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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 19.04.2025

Altes Wissen von unschätzbarem Wert

Altes Gärtnerwissen wieder entdeckt
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Dieses Buch fühlt sich an wie ein Gespräch mit meinem leider seit vielen Jahren verstorbenen Großvater, der seinen Garten über alles liebte und schon allein deswegen, ist dieses Buch ein wahrer Schatz. ...

Dieses Buch fühlt sich an wie ein Gespräch mit meinem leider seit vielen Jahren verstorbenen Großvater, der seinen Garten über alles liebte und schon allein deswegen, ist dieses Buch ein wahrer Schatz. Schon im ersten Kapitel über einen guten Start habe ich eine Regel gelesen, die ich seit Jahren beherzige: Die Unkräuter, die in deiner Nähe wachsen, sind die Heilkräuter, die du benötigst. Das hilft mir schon seit Jahren.
Die Themen des Buches sind wirklich breit gefächert. Von Boden, Kompost und hausgemachtem Dünger, über die richtige Fruchtfolge, Umgang mit Schädlingen, Gärtnern nach dem Mond bis hin zu wirklich interessanten altbewährten Tipps und Bauernregeln findet man hier wirklich alles.
Die vergangenen Generationen waren von ihren Gärten, ihrer Langwirtschaft abhängig und haben ihre Strategien über Generationen weitergegeben, damit auch folgende Generationen überleben. Dieses Wissen ist stets aktuell und muss nur dem sich wandelnden Klima angepasst werden.
Tipps wie Obst und Gemüse nicht in einem Raum zu lagern, das richtige Schneiden von Kräutern und das richtige Pflanzen hat man vielleicht schon gehört, aber oft vergessen. Dieses Buch macht wirklich Lust darauf, die alten Tipps wiederzuentdecken und auszuprobieren und so auch vergangenen Generationen wieder näherzukommen.

Ein wahrer Schatz für Gartenfreunde.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Wunderschön

Hase und ich
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Als großer Kaninchen- und Hasenfan musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Es ist eine wahre Bereicherung und ich habe jede einzelne Seite geliebt.

Chloe Dalton nimmt aus Unwissenheit ein Hasenbaby auf. ...

Als großer Kaninchen- und Hasenfan musste ich dieses Buch unbedingt lesen. Es ist eine wahre Bereicherung und ich habe jede einzelne Seite geliebt.

Chloe Dalton nimmt aus Unwissenheit ein Hasenbaby auf. Als sie erfährt, dass sie dieses nicht mehr zurücksetzen kann, da die Mutter es nicht mehr annehmen wird, entschließt sie sich kurzerhand, dieses Hasenbaby aufzuziehen. Wer sich mit der Aufzucht von Wildtierbabies auskennt weiß, dass Hasenbabys quasi die Königsdisziplin sind.

Mit viel Liebe und Einfühlungsvermögen gibt sie sich dieser Aufgabe hin und uns Leser:innen stellt sich oft die Frage, wer hier eigentlich wen auf das Leben vorbereitet. Denn je mehr Chloe sich um Hase kümmert, desto mehr öffnet sich ihr die Natur. Dies zeigt wieder deutlich, dass unser Fokus bestimmt, was wir erleben.

Die unglaubliche Liebe ist wirklich herzerweichend. Die Rücksichtnahme vorbildlich, wenn auch manchmal ein wenig zu sehr. Man spürt die große Liebe zwischen den beiden wirklich auf jeder Seite.

Mir hat dieses in wunderschöner Sprache geschriebene Buch wieder deutlich gemacht, dass wir Menschen die Natur allzu oft einfach übersehen, denn sie ist überall. Wir müssen nur unseren Fokus ändern.

Eine Herzensempfehlung für jeden, der entschleunigen will und Hasen und die Natur liebt.

Veröffentlicht am 18.04.2025

Schöner politischer Krimi aus Österreich

Freunderlwirtschaft
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Ich liebe es immer, wenn Büchern in Orten spielen, die ich kenne und da sehr gute Freunde in Wien und Umgebung wohnen, wollte ich diesen Krimi unbedingt lesen. Ich wurde nicht enttäuscht.
Sehr schnell ...

Ich liebe es immer, wenn Büchern in Orten spielen, die ich kenne und da sehr gute Freunde in Wien und Umgebung wohnen, wollte ich diesen Krimi unbedingt lesen. Ich wurde nicht enttäuscht.
Sehr schnell konnte ich in die Geschichte eintauchen und so habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Gerade wenn man an die aktuelle politische Situation denkt, erscheinen einem manch sarkastische und überzogenen Stellen doch leider gar nicht so fern von der Realität. Wer ein wenig mit offenen Augen durch die Welt geht, der merkt, dass Freunderlwirtschaft leider nicht zu weit von der Reaität entfernt spielt.

Alma Oberkoferl ist eine wirklich interessante Figur. Wir erfahren von ihrer Intention, warum sie zur Polizei ist und auch genug aus ihrem Privatleben, um sie gut kennenzulernen, aber nie so viel, dass es den Lesefluss stört. Ich habe gehofft, den typischen Wieder Schmäh vorzufinden und wurde nicht enttäuscht.

Freunderlwirschaft ist wirklich gut geschrieben und liest sich mit viel Genuss. Ich kann dieses Buch wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

Hat mir sehr gut gefallen

Inspector Swanson und das Kabinett der Kuriositäten
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Ich liebe Krimis, die im viktorianischen London spielen, da sie irgendwie ihren ganz eigenen Charme haben und ich auch noch nie enttäuscht wurde. Auch dieses Buch war ein absoluter Glücksgriff.
Es handelt ...

Ich liebe Krimis, die im viktorianischen London spielen, da sie irgendwie ihren ganz eigenen Charme haben und ich auch noch nie enttäuscht wurde. Auch dieses Buch war ein absoluter Glücksgriff.
Es handelt sich hierbei um den 11. Band einer Reihe. Wie es aber bei Krimis oft der Fall ist, kann man auch diesen Band problemlos lesen, ohne die Vorgänger zu kennen. Ich hatte an keiner Stelle das Gefühl, zu wenig Hintergrundinformationen zu haben, habe aber auch nicht das Gefühl, für die anderen Bände gespoilert worden zu sein.

Alle Figuren sind wirklich liebevoll entworfen und es macht viel Spaß, sie zu begleiten. Neben einem wirklich guten Fall, dessen Auflösung auch lange ein Rätsel blieb, gefiel mir die ganze Atmosphäre des Buches und auch der Humor. Die Suche nach der Klitoris hat sicher nicht nur mich köstlich amüsiert.

Ich kann dieses Buch jedem Freund von cozy crime, viktorianischen Krimis und Wohlfühllektüre nur ans Herz legen.

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Veröffentlicht am 02.03.2025

Wunderschöner Heimatroman mit ein wenig Übersinnlichem

Wintertöchter Trilogie
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Ich habe diese Trilogie verschlungen als wäre es ein einziges, kurzes Buch.
Die Wintertöchter Trilogie bietet alles, was man braucht, um vor dem Alltag entfliehen zu können. Es ist ein wenig kompliziert, ...

Ich habe diese Trilogie verschlungen als wäre es ein einziges, kurzes Buch.
Die Wintertöchter Trilogie bietet alles, was man braucht, um vor dem Alltag entfliehen zu können. Es ist ein wenig kompliziert, über die Handlung zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, denn ich finde, dieses miterleben, diese Unsicherheit, was kommt, macht hier einen großen Reiz aus.
Wir starten vor ca 90 Jahren und begleiten die Familie bis zur Gegenwart. Als Marie zu Dreikönig die kleine Anna auf die Welt bringt und ihren Mann losschickt, die Hebamme zu holen, verunglückt dieser tödlich. Anna trägt eine Gabe in sich, die in dieser Familie vererbt wird. Diese Gabe ist, wie so oft, Fluch und Segen zugleich. Das Leben der Familie auf dem Bergbauernhof ist kein leichtes. Der 2. Weltkrieg hinterlässt seine Spuren, das Leben in den bergen ist hart, man macht gute und weniger gute Bekanntschaften. Es wird geredet und es wird weggesehen, wenn man hinschauen sollte. Anna macht wirklich unsagbar viel mit und ich entwickelte Mitleid und auch große Bewunderung.

Dieses Buch strotz vor Liebe zum Detail und besonders zur Gegend, in der es spielt. Die österreichische Forstau. Meine Großeltern lebten in einer recht ähnlichen Gegend und ich konnte mich wirklich in die Geschichte einleben und erlebte die ganze Handlung quasi hautnah mit. Jede einzelne Person erweckte zum Leben und wurde mit viel Liebe zum Detail herausgearbeitet. Man freut sich, man leidet, man liebt und man hasst. In diesem Buch erlebt man alle Gefühlsregungen, als seien es die eigenen.

Es ist schwer, eine übersinnliche Gabe so darzustellen, dass es in die Geschichte passt und nicht abgehoben und verschwörungstheoretisch wirkt. Das ist der Autorin aber unglaublich gut gelungen. Die Gabe, die Anna, und nicht nur sie, in sich trägt, gibt uns allen den Mut, zu uns zu stehen. Zu unseren Besonderheiten zu stehen. Annas Dede und auch Anna sind sehr versiert in Kräuterheilkunde. Dies ist auch meine große Leidenschaft und so kenne ich manch erwähntes Rezept und viele erwähnte Kräuter und kann sagen, dass dies hervorragend recherchiert ist. Hier gefällt mir besonders, dass im Nachwort davor gewarnt wird, die Rezepte einfach auszuprobieren, denn so einfach funktioniert Kräuterheilkunde auch nicht.

Natürlich ist es ein Wagnis, gleich eine ganze Trilogie zu kaufen, doch hier lohnt es sich wirklich. In diesen drei Büchern steckt so viel Heimatliebe, obwohl die Autorin die Gegend nur vom Urlaub kennt, so viel Detailverliebtheit und ein unglaubliches Gespür für das Leben in den Bergen.

Ich kann es wirklich wärmstens empfehlen. Wer sich unsicher ist, kann ja erst den ersten Band lesen.


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