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Veröffentlicht am 20.05.2025

Ausbruch aus dem goldenen Käfig

Teddy
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Sommer 1969 in Rom, die frisch verheiratete Teddy will in Rom ein neues Leben an der Seite ihres Ehemannes beginnen. Fern ab von ihrer Familie und vor allem Ihrer Vergangenheit. Es scheint auch so als ...

Sommer 1969 in Rom, die frisch verheiratete Teddy will in Rom ein neues Leben an der Seite ihres Ehemannes beginnen. Fern ab von ihrer Familie und vor allem Ihrer Vergangenheit. Es scheint auch so als würde ihr das gut gelingen, anfangs jedenfalls! Im Verlauf der Kapitel erfahren wir mehr, nicht nur über Teddys Vergangenheit, sondern auch über ihre Tante Sister und deren tragisches Schicksal.

Der Roman wird aus Teddys Sicht erzählt und springt in den Kapiteln zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her, welche jedoch am Anfang eines jeden Kapitels erwähnt werden, so dass es den Lesefluss nicht beeinträchtigt oder zur Verwirrungen kommt.
Das Buch zeigt einem klar wie die damaligen Geschlechterrollen verteilt waren, aber auch die gewisse Gesellschaftsstrukturen waren.
Emily Dunlay hat es (meiner Meinung nach) geschafft uns in die Sommerliche Hitze Roms zu entführen und eine fantastische sixties Atmosphäre geschaffen. Ich hoffe sehr das wir von ihr noch mehr zu lesen bekommen.

Teddy ist ganz klar ein Roman für alle die Serien wie Denver Clan, Dallas oder Reich & Schön geliebt haben.

Noch eine kleine Anmerkung am Rande: ohne Schutzumschlag erstrahlt das Buch in einem wunderschönen perlmuttartigen Schimmer, der sehr an Perlen(ketten) erinnert, die wieder rum im Buch eine besondere Rolle spielen.

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Veröffentlicht am 30.04.2025

Eine fremde Kultur die so Nah und doch so fern ist

Das Echo der Sommer
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Bei diesem Buch haben mich in erster Linie das Cover und der Titel angesprochen. Das Thema war für mich komplettes Neuland und ich gebe zu das ich Anfang Schwierigkeiten hatte in das Buch, auch auf Grund ...

Bei diesem Buch haben mich in erster Linie das Cover und der Titel angesprochen. Das Thema war für mich komplettes Neuland und ich gebe zu das ich Anfang Schwierigkeiten hatte in das Buch, auch auf Grund der Wörter in Samischer Sprache, reinzukommen. Es hat mich jedoch auch Neugierig gemacht, hatte ich bisher doch keinerlei Berührungspunkte mit diesem Volk und dessen Kultur.

Das Echo der Sommer erzählt die Geschichte von 3 Samischen Frauen, die stellvertretend für ein ganzes Volk steht. So beeindruckt wie ich von der Lebensweise war, so schockiert bin ich auch davon zu erfahren wie mit diesen Menschen umgegangen wird. Dies ist definitiv kein Buch was sich mal schnell weg lesen lässt. Es bedrückt einen zu Lesen das einem Volk das einfach nur im Einklang mit der Natur leben möchte und so niemanden stört oder in die Quere kommt, immer wieder Steine in den weg gelegt werden. Bzw. schlimmer noch, Ihnen wird Ihr Lebensraum zerstört/genommen und sie somit zum umsiedeln gezwungen.

Trotz des schweren Themas hat Elin Anna Labba mit einem sehr poetischen Schreibstil eine ruhige Atmosphäre geschaffen in der Man sich wohlfühlt.
Ein wichtiges Buch das aufwühlt, aber auch berührt und vor allem lange nachhallt. Viel zu selten liest man von dieser Ethnischen Minderheit im Norden Europas, die eigentlich so Nah bei uns lebt.
Nach diesem Buch möchte ich auf jeden fall noch mehr über das Leben der Samen erfahren.

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Veröffentlicht am 24.04.2025

Inseldiern in de wiet Welt

Das Licht in den Wellen
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Von jule89

Ich weiß nicht ob es daran liegt das ich selbst von einer kleinen (Ostsee) Insel komme, von dort aus nach Hamburg und wieder zurück gezogen bin und somit ein wenig nach fühlen kann wie Inge ...

Von jule89

Ich weiß nicht ob es daran liegt das ich selbst von einer kleinen (Ostsee) Insel komme, von dort aus nach Hamburg und wieder zurück gezogen bin und somit ein wenig nach fühlen kann wie Inge sich gefühlt hat oder ob es einfach an diesem wundervollen Schreibstil von Janne Mommsen liegt. Auf jeden fall hat das Buch mich sehr berührt!
So ruhig und melancholisch wie das Cover, empfand ich das gesamte Buch. Die Geschichte ist an keiner stelle zu aufregend und doch packt sie einen.
Besonders gut gefällt mir das Mommsen immer wieder Sätze in Fering geschrieben hat, was mich sehr an eine Oma erinnert hat, die nur Plattdütsch gesprochen hat.

Die Geschichte rund um Inges leben in zwei so unterschiedlichen Welten ist eine warmherzige Geschichte rund um die Familie, Mut, Fleiß und vor allem Zusammenhalt.

Das einzige was mich am Ende etwas traurig zurück lässt ist die Tatsache das die Fortsetzung wohl erst im Februar 2026 erscheint. "Das Licht in den Wellen" war für mich ein absolutes Wohlfühlbuch!

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Bewegende Lebensgeschichte einer starken Frau

Um jeden Preis
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Zusammenbleibe um jeden Preis. Das wurde Lydia schon früh von ihrem Vater gesagt! Als Schwarzmeerdeutsche in jungen Jahren zur Flucht gezwungen kämpft sich Lydia mit Familie viele tausende Kilometer durch ...

Zusammenbleibe um jeden Preis. Das wurde Lydia schon früh von ihrem Vater gesagt! Als Schwarzmeerdeutsche in jungen Jahren zur Flucht gezwungen kämpft sich Lydia mit Familie viele tausende Kilometer durch die Welt. Ihr Leben ist geprägt von harter Arbeit, kälte, Hunger, schweren Verlusten, aber vor allem von der Liebe zu Ihrer Familie. Mutter, die Geschwister und später ihre eigenen Kinder geben Lydia immer wieder neue Kraft um so vieles durchzustehen. Es hat mich sehr beeindruckt zu lesen das Sie nie ihren Mut und die Hoffnung auf ein besseres Leben verloren hat.

Der Schreibstil von Hera Lind ist sehr einfühlsam, so dass man trotz des schwergewichtigen Themas sehr gut in die Geschichte rein kommt und einen direkt fesselt.

Um jeden Preis ist ein Buch welches bei noch lange nachhallen wird! Auch weil es uns deutlich vor Augen führt wie gut es uns doch geht und wie Dankbar wir sein können für alles was wir haben.

Ein großer Dank an Hera Lind für dieses Buch, aber auch an die Familie Lydias dafür das Sie Ihre Familiengeschichte mit uns teilen!

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Veröffentlicht am 07.04.2025

Ein Buch das wach rüttelt

Tuberkulose
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Tatsächlich habe ich mich, bevor ich dieses Buch gelesen habe, nie mit dem Thema Tuberkulose befasst. Mit dieser Krankheit ist es wie mit vielen dingen die einen nicht selbst betreffen, es scheint weit ...

Tatsächlich habe ich mich, bevor ich dieses Buch gelesen habe, nie mit dem Thema Tuberkulose befasst. Mit dieser Krankheit ist es wie mit vielen dingen die einen nicht selbst betreffen, es scheint weit weg zu sein. Daher habe ich mir auch keine Gedanken darüber gemacht wie verbreitet die Krankheit in unserer heutigen Welt noch ist.
Es ist erschreckend zu sehen wie viele Menschen auch heute noch daran sterben müssen, obwohl dies eigentlich nicht mehr sein müsste.

Besonders gut gefallen hat mir an diesem Buch das er kein reines Medizinbuch ist, sondern John Green uns anhand von Henry zeigt was diese schreckliche Krankheit mit einem Menschen macht. Aber auch die Geschichtliche Entwicklung des Umgangs der Menschen mit Tuberkulose ist wirklich interessant.

Ich kann das Buch nur empfehlen! Auch oder gerade wenn man sich sonst nie mit Medizinischen Themen befasst. Ich hoffe sehr das viele Menschen diese Buch lesen und die Krankheit somit genügend Aufmerksamkeit bekommt um Sie in den kommenden Jahren bestenfalls zu bekämpfen!

Dies war mein zweites Buch von John Green und wieder hat sein Schreibstil mich komplett überzeugt!

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