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Veröffentlicht am 18.04.2025

Neues aus Ägypten

Echnatons Fluch
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„Kleopatras Grab“ von Constantin Schreiber hatte mich begeistert und auch der zweite Fall für Kommissarin Theodora Costanda und ihren Kollegen Fadi, „Echnatons Fluch“, habe ich gern gelesen. Worum geht ...


„Kleopatras Grab“ von Constantin Schreiber hatte mich begeistert und auch der zweite Fall für Kommissarin Theodora Costanda und ihren Kollegen Fadi, „Echnatons Fluch“, habe ich gern gelesen. Worum geht es?
Theo erholt sich nach der Kleopatra-Sache in einem Yoga-Retreat in der Wüste. Auf dem nahegelegenen Markt begegnet sie gelb gewandeten Personen, Mitglieder einer obskuren Sekte, die dem Sonnengott Aton huldigen. Eine junge Frau bittet um Hilfe.
Als sie bei einem Besuch von Echnatons Grab einen versteckten Altar mit Blutflecken entdeckt, ist Theos Ermittlerinstinkt geweckt. Unterstützt wird sie von Fadi, der nach dem letzten Fall degradiert wurde, und nun undercover in der Glaubensgemeinschaft ermittelt…
„Echnatons Fluch“ ist spannend und unterhaltsam. Ein gut recherchiertes Buch über ein wichtiges Thema. Der Autor liefert immer wieder geschichtliche Hintergründe. Das ist informativ und lehrreich. Nur das Sekten-Gedöns ging mir ein wenig auf den Keks.
Was wie ein Krimi beginnt, entwickelt sich zu einer Horrorgeschichte um womöglich illegale Experimente. Das hat mich überrascht. Also, gut gemacht, Herr Schreiber.

Fazit: Theodora Costanda ermittelt im heutigen Ägypten. Gut, aber nicht ganz so gut wie der Vorgänger.

Veröffentlicht am 14.04.2025

Quid pro quo

Devil's Kitchen
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Die Romane von Candice Fox haben mal mehr, mal weniger überzeugt. „Devil's Kitchen“ ist äußerst unterhaltsam. Schauplatz ist New York. Worum geht es?
Die Autorin geht gleich in medias res: Andy, eine ...


Die Romane von Candice Fox haben mal mehr, mal weniger überzeugt. „Devil's Kitchen“ ist äußerst unterhaltsam. Schauplatz ist New York. Worum geht es?
Die Autorin geht gleich in medias res: Andy, eine Undercover-Spezialistin, und Ben, ein Feuerwehrmann, in einer prekären Situation.
Drei Monate vorher: Ben und seine Kollegen wollen während eines Feuerwehreinsatzes ein Juweliergeschäft ausrauben - nicht ihr erster Coup.
Ben hatte einen Brief an die Polizei geschrieben, weil er seiner Mannschaft nicht mehr traut. Denn seine Lebensgefährtin und ihr kleiner Sohn sind verschwunden. Quid pro quo. Andy soll die Bande infiltrieren und überführen. Aber Andy hat ihre eigene Agenda…
„Devil's Kitchen“ ist spannend und unterhaltsam. Dazwischen harte Action. Ob Andy und Ben aus der Nummer (der Prolog!) wieder rauskommen?
Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Andy und Ben. Die Sprache ist hart und heftig. Realistisch ist das alles sicher nicht. Egal, Hauptsache spannend - bis zum überraschenden Ende.
Die Figurenzeichnung ist gelungen. Andy ist - trotz eines traumatischen Erlebnisses in der Vergangenheit - eine starke Frau, ähnlich wie Eden aus der Hades-Trilogie. Und natürlich ist Andy nicht ihr richtiger Name.

Fazit: Ein Thriller, den man wirklich nicht mehr aus der Hand legen mag.

Veröffentlicht am 29.03.2025

Neues aus Nordfriesland

Nordweststurm
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„Nordweststurm“ von Svea Jensen ist der fünfte und finale Fall für die Soko St. Peter-Ording. Zwei Jahre Warten haben sich gelohnt. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog, ein Mann auf der Flucht.
Zwei ...


„Nordweststurm“ von Svea Jensen ist der fünfte und finale Fall für die Soko St. Peter-Ording. Zwei Jahre Warten haben sich gelohnt. Worum geht es?
Ein mysteriöser Prolog, ein Mann auf der Flucht.
Zwei Wochen später, im August. Ein Toter wird entdeckt. Er wurde erstochen. Hendrik Norberg, inzwischen wieder bei der Kripo in Itzehoe, ermittelt zusammen mit seiner ehemaligen Kollegin Anna Wagner aus St. Peter. Dort ist ein Journalist, ein ehemaliger Kollege seines Vaters Lennart verschwunden. Die Spur führt nach Schweden…
„Nordweststurm“ ist spannend und unterhaltsam. Ein Buch, das queere Schicksale, Clankriminalität und korrupte Ermittler thematisiert.
Über das Wiedersehen mit Hendrik und Anna habe ich mich gefreut. Denn sie sind mir über die Jahre ans Herz gewachsen. Auch Nils Scheffler ist wieder mit von der Partie. Einziger Kritikpunkt: zu viel Familiengedöns und ein etwas zu rührselig geratenes Ende.

Fazit: Fall Nr. 5 für die Soko St. Peter-Ording um ein aktuelles, brisantes Thema.

Veröffentlicht am 25.03.2025

Geschickte Mischung aus Fiktion und Realität

Ich mach' mein Ding
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„Ich mach' mein Ding“ von Lars Haider ist bereits der vierte Fall für den Hamburger Reporter Lukas Hammerstein. Wie immer stammt der Titel aus einem Lied von Udo Lindenberg. Worum geht es?
Lukas muss ...


„Ich mach' mein Ding“ von Lars Haider ist bereits der vierte Fall für den Hamburger Reporter Lukas Hammerstein. Wie immer stammt der Titel aus einem Lied von Udo Lindenberg. Worum geht es?
Lukas muss wieder die Schulbank drücken, im Elyseum. Hier soll er einen Monat lang am Unterricht teilnehmen, um in der „Hamburg News“ darüber zu berichten. Lukas erhält Hinweise, dass man sich am Elyseum gute Noten kaufen kann. Als die Direktorin verschwindet, beginnt Lukas zu ermitteln…
„Ich mach' mein Ding“ ist unterhaltsam und gleichzeitig humorvoll, ohne dass dabei die Spannung zu kurz kommt. Über das Wiedersehen mit Lukas, seiner Kollegin Kaja sowie deren Freund und Kripochef Enno habe ich mich gefreut. Udo hat hier wieder einen Cameo-Auftritt. Auch Dackeldame Finchen darf nicht fehlen, diesmal ungeplant trächtig.
Eine nicht unerhebliche Rolle spielen bei Lukas‘ Recherchen auch seine drei besten Freunde: der Hamburger Bürgermeister, ein Clubbetreiber und ein Makler. Bei den monatlichen Treffen mit dem Titel „Vier Flaschen“ werden nicht nur jeweils vier unterschiedliche Weine bzw. Sekte getrunken, sondern auch Probleme der Stadt besprochen.

Fazit: Interessante Einblicke in die Bildungspolitik. Hach, ich liebe diese Reihe!

Veröffentlicht am 25.03.2025

Das Ende?

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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„Der Morgen“ und „Die Dämmerung“ von Marc Raabe hatte ich begeistert verschlungen, nun folgt Teil 3, nicht minder spannend. „Die Nacht“ startet mit einem mysteriösen Prolog aus der Vergangenheit: Flashbacks ...


„Der Morgen“ und „Die Dämmerung“ von Marc Raabe hatte ich begeistert verschlungen, nun folgt Teil 3, nicht minder spannend. „Die Nacht“ startet mit einem mysteriösen Prolog aus der Vergangenheit: Flashbacks statt Schnitte. Adi und Dana.
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Nele Tschaikowski und Milla, die Geburtstag hat, sowie Art Mayer und Henrick, dem Bundeskanzler, und seiner Frau Juli. Bezug zum Vorgänger: „Ich weiß von dem Toten beim Kloster.“
Ein Unbekannter macht Fotos und Videos von Milla. Wer hat ein Interesse an Milla? Oder hängt es mit der anonymen Nachricht wegen ihrer Mutter Dana zusammen? „Sie suchen die Wahrheit über Dana Karasch?“
Seit eineinhalb Jahren sucht Art nach seiner Nachbarin Dana, weil das Schicksal der kleinen Milla, die jetzt nur noch ihre demente Oma hat, ihn berührt. Unterstützung bekommt er von Nele, die eigentlich im Mutterschutz ist.
Die Suche nach der Wahrheit führt die Ermittler zu einer verlassenen Wohnwagensiedlung tief im Wald - und zu einer Reihe von Toten…
„Die Nacht“ ist spannend und unterhaltsam. Eine komplexe, verzwickte (Familien-)Geschichte. Ja, die Verwandtschaftsverhältnisse/ Beziehungen in diesem Krimi sind mitunter ein wenig kompliziert. Es geht um Lügen und Wahrheiten.
Verschiedene Perspektiven und Zeitebenen wechseln sich ab. Nichts ist, wie es scheint. Niemand ist, wer er zu sein scheint. Langsam schließt sich der Kreis. Und am Ende ist das Rätsel um Dana gelöst. Aber, ist es auch das Ende der Reihe?

Fazit: Art Mayer und Nele Tschaikowski ermitteln in ihrem dritten Fall. Packend!