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Veröffentlicht am 23.04.2025

Schlafende Hunde

Verdeckte Spuren
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Ex-Polizist Gerhard Beckmann hat noch immer mit dem Tod seiner Frau zu kämpfen und vergräbt sich in seiner zweiten Heimat Sardinien. Als ein Berliner Journalist sich bei ihm wegen eines Artikels zu seinem ...

Ex-Polizist Gerhard Beckmann hat noch immer mit dem Tod seiner Frau zu kämpfen und vergräbt sich in seiner zweiten Heimat Sardinien. Als ein Berliner Journalist sich bei ihm wegen eines Artikels zu seinem letzten Fall meldet wird Beckmann von den Erinnerungen überrollt, allerdings kommen plötzlich Verbindungen zu Tage, die den Tod seiner Frau in einem ganz neuen Licht erscheinen lassen.

Nach "Die Chinesin" begleitet der Leser Beckmann hier durch sein zweites Abenteuer. Während es für die Geschichte nicht unbedingt notwendig ist das erste Buch zu kennen, ist es bezogen auf den Schreibstil des Autoren aber vielleicht ganz gut, weiß man so doch worauf man sich einlässt. Jochen Brunow schreibt sehr bildhaft und opulent, seine Kriminalstory ist eingebettet in absolut faszinierende Landschaftsbeschreibungen, die so detailreich sind, dass man fast meinen könnte man würde einen Reisebericht lesen und keinen Krimi. Natürlich nimmt das Tempo aus dem Geschehen, Spannung entwickelt sich eher moderat, mit einigen wohldosierten Knalleffekten, das muss man mögen. Neben den wunderschönen Landschaftsbeschreibungen nimmt auch Beckmanns Privatleben viel Raum in der Geschichte ein, besonders in diesem Fall wieder, geht es doch um seinen letzten Fall als Ermittler der Berliner Polizei und um den Selbstmord seiner Ehefrau, der ihn und die Beziehung zu seiner Tochter sehr belastet. Bedingt durch die Bezugnahme auf Beckmanns Vergangenheit spielt die Geschichte diesesmal auch nicht ausschließlich auf Sardinien, sondern Pendelt zwischen der Insel und Beckmanns früherem Wohnort Berlin.

Der Autor baut einen Kriminalfall rund um Korruption am Berliner Flughafen BER, und bringt das Geschehen so glaubhaft nah an die Realität. Bei anderen Aspekten geht diese Nähe aber für mich dann wieder etwas verloren, etwa bei der Wahl des Unbekannten, der Beckmann in seinem Haus überfällt, oder auch, wenn er Figuren Dinge tun lässt, die überhaupt nicht zu ihnen passen. Natürlich lese ich hier einen fiktiven Kriminalfall, Aufgabe des Autors ist es, mir das Geschehen glaubhaft zu verkaufen und das ist hier leider nicht immer gelungen. In einem amerikanischen Krimi würde ich solche Kritik wahrscheinlich eher nicht anbringen, einfach, weil man es hier gewöhnt ist, das alles nach dem Motto höher, schneller, weiter läuft und quasi an jeder Ecke eine Bombe explodiert und die Beteiligten ohne Kratzer aus der Rauchwolke hervortreten. Hier wird mir aber von Beginn an eher eine Story in Tatortmanier angekündigt und da gelten halt gewisse Regeln.

Da ich, wie schon erwähnt, bereits ein Buch des Autors gelesen hatte, konnte ich mich gut in die Geschichte einfinden. Es war spannend etwas mehr zu Beckmanns Hintergründen zu erfahren, der ja eher ein ruhiger, zurückhaltender Charakter ist. Der Kriminalfall an sich wurde gut und plausibel mit Beckmanns Figur in Verbindung gebracht, allerdings waren mir das Drumherum, die internen Hintergründe und Zusammenhänge dann manchmal etwas zu konstruiert. Es gab eine vielzahl von Figuren und Nebenschauplätzen, die zwar interessant waren, aber die Story leider oft ausbremsen, auch weil man immer rätselt, ob es was zu bedeuten hat. Der Autor erzählt all das wirklich gekonnt, für einen reinen Krimi aber eben einfach zu umfangreich.

Im Grunde folgt hier wieder die selbe Kritik wie auch schon beim ersten Buch, die Geschichte ist viel mehr ein schöner Roman mit Krimihandlung, als ein durchweg spannender Krimi. Wer diese Konstellation mag, dem werden die Bücher von Jochen Brunow sehr gut gefallen. Wer mehr Wert auf Spannung und Action legt, könnte eher enttäuscht sein. In der Gesamtheit habe ich das Buch wieder gern gelesen, ich finde es sogar noch etwas besser als seinen Vorgänger. Unterm Strich gibt es aber eben auch einige Punkte, mit denen ich hadere. Hier muss man sich als Leser wohl einfach selbst ein Bild machen.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Wenn einen die Vergangenheit einholt

Die Schanze
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Ellen hat ihren Heimatort im tiefsten Süden Deutschlands direkt nach dem Abitur verlassen, um Medizin zu studieren, heute ist sie erfolgreiche Ärztin in Hamburg. Nach der Trennung von ihrem Freund braucht ...

Ellen hat ihren Heimatort im tiefsten Süden Deutschlands direkt nach dem Abitur verlassen, um Medizin zu studieren, heute ist sie erfolgreiche Ärztin in Hamburg. Nach der Trennung von ihrem Freund braucht sie dringend einen Neuanfang und was liegt da näher, als ein Angebot aus der Heimat anzunehmen und sich dort als Hausärztin niederzulassen. Leider sind nicht alle glücklich über Ellens Rückkehr, brechen so doch alte Wunden auf und Ellen muss sich mit Ereignissen auseinandersetzen, die sie tief im Inneren begraben glaubte.

Der Prolog des Buches hat mich direkt gepackt, wird der Leser doch Zeuge eines perfiden Mordes. Ausgerechnet Ellen kommt dazu, als der ehemalige Polizist Haußer und ein von ihm informierter Lokalreporter die Leiche an eben jener Schanze erhängt entdecken, die dem Buch seinen Titel gibt. Der Tote ist für Ellen kein Unbekannter und direkt brechen alte Wunden auf. Der Leser ahnt hier recht schnell, um was es sich bei diesen alten Wunden handelt und diese Ahnung wird dann auch in Rückblenden bestätigt. Durch diese Rückblenden wird deutlich, dass ausgerechnet Ellen ein Motiv für diesen Mord hat und es noch weitere Opfer geben könnte. Neben Ellen liefert der Autor aber auch noch reihenweise andere Verdächtige, oder aber einfach Nebenfiguren, die sich irgendwie merkwürdig verhalten. Direkt zu Beginn gibt es einen Hinweis auf den Täter und wer aufmerksam liest wird hier schnell die richtigen Schlüsse ziehen.

Leider ist Ellen als Hauptfigur, trotz ihrer traumatischen Erfahrung nur bedingt sympatisch, sie verhält sich oft irrational, teils verantwortungslos und zelebriert mir ihre selbstzerstörerischen Tendenzen zu sehr. Natürlich kann dieses Verhalten für Betroffene durchaus typisch sein, auf mich hat es aber hier zu aufgesetzt gewirkt. Die Nebenfiguren sind teils schwer greifbar und dienen teilweise nur als Statisten, so wie beispielsweise Ellens Sprechstundenhilfe. Was hingegen recht gut getroffen ist, ist die feindselige Stimmung die Ellen nach ihrer Rückkehr entgegenschlägt, begründet durch die Angst der Beteiligten, das nun Dinge ans Licht kommen könnten, an die man lieber nicht rühren möchte. Hier gibt es dann auch eine gewisse Solidarisierung mit Ellen, als klar wird, welche Absprachen damals getroffen wurden, um die Geschehnisse unter den Tisch zu kehren und wie die Beteiligten sich ihr eigenes Handeln schöngeredet haben. Da wird einem beim Lesen regelrecht übel.

Leider haben mich aber nicht nur die Figuren etwas enttäuscht, sondern zunehmend auch die Handlung an sich, die spannungstechnisch nicht wirklich ein Thriller ist. Es gibt mir in der Gesamtheit einfach zu wenig logische Handlungsfolgen. Es passiert ein Mord und die Polizei tritt quasi fast nicht in Aktion, eine Person wird seit Tagen vermisst und niemand kümmert das, selbst als das Auto des Vermissten bei Ellen vor der Tür steht tritt die Polizei nicht in Erscheinung, Ermitttlungsarbeit findet von dieser Seite keine statt. Es ist zwar nicht ungewöhnlich, das Privatpersonen auf eigene Faust ermitteln, so wie hier, aber letztlich war mir das dann doch etwas unrealistisch.

Trotz der fehlenden Spannung und der Vorhersehbarkeit der Geschichte habe ich das Buch recht schnell gelesen. Als langjähriger Thrillerfan war es mir zu seicht und kein wirklicher Thriller, da bin ich anderes gewöhnt. Für Neulinge im Genre, die es erstmal ruhiger angehen möchten ist es aber durchaus okay.

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Veröffentlicht am 13.04.2025

Unbequeme Entscheidungen

Nimms nicht persönlich
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Lute hat sich bequem eingerichtet in seiner Position als Qualitätsmanager in einem erfolgreichen Pharmaunternehmen. Als seine Chefin ihm eröffnet, dass der Verkauf der Firma ansteht und dafür einiges an ...

Lute hat sich bequem eingerichtet in seiner Position als Qualitätsmanager in einem erfolgreichen Pharmaunternehmen. Als seine Chefin ihm eröffnet, dass der Verkauf der Firma ansteht und dafür einiges an Umstrukturierung nötig wird, ist er wenig beunruhigt. Was er da noch nicht ahnt, diese Umstrukturierung betrifft seine Abteilung und bedeutet schlichtweg die Entlassung einiger seiner Mitarbeiter. Eine unangenehme Aufgabe für Lute, die er gern umgehen würde und so ist er erleichtert, als er Lombard kennenlernt, einen Personalvermittler, der sich gern Lutes Problem annimmt und die Mitarbeiter von den Vorteilen einer Kündigung überzeugt, mit eigenwilligen Methoden.

Tom Hofland liefert hier eine ziemlich wilde Mischung. Was recht unspektakulär beginnt, nimmt recht bald etwas mysteriöse Züge an, die irgendwann stark an Szenarien wie aus Supernatural erinnern und so auch einer frühen Kurzgeschichte von Stephen King entsprungen sei könnten und die keinem der Beteiligten auch nur ansatzweise merkwürdig vorkommen. Da wächst in einem Büro plötzlich Gras auf dem Boden und Lombards Chef füttert bei jeder Gelegenheit seinen Pudel mit Fleischbrocken. Den Pudel kommt mir vor wie die Anspielung auf eine Figur aus einem deutschen Klassiker, aber da kann ich auch total daneben liegen. Das Geschichte vereint die verschiedensten Gruselelemente mit tief, tief schwarzem Humor, aber auch mit Szenen, die hart an der Grenze sind und eigentlich eine Triggerwarnung verdienen, wenn in einer Szene ein sexueller Übergriff beschrieben wird. Ich habe mich hier stark an die Horrorsplatter erinnert, die ich in meiner Jugend gelesen habe und war hier kurz am Überlegen, ob eine so drastische Darstellung wirklich nötig war.

An sich bin ich durchaus ein Freund dieser Mischung. Als Fan von Stephen King mag ich es, wenn aus einer Alltagsituation plötzlich etwas bizarr bedrohliches entsteht, wenn ein Wäschemangler ein Eigenleben entwickelt, oder ein Auto zu morden beginnt. All dies dann auch noch mit einem Augenzwinkern zu sehen ist eigentlich genau mein Ding, hier war es mir aber leider zu viel und ich konnte irgendwie die Botschaft hinter dieser bitterbösen Satire nicht mehr erkennen.

Eigentlich hätte ich 2,5 Sterne vergeben, habe dann aber auf 3 aufgerundet.

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Veröffentlicht am 28.01.2025

Nur wenig Poirot

Tragödie in drei Akten
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Eine ungezwungene Party, die Gäste sind am Plaudern, Cocktails werden gereicht, plötzlich bricht einer von ihnen, der ältliche Pfarrer des Dorfes, zusammen. Tragisch, aber wenig ungewöhnlich. Einige Wochen ...

Eine ungezwungene Party, die Gäste sind am Plaudern, Cocktails werden gereicht, plötzlich bricht einer von ihnen, der ältliche Pfarrer des Dorfes, zusammen. Tragisch, aber wenig ungewöhnlich. Einige Wochen später, erneut eine Party, die gleichen Gäste, wieder ein Todesfall. Diesesmal aber eindeutig Mord.

Nikotin ist der 16. Kriminalroman von Agatha Christie, Ermittler hier Hercule Poirot, der allerdings über weite Strecken gar nicht existent ist. Er tritt ganz kurz als Gast auf der ersten Party in Erscheinung und taucht dann erst im zweiten Drittel des Buches wieder auf. Auch hier erstmal nur sporadisch, aber natürlich bekommt er zum Ende seinen gewohnten Auftritt.

Das Buch ist in drei Teile gegliedert, in Anlehnung an ein Theaterstück hier Akte. Zu Beginn des ersten Aktes werden typischerweise alle Figuren eingeführt, es ist ein Wirrwar an Personen und Namen. Mir ist der Einstieg etwas schwer gefallen, ich konnte mich schlecht auf all diese verschiedenen Figuren konzentrieren, vor allem, weil die meisten nur relativ kurz in Erscheinung treten und man nicht weiß, ob man sie sich für später merken muss. Die Geschehnisse sind etwas enttäuschend, eben weil es augenscheinlich keinen zu untersuchenden Mord gegeben hat und das ganze Geplänkel was nun folgt, wirkt ein bisschen wie ein Lückenfüller. Wer die Autorin und ihre Art nicht kennt, könnte hier leicht die Lust verlieren und das Buch zur Seite legen. Nach dem zweiten Mord nimmt das Buch dann etwas an Fahrt auf, es werden, AC typisch, wieder einige falsche Spuren gelegt, Indizien gestreut, Verdächtige präsentiert und wieder entlastet.

Das Mitkriminalisieren, das ich bei AC Krimis so mag war diesesmal etwas schwierig, die Auflösung des Falls wieder sehr konstruiert, obwohl so schon aus anderen Büchern, Serien und Filmen bekannt. Ich habe das Buch innerhalb einer Leserunde mit gleichgesinnten AC Fans gelesen und das hat hier nochmal einiges gerettet. Eindeutig nicht ihr bestes Buch und für mich zu wenig Poirot.

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Veröffentlicht am 19.01.2025

Zu viel Unerwartetes

Nachtwald
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Lizzi hat gerade ihre Therapie in einer ländlich gelegenen Entzugsklinik hinter sich gebracht, in die sie, mehr, oder weniger gegen ihren Willen, eingewiesen wurde. Drogen, Alkohol, selbstverletzendem ...

Lizzi hat gerade ihre Therapie in einer ländlich gelegenen Entzugsklinik hinter sich gebracht, in die sie, mehr, oder weniger gegen ihren Willen, eingewiesen wurde. Drogen, Alkohol, selbstverletzendem Verhalten und nicht zuletzt ein Verkehrsunfall, bei dem Lizzis jüngerer Bruder verletzt wurde, waren die Gründe, warum Lizzis Mutter keinen anderen Ausweg mehr gesehen hat. Jetzt geht es Lizzi besser und sie kann die Klinik verlassen, genau rechtzeitig zur Hochzeit ihrer Mutter mit dem gutaussehenden, charismatischen, witzigen und auch noch recht wohlhabenden George. Gefeiert wird auf Butler Hall, dem Landsitz von Georges Familie, idyllisch mitten im Wald gelegen, weit ab von der Straße, ohne Handynetz, nur Lizzis Mum, George, dessen Tochter, Lizzi selbst und ihr Bruder.

Das Szenario, das die Autorin hier verwendet ist ebenso klassisch, wie Spannung versprechend, eine kleine Personengruppe, ein abgeschiedener Ort und, wie könnte es anders sein in einem Thriller, natürlich ein Verbrechen, natürlich ein Mord. Passenderweise gibt es dann meist auch noch einen Umstand, der es den Personen unmöglich macht die Polizei zu verständigen, oder anderweitig Hilfe zu holen. Hier ist es das Landhaus, das nur über einen längeren Fußmarsch durch einen verwilderten Wald zu erreichen ist, der fehlende Handyempfang, plus ein noch nicht repariertes Festnetztelefon und ein schweres Unwetter. Der Personenkreis ist überschaubar und natürlich steht fest, dass einer der Anwesenden der Täter sein muss. Eine typische Whodunit Situation, wie sie bereits unzählige Male verwendet wurde und eigentlich von Haus aus ein Spannungsgarant ist. So weit, so gut.

Spannung kommt zu Beginn tatsächlich auf, erstmal unterschwänglich innerhalb von Lizzis Familie. Es wird dem Leser schnell klar, dass hier Vieles noch nicht aufgearbeitet ist und Lizzi durch ihr Verhalten die Beziehung zu ihrer Mutter und ihrem ihrem Bruder stark strapaziert hat. Vertrauen muss von allen Seiten erst wieder aufgebaut werden, auch das ein Faktor, der natürlich dazu beiträgt, dass die Dinge später laufen, wie sie laufen. Dem gegenüber steht Georges perfekt Familie und so fällt es einem natürlich nicht schwer, sich direkt eine Version der Geschehnisse zurechtzulegen. Das man damit ziemlich falsch liegt merkt man recht schnell und ebenso schnell hat man eine neue Theorie, die sich allerdings auch recht bald als falsch herausstellt.

Die Autorin schlägt in ihrer Geschichte einen Haken nach dem Andern, gerade wen man glaubt ihr auf die Schliche gekommen zu sein, holt sie die nächste Überraschung hinter einem der zahlreichen Bäume hervor. An sich ist eine wendungsreiche Handlung gar nicht verkehrt, hier treibt es die Autorin aber eindeutig auf die Spitze und mir war das dann einfach zu viel. Es hat nicht nur die Spannung, gerade im Mittelteil darunter gelitten, sondern auch etwas die Glaubwürdigkeit. Bis zu einem gewissen Punkt waren die Handlungen der Figuren durchaus nachvollziehbar, irgendwann wirkte das Ganze auf mich aber doch sehr gewollt und konstruiert. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Innerhalb dieser ganzen Wirrungen haben leider auch die Figuren wenig Raum sich zu entwickeln, einzig Lizzi bekommt hier eine kleine Chance. Die Aufklärung des Mordes erfolgt, ebenso klassisch, durch ein Geständnis des Täters, Psychopathen hören sich eben gerne reden.

Das Buch war stellenweise durchaus spannend, aber insgesamt doch etwas zu flach.

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