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Veröffentlicht am 27.05.2025

Was ist passiert?

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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„Die Influencerin“ von Rebecca Russ habe ich gern gelesen. Und auch „Der Weg“ überzeugt. Worum geht es?
Julia und Nicki sind beste Freundinnen, haben sich aber aus den Augen verloren. Julias Hochzeit ...


„Die Influencerin“ von Rebecca Russ habe ich gern gelesen. Und auch „Der Weg“ überzeugt. Worum geht es?
Julia und Nicki sind beste Freundinnen, haben sich aber aus den Augen verloren. Julias Hochzeit mit Lars steht kurz bevor. Statt eines Hochzeitsgeschenks überrascht Nicki ihre Freundin mit einer Einladung zu einer Wanderung in Schweden.
Doch eines Morgens ist Nicki verschwunden. Was ist mit ihr passiert? Schon bald kämpft Julia nicht nur gegen die Natur, Kälte und Regen, sondern auch ums Überleben…
Rebecca Russ hat einen spannenden und atmosphärischen Thriller geschrieben. Die Geschichte hat mich sofort an „Der Ausflug“ von Ulf Kvensler erinnert. Auch wenn vieles vorhersehbar ist, ist das Buch interessant.
Die Geschichte wird überwiegend in der Ich-Perspektive aus Sicht von Julia erzählt. Zwischendurch sind Kapitel in Kursivschrift eingestreut. Sie verleiten zu unterschiedlichen Spekulationen und Deutungen.
Die Autorin präsentiert den Lesenden immer neue Fakten und Wendungen. Aber manchmal drückt sie so sehr auf die Tränendrüse, dass die Handlung in Kitsch abzugleiten droht.
Und wie das so ist mit einer naiven Protagonistin, bringt Julia sich immer wieder selbstverschuldet in Situationen, die zu weiteren Problemen führen.

Fazit: Packender Thriller mit rührseligem Ende.

Veröffentlicht am 13.05.2025

Ein Oxford Krimi

Ein Mord im November - Ein Fall für DI Wilkins
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Oxford und Uni-Gedöns sind eigentlich nicht mein Ding. Und so hat „Ein Mord im November“ von Simon Mason nicht wirklich überzeugt. Doch worum geht es?
Ein saudischer Scheich, der die Uni mit Fördergeldern ...


Oxford und Uni-Gedöns sind eigentlich nicht mein Ding. Und so hat „Ein Mord im November“ von Simon Mason nicht wirklich überzeugt. Doch worum geht es?
Ein saudischer Scheich, der die Uni mit Fördergeldern in Millionenhöhe unterstützen will. Die Begegnung mit Ameena, einer syrischen Geflüchteten. Alles sehr mysteriös. Sie nennt ihn den Schänder: „Er schändet das heilige Buch.“
Und dann wird eine junge Frau tot aufgefunden. Ausgerechnet im Arbeitszimmer des Provost von Barnabas Hall. Sie wurde gefesselt und erwürgt. Wer ist der Täter und wo liegt das Motiv?
Wilkins und Wilkins ermitteln. Noch bevor die Identität der Toten geklärt ist, geschieht ein zweiter Mord…
DI Ryan Wilkins ist ein Prolet, sein Partner DI Raymond Wilkins, genannt Ray, ein Snob. Ein ungleiches Ermittlerpaar. Beide kommen nicht gerade sympathisch rüber. Beide telefonieren im Job. Der eine mit seinem 2-jährigen Sohn, der andere mit seiner Frau.
„Ein Mord im November“ ist mäßig spannend und unterhaltsam. Die Idee ist gut, aber die Ausführung bestenfalls durchschnittlich - dennoch ganz passabel und locker lesbar im Stil.
Das Ende fand ich gut, aber nicht überragend. Eine Fortsetzung werde ich daher eher nicht lesen, so es denn eine - auf Deutsch - geben wird.

Fazit: Der erste Fall für Wilkins & Wilkins. Nicht meine Welt.

Veröffentlicht am 07.05.2025

Psycho hoch 3

Aschesommer
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„Krähentage“ von Benjamin Cors hatte mir gefallen und auch „Aschesommer“, der zweite Fall für Jakob Krogh und Mila Weiss von der sogenannten „Gruppe 4“, zuständig für Serienstraftaten, habe ich gern gelesen.
Ein ...


„Krähentage“ von Benjamin Cors hatte mir gefallen und auch „Aschesommer“, der zweite Fall für Jakob Krogh und Mila Weiss von der sogenannten „Gruppe 4“, zuständig für Serienstraftaten, habe ich gern gelesen.
Ein gruseliger Prolog aus Tätersicht. Ein Serienkiller, wie es scheint.
Danach gibt es ein Wiedersehen mit Mila und Jakob. Sie sind unterwegs zu einem verlassenen Bauernhof und machen dort eine schreckliche Entdeckung: Zwei Leichen in einem Eiskeller, ein Mann und eine Frau.
Doch das Sterben hat erst begonnen…
Schnell ist klar, wer hinter den Morden steckt und auch das Motiv bleibt nicht lange im Dunklen. Aber der Verdächtige sitzt in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt. Wer also ist sein Helfer?
Dem starken Anfang folgt ein schwacher Mittelteil. Ständige Wiederholungen (die Krähen!) gehen zu Lasten der Spannung. Dazu unsympathische Figuren: Jakob, der sich im Gestern suhlt und mit seiner toten Frau telefoniert. Mila ist immer noch traumatisiert: Die entführten Mädchen.
Während „Krähentage“ im Winter spielt, ist es in Aschesommer brütend heiß. Das kommt gut rüber.
Die Idee ist klasse: Sterben wie in der Geschichte unseres Planeten: Eis, Luft, Feuer, Wasser, Asche. Aber der Plot ist leider vorhersehbar und unglaubwürdig.
Die allerletzte Wendung am Ende ist dann doch etwas zu viel des Guten. Nichtsdestotrotz bin ich schon gespannt auf den nächsten Fall der „Gruppe 4“.

Fazit: Fall Nr. 2 für Mila, Jakob und ihr Team. Düster!

Veröffentlicht am 21.04.2025

Geheimnisse, Lügen und Leichen

Die Bucht
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„Das Waldhaus“ von Liz Webb habe ich gern gelesen und auch „Die Bucht“ überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Nancy zieht mit ihrem Mann Calder auf eine kleine, ...


„Das Waldhaus“ von Liz Webb habe ich gern gelesen und auch „Die Bucht“ überzeugt mit einem originellen Plot und einer Menge Spannung. Worum geht es?
Nancy zieht mit ihrem Mann Calder auf eine kleine, abgelegene Insel vor der Westküste Schottlands. Er ist hier aufgewachsen und hat das Haus seiner Mutter geerbt.
Die Idylle trügt. Der Einstieg ist makaber: eine Kiste mit der Asche der Mutter und dann noch Arran, der Pastor. Was will er von Nancy?
Eines Tages treibt Calder regungslos im eiskalten Wasser. Er wird von Nancy und Arran gerettet. Dass er überlebt, gleicht einem Wunder.
Calder scheint nach diesem Vorfall nicht mehr derselbe. Er hat viele Bluttransfusionen bekommen. Gibt es so etwas wie ein „Zellgedächtnis“?
Die Entdeckung einer Leiche führt zu weiteren Morden. Langer, eine Insel, wo die Menschen noch eine verschworene Gemeinschaft bilden. Fast jeder hat ein Geheimnis.
„Die Bucht“ ist spannend und unterhaltsam. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Nancy, die mit lange verdrängten Schuldgefühlen aus ihrer Kindheit und neuen Schuldgefühlen aufgrund einer Affäre kämpft. Aber auch Calder hat eine dunkle Seite.
Nancy ist Drehbuchautorin und schreibt an einer Neufassung von Frankenstein. Ein Horrortrip vor düsterer Kulisse. Überall Schiefer! Eine Wendung jagt die nächste. Bis zum überraschenden Ende.

Fazit: Atmosphärischer Thriller. Eine Achterbahnfahrt der Gefühle.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Neues aus Ägypten

Echnatons Fluch
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„Kleopatras Grab“ von Constantin Schreiber hatte mich begeistert und auch der zweite Fall für Kommissarin Theodora Costanda und ihren Kollegen Fadi, „Echnatons Fluch“, habe ich gern gelesen. Worum geht ...


„Kleopatras Grab“ von Constantin Schreiber hatte mich begeistert und auch der zweite Fall für Kommissarin Theodora Costanda und ihren Kollegen Fadi, „Echnatons Fluch“, habe ich gern gelesen. Worum geht es?
Theo erholt sich nach der Kleopatra-Sache in einem Yoga-Retreat in der Wüste. Auf dem nahegelegenen Markt begegnet sie gelb gewandeten Personen, Mitglieder einer obskuren Sekte, die dem Sonnengott Aton huldigen. Eine junge Frau bittet um Hilfe.
Als sie bei einem Besuch von Echnatons Grab einen versteckten Altar mit Blutflecken entdeckt, ist Theos Ermittlerinstinkt geweckt. Unterstützt wird sie von Fadi, der nach dem letzten Fall degradiert wurde, und nun undercover in der Glaubensgemeinschaft ermittelt…
„Echnatons Fluch“ ist spannend und unterhaltsam. Ein gut recherchiertes Buch über ein wichtiges Thema. Der Autor liefert immer wieder geschichtliche Hintergründe. Das ist informativ und lehrreich. Nur das Sekten-Gedöns ging mir ein wenig auf den Keks.
Was wie ein Krimi beginnt, entwickelt sich zu einer Horrorgeschichte um womöglich illegale Experimente. Das hat mich überrascht. Also, gut gemacht, Herr Schreiber.

Fazit: Theodora Costanda ermittelt im heutigen Ägypten. Gut, aber nicht ganz so gut wie der Vorgänger.