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madiko

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2025

Beeindruckende Natur

Wo die Moltebeeren leuchten (Die Norrland-Saga, Bd. 1)
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Das Buchcover mit dem farbigen Moltebeeren Seitenschnitt ist sehr beeindruckend. Die Autorin schreibt in drei abschnitten über zwei Zeitzonen 1937/1938 und 2022. 1938, Siv muss schon als Jugendliche mehrere ...

Das Buchcover mit dem farbigen Moltebeeren Seitenschnitt ist sehr beeindruckend. Die Autorin schreibt in drei abschnitten über zwei Zeitzonen 1937/1938 und 2022. 1938, Siv muss schon als Jugendliche mehrere Monate als Köchin für eine männliche Waldarbeitergruppe arbeiten, da ihr Vater durch einen Unfall arbeitsunfähig wurde. Sie lebt mehrere Monate mit 10 Holzfällern sehr abgelegen in Lappland. Die Hütte ist sehr klein und sie fühlt sich anfangs sehr unwohl.. Nach und nach stärkt sich ihr Selbstvertrauen und sie genießt die Freiheit, da niemand ihr etwas vorschreibt. Das Leben ist sehr einfach, kein Strom und kein fließendes Wasser. Siv erlebt dort auch ihre erste Liebe. 2022 kommt Eva in ihre alte Heimat als Beraterin für ein Forstunternehmen und steht dort mit den Umweltschützern gegenüber. Eva soll sich für ein Abholzungsprojekt einsetzen. Dort trifft sie ihre alte Jugendliebe, Matthias, wieder. Nach und nach wird aus der beruflichen Aufgabe eine persönliche Familiengeschichte. Es geht um den Konflikt der Rodung alter Wälder und den Erhalt von schützenswerten Pflanzen und Pilzen. FAZIT: Es ist ein absolut lesenswerter Roman, der mich sehr berührt und gefesselt hat.

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Veröffentlicht am 17.07.2025

Ein wunderschöner poetischer Roman

Der Krabbenfischer
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mit dem Buch "der Krabbenfischer " ist dem Autor Benjamin Wood ein sehr poetischer und tiefgehender Roman gelungen. Thomas Flett, Anfang 20, ist der Protagonist. Er lebt mit seiner Mutter in ärmlichen ...

mit dem Buch "der Krabbenfischer " ist dem Autor Benjamin Wood ein sehr poetischer und tiefgehender Roman gelungen. Thomas Flett, Anfang 20, ist der Protagonist. Er lebt mit seiner Mutter in ärmlichen Verhältnissen, in der Zeit um 1960in Longferry an der englischen Küste. Tom arbeitet als Krabbenfischer mit Pferd und Karren um den spärlichen Lebensunterhalt zu verdienen. Den Beruf, und die Liebe zum Meer hat er von seinem Großvater übernommen. Tagein, Tagaus bei jedem Wetter. Thomas lebt sehr bescheiden und zurückgezogen, sein einziger Traum ist die Musik auf seiner alten Gitarre zu machen und in einem Pub Anerkennung zu erhalten. Eines Tages sitzt ein Regisseur mit seiner Mutter in seinem Haus und bietet Tom einen Job an. Das zarte Pflänzchen einer beginnenden Freundschaft zwischen ihm und dem Regisseur Edgar Acheson ist sehr poetisch beschrieben. Für Tom öffnet sich eine Tür in eine andere Welt. Das sehr schön und in zarten Farben gestaltete Cover passt perfekt zu diesem ruhigen Roman. FAZIT: Ein schöner Roman, der sich zu lesen lohnt.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Toller Geschichtsunterricht

1177 v. Chr. – Eine Graphic Novel
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1177 v.Chr. von Eric Cline und illustriert von Glymmis Fawkes ist ei n geschichtsträchtiger Comic. Durch die Geschichte vom Untergang der bronzezeitlichen Zivilisationen führen uns Pel, ein Nachfahre der ...

1177 v.Chr. von Eric Cline und illustriert von Glymmis Fawkes ist ei n geschichtsträchtiger Comic. Durch die Geschichte vom Untergang der bronzezeitlichen Zivilisationen führen uns Pel, ein Nachfahre der Seevölker und Schescha eine ägyptische Schreiberin. Die Aufbereitung der komplexen Geschichte ist dem Autor und der Illustratorin perfekt gelungen. Es macht Spaß durch die damalige Zeit zu streifen und auf viele Fragen detaillierte Antworten zu bekommen. Es dreht sich natürlich um die Frage, wann und warum, sind diese hochentwickelten Zivilisationen ausgestorben und die Städte und Landschaften verlassen worden. Vieles deutet auf einen Klimawandel hin, der uns heute, 3000 Jahre später, auch beschäftigt. Vielleicht ist ein Blick 3000 Jahre zurück sehr lehrreich. Das wunderschön gestaltete Cover und die Comics machen das Buch sicherlich auch für jüngere Leser interessant. FAZIT. Für alle an Geschichte interessierten Leser, die nicht so gern verstaubte Sachbücher lesen eine absolute Empfehlung.

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Veröffentlicht am 18.04.2025

Die Liebfrauenkirche im Mittelalter

Die Gerüche der Kathedrale
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Die Autorin Wendy Wauters beschreibt in einem interessanten Sachbuch die Entwicklung der Stadt Antwerpen , wobei die Liebfrauenkirche eine hervorzuhebende Bedeutung erlangt. Die stechenden Gerüche der ...

Die Autorin Wendy Wauters beschreibt in einem interessanten Sachbuch die Entwicklung der Stadt Antwerpen , wobei die Liebfrauenkirche eine hervorzuhebende Bedeutung erlangt. Die stechenden Gerüche der damaligen Menschen, durch die Pest, durch Ausdünstungen von Kleidern bei ungewaschenen Pilgern und durch Leichen werden unterhaltsam und erstaunlich gut recherchiert beschrieben. Die Erklärungen warum Myrte und Weihrauch in der Kathedrale verwendet wurden haben mir einen neuen Einblick in die damalige Kirchenzeit gegeben. Interessant: Die Priester sprachen leise die lateinischen Worte "Hoc est corpus meum", die Gläubigen verstanden Hocus pocus. Die Kathedrale war auch bei vielen Bürgern ein sozialer und wirtschaftlicher Treffpunkt und Schutz vor Verfolgung. Das Mitbringen der eigenen Stühle, die Ausschmückung der Altäre die religiösen Relikte und Rituale haben mir, durch dieses Buch, einen neuen Blickwinkel auf das Mittelalter in Antwerpen gegeben. Sehr aufschlussreich und besonders hervorzuheben sind die Illustrationen in der Mitte des Buches, sowie die Zeittafel am Ende des Buches. Auch für nicht geschichtsinteressierte Leser ein flüssig geschriebenes Sachbuch, das auf jeden fall sehr lesenswert ist.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Zwei Zeitebenen in einem Roman

Die Brücke von London
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"Die Brücke von London " ist ein historischer, sehr unterhaltsamer Roman von Julius Arth. Die Geschichte um die Erbauung der Brücke um 1200 ist sehr gut recherchiert und interessant geschrieben. Die andere ...

"Die Brücke von London " ist ein historischer, sehr unterhaltsamer Roman von Julius Arth. Die Geschichte um die Erbauung der Brücke um 1200 ist sehr gut recherchiert und interessant geschrieben. Die andere Geschichte spielt um 1749. Juliana Hemlay betreibt, auf der nun mit Wohn- und Geschäftshäusern bebauten Brücke, mit ihrem Mann einen Tuchladen. Als es stirbt hinterlässt er ihr eine große Summe an Spielschulden, die dann eingetrieben werden sollen. Ihr droht das Schuldnergefängnis. Doch mit Hilfe eines Straßenjungen, den sie aus der Themse fischt und das Leben rettet, macht sie die Bekanntschaft eines Schmugglers. Er begleicht zwar die Schulden, aber drängt sie auf ein Geschäft mit Schmuggelware auf der Brücke. Die Figuren des Romans sind authentisch und lebendig beschrieben, sodass man mit fiebert und mit leidet. Der Schreibstil des Autoren ist flüssig und bildhaft. Ebenso ist das Cover des Buches schön gestaltet und passt perfekt zum Inhalt. Fazit: Wer gerne historische Romane liest ist hier bei diesem Buch genau richtig und darum gebe ich eine klare lese Empfehlung und 5 Sterne.

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