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Veröffentlicht am 27.02.2026

Interessantes Thema zu oberflächlich dargestellt

Wo das Schweigen wohnt
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Die Familiengeschichte über mehrere Generationen, die ihren Anfang gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im schwer umkämpften Ostpreußen nimmt, ist durchaus spannend. Margret, die von dort fliehen muss, hat ...

Die Familiengeschichte über mehrere Generationen, die ihren Anfang gegen Ende des Zweiten Weltkriegs im schwer umkämpften Ostpreußen nimmt, ist durchaus spannend. Margret, die von dort fliehen muss, hat ein schweres Schicksal zu tragen, das zunächst sie sehr prägt und traumatisiert und dann auch auf ihre Nachkommen übergeht. Stellenweise sehr spannend und anschaulich geschildert, insbesondere der schwer verdauliche Teil über Flucht und Vertreibung, wirkt die Handlung insgesamt zu sehr konstruiert und es wird etwas zu viel hinein gepackt, so dass die Lebensgeschichte aller Protagonisten letztlich unglaubwürdig wirkt. Zudem werden viele Themen nur sehr oberflächlich angekratzt (was eben dem Umstand geschuldet ist, dass die Autorin zu viele Themen auf verhältnismäßig wenige Seiten packen wollte/musste). Am Ende löst sich alles viel zu schnell auf und was eben noch grau war, ist von jetzt auf gleich rosarot. So wird viele Potential, das die ursprüngliche Geschichte bietet, verschenkt. Ich war am Ende daher leider etwas enttäuscht.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Großes Potential verschenkt

Hazel sagt Nein
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Ohne längeren Einstieg nimmt die Handlung von „Hazel sagt nein“ zunächst sehr schnell Fahrt auf. Gerade aufgrund der recht einfachen Sprache mit kurzen Sätzen wirkte der Anfang mit dem übergriffigen Direktor ...

Ohne längeren Einstieg nimmt die Handlung von „Hazel sagt nein“ zunächst sehr schnell Fahrt auf. Gerade aufgrund der recht einfachen Sprache mit kurzen Sätzen wirkte der Anfang mit dem übergriffigen Direktor umso kälter und verletzender auf mich und damit sehr realistisch. Auch die unmittelbaren Folgen für Hazel, aber auch ihre Familie werden sehr eindringlich geschildert und haben mich schnell in ihren Bann gezogen.
Im weiteren Verlauf schweift die Handlung jedoch zu sehr ab und verliert das eigentliche (sehr wichtige und aktuelle) Thema stellenweise komplett aus dem Fokus. Alltägliche Probleme wie das wenig erfüllende Hausfrauendasein der Mutter, Karriereüberlegungen des Vaters oder Hazels erster Schwarm für einen jungen Studenten nehmen zu viel Platz ein. Dadurch wird das Buch stellenweise regelrecht seicht und lässt jeglichen Tiefgang vermissen, der dem Thema sexuelle Belästigung in einer solch drastischen Form gerecht werden würde. Damit wird ein riesiges Potential letztlich verschenkt und aus dem starken ersten Teil wird am Ende eine Art Familienroman, der zwar leicht zu lesen und unterhaltsam ist, aber leider nicht mehr das bietet, was man ursprünglich erwartet hat.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Zeitweise sehr spannend, aber insgesamt nur Mittelmaß

Die unversöhnliche Vergangenheit
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Es war das erste Buch der Reihe um den Privatermittler Nik Pohl, das ich gelesen habe. Von Beginn an fand ich den Roman sehr spannend und die Spannung steigerte sich im Laufe der Kapitel noch deutlich. ...

Es war das erste Buch der Reihe um den Privatermittler Nik Pohl, das ich gelesen habe. Von Beginn an fand ich den Roman sehr spannend und die Spannung steigerte sich im Laufe der Kapitel noch deutlich. Allerdings blieb alles zu lange sehr vage, ohne irgendwelche konkreten Ansatzpunkte der Ermittler und ohne irgendwelche Hinweise, die den Leser auf eine Spur führen könnten. Erst gegen Ende wird so ungefähr klar, worum es geht, wobei die Auflösung nicht nur überhastet wirkt, sondern in einigen Punkten ziemlich unlogisch ist und sogar hanebüchen erscheint. Daher ist das Buch insgesamt nur Mittelmaß und ich werde wohl auch keinen weiteren Band aus dieser Reihe mehr lesen.

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Veröffentlicht am 09.07.2024

Weniger wäre mehr gewesen - hatte mir mehr versprochen

In den Farben des Dunkels
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Zu Beginn verliert der Autor nicht viel Zeit und man ist sehr schnell mitten im Geschehen. Der 13-jährige Joseph, von allen nur Patch genannt, beobachtet durch Zufall wie ein Unbekannter versucht eine ...

Zu Beginn verliert der Autor nicht viel Zeit und man ist sehr schnell mitten im Geschehen. Der 13-jährige Joseph, von allen nur Patch genannt, beobachtet durch Zufall wie ein Unbekannter versucht eine Mitschülerin zu entführen. Er rettet diese, wird dafür jedoch selbst entführt und muss längere Zeit in einem dunklen Raum verbringen, wobei er viele intensive und tiefsinnige Gespräche mit einem Mädchen, das sich Grace nennt, führt. Als er schließlich aus seinem Gefängnis befreit wird, ist Grace verschwunden - niemand glaubt ihm so richtig, dass sie real ist und nicht nur in seinen Gedanken existiert. Nach diesem rasanten und insgesamt recht knappen Einstieg beginnt die eigentliche Handlung, die sich über fast drei Jahrzehnte zieht.

Die kurzen, teilweise nur eine knappe Seite langen Kapitel lassen sich zwar gut lesen, allerdings bleiben dadurch die Charaktere auch etwas eindimensional. Andererseits hat das Buch zu viele Längen und einige Wendungen zu viel, die dann jedoch recht kurz geschildert werden, so dass der Eindruck entsteht der Autor wollte jeden Gedanken, der ihm kam, unbedingt irgendwie unterbringen und möglichst viele Klischees bedienen. Hier wäre weniger mehr gewesen.

Einiges hat mich zudem an die beiden Vorgängerwerke „Von hier bis zum Anfang“ und „Was auf das Ende folgt“ erinnert, so dass es mir manchmal so vorkam, als hätte Whitaker die gleichen Grundzutaten irgendwie neu zusammen gemischt – z.B. einen jugendlichen Underdog mit einer kranken, überforderten Mutter, einen Polizisten, der ein gut gehütetes Geheimnis mit sich trägt und einen zu Unrecht Verurteilten, der sein Schicksal schweigend auf sich nimmt, um andere zu schützen.

An manchen Stellen gelingt es Chris Whitaker zwar äußerst gut die Emotionen der Protagonisten zu beschreiben, aber dann wirkt vieles wieder sehr hölzern und aufgesetzt. Dadurch hat mich das Buch irgendwann nicht mehr mitgenommen und mein Interesse ist im Laufe der knapp 600 Seiten merklich abgeflacht. Am Ende wollte ich nur noch wissen wie es ausgeht.
Ich hatte mir mehr versprochen und nachdem mich auch Chris Whitakers drittes Werk trotz vieler Vorschusslorbeeren nicht wirklich überzeugen konnte, wird es wohl das letzte Buch von ihm gewesen sein, dass ich gelesen habe.

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Veröffentlicht am 08.09.2023

Leider nur Mittelmaß

Im Sturm
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Ich hatte mir aufgrund der Ankündigungen und des Klappentextes einen spannenden, etwas düsteren Skandinavienkrimi im Stile von Henning Mankell oder Jo Nesbo erhofft, wurde unter dem Strich aber leider ...

Ich hatte mir aufgrund der Ankündigungen und des Klappentextes einen spannenden, etwas düsteren Skandinavienkrimi im Stile von Henning Mankell oder Jo Nesbo erhofft, wurde unter dem Strich aber leider enttäuscht. Die Handlung plätschert sehr lange dahin und es gibt sehr viele bzw. zu viele Anspielungen auf den ersten Band (die ich jedoch verstanden habe, ohne diesen gelesen zu haben). Zeitweise stehen die privaten Probleme der Ermittlerinnen mehr im Fokus als der eigentliche Fall. Dadurch fehlt auf langen Strecken die Spannung, die immer nur ansatzweise hochkommt. Erst am Ende nimmt die Handlung wirklich etwas Fahrt auf und im letzten Drittel wird sie noch einigermäßen spannend mit einem dann doch etwas überraschenden Ende - obwohl das Motiv schon recht lange naheliegend war, konnte ich mir nicht so recht zusammenreimen, wer die Morde begangen hat. Unter dem Strich für mich leider nur Durchschnitt und ich kann dieses Buch aufgrund vieler besserer Alternativen nicht unbedingt weiter empfehlen.

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