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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.07.2026

Etwas langatmig

Fünf, sechs, sieben, acht
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Die Grundidee – ein älter werdender Stepptänzer, der sich mit beruflichen Rückschlägen, familiären Konflikten und seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss – fand ich sehr interessant. Auch die Themen ...

Die Grundidee – ein älter werdender Stepptänzer, der sich mit beruflichen Rückschlägen, familiären Konflikten und seiner Vergangenheit auseinandersetzen muss – fand ich sehr interessant. Auch die Themen Älterwerden, verpasste Chancen und die Beziehung zwischen Vater und Tochter bieten viel Potenzial.

Der Schreibstil ist ruhig, flüssig und sprachlich sehr schön. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte über weite Strecken nur langsam vorankommt. Vieles wiederholt sich in den Gedanken der Figuren, wodurch der Roman für mich einige Längen hatte. Gerade im Mittelteil fehlte mir die Dynamik, sodass ich das Buch öfter zur Seite gelegt habe.

Auch die Figuren blieben für mich überraschend distanziert. Anton und Emma sind zwar glaubwürdig gezeichnet, doch ihre Konflikte haben mich emotional nicht wirklich erreicht. Manche Entwicklungen wirkten vorhersehbar, andere hätte ich mir etwas tiefgründiger ausgearbeitet gewünscht.

Die Reise und die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit sorgen zwar noch einmal für Bewegung in der Handlung, das Ende konnte mich jedoch nicht vollständig überzeugen. Es hinterließ bei mir eher ein Gefühl der Beliebigkeit als einen nachhaltigen Eindruck.

Insgesamt ist Fünf, sechs, sieben, acht kein schlechtes Buch – es behandelt wichtige Themen und ist stilistisch auf hohem Niveau geschrieben. Wer ruhige, nachdenkliche Geschichten mag, wird hier sicher vieles finden. Mich konnte dieser Roman leider nur teilweise mitnehmen.

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Veröffentlicht am 14.06.2025

Nicht so ganz mein Ding...

Die Insel - einer kennt die ganze Wahrheit
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Ulf Kvenslers Thriller "Die Insel" entführt die Leser auf die schwedische Insel Gotland, wo ein junges Paar, Isak und Madde, nach Jahren der Funkstille Isaks unberechenbaren Vater besucht. Die Kulisse ...

Ulf Kvenslers Thriller "Die Insel" entführt die Leser auf die schwedische Insel Gotland, wo ein junges Paar, Isak und Madde, nach Jahren der Funkstille Isaks unberechenbaren Vater besucht. Die Kulisse der Insel wird eindrucksvoll und atmosphärisch beschrieben, wodurch die Schönheit Schwedens lebendig wird. Diese idyllische Umgebung steht im starken Kontrast zu den psychologischen Abgründen, die sich im Verlauf der Geschichte auftun. Der Roman besticht zum Teil durch eine dichte, psychologische Spannung und einen gut konstruierten Plot, der mit zahlreichen Wendungen aufwartet. Die Handlung erschien mir aber sehr langatmig, zum Teil sogar wirr, da in den Kapiteln zwischen zwei Zeiten hin und her gesprungen wurde. Zwar gab es auch eine gewisse Spannung durch immer wieder neue Geheimnisse und Konflikte zwischen Isak und seinem Vater bzw. deren Vergangenheit, doch konnte mich das Buch leider nicht vollends überzeugen. Lag vielleicht an der Ich-Form eines Protagonisten, mit dem ich überhaupt nicht warm werden konnte.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Das war leider nicht so meins...

Ginsterburg
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Ich hatte mich auf ein interessantes Buch gefreut, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Leider kam ich mit dem Schreibstil des Autors nicht so gut klar. Der Prolog wurde am Ende nicht aufgelöst, ...

Ich hatte mich auf ein interessantes Buch gefreut, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte. Leider kam ich mit dem Schreibstil des Autors nicht so gut klar. Der Prolog wurde am Ende nicht aufgelöst, die Kapitel begannen teilweise seltsam und eine wirkliche Hauptfigur gab es auch nicht. Die Geschichte selbst war ja nicht schlecht, aber für mich als Leserin nicht gut umgesetzt, so dass ich mich mehr oder weniger durchs Buch gequält habe. Auch blieben für mich am Schluss ein paar Fragen offen.

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Veröffentlicht am 06.03.2025

Interessant, aber nicht so flüssig zu lesen

Die Allee
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Florentine Anders' Debütroman „Die Allee“ ist ein ambitioniertes Werk, das die Geschichte der Stalinallee in Ost-Berlin mit dem Schicksal einer Familie verwebt. Während das Buch in einigen Aspekten überzeugt, ...

Florentine Anders' Debütroman „Die Allee“ ist ein ambitioniertes Werk, das die Geschichte der Stalinallee in Ost-Berlin mit dem Schicksal einer Familie verwebt. Während das Buch in einigen Aspekten überzeugt, offenbaren sich auch Schwächen. So gelingt es der Autorin, ein lebendiges Bild der Nachkriegszeit und der frühen DDR zu zeichnen. Die politischen und gesellschaftlichen Veränderungen werden anschaulich dargestellt. Die Verknüpfung von Architekturgeschichte und persönlichem Schicksal ist interessant und bietet neue Perspektiven auf die Entstehung der Stalinallee. Die Autorin entfaltet ein komplexes Geflecht aus familiären Beziehungen und Konflikten und gibt einen guten Einblick in das Leben des Architekten Hermann Henselmann und seiner Familie, die mir (als Wessi) vorher allerdings völlig unbekannt waren.

Der Schreibstil ist für mich gewöhnungsbedürftig. Florentine Anders schreibt in der Gegenwartsform, was ich nicht immer ganz so flüssig fand. Leider waren auch recht viele Rechtschreibfehler im Buch, was ich immer sehr schade finde, muss man doch fürs gebundene Exemplar 24 Euro bezahlen.

Obwohl das Buch auf umfangreicher Recherche basiert, (Florentine Anders ist die Enkelin des Stararchitekten) gibt es einige Ungenauigkeiten und Vereinfachungen. Die Figuren sind zwar vielschichtig angelegt, bleiben aber zum Teil blass. Ihre Motivationen und inneren Konflikte werden nicht immer deutlich. Die Charakterentwicklung bleibt auf der Strecke.

Für mich war das Buch jetzt leider kein Lesehighlight, was daran liegen mag, dass ich weder mit der DDR noch mit der Architektur verbunden bin. Das mag für andere Leser vielleicht sehr viel spannender sein. Dennoch habe ich hin und wieder nach Bildern aus dieser Geschichte gesucht, um wenigstens etwas mitgenommen zu werden und meine mangelnden Ost-Berlin-Kenntnisse ein wenig zu verbessern.

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Veröffentlicht am 10.12.2024

Der persönlichste Dengler aber nicht der beste...

Black Forest
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Bei diesem Buch fällt mir eine Bewertung unheimlich schwer. Eigentlich liebe ich die Dengler-Krimis, aber dieser hier ist irgendwie anders. Zum einen größtenteils in Ich-Form geschrieben, womit ich nur ...

Bei diesem Buch fällt mir eine Bewertung unheimlich schwer. Eigentlich liebe ich die Dengler-Krimis, aber dieser hier ist irgendwie anders. Zum einen größtenteils in Ich-Form geschrieben, womit ich nur schwer klar kam, zum anderen fast ein Drittel nur Blabla und Langeweile. Zwischendurch tauchen immer mal wieder Kapitel über eine streunende Wölfin auf, bei denen ich mir bis zum Schluss nicht schlüssig bin, was das sollte.

Denglers Vergangenheitsbewältigung war dann für mich wieder sehr interessant zu lesen, auch die Erklärungen zur Klimakatastrophe brachten die eine oder andere neue Erkenntnis. Wie man das ja von der Dengler-Serie gewohnt ist: immer nah an der aktuellen Realität.

Spannend wurde es erst sehr spät, aber dafür waren dann Olga und Dengler auch "voll in Action". Und natürlich hatte Wolfgang Schorlau auch wieder ein paar Überraschungen parat, mit denen man so nicht gerechnet hätte.

Für mich war es also nicht gerade der Renner, da habe ich in der Vergangenheit bessere Teile gelesen. Aber das ist ja immer irgendwie auch Geschmackssache.

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