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Veröffentlicht am 29.04.2025

Wurde nicht enttäuscht

Bartimäus - Das Amulett von Samarkand
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Ich habe Bartimäus seit einer ganzen Weile bei mir im Regal stehen, und irgendwie immer wieder doch nicht gelesen, weil es mich ganz viel Überwindung gekostet hat. Als Kind habe ich die Reihe bereits einmal ...

Ich habe Bartimäus seit einer ganzen Weile bei mir im Regal stehen, und irgendwie immer wieder doch nicht gelesen, weil es mich ganz viel Überwindung gekostet hat. Als Kind habe ich die Reihe bereits einmal begonnen, fand sie gut, wollte es immer noch mal versuchen, und dann habe ich doch immer eher zu anderen Büchern gegriffen. Aber diesmal nicht. Diesmal habe ich es endlich geschafft, Band 1 wieder in die Hände zu nehmen (ein Hörbuch auf YouTube hat eindeutig auch geholfen), und ich habe es komplett gelesen und praktisch nur so verschlungen. Ich gebe zu, dass ich zwischendurch ein paar mal kurz abgeschaltet habe, weil ich mich irgendwie habe ablenken lassen, aber es war nicht oft, folgen konnte ich dem ganzen trotzdem echt gut, und es hat nichts daran geändert, dass die Geschichte trotzdem sehr spannend war und die Figuren mit gut gefallen haben.
Bartimäus war wirklich leicht ins Herz zu schließen, und Nathanael war zwar teils ein kleines bisschen anstrengend, gleichzeitig für ein zwölfjähriges Kind aber absolut akzeptabel. Einige von den Erwachsenen gingen mir in ihrer Art da wesentlich mehr auf die Nerven (auch wenn es auch da natürlich geplant war).
Die Welt ist spannend, und ich mag es, wie unsere Welt mit Magie verwoben wird, das hatte ich gar nicht mehr richtig im Kopf von damals, dass es sich beim Schauplatz sogar um London handelt, und wie Nathanael und Bartimäus zusammenarbeiten oder teils auch mal gegeneinander hat mich beim Lesen echt gut unterhalten.
Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich jetzt endlich doch mal zum Lesen kam, und werde die Reihe auch fortsetzen (nur nicht sofort, aber diesmal wird die Pause hoffentlich keine 15 Jahre andauern.)

Veröffentlicht am 28.04.2025

Super schönes Kinderbuch

Holly Holmes und das magische Detektivbüro - Zweiter Fall: Das Geisterschiff
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Der zweite Fall für Holly Holmes' Detektivbüro ist ein sehr liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das mit dem Fall um ein Geisterschiff gleich von Anfang an sehr viel Spannung in die Geschichte einbringt.
Die ...

Der zweite Fall für Holly Holmes' Detektivbüro ist ein sehr liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das mit dem Fall um ein Geisterschiff gleich von Anfang an sehr viel Spannung in die Geschichte einbringt.
Die Kapitel lassen sich wirklich leicht lesen, die Geschichte fliegt nur so dahin, die Figuren sind alle sehr liebenswürdig gestaltet und wachsen einem total schnell ans Herz (besonders der kleine Dr. Watson), und begleitet wird das alles von wirklich schönen Illustrationen innerhalb der Geschichte, sowie einer Karte mit allen wichtigen Orten und der Vorstellung der wichtigsten Figuren gleich am Anfang, und einigen Rätseln zum mitmachen am Ende.
Ich habe den ersten Fall von Holly und ihren Freunden nicht gelesen, kam gerade durch die Vorstellung der Figuren aber auch so super in die Geschichte rein, und habe das ganze Buch wirklich leicht in einem Rutsch durchlesen können. Die Ideen sind nicht alle komplett neu, und teils wurde mir persönlich etwas zu viel wiederholt, was bereits klar war, sodass ich das Gefühl hatte, dass es mir auch als Kind aufgefallen wäre, wie oft hier versucht wurde, um die eigentliche Erklärung drumrum zu reden, um es in die Länge zu ziehen, oder auch das Gegenteil: viel zu oft die gleiche Sache noch mal erklärt, aber insgesamt hat es trotzdem sehr viel Spaß gemacht, die Detektive zu begleiten und auch ein wenig mitzurätseln (auch wenn das als Kind vermutlich mehr Freude bereitet hätte). Ein zwei Fehlerchen lassen sich im Buch auch finden, wirklich schlimm ist es aber nicht.
Die Auflösung am Ende hat mir gut gefallen und mich schon ziemlich zufrieden gemacht, die Interaktionen der einzelnen Figuren untereinander hat mir auch gefallen, und teils oberflächliche Figuren gab es zwar, genau wie eben ein paar sehr vorhersehbare Wendungen, weil es die gefühlt überall gibt, ein Lesespaß ist das Buch aber auf jeden Fall trotzdem, und gerade Kinder, die auf Detektivgeschichten stehen, kommen hier ganz sicher auf ihre Kosten!

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Konnte mich mit Six of Crows-Vibes trotz Schwächen für sich gewinnen

Five Broken Blades
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Ich verstehe ehrlicherweise komplett, warum Leute das Buch nicht mögen, und ich würde es auch auf keinen Fall jedem empfehlen, aber für mich persönlich hat‘s großartig funktioniert. Jemand hat es mit ...

Ich verstehe ehrlicherweise komplett, warum Leute das Buch nicht mögen, und ich würde es auch auf keinen Fall jedem empfehlen, aber für mich persönlich hat‘s großartig funktioniert. Jemand hat es mit Six of Crows verglichen, nur für Erwachsene, und: Jep. Unterschreibe ich so. Die Six of Crows Vibes waren auf jeden Fall da, und ich liebe die Krähen, und entsprechend habe ich mich auch in dieses Buch wirklich schnell verlieben können.
Es gab zwei Dinge, die mir gar nicht gefallen haben, und das waren einmal die Romanzen und dann das wirklich letzte bisschen vom Ende/die letzten zwei Seiten ungefähr, aber abgesehen davon war ich ziemlich zufrieden mit dem Rest.
Die Romanzen haben für mich nicht funktioniert, weil sie einfach viel zu schnell gingen. Es gibt ein Paar, dass schon vor Beginn des Buches zusammen war, und für die beiden hat‘s komplett Sinn ergeben, wie die Dinge sich entwickelt haben, aber was die anderen Personen anging, war‘s für mich echt gar nicht kompatibel. Es fühlte sich eher an, als würde irgendeine höhere Macht dafür sorgen, dass sie sich zueinander hingezogen fühlen, und eine wirkliche Entwicklung ihrer Gefühle war für mich leider echt nicht glaubwürdig. Mit dem Anfang kam ich da ganz gut klar, weil es da noch hauptsächlich um oberflächliche Punkte ging, aber der Zeitraum im Buch ist für mich einfach zu kurz, als dass ich den Paaren wirklich tiefergehende Gefühle abgekauft hätte. Und wenn‘s bei einem Paar so gewesen wäre, hätte ich damit denke ich ganz gut leben können, aber leider waren es mehrere und einem kaufe ich das wirklich nicht ab.
Zum Ende selbst will ich aus Spoilergründen nichts sagen, aber auch hier hat es für mich was mit dem Tempo zu tun: Die Stimmung schlägt einfach viel zu schnell um, und ich fand‘s nicht nachvollziehbar.

Was anders als die beiden Dinge aber richtig gut für mich funktioniert hat war die Welt, die ich sehr spannend fand, die Freundschaft zwischen den Figuren und wie ihr Zusammenhalt sich entwickelt, die Mischung aus Vertrauen/Misstrauen, weil sich die Leute ja nicht genug kannten, die einzelnen Motivationen der Figuren (die ich absolut nachvollziehbar fand), die Charakterisierungen der Figuren für sich (Aeri ist mir persönlich ganz besonders ans Herz gewachsen, und gleich danach eindeutig Mikail und Euyn, aber der Rest war auch super), und generell die Handlung hat mir auch einfach richtig Spaß gemacht. Leider nehmen auch hier die Romanzen teils etwas mehr Raum ein, sodass der Rest nicht immer im Vordergrund steht, was nicht immer funktioniert, denn teils habe ich wirklich das Gefühl, es sollte sich viel mehr auf andere Dinge konzentriert werden, aber mit dem Großteil hatte ich echt keine Probleme, fand das ganze sehr unterhaltsam, habe jede Perspektive echt gern gelesen, und ich bin auch 100% bei weiteren Bänden dabei.
Selbst wenn‘s kein Meisterwerk war ändert das für mich gar nichts daran, dass ich einfach unglaublich viel Spaß hatte, und auch mit den Schwächen denke ich, dass ich den Rest der Reihe genießen werde, entsprechend: Hatte eindeutig seine schwächen, für mich trotzdem überzeugend.

Oh, und noch ein paar Worte zur Übersetzung, weil ich teils auch ins Englische reingelesen habe: War nicht immer ganz korrekt. Teils stimmten die Implikationen nicht überein. (Zum Beispiel sagt Aeri im Englischen "Tut mir leid, dass ich dir Sorgen bereitet habe" und im Deutschen "dass du dir Sorgen gemacht hast", womit sie im Deutschen die Verantwortung ja eher abgibt, während sie sie im Englischen bei sich sieht, und da hatte ich das Gefühl, dass nicht immer alles ganz im Sinne des eigentlichen Textes übersetzt wurde, aber im Großen und Ganzen war die Übersetzung denke ich gut.)

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Veröffentlicht am 21.04.2025

Solide Geschichte

Waterland - Aufbruch in die Tiefe
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Ich habe dieses Buch gemeinsam mit Band zwei in einem Second Hand Laden gefunden, und fand sowohl Cover als auch Klappentext so ansprechend, dass ich die Bücher dann sehr gerne mitgenommen habe. Und zumindest ...

Ich habe dieses Buch gemeinsam mit Band zwei in einem Second Hand Laden gefunden, und fand sowohl Cover als auch Klappentext so ansprechend, dass ich die Bücher dann sehr gerne mitgenommen habe. Und zumindest Band 1 hat mich bisher auch nicht enttäuscht.
Die Figuren sind relativ solide, würde ich sagen, bzw. verhalten sich durchaus so, wie ich es von ihnen als Figuren erwarten würde, die Geschichte ist spannend (wenn auch manchmal etwas vorhersehbar, aber eigentlich zeigt das ja auch nur, dass es sich um recht gutes Storytelling handelt, weil lieber so, als dass man gar nicht sieht, wohin Dinge führen), die Welt sehr schön gestaltet, und alles in allem hat das Lesen Spaß gemacht.
Ich bin auch manchmal etwas aus der Geschichte rausgekommen, bzw. am Anfang etwas schwierig rein, sodass ich teils nicht jedes Wort gelesen sondern eher überflogen habe, aber den Großteil habe ich richtig gelesen und insgesamt fand ich's sehr ansprechend, entsprechend auch mit meinen kleineren Schwierigkeiten ein ziemlich gutes Buch in meinen Augen.
(Außerdem ein persönliches Highlight: Kinder haben Erwachsene tatsächlich um Hilfe gebeten. Es hat nicht viel gebracht, aber ich find's immer extrem schade, wenn Kinder es gar nicht erst versuchen, denn Erwachsene sollten eigentlich helfen, und hier haben sie's versucht, das hat mich sehr gefreut.)

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Starke Figuren und Geschichte, eher schwache Romanze

Die Beschenkte (Die sieben Königreiche 1)
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Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Buch. Katsa ist mir als Hauptfigur schnell ans Herz gewachsen, und genauso die Menschen um sie herum. Sie hat eindeutig ihre Fehler und ist teils ziemlich urteilend, aber ...

Ich hatte sehr viel Spaß mit dem Buch. Katsa ist mir als Hauptfigur schnell ans Herz gewachsen, und genauso die Menschen um sie herum. Sie hat eindeutig ihre Fehler und ist teils ziemlich urteilend, aber es hat für mich sehr gut zu ihrem Charakter und zu ihr als Figur gepasst. Sie hat ihr Weltbild, und ist verwirrt, wann immer etwas nicht damit übereinstimmt, und ich kann absolut nachvollziehen, warum das Leuten auf die Nerven gehen könnte; für mich hat's allerdings gepasst.
Gleiches gilt für Bo (ein Glück wurde der Name im Deutschen geändert, ich weiß nicht, ob ich ihn hätte ernst nehmen können, wenn zu allen anderen Namen noch das Po hinzugekommen wäre), den ich als Figur ebenfalls sehr spannend und sympathisch fand, und ich mochte, dass er emotional nahbarer war als Katsa, das hat ihr Verhältnis zueinander für mich noch mal ein wenig neuer gemacht, obwohl es in manchen Punkten recht ähnlich zu so einigen anderen Dingen war.
Ebenfalls gut fand ich die ganzen Nebenfiguren; sowie die Tatsache, dass Katsa für mich nie in Richtung "nicht wie die anderen Mädchen" gerutscht ist, obwohl es sich bei ihr ja schon fast angeboten hätte (und ich hatte es auch oft befürchtet, aber tatsächlich hatte ich eher das Gefühl, dass sie davon ausging, dass die meisten Mädchen so wären, und sie Mädchen/Frauen eher von Jungs/Männern unterschieden hat, als sich von anderen Mädchen); und wie mit dem Thema heiraten/Kinder umgegangen ist. Ich habe mir solche Sorgen gemacht, als das das erste mal aufkam, weil ich weiß, wie andere Bücher das gelöst hätten, und oh mein Gott bin ich froh darüber, wie das hier ausgegangen ist. Danke, das diese Geschichte die Richtung eingeschlagen hat!
Die Story war ebenfalls spannend zu lesen, der Gegenspieler tatsächlich ziemlich bedrohlich, die Auflösung für mich zufriedenstellend, und generell die Welt und das Geschehen in der Welt war nach meinem Geschmack.
Die eine Sache, die mir wirklich gar nicht gefallen hat, war tatsächlich die Liebesgeschichte, die für mich einfach viel zu schnell war. Ich sehe Bo und Katsa gerne zusammen, weil ich glaube, dass sie gut füreinander sind, und sie in ihren Erwartungen offensichtlich auch gut zueinander passen, aber die Art, wie das alles sich entwickelt, fühlte sich für mich einfach viel zu schnell an, so als würde es innerhalb von ein paar Seiten von "ich toleriere dich" zu "ich liebe dich" gehen, und das hat für mich gar nicht funktioniert.
Da alles drumherum mir so gefallen hat, macht es das für mich insgesamt nicht zu einem schlechteren Buch, aber für mich hätte das alles wirklich gerne länger dauern können, weil war nicht so richtig meins, egal wie sehr ich die Figuren mochte.

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