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Veröffentlicht am 14.04.2025

Süße Hockey-Romance

Kopf, Herz und Eishockey
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Foster Grant hat in seinem letzten Jahr am College nur ein Ziel: Die NHL.
Da kommt Zach, der beste Freund seines Zwillingsbruders, ein wenig ungelegen. Trotzdem nimmt Foster ihn ein wenig unter seine ...

Foster Grant hat in seinem letzten Jahr am College nur ein Ziel: Die NHL.
Da kommt Zach, der beste Freund seines Zwillingsbruders, ein wenig ungelegen. Trotzdem nimmt Foster ihn ein wenig unter seine Fittiche, um ihm das College-Leben zu zeigen. Ungelegener kommt nur noch, dass Foster sich wegen seines Bruders eigentlich von dem süßen, unbeholvenen Nerd fern halten sollte.

Eine schöne Geschichte mit viel Herz und dem typischen Borthers-best-friend und Nerdxsportler trope. Ihre Beziehung entwickelt sich sehr nachvollziehbar und man kann sich super mit verlieben. Auch die Aufs und Abs wirken verständlich und nicht wie unnötiges, gewollten Drama.

Auch wenn es der eigentliche Auftakt der Reihe ist, habe ich ihn als letztes gelesen und muss daher sagen, dass ich schon vor dem Buch weder von Zach noch von Foster der größte Fan war. Foster wurde mir zu sehr als Held stilisiert (von Jacobs) bzw. Ich habe zu sehr mit Seth gefühlt, um seinen Bruder wirklich zu mögen. Nicht wirklich also die besten Ausgangsbedingnung
An meiner Sicht auf Foster hat sich auch nicht viel geändert. Er ist mir ein bisschen zu egoistisch (vor allem seinem Bruder gegebüber) und etwas zu großspurig. Vor allem im vergeblich zu den anderen großartigen Charakteren der Reihe.

Dennoch ein gutes Buch und die Dynamik zwischen den Protagonisten mochte ich sehr gerne. Also, eine Leseempfelung, vor allem wegen der großartigen Reihe, aber nicht mein Lieblingsteil.

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Veröffentlicht am 20.12.2024

Schöne Eishockey-Geschichte mit tollem männlichen Protagonisten

Collide
1

Alles in allem hatte ich viel Spaß mit dem Buch! 
Ich liebe den Humor und die Dynamik, die die Gespräche zwischen den beiden Protagonisten haben.



Aiden ist mir eigentlich durchweg sehr sympathisch. ...

Alles in allem hatte ich viel Spaß mit dem Buch! 
Ich liebe den Humor und die Dynamik, die die Gespräche zwischen den beiden Protagonisten haben.



Aiden ist mir eigentlich durchweg sehr sympathisch. Er ist nicht dieser typisch Bad-Boy Sporter Typ. Er scheint für sein Team wirklich alles zu machen und kommt sehr ehrgeizig und verantwortungsbewusst rüber. Ich mag auch seine Freundesguppe sehr gerne. Mein absolutes Highlight: die Jungsgruppe!! Ich habe sie alle geliebt. Sie haben coole und richtig schön ausgearbeitete Charaktere und die Dynamik zwischen ihnen hat mir immer ein Lächeln auf die Lippen gezaubert.

Mit Summer wurde es irgendwann schwierig… Ich kann sie verstehen. Ihren Ehrgeiz und den Willen, ein Ziel zu erreichen, aber irgendwann wurde mir das zu viel. Ich komme nicht umhin, zu bemerken, dass mich das Buch immer mehr verloren hat. 
Mir kam es so vor, dass es zu viel erzwungenes Drama gab. An manchen Stellen konnte ich mich nur noch fragen: "Was hat Summer jetzt schon wieder, dass sie angepisst ist?"

Das fande ich auf Dauer ein wenig anstrengend, auch wenn man hier wirklich anmerken muss, was Aiden für ein toller und geduldiger Mann ist.
 Auch hatte ich an der einen oder anderen Stelle das Gefühlt, dass die beiden doch ziemlich schnell von Fremden zu „Vertraute Gespräche führen“ gekommen sind, aber ich mag prinziepiell den Weg, den ihre Beziehung nimmt. Ein wenig schade fand ich, dass sich alles nur auf Szenen zwischen den beiden konzentriert hat und man nicht mehr Einblicke bekommen hat.



Was mir allerdings gefehlt hat, ist der Enemies Aspekt von Enemies-to-Lovers (was theoretisch nicht schlimm ist, da ich die Dynamik der beiden echt super finde). Für mich passt nur einfach der Trope Enemies-to-Lovers hier nicht ganz. Ich hatte das Gefühl, dass so ein bisschen Enemies-to-Lovers erzwugen werden sollte. Wobei die beiden doch eigentlich von Anfangen an eine coole Dynamik zueinander hatten. So wirklich habe ich die "Feindschaft" nie gespürt.

Ich bin immer noch voll überzeugt von dem Buch 
Die Story ist toll, ihre Liebe ist toll, die Charaktere sind toll (Aiden ist ein Traum) und der Stil ist ebenfalls toll. Ich mag das slow-burn und mochte dann auch den burn. Aiden war so rücksichtsvoll und dass er eine klare Zustimmung zu allem möchte, fand ich sehr gut. Zumindest am Anfang. Mit zunehmender Vertrautheit der Beiden, wurden die spicy Szenen für mich irgendwie schwierig... es passte nicht ganz zu der Dynamik der beiden und für mich auch absolut nicht zu Aiden. 

Und habe nur ich mich an ein paar Szenen von Elle Kennedy zurück erinnert gefühlt?

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Veröffentlicht am 22.10.2024

Drei Freundinnen, die einen Schwur schließen, der zwei von ihnen schließlich zur Rettung der Dritten drängt.

Sisters in Blood - Der Schwur
3

Die Schwestern Signy und Oddny sind eng mit Gunnhild befreundet. Doch nach einer schicksalhaften Prophezeiung, gehen sie getrennte Wege, da Gunnhild entgegen dem Willen ihrer Mutter eine Ausbildung zur ...

Die Schwestern Signy und Oddny sind eng mit Gunnhild befreundet. Doch nach einer schicksalhaften Prophezeiung, gehen sie getrennte Wege, da Gunnhild entgegen dem Willen ihrer Mutter eine Ausbildung zur Hexe beginnt. Nach einem Überfall auf den Hof der Familie von Signy und Oddny, wird Signy entführt und Oddny und Gunnhild beschließen sie gemeinsam zu retten.



Ich liebe starke Frauen in der Geschichte und wir haben es in dieser Story gleich mit zwei von ihnen zu tun. Die Gegebenheiten dieser Zeit werden sowie die Mythen sehr schön und datalliert dargestellt und man wird als Leser sehr angenehm herangeführt auch wenn man nicht unbedingt die umfangreichsten Kenntnisse zu dieser Zeit/ Region hat. Das hat mir erst mal sehr, sehr gut gefallen. Auch war der Stil der Autorin sehr angenehm zu lesen. Ab und an ist man mit den doch eher außergewöhnlichen Namen ein wenig ins Wanken geraten. Aber das ist keine Kritik, denn so waren die Namen nun mal und alles andere hätte das Bild gestört.


Über große Teile hat mir das Buch, die Idee und die Charakter sehr gut gefallen. Sie waren stark, selbstbewusst und bereit für das einzusehen, was sie wollten. 


Gegen Ende ging alles leider ein wenig zu schnell für meinen Geschmack. Ich habe die letzten seiten gelesen und mir immer gedacht, dass noch so viel offen ist und mich gefragt, wie das gelöst werden soll. Fragen, die so lange aufgebaut wurden, wurden dann wie mit einem Fingerschnippen beantwortet bzw. Die Rettung Signys, die doch ein so zentrales Thema des Buches war, wurde schnell und mit sehr viel Zufall abgehandelt ohne, dass man als Leser nun wirklich erfahren hat, was die dritte Freundin in all der Zeit durchlebt hatte. Einige andere Aspekte waren irgendwie so plötzlich, dass ich mich nicht ganz damit anfreunden konnte, weil ich mir immer dachte „hätte das nicht vorher auffallen können?“.


Die Liebesgeschichten in diesem Buch haben mir sehr gut gefallen und wirkten auf mich authentisch, da es nie „Liebe auf den ersten Blick war“ sondern sich immer sehr schön entwickelt und aufgebaut hat. Das hat dem ganzen am Ende auch noch eine gewisse Brisanz verliehen, als die Frauen nicht nur untereinander eine strakte Verpflichtung empfanden, sondern auch denen gegenüber, die sie liebten.


Zu Gunnhild habe ich leider am Ende die Verbindung verloren auf Grund einiger Entscheidungen, die sie getroffen hat. Oddny mag und mochte ich die gesamte Geschichte über und ich liebe die Entwicklung, die sie erfahren hat. Leider hat man, wie gesagt die dritte Freundin kaum kennenlernen dürfen. 
Auch die männlichen Charakter in dem Buch waren gut und der Zeit entsprechend ausgearbeitet, auch wenn der Fokus natürlich auf den Freundinnen lag.

Alles in allem würde ich das Buch weiterempfehlen. Vielleicht eher an begeisterte Fantasyleser als an Leser von Historischen Romane, da die Fanatys-Elemente am Ende doch sehr präsent waren aber auch für solche Leser ein schönes Leseerlebnis bei dem man wunderschön in eine vergangene und mythische Welt eintauchen kann.

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Veröffentlicht am 05.09.2024

In der Freundschaft liegt das Glück - Gemeinsame Suche nach dem Glück

Mister O'Lui sucht das Glück
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Im Kinderbuch "Mister O’Lui sucht das Glück", macht sich der wohl einzige Biberbär auf der Welt, auf die Suche nach dem Glück. Denn er fragt sich, ob er überhaupt glücklich ist und wie das Glück überhaupt ...

Im Kinderbuch "Mister O’Lui sucht das Glück", macht sich der wohl einzige Biberbär auf der Welt, auf die Suche nach dem Glück. Denn er fragt sich, ob er überhaupt glücklich ist und wie das Glück überhaupt aussieht. Dabei wird er von einem kleinen, hartnäckigen und tollpatschigen Wildschwein, Rupert begleitet. Mister O’Lui kommen im Laufe der Geschichte immer mehr Assoziationen mit dem Glück, ob es der Glückspilz ist, ein Glückskleeblatt oder der Gedanke, dass das Glück einem manchmal wie ein nasser Fisch immer aus den Händen gleitet und man es einfach nicht zu fassen kriegt. Am Ende findet Mister O’Lui sein Glück in der Freundschaft zu Rupert.

Gut gefallen hat mir an dem Buch ganz besonders die bildliche Gestaltung. Die beiden Charaktere aus der Geschichte sind unglaublich liebenswert gestaltet und auch die Welt, in die der Leser oder die Leserin abtaucht, ist ganz bezaubernd. Es gibt immer viel zu entdecken, viele kleine liebevolle Szenerien und dabei erstreckt es sich über das ganze Buch, sodass auch allein durch die Größe die Wirkung des Eintauchens besonders gut gelingt.

Mein absoluter Lieblingscharakter ist in diesem Buch das kleine Wildschwein Rupert. Rupert ist in jeder Szene unglaublich niedlich, tollt mit seiner ganzen Lebensfreude umher und genießt das Leben, ist aber auch mutig und beschützt seinen Freund vor der Gefahr der Vergiftung. Mister O’Lui hingegen kommt gerade durch den Hintergrund (Infos aus dem Steckbrief) des Vertriebensseins etwas sehr grießgrämig daher. Er ignoriert Rupert zu nächst und wird auch abweisend und harsch, als Rupert durch seine leicht tollpatschige Art etwas zerstört.
Ich verstehe, dass der Gedanke dahinter ist, dass O’Lui eine Entwicklung im Laufe der Geschichte machen soll – von griesgrämig hin zum Vermissen Ruperts und schlussendlich der Entdeckung des Glücks durch die Freundschaft. Für mein Empfinden, hätte es hier allerdings die abweisende Art zu Beginn nicht gebraucht. Es hätte für mich genauso gut funktioniert, wenn beide als zunächst sich Fremde durch die Welt streifen und von einer Glücks-Assoziation zur nächsten springen, um die wahre Gestalt des Glücks zu finden und am Ende feststellen, dass die entstandene Freundschaft allein das Glück ist.

Des Weiteren hörte für mich das Buch doch sehr abrupt auf, denn für mich kommt die Darstellung der Freundschaft zwischen dem Biberbär und dem Wildschwein zu kurz. Beide sprechen kaum miteinander und gerade Mister O’Lui ist teilweise sehr harsch und abweisend zu Rupert. Mister O’Lui äußert auch gar nicht seine Gefühle des Vermissens gegenüber Rupert oder zeigt ihm, dass er erkannt hat, dass er ihm wichtig ist. Die Freundschaft wird hier dadurch besiegelt, dass Rupert, ohne jegliche Erlaubnis, sein eigenes Gepäck an dem Biberbär vorbei in dessen Wohnung schiebt und es sich gemütlich macht. An dieser Stelle fehlt mir zum einen die Kommunikation zwischen den beiden und zum anderen hätte ich mir an dieser Stelle mehr zukünftige Auswirkungen der Freundschaft zwischen den beiden gewünscht.

Letztendlich hat mir das Buch aber gut gefallen und ich habe schon mehrfach mit viel Freude durch das Buch geblättert und werde es auch in Zukunft immer wieder gerne machen.

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Veröffentlicht am 19.11.2025

Magie, Mutterschaft und Ragnarök

The Witch's Heart - Das Verhängnis
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The Witch’s Heart erzählt die Geschichte der Hexe Angrboda, die in einem abgelegenen Wald Zuflucht findet. Dort begegnet sie Loki, mit dem sie eine leidenschaftliche, aber komplizierte Beziehung eingeht. ...

The Witch’s Heart erzählt die Geschichte der Hexe Angrboda, die in einem abgelegenen Wald Zuflucht findet. Dort begegnet sie Loki, mit dem sie eine leidenschaftliche, aber komplizierte Beziehung eingeht. Aus dieser Verbindung entstehen Kinder, die in den Prophezeiungen eine zentrale Rolle beim Weltuntergang (Ragnarök) spielen. Angrboda muss sich nicht nur mit ihrer eigenen Vergangenheit und den Göttern auseinandersetzen, sondern auch mit der Frage, wie weit sie bereit ist, für ihre Kinder, ihre Freundschaften und ihre eigene Zukunft zu kämpfen.

Die Handlung verwebt bekannte mythologische Figuren wie Loki, Skadi und Hel mit einer Perspektive auf Mutterschaft, Liebe, Verrat und Schicksal.

Ich liebe starke Frauen in Geschichten – und genau das bietet The Witch’s Heart. Die Darstellung von Angrboda und Skadi zeigt, wie wichtig es ist, weibliche Figuren nicht nur als Nebenrollen, sondern als treibende Kräfte einer Handlung darzustellen. Ihre Stärke, ihre Verletzlichkeit und ihre Konsequenz machen die Geschichte besonders.

Die nordische Mythologie war ohne Vorkenntnisse nicht immer leicht zu verstehen, doch mit ein wenig Recherche ließ sich vieles nachvollziehen, und es hat die Lektüre sogar bereichert.

Der Einstieg ins Buch fiel mir zunächst etwas schwer, da ich mit dem Stil warm werden musste. Doch je weiter die Handlung voranschritt, desto mehr hat mich die Geschichte gepackt. Besonders die Begegnungen zwischen Loki und Skadi waren spannend – zunächst überraschend ruhig, später aber mit einer sehr passenden Wendung, als Skadi Teil von Lokis Bestrafung wurde.

Skadi ist für mich eine der stärksten Figuren, weil sie ihre eigenen Gefühle zurückstellen kann und dennoch konsequent ihre Rache verfolgt.

Auch andere Thematiken, wie Beziehungen, Liebe und die Beziehung zu ihren Kindern werden thematisiert doch könnte hier gerne ab und an mehr ins Detail gegangen werden, um emotional mehr gepackt zu werden. Das hat mir persönlich gefehlt, ergab sich aber durch den o.g. Schreibstil wohl einfach.

Manche Passagen erschienen mir unnötig in die Länge gezogen, wodurch die Handlung wenig voranschritt und sich stellenweise sehr gezogen haben. Ich habe mich beim Lesen tatsächlich ein wenig gelangweilt, was schade ist, weil die mythologischen Elemente grundsätzlich spannend waren.

Auch das Finale ging mir zu schnell. Es fühlte sich an wie eine Aufzählung, bei der ein Tod nach dem anderen abgehandelt wurde. Gerade die Tode der Söhne hätten für mich mehr Raum und emotionale Tiefe verdient, vor allem in Bezug auf die Thematik der Kinder, die ja doch als eines der elementaren Themen des Buches zählt.

The Witch’s Heart ist ein Buch für alle, die sich für nordische Mythologie interessieren und starke Frauenfiguren lieben. Es verbindet bekannte Mythen mit einer emotionalen, modernen (aber teils distanzierten) Erzählweise und bietet spannende Charakterentwicklungen, auch wenn nicht jede Szene die gewünschte Tiefe erreicht. Wer Geschichten über Mutterschaft, Freundschaft und den Kampf gegen das Schicksal mag, wird hier fündig.

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