegen Ende der Handlung habe ich bemerkt wie gut dieses Titelbild zum Inhalt des Buches passt.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Fremde Welt

Lyneham
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In einer fernen Zukunft begibt sich die Familie Meadow (der Vater und seine drei Kinder) auf eine Reise zu dem neu zu besiedelnden Mond Perm in einem anderen Sonnensystem, da die Erde nicht mehr bewohnbar ...

In einer fernen Zukunft begibt sich die Familie Meadow (der Vater und seine drei Kinder) auf eine Reise zu dem neu zu besiedelnden Mond Perm in einem anderen Sonnensystem, da die Erde nicht mehr bewohnbar ist. Der Roman setzt mit der, anders als geplanten, Landung auf der neuen Heimat ein.

Die Handlung des Romans wir von Henry, dem 12jährigen Sohn der Auswandererfamilie, erzählt. Es werden regelmäßig Tagebucheinträge der verschollenen Mutter, die anscheinend bereits auf Perm war, eingeschoben.

Der Autor beschreibt eine düstere und fremde Welt auf Perm. Eine lebensfeindliche Atmosphäre, eine teilweise unsichtbare und bedrohliche Tierwelt, großartige Landschaften mit Bergen die bis ins Weltall reichen und einzigartige Technologien bestimmen die neue Umgebung. Die Beschreibungen des Autors sind bildreich. Dazu kommt die Ungewissheit über das Schicksal der Mutter, das einen Spannungsbogen über den gesamten Roman legt. Auch als nicht eingefleischter Science-Fiction-Fan konnte mich dieser Roman begeistern. Etwas seltsam fand ich die ein oder andere Wortkreation des Autors.

Großartig finde ich das Cover. Es zeigt die düstere, dunkle und bizarre Welt von Perm.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Weit ab vom Schuss

Hier draußen
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Lara und Ingo sind von der Großstadt in das norddeutsche provinzielle Dorf Ferndorf gezogen. Hier ist das Leben ganz anders als sie es gewohnt waren. Als Leser erfährt man von den Sorgen und Nöten, aber ...

Lara und Ingo sind von der Großstadt in das norddeutsche provinzielle Dorf Ferndorf gezogen. Hier ist das Leben ganz anders als sie es gewohnt waren. Als Leser erfährt man von den Sorgen und Nöten, aber auch von kleinen Glücksmomenten und Sehnsüchten der neu Zugezogenen aber auch von den Alteingesessenen.

Aus unterschiedlichen Blickwinkeln werden die Sichtweisen sowie Einblicke in die jeweiligen Lebensverhältnisse der einzelnen Dorfbewohner erzählt. In einem gemächlichen Erzählstil, der zum Inhalt passt, beschreibt die Autorin das beschauliche Leben auf dem Land, in dem sowohl Traditionen als auch Aberglaube heimisch sind. Der voyeuristische Blick in das Leben dieser Leute hat durchaus seinen Unterhaltungswert und ist dabei alles andere als realitätsfern.

Das Cover ist eher unscheinbar. Da sich das Thema des überfahrenen Rehs jedoch wie ein roter Faden durch den ganzen Roman zieht, ist es sehr passend.

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Veröffentlicht am 03.03.2025

Kohle und Ruß

Lichterloh - Stadt unter Ruß
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Die Geschwister Cleo und Gwynnie leben in einer unwirklichen Stadt in der alles von Kohle abhängt. Nicht nur die Heizöfen werden von Kohle betrieben, sondern auch sämtliche Maschinen, Die Gesellschaft ...

Die Geschwister Cleo und Gwynnie leben in einer unwirklichen Stadt in der alles von Kohle abhängt. Nicht nur die Heizöfen werden von Kohle betrieben, sondern auch sämtliche Maschinen, Die Gesellschaft zeichnet sich jedoch durch große Ungleichheiten aus. Während es ein armes Viertel gibt in denen die Menschen um überleben kämpfen und vom überall anfallenden Ruß geplagt werden, leben die Industriellen und Reichen in einem gehobenen Stadtteil und verfügen über Techniken um sich den Ruß vom Leib zu halten.

Die Geschwister leben im Armenviertel. Beide kommen mit dem Gesetz in Konflikt. Während Gwynnie verbotene umweltfreundliche Techniken entwickelt und einsetzt, löscht Cleo ein Feuer, was eigentlich nur die Schornsteinfeger dürfen. Als sie hierbei erwischt wird, beginnt für sie ein Schauprozess und die Aufnahme in die Gilde der Schornsteinfeger. Doch allerhand Gefahren lauern hier auf sie.

Auf den ersten Blick hat mir das wunderbare Cover des Romans gefallen. Inhaltlich greift das Buch viele unserer aktuellen Probleme auf und setzt sie in einer Fantasiegeschichte um, wie z. B. die Umweltverschmutzung oder soziale Benachteiligung. Man taucht in eine vollkommen fremde faszinierende Welt ein. Die Handlung ist durchweg spannend und kurzweilig. Ich würde auch die zwei bereits angekündigten Bände dieser Reihe gerne lesen.

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