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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.02.2021

Spannender Thriller mit enttäuschendem Ende

Hexenjäger
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Das schlichte Cover mit der düsteren Landschaft im Nebel und dem großen roten X, verbunden mit dem Klappentext „ Eine Frau wird ertränkt, eine Frau wird vergiftet, ein Mann wird gesteinigt, ein Mann wird ...

Das schlichte Cover mit der düsteren Landschaft im Nebel und dem großen roten X, verbunden mit dem Klappentext „ Eine Frau wird ertränkt, eine Frau wird vergiftet, ein Mann wird gesteinigt, ein Mann wird erdolcht....“ haben sofort mein Interesse geweckt. Da ich zudem Finnland- affin bin und dieser Thriller in Finnland spielt, musste ich ihn einfach lesen.

Um was geht es: Ein Mörder scheint sich bei seinen Taten betreffend Reihenfolge und Mordmodi an den Bestseller des Autoren Roger Koponen zu halten und das erste Opfer ist ausgerechnet dessen Frau. Obwohl die Polizei die Verbindung zum Buch relativ schnell durchschaut hat, scheint der Mörder ihr dennoch stets einen Schritt voraus zu sein.

Schon der Anfang des Buches konnte mich absolut fesseln. Ich hatte mir, nachdem mein Interesse geweckt wurde, die Leseprobe zu Gemüte geführt und wusste, dass ich dieses Buch lesen muss. Der Autor versteht es wirklich meisterhaft, den Leser von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Handlung und Charaktere sind wundervoll ausgearbeitet und machen es dem Leser leicht, völlig einzutauchen.

Protagonistin Jessica Niemi hat selbst ein Geheimnis, welches den Leser automatisch auch beschäftigt, auch wenn man eigentlich weiß, dass es einen nicht wirklich was angeht. Über Jessica erfährt man auch in gekonnt eingestreuten Rückblenden einiges, was den Charakter nur noch greifbarer werden lässt. Aber auch die anderen Figuren sind sehr schön dargestellt. Keiner ist perfekt, jeder hat Ecken und Kanten, das mag ich sehr.

Die Handlung selbst ist spannend, ohne wirklich blutig oder eklig zu werden und somit auch für eher zart besaitete Leser gut zu lesen. Der Spannungsbogen bleibt hoch und wird auch von den eingestreuten Rückblenden nicht unterbrochen. Immer wieder gibt es unerwartete Wendungen und so habe ich bis zuletzt mitgefiebert und war völlig in der Geschichte gefangen.

Alles könnte perfekt sein, wären da nicht kleine Fehler, die meine Begeisterung ein wenig trüben. Der Umgang mit einem der Ermittler gefällt mir nicht, aber das ist nur ein kleiner Kritikpunkt. Mein größter Minuspunkt, der schlussendlich zum Punkteabzug führte, ist das Ende. Das Ende wirkt einfach nur konstruiert, als hätte Max Seeck keine wirkliche Idee gehabt und alles irgendwie „verwurstelt“. Die ganze Geschichte hatte unglaublich viel Potential, welches am Ende einfach nur verschenkt wurde und mich regelrecht enttäuscht zurückgelassen hat. Wäre das ganze Buch wie das Ende gewesen, würde ich mich nicht für die Folgebände interessieren, aber da mich der Rest des Buches absolut überzeugt hat, gebe ich zumindest dem nächsten Band eine Chance.

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Veröffentlicht am 20.01.2020

Konnte nicht völlig überzeugen

You Want Me, French Princess!
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You want me, French Princess ist ein Roman voller Erotik, Romantik und Spannung. Es ist der zweite Teil einer Trilogie um 3 Schwestern, den man aber auch problemlos lesen kann, wenn man den ersten Teil ...

You want me, French Princess ist ein Roman voller Erotik, Romantik und Spannung. Es ist der zweite Teil einer Trilogie um 3 Schwestern, den man aber auch problemlos lesen kann, wenn man den ersten Teil nicht kennt.

Er handelt von Estelle, der ältesten Schwester, ein ehemaliges Model aus Frankreich, die nach dem Tode ihrer Mutter mit ihren Schwestern zusammen das heruntergewirtschaftete Hotel in San Collina geerbt hat. Da das Hotel auch vom horizontalen Gewerbe genutzt wurde, ist es sehr angreifbar und weckt das Interesse des Klienten der Detektei von Milo Magnussons Vater. Dieser schickt seinen Sohn, um geauer hinzuschauen. Doch dessen genauer Blick gilt nicht nur den Büchern, sondern besonders Estelle.

Das Cover des Buches hat mir leider nicht zugesagt. Viel zu unruhig wirken die verschiedenen Schriftarten. Evtl bin ich da aber auch einfach ein wenig empfindlich, da ich mich gerade beruflich sehr viel mit Grafik beschäftige. Es gibt aber durchaus einen Bezug zur Geschichte, was mich dann wieder beruhigt hat.

Die Hauptprotagonisten Milo und Estelle gefallen mir sehr gut. Milo entspricht meinem Typ Mann, was bei dieser Art von Buch natürlich nie verkehrt ist.Auch seine Geschichte und die Entwicklung sind sehr stimmig. Estelle gefällt mir besonders, weil sie einen Bezug zu Frankreich hat und ich Frankreich liebe, Außerdem mag ich ihren trockenen Humor und den Hang zum Chaos. Beide waren mir also sofort sympathisch. Ihre Hintergrundgeschichte wird gut durchleuchtet, ohne langweilig zu wirken und auch ihre Entwicklung ist sehr stimmig.

Auch die Story kann punkten. Mir gefällt, dass die Geschichte von Diego und Maria aus Teil 1 ein wenig Raum bekommt: es wird geheiratet. Man lernt die beiden also „zwangsläufig“ auch kennen und die Autorin macht so wundervoll Werbung für den ersten Teil, ohne aufdringlich zu wirken. Die Story um Estelle und Milo ist gut aufgebaut und spannend, wenn auch oft ein wenig vorhersehbar. Leider haben mich die Sexszenen nicht so abgeholt, wie sie es in manch anderen Büchern tun. Ich kam mir eher wie ein Beobachter vor und fühlte mich nicht als Teil der Szene, was ich bei solchen Büchern aber brauche. Das war ein wenig schade. Ich kann auch nicht wirklich greifen, an was es lag, denn gut geschrieben sind sie.

Alles in allem hat mir das Buch gefallen und mich gut unterhalten. Es schuf eine wundervolle Atmosphäre und das Ende ist so schön, dass ich ein paar Tränchen verdrückt habe. Für Fans erotischer Liebesromane sicher empfehlenswert.

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Veröffentlicht am 21.08.2025

Konnte mich leider nicht fesseln

Happiness Forever
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Ich hatte aufgrund einer etwas schwierigen Zeit gerade ein leichtes, humorvolles Buch gesucht und da ich Hunde liebe, gefiel mir natürlich das Cover mit Curtains, dem Hund der Protagonistin. Doch leider ...

Ich hatte aufgrund einer etwas schwierigen Zeit gerade ein leichtes, humorvolles Buch gesucht und da ich Hunde liebe, gefiel mir natürlich das Cover mit Curtains, dem Hund der Protagonistin. Doch leider hatte ich falsche Erwartungen an das Buch.

Es geht um Sylvie, die ihren Platz im Leben nicht gefunden hat. Sie fühlt sich einfach nicht als Person. Deswegen ist sie auch in Therapie und das ist für sie die schönste Zeit der Woche. Sie zählt sogar die Stunden von Sitzung zu Sitzung, denn Sylvie ist in ihre Therapeutin verliebt. Natürlich ist das kein idealer Zustand und so begleiten wir sie durch Herzschmerz, die Suche nach sich selbst und sogar das Finden einer Freundin.

Der Schreibstil ist sehr warm und liebevoll und so fühlt man sich beim Lesen sehr wohl. Doch leider blieben die Therapiesitzungen irgendwie nichtssagend und die Figuren blieben flach. Mir fehlte auch ein wenig der Humor. Ja,man konnte manchmal schmunzeln, aber alles in allem habe ich einfach mehr erwartet.

Das Buch ist wirklich wundervoll geschrieben und zeigt uns, dass es völlig normal ist, sich manchmal zu fühlen, als hätte man keinen Platz in der Welt und dass wir doch alle einen Platz haben. Es ist ein sehr leises Buch mit sicher großer Botschaft über Freundschaft, aber für mich war es das falsche Buch in diesem Moment.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Schwarzhumorig satirisch

Nimms nicht persönlich
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Dieses Buch ist sicher kein Buch für jedermann. Es ist stellenweise unsagbar böse und düster, aber nicht auf die typische Art, sondern oft auch unterschwellig und satirisch. Außerdem trifft es einen Kern, ...

Dieses Buch ist sicher kein Buch für jedermann. Es ist stellenweise unsagbar böse und düster, aber nicht auf die typische Art, sondern oft auch unterschwellig und satirisch. Außerdem trifft es einen Kern, der jedem Angestellten vertraut ist: Die Angst um den Arbeitsplatz.
Was, wenn man eine ganze Abteilung loswerden muss, dies aber emotional nicht schafft. Wenn man sich Hilfe holt, diese aber irgendwie völlig aus dem Ruder läuft?
Es ist oft absurd und immer schwarzhumorig. In einer anderen Rezension habe ich den Vergleich mit Tarantino gelesen, den ich absolut unterschreiben kann. Tom Holland ist ein wirklich besonderes Buch gelungen, welches die Leserschaft sicher spalten wird, eben auch wie Tarantinos Filme. Man mag es, oder es ist einem einfach zu viel.

Für Fans skurriler, schwarzhumoriger Lektüre, die auch mit offenen Enden klar kommen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Zog sich für mich etwas

We hunt the Flame
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We hunt the flame ist ein wirklich schönes enemies to lovers slow burn YA Fantasy- Buch, welches mir einige schöne Lesemomente beschert hat. Das World Building ist wirklich detailliert und das arabische ...

We hunt the flame ist ein wirklich schönes enemies to lovers slow burn YA Fantasy- Buch, welches mir einige schöne Lesemomente beschert hat. Das World Building ist wirklich detailliert und das arabische Setting passt wundervoll. Meiner Meinung nach sind viel zu wenig Bücher mit diesem Setting bekannt und es tut so gut, in diese Welt einzutauchen. Man merkt, dass sich die Autorin wirklich Mühe mit dem World Building und den magischen Elementen gegeben hat und spürt ihre Liebe zu diesem Buch in jedem Satz.

Die Sprache fügt sich perfekt in das Setting ein. Ja, es ist am Anfang vielleicht ein wenig mühsam, immer mal wieder ins Glossar blättern zu müssen, aber ich fand, man gewöhnt sich sehr schnell daran und bekommt ein Gefühl für die Bedeutungen, sodass ich irgendwann nicht mehr nachschlagen musste. Was mir besonders gefallen hat, war der Humor und Sarkasmus der Figuren. Ich musste einige Male schmunzeln und sogar lachen. Allein dafür hat sich das Buch gelohnt.

Mir gefallen slow burn love stories, die aus der Sicht beider Protagonisten geschrieben werden sehr gut, da man mit beiden mitfühlen kann. Auch hier ist es sehr schön gelöst und sowohl Zafira als auch Nasir sind mit viel Hingabe entworfen und auch die Nebencharaktere sind sehr stimmig und nicht nur Beiwerk. Es macht wirklich Spaß, die Entwicklung der beiden mitzuerleben. Normalerweise liebe ich auch den Blick nach innen, in die Gedankenwelt, aber hier war es mir manchmal einfach ein wenig zu viel, zu detailliert. Das hat der Geschichte ein wenig den Fluss genommen. Allgemein war es für mich kein Buch, welches ich kaum aus der Hand legen konnte und ich hatte des Öfteren Lesepausen. Die Geschichte, so spannend sie war, zog sich manchmal sehr.

Es ist ein wunderschönes Buch in arabischem Setting und einer interessanten Geschichte mit vielen Wendungen. Mich konnte es leider nicht 100% überzeugen, ich habe es allerdings auch in einer für mich schwierigen Zeit gelesen und empfehle es wirklich jedem gerne weiter.

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