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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.06.2025

Der Tote in der Wand

Eisenblume
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Dies ist der zweite Teil mit der Ermittlerin Fredrika Storm. Das Cover ist düster und geheimnisvoll, den Titel versteht man erst kurz vor Schluss. Kurze Kapitel und flüssiger und detailgetreuer Schreibstiel ...

Dies ist der zweite Teil mit der Ermittlerin Fredrika Storm. Das Cover ist düster und geheimnisvoll, den Titel versteht man erst kurz vor Schluss. Kurze Kapitel und flüssiger und detailgetreuer Schreibstiel lassen ein schnelles Lesen zu. Die Geschichte spielt in Lund (Schweden).
In den 80er Jahren sind zwei Patienten aus einer Psychatrischen Klinik verschwunden. Über 30 Jahre später entdecken Teenager bei einem gewaltsamen Eindringen in dem verfallenen Gebäude, eine in der Wand eingemauerte Leiche. Ist das einer der Verschwundenen? Fredrika Storm und ihr Partner Henry Calment nehmen den damals ungelösten Fall wieder auf. Sie entdecken ein Geheimnis, das nie an die Öffentlichkeit gelangen sollte. Es scheint, als hätten sich die Zeugen von damals, sich in ihren Aussagen abgesprochen. Und dann gibt es einen weiteren Toten.
Die Zusammenarbeit mit dem Team klappt super, die beiden Ermittler ergänzen sich perfekt. Fredrika die gerne mal über das Ziel hinausschießt und Henry der sie oft von unüberlegten Handlungen zurück hält. Hier wurde gute nachvollziehbare Ermittlerarbeit dargestellt. Mir fehlte es allerdings an spannenden Nervenkitzel. Was mich noch sehr gestört hat, Henry´s ewiger Wunsch nach Essen. Außerdem die vielen Bezüge und Hinweise zu dem ersten Fall. Eigentlich wollte ich das Buch noch lesen, aber da ich den Täter nun kenne, kann ich mir das Sparen.
Der Schluss lässt vermuten, dass es einen dritten Band aus der Reihe geben wird. Dieser war für mich ein guter solider Krimi, ohne viel Blutvergießen.

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Veröffentlicht am 11.05.2025

Terroranschlag im Wahlkampf

Echokammer
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Von hexelilli

Durch das schwarzgelbe Cover und die gelben Seitenschnitte, fiel mir das Buch sofort ins Auge. Dies ist der Auftakt einer Thriller Trilogie mit den beiden Ermittlern Benjamin und Tong. Die ...

Von hexelilli

Durch das schwarzgelbe Cover und die gelben Seitenschnitte, fiel mir das Buch sofort ins Auge. Dies ist der Auftakt einer Thriller Trilogie mit den beiden Ermittlern Benjamin und Tong. Die Geschichte besteht aus drei Teilen, mit kurzen, flüssigen Kapiteln. Sie spielt in Norwegen und wird in zwei Handlungssträngen erzählt. Sie beginnt 35 Tage vor der Parlamentswahl und erzählt vom Wahlkampf. dem Streben nach Macht, teils mit unsauberen Mitteln. Jens Meidel juristischer Berater von Christina Nilsen, Spitzenkandidatin der Arbeiterpartei gerät zwischen die Fronten. Wie weit wird er gehen, um bei diesem schmutzigen Spiel mitzumachen? Gleichzeitig wird die PST (Antiterroreinheit) auf den Plan gerufen. Es soll einen Giftanschlag von rechtsnationalen Extremisten geben. Liselott Benjamin und der zurückgeholte Terrorexperte Martin Tang versuchen fieberhaft den Anschlag zu verhindern. Erst nach zwei Dritteln des Buches wird die Geschichte zusammen geführt und die Spannung steigt bis zum Finale. Die Seiten um die Parlamentswahl fand ich zeitweilig etwas langatmig und für einen Thriller zu wenig Spannung. Der Handlungsstrang mit dem Terroranschlag und die Jagd auf die Terroristen war da entschieden spannender. Sie verlor jedes Mal an Tempo, wenn die Geschichte umschwenkte.
Gut hat mir Martin Tang gefallen, ein Mann der sich nicht verbiegen ließ. Mit seiner Kollegin Liselott bildet er ein tolles Team. Sie passen gut zusammen und ergänzen sich perfekt. Einige Ermittlungen hätte ich mir komplexer gewünscht.
Alles in allem ein guter Politthriller, mit einem aktuellen Thema, ich bin gespannt auf die nächsten Bände.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Der lange Abschied

Die Garnett Girls
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Wer an Hand des Covers und des Titels einen leicht lockeren Familienroman erwartet, wird bald eines besseren belehrt. Es ist eher ein Familiendrama. ...

Wer an Hand des Covers und des Titels einen leicht lockeren Familienroman erwartet, wird bald eines besseren belehrt. Es ist eher ein Familiendrama. Mit 16 Jahren verlässt Margo ihr Elternhaus um mit ihrer großen Liebe Richard zu leben, dieser ist Alkoholiker. Sie bekommen drei Töchter, Rachel, Imogen und Sasha. Als die jüngste 4 Jahre alt ist, verlässt der Vater seine Familie. Margo verfällt in Depressionen und verlässt fast ein Jahr nicht mehr ihr Schlafzimmer. Gemeinsam mit ihrer Tante Alice kümmert sich die 11jährige Rachel um ihre Mutter und Geschwister. Später als die Mädchen längs erwachsen sind, hält Margo noch immer ihre schützende Hand über sie. Sie versucht deren Leben zu steuern, die Kinder versuchen alles um es der Mutter recht zu machen. Nur über die Vergangenheit wird nie gesprochen, dabei hat jeder sein Trauma erlitten.

Die Geschichte wird in wechselnden Handlungssträngen in Gegenwart und Vergangenheit erzählt. Wut und Schmerz spiegeln sich auch nach Jahren in den Frauen wieder, sie sind ziemlich in ihren Beziehungen gestört. Die Vergangenheit wird zwar totgeschwiegen, aber trotzdem hält Margo an alten Traditionen fest, indem sie mit ständig wechselnden Liebhabern, Familie und Freunden in ihrem Cottage auf der Isle of Withe Feste und Saufgelage feiert. Die ewige Trinkerei fand ich fast abstoßend, zu den Protagonisten konnte ich so gar keine Beziehung aufbauen, die Nebenfiguren blieben blass und fahl. Viele Szenen wurden angerissen und dann nicht weiter vertieft. Irgend wie fehlte der rote Faden, der Alles schlüssig verknüpfte. Den Schreibstiel fand ich auch nur ok, teilweise verwirrend. Das Familiengeheimnis habe ich auch nicht als solches empfunden. Aus der Geschichte hätte man mehr machen können, mich hat sie leider nicht so gefesselt.

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Veröffentlicht am 23.02.2025

Ein super Team

Enna Andersen und die dunklen Tage
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Cover und Titel passen sehr gut zu der Geschichte. Meint doch jemand er tut Menschen mit Depressionen einen Gefallen, in dem er sie umbringt. Durch den samtigen Einband war es eine Freude, das Buch in ...

Cover und Titel passen sehr gut zu der Geschichte. Meint doch jemand er tut Menschen mit Depressionen einen Gefallen, in dem er sie umbringt. Durch den samtigen Einband war es eine Freude, das Buch in den Händen zu halten. Durch die kurzen Kapitel und den Erzählstiel kam man schnell durch die Seiten. Die Geschichte spielt in Niedersachen, meiner Heimat. Das Cold-Case Team um Enna Andersen nimmt sich einen fünf Jahre zurückliegenden Mordfall vor. Die junge Frau wurde mit einem Schlangengift getötet. Bald entdeckt man Parallelen zu weiteren Mordfällen. Mir hat sehr gut gefallen, dass die Geschichte flüssig erzählt wurde, kein Gespringe zwischen verschiedenen Zeitebenen, sondern von Anfang bis Ende fortlaufend. Das Team hat eine tolle Ermittlungsarbeit geleistet, wobei ihnen gleich noch ein Verbrecher ins Netz ging. Alle fünf Protagonisten waren mir auf ihre Art sympathisch. Die Zusammenarbeit klappte prima, jeder konnte sich auf den Anderen verlassen. Auch das Privatleben kam zur Sprache, was eine kleine Abwechselung bedeutete. Der Krimi kam ohne blutige Szenen aus. Das Thema Depression wurde gut in die Handlung mit einbezogen. Die Lösung des Falls erfolgte erst kurz vor Schluss. Nur über die Motive des Täters hätte ich mir noch etwas mehr Aufklärung gewünscht. Alles in allem ein guter, solider Krimi mit kleinen Schwächen, den ich gerne gelesen habe.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Solider Krimi mit überraschenden Wendungen

Die Brandung – Leichenfischer
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Beim Titel und beim Cover habe ich den Bezug zum Inhalt des Buches vermisst, dass sieht so gar nicht nach Ostsee aus. Dies ist der zweite Band der Trilogie "Die Brandung", (den ersten Teil braucht man ...

Beim Titel und beim Cover habe ich den Bezug zum Inhalt des Buches vermisst, dass sieht so gar nicht nach Ostsee aus. Dies ist der zweite Band der Trilogie "Die Brandung", (den ersten Teil braucht man nicht unbedingt zu kennen). Die Geschichte beginnt gleich sehr spannend und gruselig.
Im deutsch-dänischem Grenzgebiet werden zwei verweste Frauenleichen gefunden, sie wurden nach Wikingerart begraben. Das ruft die dänische Archäologin Fria Svensson auf den Plan. Sie möchte Kommissar Ohlsen von der Flensburger Kripo mit ihrem Fachwissen gerne unterstützen, aber dieser tut sich etwas schwer, die Hilfe anzunehmen, obwohl seit Tagen noch zwei junge Frauen vermisst werden.

Der Erzählstrang mit den Ermittlern konnte mich noch überzeugen, die Anderen mit Netti, Julia, Samantha und Laurenz haben mich im ersten Drittel total verwirrt. Ich wusste lange nicht, was ich davon halten sollte. Der ständige Perspektivwechsel störte arg meinen Lesefluss. Der Autorin gelang es mich beim Miträtseln ständig auf eine falsche Spur zu lenken. Durch die gute Beschreibung der Orte und Personen, war man hautnah am Geschehen. Die detaillierte Polizeiarbeit tat ihr übriges. Die Protagonisten kamen sehr sympathisch rüber, allem voran Ohlsen und Fria, die keine Angst vor Alleingängen hat.
Trotz einiger unnötiger Längen, ein guter solider Krimi, ohne viel Blutvergießen und einem überraschendem Ende, das bei mit etwas zu kurz kam.

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