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Veröffentlicht am 24.11.2025

Nette Unterhaltung

Die wilden Jahre
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Die Geschwister Thora und Hannes stammen aus einer wohlhabenden
Fabrikantenfamilie. Es sind bewegte Zeiten.
Gerade ist der 1. Weltkrieg vorbei. Die Bewohner des Rheinlandes
bekommen die Auswirkungen der ...

Die Geschwister Thora und Hannes stammen aus einer wohlhabenden
Fabrikantenfamilie. Es sind bewegte Zeiten.
Gerade ist der 1. Weltkrieg vorbei. Die Bewohner des Rheinlandes
bekommen die Auswirkungen der vier Kriegsjahre erst jetzt in voller Tragweite zu spüren.
Es sind wirklich sehr bewegte Zeiten.
Thora hat trotz aller Widerstände ihr Schauspielstudium durchgezogen
und Hannes ist unversehrt aus dem Krieg heimgekehrt. Was nicht jedem der Soldaten vergönnt ist.
Hannes, der Architektur studieren wollte, wird allerdings des Mordes angeklagt.
Thora ist verzweifelt. Hannes spricht nicht über die Tat. Will auch keinen Anwalt. Thora setzt
alles in Bewegung, um Hannes zu helfen.

Ein sehr mitreißender Klappentext, der große Lust auf dieses Buch macht.
Das Thema ist sehr interessant, ist es doch eine relativ unbekannte Zeit. Das Leiden und der Mangel, dem die Bevölkerung ausgesetzt ist, werden wunderbar wiedergegeben. Auch der Umbruch in eine neue Zeit ist gut umgesetzt.
Man spürt förmlich die Kraft, die Thora ausstrahlt.
Ihre Leidenschaft, ihren Willen, sich gegen eine Männerwelt zu behaupten.
Wie sie sich gegen die gesellschaftlichen Regeln auflehnt und sich
selbst immer dabei treu bleibt.
Leider ist die Schreibweise sehr steif und emotionslos. Dadurch bleiben die Charaktere fremd. Es fällt schwer, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen.
Es ist zwar nett zu lesen, wie sich eine junge Frau in dieser Männergesellschaft durchsetzt.
Das alleine reicht aber nicht aus.
Diesem Roman fehlen das Herzliche und die Leichtigkeit, die dieses Thema verdaulich machen. Etwas mehr Spannung würde ihm auch guttun.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Mutige Frauen in Paris

Wir dachten, das Leben kommt noch
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1942: Pat wird von Churchills geheimer Spezialeinheit rekrutiert. Getarnt
als Französin schmuggelt sie Sprengstoff und übermittelt verschlüsselte
Funksprüche. Eine aufregende Zeit, über die sie ...

1942: Pat wird von Churchills geheimer Spezialeinheit rekrutiert. Getarnt
als Französin schmuggelt sie Sprengstoff und übermittelt verschlüsselte
Funksprüche. Eine aufregende Zeit, über die sie niemals reden darf.
1990er Jahre: Gwen, BBC Moderatorin kontaktiert Pat weil sie sich für
ihre Vergangenheit interessiert. Sie soll ein Buch über die SOE Girls schreiben.
Geheimagentinnen im inoffiziellen Auftrag der britischen Regierung, die aus dem Untergrund heraus agierten.
Erzählt wird auf verschiedenen Zeitebenen.
Das ist teilweise etwas verwirrend, weil das nicht chronologisch passiert.
Leider sind die Charaktere alle etwas unnahbar und es fällt schwer, sich mit
ihnen zu identifizieren.
Pat und Gwen sind die Hauptfiguren und es dauert schon einige Seiten, bis man sämtliche Charaktere sortiert und zugeordnet hat. Es ist mühsam, der Geschichte zu folgen, weil oft nicht klar ist, um wen es gerade geht. Zeitweilig hat mich die Geschichte sogar verloren.
Ich habe lange gebraucht, bis mich das Buch etwas fesseln konnte.
Interessant ist dieser Teil der Zeitgeschichte, ist er doch recht unbekannt.
Die Schreibweise ist eigentlich gut und fließend.
Das reicht aber bei weitem nicht aus. Ohne Spannung, teilweise recht zäh erzählt, zieht sich alles in die Länge. Für mich ein etwas unbefriedigendes Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 19.04.2025

Nette Urlaubslektüre

Lieber solo als allein
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Leonie hat gerade ihr Touristikstudium beendet und fiebert der Traumhochzeit mit Luca entgegen.
Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben.
Leonies Oma Gabriele lässt ...

Leonie hat gerade ihr Touristikstudium beendet und fiebert der Traumhochzeit mit Luca entgegen.
Gefeiert wird im Herzen Italiens, in Perugia, wo Lucas Eltern ein Hotel betreiben.
Leonies Oma Gabriele lässt sich den großen Tag ihrer Enkelin nicht entgehen
Ihre erste Reise nach dem Tod ihres Mannes. Das ist nicht leicht für sie.
Leonies Eltern, Katrin und Oliver, sind seit Jahren getrennt. Nun sitzen sie auf dem Weg zur Hochzeit im gleichen Flugzeug.
Alle hoffen auf eine harmonische Hochzeit. Doch dann beginnt nicht nur die Fassade des Hotels zu bröckeln.

Die Hauptfiguren überzeugen durch ihre unterschiedlichen Charakterzüge.
Die Figuren sind wunderbar beschrieben und man hat das Gefühl
direkt vor Ort zu sein.
Dieser Roman ist wie ein kleiner Italienurlaub.
Man taucht in ihn ein, wie in die Wellen des Meeres.
Der Schreibstil der Autorin ist warmherzig und mitreißend.
Viel Dolce Vita, Herzschmerz und Selbsterkenntnis.
Drei Frauen auf der Suche nach Liebe. Es gibt die üblichen
Hindernisse. Verwicklungen, Missverständnisse, Eifersucht.
Es macht Spaß, die drei eine kurze Zeit lang zu begleiten.
Im Mittelteil lässt das Gefühl leider etwas nach, es liest sich
zähflüssiger. Tessa Hennigs Humor blitzt nur selten vor.
Am Ende dann Happy End, das übliche halt.
Trotz allem ein schöner Roman über das Leben und die Familie.
Mit den schönen Landschaftsbeschreibungen die perfekte Urlaubslektüre.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Viel Lärm und Alkohol

Die Garnett Girls
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Die Schwestern leben im Schatten der stürmischen Liebesbeziehung ihrer Mutter Margo und ihres Vaters Richard,
deren Ehe leider in einer Scheidung endete. Sein Alkoholkonsum und ihre Streitereien führten ...

Die Schwestern leben im Schatten der stürmischen Liebesbeziehung ihrer Mutter Margo und ihres Vaters Richard,
deren Ehe leider in einer Scheidung endete. Sein Alkoholkonsum und ihre Streitereien führten dazu,
dass Richard die Familie verließ, um sich seiner geheimen anderen Familie anzuschließen.
Keines der Mädchen hat seinen Vater seit diesem Tag je wiedergesehen.

Angekündigt als ein süchtig machendes Familiendrama vor atemberaubender Kulisse der Isle of Wight
war ich sehr neugierig auf diesen Roman. Bedauerlicherweise werde ich mit diesem Buch nicht warm.
Zeitweilig ist es sehr langatmig und nicht einfach, diese komplizierten und verqueren Gedanken zu verfolgen.
Georgina Moore verliert sich immer wieder in Nebensächlichkeiten. Das alles bremst den Lesefluss gewaltig
Die Konsequenz ist, man verliert den Faden und die Lust, weiterzulesen.
Die Autorin wollte die Veränderungen und Entwicklungen der Charaktere beschreiben.
Das ist ihr auch zeitweise gelungen.
Es sind einige gute Ansätze vorhanden, aber im Großen und Ganzen ist es eine Geschichte, die den Leser
nicht in den Bann zieht. Dazu kommen die Charaktere. Sie sind zwar gut gezeichnet, aber man kann sich
nur schwer mit ihnen identifizieren. Menschen, verwoben und verstrickt in ihren Problemen und Sorgen,
scheinen sie manchmal nicht alltagstauglich.
Sie bleiben fremd, es ist schwer sie zu verstehen, sich in sie hineinzuversetzen.
Dieser Roman lässt sich wahrlich schwer in eine Schublade stecken.
Ein recht ungewöhnlicher Roman, der zeigt, was eine Familie alles aushalten muss bzw. kann.




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Veröffentlicht am 22.05.2024

Von Spannung keine Spur

End of Story - Der Mörder unter uns
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Die Schreibweise ist sehr gut. Das Thema ist vielversprechend und setzt die Erwartung ziemlich hoch. Der berühmte Kriminalschriftsteller hat nur noch 3 Monate zu leben. Seine Frau und sein Sohn gelten ...

Die Schreibweise ist sehr gut. Das Thema ist vielversprechend und setzt die Erwartung ziemlich hoch. Der berühmte Kriminalschriftsteller hat nur noch 3 Monate zu leben. Seine Frau und sein Sohn gelten seit 20 Jahren als vermisst. Leider ist die Umsetzung nicht besonders gut gelungen. Es baut sich überhaupt keine richtige Spannung auf. Das liegt u.a. daran, dass sehr detailliert und auch sprunghaft erzählt wird. Dazu kommt, dass die Charaktere blass bleiben. Da sie alle sehr reduziert dargestellt und auf ihren Status beschränkt sind, lässt es keine Nähe zu. Man kann sich nicht wirklich mit den Figuren identifizieren. Vieles wirkt sehr konstruiert. Zudem ist die Handlung nicht immer nachvollziehbar. Der bedauerlicherweise recht flache Spannungsbogen, die teilweise unglaubwürdigen Wendungen konnten nicht überzeugen. Nette Unterhaltung, mehr aber auch nicht. Zusammenfassend konnte mich das Buch bedauerlicherweise nicht überzeugen. Die Protagonisten blieben mir fremd, genau wie ihr Verhalten und die daraus resultierenden Konsequenzen. Außerdem fehlte mir die Spannung. Von Thriller keine Spur. Ein netter Krimi, von dem ich doch mehr erwartet hätte.

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