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Veröffentlicht am 18.04.2025

Inges Leben

Das Licht in den Wellen
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In dem Roman " Das Licht in den Wellen " von Janne Mommsen ist die jetzt 100-jährige Inge die Protagonistin. Inge ist auf der Insel Föhr aufgewachsen, bis sie nach Ende des zweiten Weltkrieges im Alter ...

In dem Roman " Das Licht in den Wellen " von Janne Mommsen ist die jetzt 100-jährige Inge die Protagonistin. Inge ist auf der Insel Föhr aufgewachsen, bis sie nach Ende des zweiten Weltkrieges im Alter von 24 Jahren ihre Koffer gepackt hat und allein nach Amerika ausgewandert ist. In New York beginnt sie, nach großen anfänglichen Schwierigkeiten aufgrund der neuen Sprache und Kultur, ein neues Leben. Sie beginnt als einfache Verkäuferin an zu arbeiten und arbeitet sich nach und nach hoch, bis sie Besitzerin eines eigenen Restaurants wird. Auch privat läuft es, trotz einiger Schickalsschläge, für sie gut. Sie heiratet und bekommt ein Kind. Erzählt wird diese wunderbare Geschichte aus Rückblicken und aus der jetzigen Zeit. Inge, derweilen wieder auf Föhr, reist mit ihrer Enkelin nach New York und erzählt dabei ihre Lebensgeschichte. Mich hat der Lebensweg von Inge berührt, die sich trotz aller Widrigkeiten in ihrem Leben niemals hat unterkriegen lassen. Ein richtig guter Roman für´s Herz.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Einblicke in eine andere Welt

Das Haus der Türen
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"Das Haus der Türen“ von Twan Eng Tan besticht durch sein überaus schön gestaltete Buchcover und spielt in Malaysia der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Malaysia ist zu diesem Zeitpunkt noch eine britische ...

"Das Haus der Türen“ von Twan Eng Tan besticht durch sein überaus schön gestaltete Buchcover und spielt in Malaysia der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Malaysia ist zu diesem Zeitpunkt noch eine britische Kolonie und viele britische Staatsangehörige leben dort. Im Mittelpunkt dieses Romans stehen Lesley Hamlyn, eine Frau der britischen Oberschicht und der Gast ihres Hauses, der Schriftsteller W. Somerset Maugham (Willie). Da Lesleys Ehemann öfter außer Haus ist, freundet sie sich mit Willie an und es ergibt sich ein interessanter Gesprächsaustausch. Nach und nach werden die Gespräche persönlicher und Lesley erzählt ihm intime Details aus ihrem Leben, angefangen von den Affären, die sie und ihr Ehemann hatten, von dem Mord, den ihre Freundin an ihren Ehemann begangen hat bis zu der Tatsache, dass sie chinesische Rebellen finanziell unterstützt haben. Willie saugt diese Geschichten nur so in sich auf, in der Hoffnung sie für seinen neuen Roman verwenden zu können. Twan Eng Tan schafft es durch ihren intensiven Schreibstil geschickt, diese gewisse Atmosphäre, die zwischen den beiden Protagonisten herrscht, einzufangen. Das gemütliche Beisammensein abends bei einem Drink und die Intensität der Gespräche. Ein wunderbarer Roman, der mir sehr gefallen hat.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

Intensiv

Wie Risse in der Erde
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" Wie Risse in der Erde " von Clare Leslie Hall ist ein mitreißender und emotional geschriebenes Leseabenteuer , das mir fast so gut wie "Der Gesang der Flusskrebse" gefallen hat. Die Protagonistin ist ...

" Wie Risse in der Erde " von Clare Leslie Hall ist ein mitreißender und emotional geschriebenes Leseabenteuer , das mir fast so gut wie "Der Gesang der Flusskrebse" gefallen hat. Die Protagonistin ist Beth, die als junge Frau in Gabriel verliebt war, sich dann aber für den Farmer Frank entscheidet und ihn heiratet. Jahre später taucht Gabriel wieder in ihrem Leben auf . Er hat mittlerweile einen Sohn und Beth, die noch Gefühle für ihn hegt, fängt eine verhängnisvolle Affäre mit ihm an, die tödlich und in einem Gerichtprozess endet. Der Roman ist in verschiedenen Zeitebenen geschrieben und im Mittelpunkt steht der Todesfall, der das Leben aller mitwirkenden Charaktere sehr beeinflusst.Der Roman hat ein interessantes Cover und wird von den Themen Liebe, Beziehung und Schuld durchzogen. Die Autorin schreibt gut lesbar und versteht es den gnazen Roman über eine gewisse Spannung zu hlten.

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Besonders

Was ich von ihr weiß
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Jean Baptiste Andrea hat mit " Was ich von ihr weiß " einen wunderschönen Roman über ein ungleiches Paar im letzten Jahrhundert geschrieben. Mimo ist ein kleinwüchsiger Mann, der von seiner Mutter in den ...

Jean Baptiste Andrea hat mit " Was ich von ihr weiß " einen wunderschönen Roman über ein ungleiches Paar im letzten Jahrhundert geschrieben. Mimo ist ein kleinwüchsiger Mann, der von seiner Mutter in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts zu Verwandten geschickt wird, um dort eine Ausbildung zum Bildhauer zu absolvieren. In dem kleinen ligurischen Dorf Pietra d'Alba lernt er das unkonventionelle Mädchen Viola kennen, die aus einem reichen Elternhaus kommt. Die beiden fühlen sich sofort zueinander hingezogen, verbringen viel Zeit miteinander und verlieben sich. Durch unruhige politische Zeiten und die Kriegswirren zu Zeiten des zweiten Weltkrieges verlieren sie sich jedoch immer wieder aus den Augen. Der Autor schreibt emotional, bildhaft und feinfühlig über das Leben seiner beiden Hauptfiguren, die mir sehr gut gefallen und mit denen ich oft auch mitgelitten habe. Ein wirklich schöner Roman,der aus der Rückblende des alten Mimo erzählt wird und den ich empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Leben im Exil

Heimweh im Paradies
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„Heimweh im Paradies „von Michael Mittelmeier ist ein spannender, historischer Roman über Thomas Mann und andere bekannte Schriftsteller, Schauspieler und Künstler des letzten Jahrhunderts, die nach der ...

„Heimweh im Paradies „von Michael Mittelmeier ist ein spannender, historischer Roman über Thomas Mann und andere bekannte Schriftsteller, Schauspieler und Künstler des letzten Jahrhunderts, die nach der Machtübernahme Hitlers aus Deutschland nach Florida in die USA auswanderten. Er umfasst die Zeit von 1938 – 1943. In Florida angekommen, verbrachten Mann und Schriftsteller wie Feuchtwanger, Brecht, Döblin, Baum, Weigel und die anderen Flüchtlinge, Zeit mit Diskussionen über die Machtergreifung Hitlers und andere politische Themen. Es ist interessant, die Meinungen der anderen Ausgewanderten zu lesen. Obwohl es Mann in Florida sehr gut ging, haderte er mit seiner Ausreise und hielt Vorträge, auch um seine Flucht verarbeiten zu können. Martin Mittelmeier schreibt gut lesbar, aber teilweise auch etwas langatmig über Manns Jahre in Amerika. Trotz dessen habe ich einen guten Eindruck über das Leben der ausgewanderten Künstler erhalten.

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