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Veröffentlicht am 22.04.2025

In den Sternen

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Carla steckt in einem Job fest, der eigentlich nur eine Übergangslösung war. Nebenher betreibt sie einen Service zum Sterne deuten mit einem männlichen Pseudonym - etwas, dass ihr aber auch schon mal einen ...

Carla steckt in einem Job fest, der eigentlich nur eine Übergangslösung war. Nebenher betreibt sie einen Service zum Sterne deuten mit einem männlichen Pseudonym - etwas, dass ihr aber auch schon mal einen Strich durch die Lebensplanung gemacht hatte - denn die Dozenten in ihrem Psychologiestudium fanden ihr Interesse und vor allem Hochstaplerdasein im astrologischen Bereich nicht gerade seriös.

Ein mysteriöser Karton mit Geld bringt ihr einen Anstoß zu Veränderung, den sie dringend gebraucht hatte. Sie kündigt -nachdem sie sich erstmal krankschreiben ließ - verkündet das Ende ihres Astrologischen Pseudonyms mit einer Empfehlung der Stammkunden an eine neue Astrologin - die sie natürlich selbst ist. Jetzt nimmt sie im Geschäft mit den Sternen fahrt auf, wird regelrecht zur Starastrologin, die Angestellte braucht, zu Shows eingeladen wird und in aller Munde ist - dumm nur, dass sie ihre eigene Offenbarung zu der Sterndeutung mit niemandem teilen kann, schließlich ist sie doch längst vom Fach.



Eine lustige Betrachtung der Selbstverwirklichung und der Hoffnung der Vorbestimmung. Mit einem Ende, das ich so nicht kommen sah, aber für meinen Geschmack bleiben zu viele Fragezeichen zurück.

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Veröffentlicht am 16.04.2025

Götterblut

A Fate inked in Blood (Skaland-Saga 1)
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Freya trägt das Blut einer Göttin in sich, was mit einer besonderen Gabe einhergeht. Wegen einer Weissagung hat sie jedoch ihr Leben lang verheimlicht, wer sie wirklich ist, welche Kräfte in ihr schlummern, ...

Freya trägt das Blut einer Göttin in sich, was mit einer besonderen Gabe einhergeht. Wegen einer Weissagung hat sie jedoch ihr Leben lang verheimlicht, wer sie wirklich ist, welche Kräfte in ihr schlummern, bis sie und ihre Liebsten bedroht werden. Endlich kann sie sich aus einer unliebsamen Situation befreien, nur um wieder unter der Kontrolle eines Mannes zu stehen.

Insgesamt fand ich die Geschichte gut, das einweben der nordischen Mythologie und die Idee mit den Götterblutstropfen toll, aber ich habe auch meine Kritikpunkte. Viele loben Freya als starke weibliche Figur- natürlich ist sie den Gegebenheiten der Zeit unterworfen aber innerhalb dessen hat sie immer schnell sich unterworfen und dem Schicksal ausgeharrt. Es dauert, bis sie sich wirklich entwickelt.

Besonders der Anfang war mir zu klischeehaft, ich habe zu oft so etwas gelesen: Frau befindet sich in einer Ehe mit einem widerlichen Kerl aber schmachtet sofort einen Fremden an (aber das geht ja nicht sie ist ja verheiratet und überhaupt passt es nicht zu ihr laut ihrer eigenen Gedanken ..)der ihr natürlich direkt in der nächsten Szene zufällig nicht zufällig wieder begegnet.

Zudem mochte ich es gar nicht, wie oft sie dachte „ich bin keine Jungfrau mehr - das kann ich ertragen“ -sorry aber was bitte spielt Jungfräulichkeit für eine Rolle bei einem Mann zu liegen, wenn sie ihn verabscheut und es nicht will? Die Botschaft hinter dem Gedanken finde ich sehr bedenklich. Das ist mein allergrößter Kritikpunkt. Wie gesagt, ansonsten hat mir die Story gefallen, aber darüber konnte ich einfach nicht hinwegsehen.

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Veröffentlicht am 02.04.2025

Lebensrückblick

Mit dir, da möchte ich im Himmel Kaffee trinken
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Reserviere schon einmal einen Tag, wir werden im Himmel einen Kaffee trinken - zumindest stellt die Protagonistin dieses Buches es sich vor, dass sie mit ihrer liebesten Autorin irgendwann ein echtes Gespräch ...

Reserviere schon einmal einen Tag, wir werden im Himmel einen Kaffee trinken - zumindest stellt die Protagonistin dieses Buches es sich vor, dass sie mit ihrer liebesten Autorin irgendwann ein echtes Gespräch führen kann. Ihre Worte richtet sie aber schon jetzt, während einer Zugfahrt an Mascha Kaléko, die sie tief bewundert. Denn die Gedichte der verstorbenen Dichterin haben sie in den letzten Jahren begleitet und tun es auch innerhalb des Buches, während die Protagonistin passend zu den Zeilen reflektiert, was sie alles erlebt hat. Dabei sind die Rückblicke nicht chronologisch aber umso bewegender. Aufgewachsen mit entzogener Liebe, einem Wunsch in die Fußstapfen von Christiane F. zu treten und einer inneren Zerrissenheit hat sie sich durch mehrere Städte geschlagen, bis sie eine wahre Heimat und Liebe gefunden hat. Der Weg dorthin war nicht immer leicht auszuhalten (auch als Lesende nicht). Manchmal wurden mir die Gedanken zu viel, zu erdrückend und drehten sich etwas im Kreis. Man muss sich darauf einlassen können, denn es ist keine leichte Lektüre für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 20.03.2025

Beobachtungen

Dem Mond geht es gut
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Die Hauptfigur ist Mutter geworden und reflektiert darüber die Mutter-Tochter Konstellationen in ihrer Familie. Zwischen der Angst unsichtbar zu werden und sich selbst zu verlieren sowie der Sorge um das ...

Die Hauptfigur ist Mutter geworden und reflektiert darüber die Mutter-Tochter Konstellationen in ihrer Familie. Zwischen der Angst unsichtbar zu werden und sich selbst zu verlieren sowie der Sorge um das Wohlergehen des jungen Lebens in ihrer Verantwortung, fragt sie sich, wie es wohl bei ihr und ihrer Mutter war. Und bei ihrer Oma. An sich sind die vielen Vergleiche, die Stillen Beobachtungen und gedachten Fragen interessant und stark reflektiert, ich fand es aber nach einiger Zeit ermüdend. Es mag daran liegen, weil ich nur eine Seite kenne, keine Mutter bin sondern nur Tochter und in dem unerfüllten Wunsch andere Fragen habe. Es mag auch daran liegen, dass ich das hier gezeichnete Männerbild als schwierig und nicht zeitgemäß empfunden habe. Der Mann und der Vater - nicht einmal eine Zugehörigkeit durch das Wort „dein“ statt „der“ war für mich befremdlich. Natürlich liegt der Fokus des Werkes auf den Mutterfiguren, dennoch habe ich mich damit schwer getan. Durch das auslassen von Namen soll es zwar sinnbildlich für alle Mütter und Töchter stehen können. Mich hat das aber nicht angesprochen. Dennoch sehr sprachgewandt geschrieben, bildlich. Aber ich bin wohl nicht die ideale Zielgruppe.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Liebe Ost offensichtlich doch eine Option

Note to myself: Liebe ist keine Option
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Alice erwischt ihren Freund mit einer ihrer Freundinnen in ihrer Wohnung, in ihrem Bett, auf ihrer Matratze- kurzerhand wirft sie erst die beiden Personen raus, später auch die Matratze, die promt auf ...

Alice erwischt ihren Freund mit einer ihrer Freundinnen in ihrer Wohnung, in ihrem Bett, auf ihrer Matratze- kurzerhand wirft sie erst die beiden Personen raus, später auch die Matratze, die promt auf dem liebenswürdigen Lennon landet. Obwohl sie erst einmal genug von Männern hat und keine neue Beziehung will, trifft sie sich mit Lennon. Vielleicht kann man ja erstmal nur Freunde sein.


Es ist natürlich von Anfang an klar, welchen Verlauf diese Geschichte nehmen wird und Lennon mehr als ein Freund werden wird, das ist auch gut und richtig so. Allerdings waren mir manche Wendungen und auch Themen einfach zu viel. So kommt vieles auf den Tisch, aber kaum etwas davon wird in der Tiefe dargestellt. Schüchterten Mensch (da fand ich sehr schwierig, dass Asexualität als Verhaltensgrund einfach mal in den Raum geworfen wird und dabei auch noch falsch dargestellt), Ende einer Beziehung wegen Probleme es in der Öffentlichkeit auch zu zeigen, krankes Kind, dass eine teure Operation braucht, ein Wettkampf für Geschäfte, Treffen mit dem Ex zur Verarbeitung, Spendenorganisationen und und und. Ganz besonders gestört hat mich der unerwartete Pregnancy Trope, da wünsche ich persönlich mir eine Ankündigung für (ich weiß, dass es ein persönliches Problem ist, möchte nur darauf aufmerksam machen, dass es nicht für jeden einfach ist, darüber zu lesen und es auch starke Gefühle auslösen kann).

Das klingt nun alles sehr kritisch und sind für mich auch Punkte, die mir das sonst schöne Buch schwergemacht haben. Ich liebe den Schreibstil der Autorin und als Setting einen Buchladen und ein Museum zu haben sind Pluspunkte, die einiges wieder rausgeholt haben.

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