Fünf Generationen Frauen unter einem Dach
Die Frauen von Château BlancAls die Affäre mit ihrem Chef auffliegt, kehrt die alleinerziehende Sozialarbeiterin Florence Hals über Kopf und widerwillig mit ihrer fünfzehnjährigen Tochter Ambre nach Sète in Südfrankreich, wo ihre ...
Als die Affäre mit ihrem Chef auffliegt, kehrt die alleinerziehende Sozialarbeiterin Florence Hals über Kopf und widerwillig mit ihrer fünfzehnjährigen Tochter Ambre nach Sète in Südfrankreich, wo ihre Familie seit langem ein Weingut bewirtschaftet, zurück. Ihre Familie, das sind Mutter, Großmutter und 99-jährige Urgroßmutter. Jede der Frauen hat so ihren eigenen Kopf und ihre Geheimnisse, die im Laufe der Geschichte enthüllt werden.
Während Florence recht schnell in ihrem Beruf Fuß fasst, ist das Leben in der neuen Umgebung für Ambre eine ziemliche Herausforderung. Obwohl sie eine gute Schülerin ist, machen ihr die unterschiedlichen Lehrpläne ein wenig zu schaffen. Einige Mitschülerinnen mobben die „Pariserin“. Einzig Anouk bietet Ambre ihre FReundschaft an.
Das Zusammenleben von fünf Generationen Frauen ist mitunter von zahlreichen Konflikten geprägt. Besonders gespannt ist das Verhältnis zwischen Florence und ihrer Mutter Louise, gibt Florence ihr doch die Schuld am Unfalltod ihres Vaters vor zwanzig Jahren.
Meine Meinung:
Silke Ziegler kenne ich als Autorin von Frankreich-Krimis, deshalb war ich neugierig, wie sie diesen Generationenroman anlegt. Ich hatte zunächst ein wenig Bedenken, hier in eine tränendrüsige Geschichte zu erhalten. Doch meine Befürchtungen habe sich recht bald zerstreut.
Obwohl Florence und Ambre allen Anschein nach die Hauptpersonen sein sollen, ist es doch die Geschichte von Urgroßmutter Antoinette, die sich als Jugendliche der Résistance angeschlossen hat, die mich am meisten gefesselt hat. Schmunzeln musste ich über Pauline, die resolute Oma.
Florence kommt bei mir zu Bgeinn nicht ganz so gut weg, denn über ihre, zugegebenermaßen, feinfühlige Art, wie sie mit ihren Klientinnen umgeht, vergisst sie meiner Ansicht nach auf ihre Tochter, die sich entwurzelt und missverstanden fühlt. Doch im Laufe der Geschichte kann sie dann auch bei mir punkten.
Der Schreibstil ist leicht und flüssig.
Fazit:
Ein Mehrgenerationenroman, der sich gut lesen lässt und das eine oder andere Mal auch für Schmunzeln sorgt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.