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Veröffentlicht am 03.05.2025

Leben der Samen

Das Echo der Sommer
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Wie jedes Jahr, kehren Ingá, Rávdná und Ánne nach dem Winter in den Nordwesten Schwedens zurück, zu ihrem Dorf, in dem sie den Sommer über wohnen. Als sie dort ankommen, steht alles unter Wasser. Die Staumauer ...

Wie jedes Jahr, kehren Ingá, Rávdná und Ánne nach dem Winter in den Nordwesten Schwedens zurück, zu ihrem Dorf, in dem sie den Sommer über wohnen. Als sie dort ankommen, steht alles unter Wasser. Die Staumauer des Sees wurde erhöht und ohne Vorwarnung wurde der See weiter angestaut, so dass die Familie nun ohne Zuhause dasteht. Für Ingá, als dreizehnjähriges Mädchen ist das schrecklich zu sehen. Mutter Rávdná und Tante Ánne versuchen noch zu retten, was zu retten ist. So erzählt dieses Buch die Geschichte der samischen Bevölkerung und deren Kampf gegen rücksichtlose Behörden, die nur den Gewinn im Blick haben. Ich fand es ganz schlimm, dass dies nicht nur einmal, sondern insgesamt viermal geschieht. Dadurch ergeben sich auch Zeitsprünge in der Erzählung der Geschichte. In einer klaren Sprache schildert die Autorin die Ereignisse und wie beschämend es ist, wie diese Minderheit behandelt wurde, zwangsumgesiedelt, ohne Rechte. Mich haben die vielen samischen Sätze etwas gestört, weil sie nicht erklärt werden und einen aus dem Lesefluss reißen. Es sollte wahrscheinlich dadurch authentischer wirken, mir hat dies nicht so gefallen. Insgesamt ist die Geschichte aber sehr interessant zu lesen gewesen und man hat so einiges über das Leben der Sami erfahren.

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Veröffentlicht am 29.04.2025

Spannende Zeit

Die Brücke von London
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Im Jahr 1749 muss sich die Tuchhändlerin Juliana alleine um ihr Geschäft auf der London Bridge kümmern, da sie plötzlich zur Witwe geworden ist. Leider hat sie von ihrem Mann einen Berg Schulden hinterlassen ...

Im Jahr 1749 muss sich die Tuchhändlerin Juliana alleine um ihr Geschäft auf der London Bridge kümmern, da sie plötzlich zur Witwe geworden ist. Leider hat sie von ihrem Mann einen Berg Schulden hinterlassen bekommen und nun versiegen auch noch die Kundenströme, da die betuchteren Kunden eher ins neue und bequemer zu erreichende Stadtviertel einkaufen gehen. Kann sie ihr Geschäft irgendwie retten und aus den Schulden rauskommen?

Ich fand es sehr spannend, etwas über diese Zeit zu lesen und auch über die London Bridge und das Handelstreiben auf ihr. Ich wusste nicht, dass das ein richtiges Handelsviertel war. Zwischen der eigentlichen Handlung geht es zurück ins 13. Jahrhundert, wo es eine unheilvolle Prophezeiung über die Brücke gab. Dies fügt sich gut ins Geschehen des 18. Jahrhunderts ein. Die Positionen der verschiedenen Charaktere wurden gut beschrieben, so dass man eine Vorstellung über die Rangordnung in dem Viertel hatte. Der Schreibstil war sehr angenehm zu lesen. Man konnte sich das rege Treiben gut vorstellen und Juliana als tüchtige und erfinderische Unternehmerin mittendrin. Ein sehr interessanter historischer Roman über eine Brücke, die es so nicht mehr gibt.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Verschwunden

Beeren pflücken
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Eine Familie hilft beim Beeren pflücken und plötzlich ist die 4-jährige Tochter wie vom Erdboden verschwunden. Ein Alptraum für alle Eltern! Ruthie wurde zuletzt von ihrem Bruder Joe gesehen, wie sie auf ...

Eine Familie hilft beim Beeren pflücken und plötzlich ist die 4-jährige Tochter wie vom Erdboden verschwunden. Ein Alptraum für alle Eltern! Ruthie wurde zuletzt von ihrem Bruder Joe gesehen, wie sie auf ihrem Lieblingsstein sitzt und dann ist sie weg, über 50 Jahre sucht die Familie nach ihr. Erzählt wird diese Geschichte aus Sicht von Joe, der sich bis heute Vorwürfe macht und im Wechsel aus Sicht von Norma, die sich in ihrer Familie komisch vorkommt. Dem Leser wird zwar schnell klar, was passiert ist, aber ich fand es sehr interessant zu erfahren, wie das Leben der Charaktere verlief. Es wird sehr liebevoll erzählt und viel auf die Gefühle der Personen eingegangen und aufgezeigt, wie unterschiedlich Leben verlaufen können, je nachdem wie und wo man gesellschaftlich aufwächst. In dem Buch geht es auch um Vorurteile, Schuld, Reue und Vergebung. Ein sehr emotionaler Roman, der Hoffnung spendet und die grenzenlose Liebe in einer Familie beschreibt.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Standesunterschiede

Montmartre - Licht und Schatten
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Montmartre erzählt den Werdegang von zwei jungen Frauen, die zufällig am gleichen Tag geboren wurden. Während Elise Lambert in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwächst, bekommt Valérie Dumas all ihre Wünsche ...

Montmartre erzählt den Werdegang von zwei jungen Frauen, die zufällig am gleichen Tag geboren wurden. Während Elise Lambert in sehr ärmlichen Verhältnissen aufwächst, bekommt Valérie Dumas all ihre Wünsche erfüllt. Ihr Vater ist ein angesehener Kunsthändler, der sich viel Wohlstand angehäuft hat. Erzählt wird im Wechsel. Es wird sehr gut herausgestellt, mit welchen Herausforderungen Frauen damals zu kämpfen hatten. Die Zeitspanne der Erzählung geht von 1866 - 1889, wobei es einen weiteren Band geben wird. Ich fand es spannend, mitzuverfolgen, wie Elise ihr Ziel Tänzerin zu werden gewissenhaft verfolgt, aber auch Valérie sich in ihrem Kunststudium als Frau behaupten muss. Man trifft auf historische Persönlichkeiten, wie z.B. van Gogh. In dem über 600 Seiten dicken Buch geht es sehr turbulent zu. Es passiert ständig was Neues und die Situationen ändern sich, so dass es kaum langweilig wurde. Der Erzählstil ist sehr ausführlich, das hätte etwas gestrafft werden können. Insgesamt ein sehr interessantes Buch über eine Zeitepoche, wo Frauen wenig zu melden hatten und für jede Kleinigkeit kämpfen mussten. Ich bin gespannt, wie die Geschichte der beiden Frauen weitergeht und ob es zukünftig mehr Berührungspunkte miteinander geben wird.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Sommergeheimnis

Wenn die Tage länger werden
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Lisa ist alleinerziehende Musiklehrerin und verbringt den Sommer ohne ihren Sohn. Der fährt mit seinem Vater zu den Großeltern nach Polen. Als sie einen Restaurator für ihre Geige braucht, stößt sich auf ...

Lisa ist alleinerziehende Musiklehrerin und verbringt den Sommer ohne ihren Sohn. Der fährt mit seinem Vater zu den Großeltern nach Polen. Als sie einen Restaurator für ihre Geige braucht, stößt sich auf einen hübschen Obsthof, den die kranke Ute betreibt. Die beiden freunden sich an und Lisa muss der Herkunft ihrer Geige auf den Grund gehen, um endlich die unausgesprochenen Dinge in ihrer Familie und das distanzierte Verhältnis zu ihrer Mutter zu verstehen.

Man kommt schnell in der Sommerhitze und in Lisas Familiengeschichte an. Mir hat gut gefallen, dass in der Vergangenheit die Geschichte von Lisas Opa etwas beleuchtet wird, was für ein Mann er war und was er getan hat. So konnte die Autorin der Leserschaft näherbringen, welche Verbrechen kurz vor dem 2. Weltkrieg an der jüdischen Bevölkerung begangen wurden. Es ist ein sehr ruhiger Roman, der aber in die Tiefe geht, ohne dass es langweilig wird. Das Buch ist sehr harmonisch geschrieben und strahlt eine besondere Atmosphäre aus. Ein sehr gelungener Roman.

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