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Veröffentlicht am 11.02.2026

Viel Hitze, noch mehr Schatten

Lights Out
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Schon der Einstieg in Lights Out ist atmosphärisch dicht und geheimnisvoll. Navessa Allen versteht es, von der ersten Seite an Spannung aufzubauen und Fragen aufzuwerfen, die einen förmlich durch die Kapitel ...

Schon der Einstieg in Lights Out ist atmosphärisch dicht und geheimnisvoll. Navessa Allen versteht es, von der ersten Seite an Spannung aufzubauen und Fragen aufzuwerfen, die einen förmlich durch die Kapitel treiben. Die Geschichte beginnt mit einem vielversprechenden Setting, das neugierig macht und eine düstere, leicht gefährliche Stimmung etabliert.

Die Dynamik zwischen den beiden Hauptfiguren entwickelt sich schnell und intensiv. Zwischen ihnen knistert es früh – die Dialoge sind scharf, die Anziehung spürbar und die Energie deutlich „spicy“. Allerdings konnte mich genau dieser Aspekt nicht vollständig überzeugen. Während die Leidenschaft auf dem Papier stark inszeniert wird, blieb sie für mich emotional etwas auf Distanz. Einige Szenen wirkten überzeichnet oder ließen mich eher stirnrunzelnd als mitfiebernd zurück. Die Chemie war da, aber sie hat mich nicht immer erreicht.

Was das Buch jedoch besonders stark macht, ist der Aufbau der Handlung. Nach und nach erfährt man mehr über die Hintergründe der Figuren – ihre Vergangenheit, ihre Motive und die Gründe, warum sie so handeln, wie sie es tun. Diese schrittweise Enthüllung verleiht der Geschichte Tiefe und sorgt dafür, dass die Charaktere greifbarer werden.

Besonders überrascht hat mich die Entwicklung ab der Mitte des Buches. Mit Wendungen, die ich so nicht erwartet hätte, schlägt die Geschichte eine deutlich düsterere Richtung ein. Aus einer leidenschaftlich angehauchten Lovestory wird zunehmend ein Mafia-Thriller, der die Spannung steigert.

Insgesamt ist Lights Out eine spannende Geschichte mit Twists und einer interessanten Genre-Mischung.

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Veröffentlicht am 11.10.2025

Zwischen Dunkelheit und Leidenschaft - leider zu oberflächlich erzählt

Our darkest Lies
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Our Darkest Lies beginnt vielversprechend: Die düstere Atmosphäre, die geheimnisvollen Charaktere und die unterschwellige Spannung ziehen einen sofort in den Bann. Anfangs wirkt die Geschichte intensiv ...

Our Darkest Lies beginnt vielversprechend: Die düstere Atmosphäre, die geheimnisvollen Charaktere und die unterschwellige Spannung ziehen einen sofort in den Bann. Anfangs wirkt die Geschichte intensiv und vielschichtig – man hat das Gefühl, dass sich ein tiefes, dunkles Geheimnis entfalten könnte.

Leider verliert der Roman im Verlauf etwas an Tiefe. Der Fokus verschiebt sich zunehmend auf die Dreiecksbeziehung der Hauptfiguren, wodurch andere spannende Ansätze in den Hintergrund treten. Es geht fast ausschließlich um die Dynamik zwischen den Protagonist*innen, was die Handlung oberflächlicher und vorhersehbarer wirken lässt. Auch das Ende überrascht kaum – es fühlt sich eher hastig und wenig überzeugend an.

Positiv hervorzuheben ist allerdings der hohe Spice-Faktor: Die erotischen Szenen sind intensiv, kreativ und deutlich anders als das, was man sonst in diesem Genre liest. Wer also nach emotionaler und körperlicher Spannung sucht, wird hier sicher fündig.

Insgesamt ein Buch mit starkem Beginn und ansprechender Sinnlichkeit, das jedoch erzählerisch etwas an Tiefe vermissen lässt.

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Veröffentlicht am 08.09.2025

Gefangen im Kreislauf

No Way Home
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T.C. Boyle versteht es wie kaum ein anderer, seine Leserinnen und Leser in die Welt seiner Figuren hineinzuziehen. Auch in No Way Home zeigt sich seine bildhafte, detailreiche Sprache, die Atmosphäre schafft ...

T.C. Boyle versteht es wie kaum ein anderer, seine Leserinnen und Leser in die Welt seiner Figuren hineinzuziehen. Auch in No Way Home zeigt sich seine bildhafte, detailreiche Sprache, die Atmosphäre schafft und Situationen fast schon greifbar macht.

Inhaltlich jedoch konnte mich der Roman nur bedingt überzeugen. Zwar steigert sich die Dramatik kontinuierlich, doch die Handlung wirkt in weiten Teilen wie ein Kreislauf: Die drei Hauptcharaktere verharren in ihren vorgezeichneten Rollen und finden keinen Ausweg. Dieses Feststecken führt zwar zu einer spürbaren Anspannung, lässt die Geschichte aber auch repetitiv erscheinen. Gerade weil die Lage sich zuspitzt, hätte man an einem bestimmten Punkt eine überraschende Wendung oder einen Bruch erwartet – etwas, das die Figuren und den Plot in eine neue Richtung zwingt. Diese Entwicklung bleibt jedoch aus. Mir fehlt die Entwicklung der Charaktere, aber vielleicht ist auch genau das Boyles Aufzeigen an menschlicher Schwäche.

So bleibt No Way Home trotz seiner sprachlichen Stärke erzählerisch ein Stück hinter den Erwartungen zurück. Wer Boyles Stil schätzt, wird die Lektüre dennoch genießen; wer auf eine dynamische, sich wandelnde Handlung hofft, könnte hingegen etwas enttäuscht sein.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

How to find my way

How To End A Love Story
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Ich würde gerne einen neuen Buchtitel vorschlagen: How to find my way, denn für mich dreht sich alles in dem Buch darum, seinen eigenen Weg mit Gefühlen, Gedanken und Problemen zu finden. Der eigentliche ...

Ich würde gerne einen neuen Buchtitel vorschlagen: How to find my way, denn für mich dreht sich alles in dem Buch darum, seinen eigenen Weg mit Gefühlen, Gedanken und Problemen zu finden. Der eigentliche Titel weckte in mir das Bild, dass die beiden eine Jugendliebe wieder aufnehmen und nicht voneinander loskommen, aber dem ist nicht so.

Helen und Grant haben keine leichte Vergangenheit, als sie Jahre später wieder aufeinander treffen und viele Vorurteile und Gefühle stehen zwischen ihnen. Der Tod der Schwester Michelle fordert beide auf unterschiedliche Weise hinaus und macht ihr Zusammentreffen schwierig. Mit der Zeit nähern die beiden sich jedoch an und die Autorin schafft es viele süße, liebevolle und knisternden Szenen zu beschreiben.
Der Schreibstil ist dabei einzigartig - bislang habe ich kein vergleichbares Buch gelesen, dass der Perspektivwechsel zwischen den beiden Figuren erlaubt und trotzdem aus der 3. Person schreibt. Nach den ersten Kapiteln habe ich mich eingefunden und fand es spannend, gefühlt über den beiden Figuren zu stehen und in ihre Köpfe zu schauen. Erst nach und nach erfährt die LeserInnen von den Päckchen, die sie tragen. An manchen Stelle hätte ich mir noch etwas mehr zu Grant gewünscht, der einen sehr empathischen Sunnyboy verkörpert, obwohl er sich selbst als gar nicht so wertvoll erachtet.
Helen hat hingegen ein Kampf mit sich selbst und ihren Eltern auszufechten. Sie muss herausfinden, wem sie entsprechen möchte. Zum Glück kann sie nach und nach ihre verschlossene, bissige Art ablegen und die wahre Helen zeigen. Daher mein Vorschlag für den alternativen Titel.

Insgesamt habe ich das Buch gerne gelesen und habe es auch in wenigen Tagen durchgelesen - doch leider weckte es keine tiefen Gefühle in mir. Teilweise war ich etwas genervt von Helen und ihrer Abwehrhaltung. Auf der anderen Seite beschreibt das Buch einige schöne, süße Momente, die ich nachfühlen konnte.

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