Profilbild von Aduja85

Aduja85

Lesejury Profi
offline

Aduja85 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Aduja85 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.04.2025

Eine Vampirgeschichte im Stil orientalischer Märchen

Die Stimme der Finsternis
0

Die Mitglieder einer Karawane finden sich während einer Reise durch den Kaukasus im Gebiet eines Vampirs wieder. Als nach und nach ein Mann nach dem anderen verschwindet, erinnert sich einer der Reisegefährten ...

Die Mitglieder einer Karawane finden sich während einer Reise durch den Kaukasus im Gebiet eines Vampirs wieder. Als nach und nach ein Mann nach dem anderen verschwindet, erinnert sich einer der Reisegefährten an einen alten Aberglauben. Angeblich kann ein Vampir durch das Erzählen von Geschichten im Bann gehalten werden. Und so erzählen sie Nacht für Nacht bis tatsächlich eine unheimliche Gestalt auftaucht.
Tad Williams und Nina Kiriki Hoffman haben hier eine spannende und unheimliche Geschichte geschaffen. Die Erzählweise erinnert an alte Sagen und Geschichten aus dem Orient. Das hat dieses Buch für mich zu einem besonderen Erlebnis gemacht.
Die äußere Gestaltung hat mir auch sehr gut gefallen. Die Geschichte ist nicht sehr lang und daher ist das Buch auch in einem handlichen Format gehalten. Das Titelbild spiegelt die Stimmung der Erzählung gut wider.
Insgesamt eine schöne Geschichte, die an Märchen aus 1001 Nacht erinnert.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.04.2025

Eine wichtige Botschaft verpackt in einem wunderschönen Buch

Das Parlament der Natur
0

In „Das Parlament der Natur“ kommen drei Menschen zusammen, um über die Natur, die Evolution und die Bedeutung von Naturkundemuseen für unsere Zukunft. Diese Menschen sind das Biologenpaar Sarah Darwin ...

In „Das Parlament der Natur“ kommen drei Menschen zusammen, um über die Natur, die Evolution und die Bedeutung von Naturkundemuseen für unsere Zukunft. Diese Menschen sind das Biologenpaar Sarah Darwin und Johannes Vogel sowie der Journalist Boris Herrmann. Sarah Darwin ist die Ururenkelin von Charles Darwin. Johannes Vogel ist der Direktor des Berliner Naturkundemuseums. Beide sind erfolgreiche Forscher und aktiv im Kampf gegen den Klimawandel und das Artensterben.
In diesem Buch spielt nicht nur der Text an sich eine wichtige Rolle. Auch die Gestaltung trägt zur Vermittlung der Botschaft bei. Außen findet sich ein wunderschöner Schutzumschlag und ein passender Farbschnitt. Der Umschlag zeigt ein wichtiges Exponat des Berliner Naturkundemuseums vor einem dunklen Hintergrund. Unter dem Papier finden sich Buchdeckel mit dem Muster eines Jaguarfells. Und das Vorsatzpapier zeigt eine Skizze und Zitate von Charles Darwin.
Auch im Buch finden sich weitere schöne Bilder. Sie zeigen wichtige Exponate aus dem Museum und Tiere und Pflanzen in der Natur. Zusätzlich gibt es wunderschöne Zeichnungen am Seitenrand. Alle Abbildungen beziehen sich auf den Text und unterstützen den Inhalt daher.
Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt. Zunächst trafen sich die Autoren im Berliner Naturkundemuseum. Dieser Teil der Gespräche ist unter der Überschrift „Drinnen“ zusammengefasst. Weitere Gespräche finden sich im Teil „Draußen“ und wurden im südenglischen Essex geführt.
Die drei Autoren schaffen es, einfach und eindringlich darzulegen, warum es für uns Menschen wichtig ist, auf die Natur zu achten. Nur wenn wir die natürlichen Ressourcen nicht mehr als unendlich betrachten und mit viel Achtung mit ihnen umgehen, kann die Menschheit überleben. Aus diesem Grund prägt Johannes Vogel den Spruch „Nichts ist so politisch wie die Natur“.
„Das Parlament der Natur“ erläutert, warum die Biodiversität, also die Vielfalt der Natur, für das Überleben der Menschen wichtig ist. Die beiden Biologen erklären, was wir für die Rettung von Umwelt, Klima und letztendlich der Menschen tun können. Dafür können wir auch die gesammelten Proben nutzen, die in den verschiedenen Naturkundemuseen aufbewahrt werden. Aber vor allem müssen die Menschen endlich verstehen, wie wichtig die Natur ist.
Ich kann das Buch allen empfehlen, die sich für die Evolution, Umweltschutz und unsere Naturkundemuseen interessieren. Und eigentlich sollte das alle Menschen umfassen, weil wir aktuell an dem Ast sägen, auf dem wir sitzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2025

100 außergewöhnliche Frauen und 100 außergewöhnliche Portraits

Good Night Stories for Rebel Girls
0

Mädchen brauchen Geschichten über starke Frauen, die ihren Weg gehen, denn Träume brauchen Vorbilder. Hierzu liefern die Autorinnen Elena Favilli und Francesca Cavallo mit ihrem tollen Buch einen wichtigen ...

Mädchen brauchen Geschichten über starke Frauen, die ihren Weg gehen, denn Träume brauchen Vorbilder. Hierzu liefern die Autorinnen Elena Favilli und Francesca Cavallo mit ihrem tollen Buch einen wichtigen Beitrag. Sie stellen 100 Frauen aus unterschiedlichen Epochen vor, die auf ihre eigene Art besonders waren und sind.
Für alle Frauen gibt es einen Text, der sich auf einer Seite befindet. Auf der gegenüberliegenden Seite findet sich jeweils ein Portrait dieser Person. Natürlich sind die einzelnen Texte kurz gehalten und geben nur die wichtigsten Punkte der Biografien wieder. Aber als Inspirationsquelle eignen sie sich hervorragend. So erhalten schon junge Kinder einen Eindruck davon, was Frauen in ihrem Leben erreichen können. Die Texte sind einfach und ansprechend und damit auch perfekt für Kinder geeignet.
Besonders schön sind auch die Portraits, die alle von Künstlerinnen gestaltet wurden. Auch hier wird der feministische Ansatz also durchgezogen. Jede einzelne Künstlerin hat einen tollen und einzigartigen Stil.
Ich finde das Buch ist eine tolle Ergänzung für das Bücherregal aller Fam

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.04.2025

Ein unheimlicher Wald und eine eingeschworene Kleinstadt in einer gruseligen Geschichte

Der Geisterbaum
0

Zwei Teenager sterben in einer kleinen amerikanischen Stadt auf grausame Art und keiner scheint es wirklich wahrzunehmen. Nur die junge Lauren DiMucci merkt, dass etwas so gar nicht stimmt. Vor einem Jahr ...

Zwei Teenager sterben in einer kleinen amerikanischen Stadt auf grausame Art und keiner scheint es wirklich wahrzunehmen. Nur die junge Lauren DiMucci merkt, dass etwas so gar nicht stimmt. Vor einem Jahr wurde ihr Vater ermordet und alle Tode scheinen zusammen zu hängen. Auch der zugezogene Polizist Alejandro Lopez (Alex) kann sich gegen die seltsame Vergesslichkeit wehren.
Der Geisterbaum war für mich das erste Buch von Christina Henry und es hat mich völlig gefesselt. Ihr Schreibstil ist superspannend und erweckt die Charaktere und Orte zum Leben. Durch die wechselnden Erzählperspektiven erhalten wir Leser einen Einblick in die Gedankenwelt verschiedener Charaktere. Das kann am Anfang etwas schwierig sein, sorgt aber dafür, dass wir die Stärken und Schwächen kennenlernen können. Und jede Figur hat beides, was der Geschichte Tiefe verleiht.
Ich bin auch von der Atmosphäre beeindruckt, die Christina Henry hier geschaffen hat. Es ist düster, unheimlich und blutig. Immer wieder finden sich kleine Hinweise auf das Geheimnis. Die Geschichte endet in einer spannenden und guten Auflösung, die allerdings nicht ohne tragische Elemente bleibt.
Insgesamt war dieses Buch für mich ein Lesehighlight. Ich liebe das absurde, gruselige und schonungslose. All das kann diese Geschichte bieten. Wer unheimliche und übernatürliche Geschichten liebt, kommt hier sicher auf seine Kosten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2025

Folge Alice auf einer Reise in einer irren und blutigen Welt

Die Chroniken von Alice - Finsternis im Wunderland
0

Christina Henrys Version vom Wunderland hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die beschriebene Welt und die Ereignisse sind so magnetisch, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es innerhalb ...

Christina Henrys Version vom Wunderland hat mich komplett in seinen Bann gezogen. Die beschriebene Welt und die Ereignisse sind so magnetisch, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte und es innerhalb von zwei Tagen durchgelesen habe.
Die Reise von Alice startet in der Irrenanstalt. Sie wurde mit Medikamenten ruhig gestellt und kann sich nur an einen Teil ihrer Vergangenheit erinnern. Durch ein ausbrechendes Feuer kann sie mit Hatcher fliehen, der jahrelang in einem Zimmer neben ihrem eingesperrt war. Er hat eine blutige Vergangenheit und ist als Axtmörder bekannt.
Auf der darauf folgenden Reise müssen die beiden sich grausamen und magischen Lebewesen stellen. Dabei entdecken sie auch immer wieder neue Teile ihrer beiden Vergangenheiten.
Alice und Hatcher sind zwei interessante Hauptcharaktere. Ihre Charaktere und Vergangenheiten werden von der Autorin in vielen Einzelheiten erzählt und treiben die Handlung immer wieder auf logische Weise an. Sie treffen auf andere Figuren, die gleichermaßen fantastisch wie grausam sind. Keiner dieser Charaktere hat auf mich eindimensional gewirkt, auch wenn sie nur einen kurzen Auftritt hatten.
Der erste Band der Chroniken von Alice ist keine klassische Neuerzählung von Alice im Wunderland. Christina Henry bringt in der Handlung und bei den Charakteren aber immer wieder Anspielungen auf die Originalgeschichte ein. Es hat mir unglaublich viel Spaß gemacht, die einzelnen Punkte wieder zu entdecken. Trotzdem ist Finsternis im Wunderland eine ganz eigene fesselnde Geschichte.
Dieses Buch ist eine interessante Reise für alle, die auch auf eine leicht irre und blutige Düsternis in ihren Geschichten stehen. Ich freue mich schon, das Abenteuer im zweiten Teil fortzusetzen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere