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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.04.2025

Endzeit-Thriller

Der letzte Mord am Ende der Welt
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Ein gefährlicher Nebel hat die Erde unbewohnbar gemacht. Es gibt noch eine einzige bewohnte Insel mitten im Meer. Hier ist es einer brillanten Wissenschaftlercrew gelungen, Barrieren ringsum zu errichten. ...

Ein gefährlicher Nebel hat die Erde unbewohnbar gemacht. Es gibt noch eine einzige bewohnte Insel mitten im Meer. Hier ist es einer brillanten Wissenschaftlercrew gelungen, Barrieren ringsum zu errichten. Jetzt leben nur noch drei der Forscher und zirka 120 Bewohner, die unter einfachsten Bedingungen für den Lebensunterhalt sorgen.
Doch die Leiterin dieser Enklave wird ermordet, und wenn nicht innerhalb einer gewissen Frist der Mörder gefunden und bestraft wird, dann brechen die lebensrettenden Barrieren zusammen.
Ich konnte mich nicht sofort in diese außergewöhnliche Gemeinschaft einlesen, weil mich die ersten Seiten einfach noch nicht eingefangen haben. Aber dann plötzlich entwickelt die Handlung eine Eigendynamik, die einen nicht mehr loslässt. In schneller Abfolge werden ungeheuerliche Geheimnisse und Taten aufgedeckt, die das Zusammenleben auf der Insel unter einem ganz neuen Licht erscheinen lassen. Leider ist es unmöglich, auf die Einzelheiten einzugehen, ohne zu spoilern, aber soviel kann gesagt werden:
hinter einem Plot, der wie ein utopischer Krimi anmutet, verbirgt sich ein erschreckendes Denkmodell, wozu Menschen fähig sind, wenn Schranken erst einmal gefallen sind.
Auch wenn er wie ein Thriller daher kommt, so ist das einer der Romane, die einem noch lange im Gedächtnis bleiben.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Spannender Heidelberg-Krimi

Im kalten Licht des Morgens
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Der Heidelberger Kripochef Alexander Gerlach ist eigentlich noch krankgeschrieben wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Er fühlt sich auch noch nicht richtig fit, doch als er beim Joggen im ...

Der Heidelberger Kripochef Alexander Gerlach ist eigentlich noch krankgeschrieben wegen einer posttraumatischen Belastungsstörung. Er fühlt sich auch noch nicht richtig fit, doch als er beim Joggen im Wald eine weibliche Leiche findet, erwachen seine Lebensgeister und seine Motivation. Mit viel Geschick, Intuition und vor allem viel Empathie für Opfer und Täter knackt er auch diesen Fall, der dem Leser mal wieder ein paar spannende Lesestunden beschert.

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Veröffentlicht am 17.04.2025

Den Fluch brechen

Kerze & Krähe
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Der Designer des quirligen Covers hat sich gut mit dem Inhalt dieses Buches, dem letzten Teil der Chronik des Siegelmagiers, auseinandergesetzt, denn man findet dort wesentliche Elemente der Handlung wieder.
Auch ...

Der Designer des quirligen Covers hat sich gut mit dem Inhalt dieses Buches, dem letzten Teil der Chronik des Siegelmagiers, auseinandergesetzt, denn man findet dort wesentliche Elemente der Handlung wieder.
Auch wenn ich erst jetzt in diese Chronik einsteige, habe ich dennoch nicht das Gefühl, ratlos zu sein, denn Kevin Hearne holt seine Leser sofort mit seiner chaotisch kunterbunten Art ab. Man wird, im positiven Sinne, erschlagen von seiner schier unendlichen Fantasie und dem grandiosen Wortwitz, und die unglaublichsten magischen Gestalten tauchen vor dem inneren Auge auf.
Um den Inhalt in groben Zügen zu erzählen:
Al MacBharrais ist ein schottischer Magier, der durch Tinte und Siegel zaubert. Er ist eine Art Hüter zwischen der Menschen- und der magischen Welt. Nur kann er wegen eines heimtückischen Fluchs nicht normal mit anderen Wesen kommunizieren, weil sie ihn sonst hassen würden. In erster Linie begleitet der Leser ihn bei dem Versuch, diesen Fluch zu erforschen und aufzuheben.
Der Schreibstil von Hearne ist gewöhnungsbedürftig, denn zu jeder Handlung, zu jeder Figur, hat er zig lustige Einfälle und Kommentare. Gerade dieser Wortwitz verhindert, dass man den Inhalt des Romans in einem Rutsch inhaliert. Er zwingt vielmehr zum langsamen, genussvollen Lesen. Und genau das habe ich mit diesem Buch getan und es hat mir gut gefallen.

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Veröffentlicht am 15.04.2025

Der schöne Schein

Ein ungezähmtes Tier
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In Genf freunden sich zwei Familien miteinander an, damit treffen auch zwei Welten aufeinander. Greg ist Elitepolizist, seine Frau Karine Verkäuferin. Zusammen können sie sich gerade so eine kleine Doppelhaushälfte ...

In Genf freunden sich zwei Familien miteinander an, damit treffen auch zwei Welten aufeinander. Greg ist Elitepolizist, seine Frau Karine Verkäuferin. Zusammen können sie sich gerade so eine kleine Doppelhaushälfte leisten. Durch den Fußballverein der Kinder lernen sie Arpad und Sophie Braun kennen, die scheinbar im Geld nur so zu schwimmen. Greg ist vom ersten Moment an von der schönen Sophie besessen und stalkt sie insgeheim, und bringt damit sowohl seine Ehe als auch seine berufliche Karriere in Gefahr.
Joël Dicker ist ein Meister des Erzählens, wie man schon aus seinen früheren Werken weiß. Auch hier springt er durch die Zeiten, um ein umfassendes Bild der Brauns zu geben. Obwohl ihre Liebe so groß ist, so hat doch jeder der beiden gut gehütete Geheimnisse.
Das andere Paar wird nicht so gut ausgeleuchtet. Hier richtet sich der Fokus auf den triebhaften Greg, der unaufhaltsam, allerdings auch selbstverschuldet, in eine Abwärtsspirale gerät.
Das Finale wird wohl jeden Leser überraschen, der mit soviel Abgebrühtheit der Akteure nicht rechnen konnte.
In diesem Roman halten sich psychologische Charakterstudien und kriminelle Elemente die Waage. Beides ist gleichermaßen spannend und fesselt den Leser an die Seiten.
Ich kann den neuesten Dicker wieder wärmstens empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Eine pfiffige Kommissarin

Teufels Tanz
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Den zweiten Fall der Wiener Mordgruppe habe ich leider verpasst, dennoch findet man sich schnell wieder im Kreis der Kollegen rund um Fina Plank zurecht. Jeder Band ist für sich allein genommen zum Glück ...

Den zweiten Fall der Wiener Mordgruppe habe ich leider verpasst, dennoch findet man sich schnell wieder im Kreis der Kollegen rund um Fina Plank zurecht. Jeder Band ist für sich allein genommen zum Glück gut zu verstehen, obwohl der Mörder einen Bogen rund um alle drei Bücher spannt.
Diesmal wagt die pfiffige Fina ein paar riskante, vor allem aber auch unnötige Alleingänge, die ihr nicht gut bekommen. Privat läuft es immer besser mit dem Kollegen Georg aus dem Kriminallabor, aber das Zusammenleben mit ihrer dreisten Schwester Calli dagegen wird immer nerviger.
Natürlich ist mal wieder ein Serienmörder mit im Spiel, und dieser scheint unglücklicherweise auch private Kenntnisse über das Ermittlerteam zu besitzen. Es werden zudem immer Hinweise platziert, die einen bestimmten Mitarbeiter in Verruf bringen.
Kurz gesagt, es ist wieder von vorn bis hinten ein spannender Krimi. Fina wächst einem zunehmend ans Herz, und als Leser möchte man eigenhändig Calli aus der Wohnung werfen.
Das Finale bringt eine überraschende Wendung, scheint aber auch ein endgültiger Abschied von dieser netten Truppe zu sein.
In der Hörbuchversion spricht Julia Nachtmann die Handlung, und man hört ihr gerne zu.

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