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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.04.2025

Ein unheimlicher Wald und eine eingeschworene Kleinstadt in einer gruseligen Geschichte

Der Geisterbaum
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Zwei Teenager sterben in einer kleinen amerikanischen Stadt auf grausame Art und keiner scheint es wirklich wahrzunehmen. Nur die junge Lauren DiMucci merkt, dass etwas so gar nicht stimmt. Vor einem Jahr ...

Zwei Teenager sterben in einer kleinen amerikanischen Stadt auf grausame Art und keiner scheint es wirklich wahrzunehmen. Nur die junge Lauren DiMucci merkt, dass etwas so gar nicht stimmt. Vor einem Jahr wurde ihr Vater ermordet und alle Tode scheinen zusammen zu hängen. Auch der zugezogene Polizist Alejandro Lopez (Alex) kann sich gegen die seltsame Vergesslichkeit wehren.
Der Geisterbaum war für mich das erste Buch von Christina Henry und es hat mich völlig gefesselt. Ihr Schreibstil ist superspannend und erweckt die Charaktere und Orte zum Leben. Durch die wechselnden Erzählperspektiven erhalten wir Leser einen Einblick in die Gedankenwelt verschiedener Charaktere. Das kann am Anfang etwas schwierig sein, sorgt aber dafür, dass wir die Stärken und Schwächen kennenlernen können. Und jede Figur hat beides, was der Geschichte Tiefe verleiht.
Ich bin auch von der Atmosphäre beeindruckt, die Christina Henry hier geschaffen hat. Es ist düster, unheimlich und blutig. Immer wieder finden sich kleine Hinweise auf das Geheimnis. Die Geschichte endet in einer spannenden und guten Auflösung, die allerdings nicht ohne tragische Elemente bleibt.
Insgesamt war dieses Buch für mich ein Lesehighlight. Ich liebe das absurde, gruselige und schonungslose. All das kann diese Geschichte bieten. Wer unheimliche und übernatürliche Geschichten liebt, kommt hier sicher auf seine Kosten.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Folge Alice auf einer Reise in einer irren und blutigen Welt

Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland
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Christina Henrys Version vom Wunderland hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die beschriebene Welt und die Ereignisse sind so magnetisch, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es innerhalb ...

Christina Henrys Version vom Wunderland hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die beschriebene Welt und die Ereignisse sind so magnetisch, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe.
Die Reise von Alice startet in der Irrenanstalt. Sie wurde mit Medikamenten ruhig gestellt und kann sich nur an einen Teil ihrer Vergangenheit erinnern. Durch ein ausbrechendes Feuer kann sie mit Hatcher fliehen, der jahrelang in einem Zimmer neben ihrem eingesperrt war. Er hat eine blutige Vergangenheit und ist als Axtmörder bekannt.
Auf der darauf folgenden Reise müssen die beiden sich grausamen und magischen Lebewesen stellen. Dabei entdecken sie auch immer wieder neue Teile ihrer beiden Vergangenheiten.
Alice und Hatcher sind zwei interessante Hauptcharaktere. Ihre Charaktere und Vergangenheiten werden von der Autorin in vielen Einzelheiten erzählt und treiben die Handlung immer wieder auf logische Weise an. Sie treffen auf andere Figuren, die gleichermaßen fantastisch wie grausam sind. Keiner dieser Charaktere hat auf mich eindimensional gewirkt, auch wenn sie nur einen kurzen Auftritt hatten.
Der erste Band der Chroniken von Alice ist keine klassische Neuerzählung von Alice im Wunderland. Christina Henry bringt in der Handlung und bei den Charakteren aber immer wieder Anspielungen auf die Originalgeschichte ein. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, die einzelnen Punkte wieder zu entdecken. Trotzdem ist Finsternis im Wunderland eine ganz eigene fesselnde Geschichte.
Dieses Buch ist eine interessante Reise für alle, die auch auf eine leicht irre und blutige Düsternis in ihren Geschichten stehen. Ich freue mich schon, das Abenteuer im zweiten Teil fortzusetzen.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Eine mitreißende Geschichte auf der längsten bewohnten Brücke Europas

Die Brücke von London
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Julius Arth nimmt uns in seinem Roman mit auf die alte Brücke von London. Im Mittelalter war die London Bridge ein wichtiger Handelsort und Wohnort für hunderte Menschen, denn sie war die längste bewohnte ...

Julius Arth nimmt uns in seinem Roman mit auf die alte Brücke von London. Im Mittelalter war die London Bridge ein wichtiger Handelsort und Wohnort für hunderte Menschen, denn sie war die längste bewohnte Brücke Europas. Auf dieser Brücke treffen wir Juliana, eine junge Tuchhändlerin, die nach dem Tod ihres Mannes das Geschäft alleine weiterführen muss.
In diesem Buch ist die London Bridge für mich wirklich lebendig geworden. Julius Arth beschreibt diesen Ort mit viel Liebe und genau dem richtigen Maß an Details. Ähnlich geht er auch an seine Charaktere. Ihre Motive und Handlungen werden deutlich und sind in ihrer Welt logisch. Die Hauptcharaktere sind sehr sympathisch, klug und mutig, aber nicht fehlerfrei. Dadurch konnte ich direkt mit ihnen mitfühlen.
Besonders spannend ist auch die Erzählstruktur. Julianas Geschichte ereignet sich zu einer Zeit, als die London Bridge langsam auf ihr Ende als Handelsort zusteuert. Das bringt einige Schwierigkeiten mit sich. Dazwischen streut der Autor aber noch einen Erzählstrang aus der Bauzeit der Brücke. Dieser Zeitsprung bringt eine weitere Ebene in die Geschichte und sorgt für ein zusätzliches Spannungselement. Julius Arth hat es geschafft, immer dann die Zeit zu wechseln, wenn es gerade spannend wurde. Das hat sich wie kleine Cliffhanger innerhalb der Erzählung angefühlt.
Ich kann diesen Roman nur allen empfehlen, die sich auch gerne auf ein historisches Setting einlassen. Der Schreibstil und die Wortwahl passen perfekt zur Epoche. Gleichzeitig ist er aber leicht verständlich. Die Geschichte ist mitreißend und die Charaktere sind sympathisch. Die Brücke von London war für mich jetzt schon ein Lesehighlight.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Ein letzter fantastischer Ausflug mit Quinn und Matilda

Vergissmeinnicht - Was die Welt zusammenhält
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Quinn soll sich im letzten Teil der Trilogie auf das große Sternentorritual vorbereiten und hat damit alle Hände voll zu tun. Währenddessen möchte Jeanne d’Arc ihre fehlende Jugend nachholen und bereitet ...

Quinn soll sich im letzten Teil der Trilogie auf das große Sternentorritual vorbereiten und hat damit alle Hände voll zu tun. Währenddessen möchte Jeanne d’Arc ihre fehlende Jugend nachholen und bereitet einen extravaganten Schulball vor. Matilda will beiden helfen und gerät damit immer wieder in schwierige Situationen.
Kerstin Gier hat in der Vergissmeinnicht-Trilogie eine wunderbare und fantastische Welt geschaffen. Ihre jugendlichen Helden sind mutig und klug und lassen sich auch von großen Schwierigkeiten nicht unterkriegen. Ich habe mit den beiden mitgefiebert und auch einige Male herzhaft gelacht.
Das Ende der Trilogie ist wirklich gelungen und bewegend. Ich habe einiges nicht kommen sehen und trotzdem passte alles gut zusammen. Insgesamt kann ich die drei Bücher allen empfehlen, die fantastische Geschichten lieben.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Nachdenkliche und sympathische Charaktere in einer tollen Second-Chance-Romance

Wild Rose Cottage
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Calla kommt nach Jahren in ihr Heimatdorf zurück und trifft auf ihre Jugendliebe Rowan. Dieser ist inzwischen alleinerziehender Vater und will nur das Beste für seinen Sohn. Haben die beiden eine Chance, ...

Calla kommt nach Jahren in ihr Heimatdorf zurück und trifft auf ihre Jugendliebe Rowan. Dieser ist inzwischen alleinerziehender Vater und will nur das Beste für seinen Sohn. Haben die beiden eine Chance, an die Vergangenheit anzuknüpfen?
Mit Wild Rose Cottage hat Cassia Bieber eine wundervolle Liebesgeschichte geschrieben. Das Cover des Buchs lässt im ersten Moment das Gefühl aufkommen, es könnte sich um einen kitschigen Roman handeln. Für mich hat sich das jedoch nicht bewahrheitet.
Die beiden Protagonisten sind sehr sympathisch und liebevoll. Ich konnte gut mit ihnen mitfühlen und wurde dadurch richtig mitgerissen. Ihre Hintergrundgeschichte wird immer wieder in Rückblenden gezeigt und dadurch machen auch die aktuellen Handlungen immer wieder Sinn.
Cassia Bieber hat einen wunderbaren Schreibstil. Ihre Helden werden durch die Beschreibung der Gefühle und Gedanken lebendig und auch das Kleinstadt-Gefühl kommt gut hervor. Es gibt aber auch immer wieder Stellen, die Humor haben und mir richtig viel Spaß gemacht haben. Das sorgt auch dafür, dass die eher kitschigen Stellen ausgeglichen werden und daher kein pathetisches Gefühl aufkommt.
Besonders schön finde ich die Darstellung der beiden Vaterfiguren im Buch. Rowan hat es als alleinerziehender Vater nicht leicht und will immer nur das Beste für seinen Sohn. Darüber scheint er sich zeitweise selbst zu vergessen. Aber seine Art macht im Hinblick auf seine Hintergrundgeschichte viel Sinn und macht es für mich stimmig.
Auch Callas Vater macht seine Sache sehr gut. Er gibt ihr gute Ratschläge und regt sie zum Nachdenken an, ohne ihr Entscheidungen abzunehmen. Damit respektiert er sie als erwachsene Frau und unterstützt sie trotzdem auf die beste Weise.
Ich kann Wild Rose Cottage nur weiterempfehlen. Wer auf nachdenkliche und sympathische Charaktere steht, wird hier sicher auf seine Kosten kommen.
Danke Cassia Bieber für diese wundervolle Geschichte. Sie hat mir ein paar wundervoll emotionale Stunden beschert.

Anmerkung: Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde auf der Plattform Lovelybooks als Rezensionsexemplar gewonnen. Hier stelle ich meine ehrliche Meinung dar.

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