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Veröffentlicht am 27.04.2025

Der Geschmack des Glücks

Haribo - So schmeckt das Glück
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"Haribo macht Kinder froh (und Erwachsene ebenso)"! Wer kennt diesen Slogan nicht? Doch was steckt wohl hinter dieser Firma? Mit dem ersten Teil der Haribo-Saga „Haribo – So schmeckt das Glück“ hat das ...


"Haribo macht Kinder froh (und Erwachsene ebenso)"! Wer kennt diesen Slogan nicht? Doch was steckt wohl hinter dieser Firma? Mit dem ersten Teil der Haribo-Saga „Haribo – So schmeckt das Glück“ hat das Autorenduo, dass hinter dem Pseudonym Katharina von der Lane steckt, mit einer gelungenen Mischung aus historischen Fakten und Fiktion einen fesselnden Roman geschaffen.

Hans Riegel, der älteste Sohn der Bauernfamilie Riegel, soll eines Tages den Hof übernehmen. Doch nichts liebt er mehr als das Bonbonkochen. Und so beginnt er gegen den Willen seines Vaters eine Tätigkeit zunächst als Arbeitsjunge in einer nahen Fabrik. Doch seinen Fleiß kann er sich rasch zum Bonbonkocher nach oben arbeiten. Doch als der Erste Weltkrieg kommt, muss er in den Krieg ziehen. Durch den Krieg wird nicht nur das Leben der Menschen erschüttert, sondern auch die Wirtschaft. Doch als Hans aus dem Krieg zurückkehrt, zum Glück größtenteils unversehrt, packt ihn der Wunsch, sich mit seinen Bonbons selbstständig zu machen. Hierbei erhält er Unterstützung von seiner guten Freundin und späteren Ehefrau, Gertrud.

Auch bei vielen Rückschlägen, wie der Wirtschaftskrise und Inflation, dem Aufstieg der NSDAP und den damit zusammenhängenden Entwicklungen verfolgt Hans eisern sein Ziel und die Firma wächst. Doch über den ganzen Enthusiasmus in der Firma vergisst Hans gern mal die Familie, wenn er bis spät in die Nacht neue Rezepte ausprobiert.

Der erste Teil umfasst die Zeit von 1908 bis 1939 und endet kurz vor dem Zweiten Weltkrieg. Die Firma wird 1920 in Bonn gegründet. Und so entstehen in der Anfangsphase der Geschichte auch Längen, wo ein bisschen mehr Dynamik ganz schön gewesen wäre. Doch aber ab der Gründung passiert sehr viel, man bekommt stellenweise auch den Eindruck, dass es manchmal sehr schnell geht. Aber dann erfährt man auch, wie es zu dem überall bekannten Namen HARIBO gekommen ist.

Hans erlebt man als zielstrebigen jungen Mann, der konsequent seinen Weg verfolgt. Auch wenn er irgendwann zu begreifen scheint, wer wirklich hinter ihm steht, entwickelt er sich mit der Zeit und dem wachsenden Erfolg seiner Firma aus meiner Sicht immer mehr zu Egoisten und trifft seine Entscheidungen ohne Rücksicht auf andere. In der Firma mag das vielleicht ganz gut funktionieren. Aber welchen Stellenwert hat da noch die Familie?

Gertrud steht immer hinter ihrem Mann Hans. Doch man merkt, dass sie sich manchmal mehr Unterstützung und Verständnis von Hans wünschen würde. Bemerkenswert finde ich es, dass Gertrud noch lange versucht, die Geschicke der Firma zu unterstützen, auch als diese schon immens gewachsen ist. Man erlebt Gertrud als starke Frau und ich bin schon gespannt, wie sie sich im 2. Teil entwickeln wird.





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Veröffentlicht am 20.04.2025

Tod einer Würstchen-Königin

Verliebt, verlobt, verblichen
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Als plötzlich ihre Bekannte Greta bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben kommt, ist deren Mann Hubertus wieder frei. Hubertus war mal Wilhelmines große Liebe, bevor er sich lieber für Greta und ihr ...

Als plötzlich ihre Bekannte Greta bei einem Sturz aus dem Fenster ums Leben kommt, ist deren Mann Hubertus wieder frei. Hubertus war mal Wilhelmines große Liebe, bevor er sich lieber für Greta und ihr Wurstimperium entschieden hat. Doch was passiert jetzt? Hat Wilhelmine noch eine Chance auf ein Happy End mit dem Witwer?

Doch als Hubertus seinen Freunden Wilhemine und Bruno seine neue Verlobte vorstellt, ist Wilhemine entsetzt. Rosi, ist nicht nur deutlich jünger als Hubertus, sondern sieht auch noch einer Frau zum verwechseln ähnlich, die in einen mysteriösen Todesfall verwickelt ist, der sich erst vor kurzem in der Residenz, in der Bruno wohnt ereignete, wie der schnell feststellt.

Als Wilhelmine und Bruno vor dem Haus von Hubertus über einen Privatdetektiv namens Elvis stolpern, fangen die drei an unauffällig Nachforschungen in dieser Geschichte anzustellen. Dabei erhalten sie Unterstützung von Wilhemines Putzhilfe Lenka und Student Lukas. Aber mehrfach wird es für die Hobbyermittler auch richtig gefährlich...

Das Buch hat mich wirklich gut unterhalten. Die Protagonisten Wilhelmine, Bruno, Lenka, Lukas und Elvis waren mir sofort symphatisch. Und vor allem habe ich Herzilein sofort in mein Herz geschlossen. Die Handlung ist wirklich spannend gelungen und man fiebert mit den Protagonisten auf die Lösung des Falls hin. Und auch wenn es sich hier um einen Kriminalroman handelt, kommt auch der Humor hier nicht zu kurz und man muss auch über die ein oder andere Begebenheit schmunzeln oder auch mal herzhaft lachen.

Alles in allem ist der Autorin, Elizabeth Horn, auch mit „Verliebt, verlobt, verblichen“, eine spannende, unterhaltsame und auch berührende Geschichte gelungen die zu Lesen einlädt. Und ich möchte gern mehr davon, mehr von Wilhelmine, Bruno und ihren „Detektiven“.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Der Mythos Barbie

Ein Leben für Barbie
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Im Jahr 1956 macht sich Ruth Handler, Mitbegründerin des aufstrebenden Spielzeugunternehmens Mattel, daran, den Markt zu revolutionieren: mit einer Puppe, die wie eine erwachsene Frau aussieht. Im Gegensatz ...

Im Jahr 1956 macht sich Ruth Handler, Mitbegründerin des aufstrebenden Spielzeugunternehmens Mattel, daran, den Markt zu revolutionieren: mit einer Puppe, die wie eine erwachsene Frau aussieht. Im Gegensatz zu den üblichen Babypuppen, die die traditionelle Mutterrolle bestärken, soll diese Puppe kleine Mädchen dazu ermutigen, alles sein und tun zu können, was sie wollen. So wird Barbie geboren!

Ruth muss sich nicht nur an beruflicher Front behaupten, sondern gerät auch immer wieder in Streit mit ihrer Tochter Barbara, Namensgeberin für Barbie. Denn Barbara findet sich so gar nicht in dem neuen Frauenbild wieder. Doch Ruth macht weiter, mit der Hilfe ihres Mannes Elliot, dem Ingenieur Jack Ryan und der ambitionierten Modedesignerin Stevie Klein. In den kommenden Jahrzehnten wird Barbie zu einem Phänomen, das den Spielzeugmarkt revolutioniert. Aber je größer der Erfolg, desto tiefer der Fall, und die Probleme bei Mattel fangen gerade erst an …

Die Autorin Reneé Rosen schafft mit ihrer Erzählweise eine facettenreiche und spannende Geschichte, die abwechselnd aus der Sicht von Ruth, Jack und Stevie erzählt wird.

Ruth ist bei ihrer ältesten Schwester aufgewachsen, weil ihre Mutter nicht noch ein Kind aufziehen wollte. Auch wenn sie bei ihrer Schwester erleben konnte, wie man erfolgreich ein Unternehmen führt, konnte sie ihr doch nicht die liebevolle Mutter ersetzen. Und so kommen auch bei Ruth in ihrem späteren Leben die Kinder oftmals zu kurz. Ruth ist eine Kämpferin in einer Männerdomäne und hat oft mit der Akzeptanz des „starken“ Geschlechtes zu kämpfen.

Jack, der Chefingenieur bei Mattel, zeichnet federführend für die Entwicklung der Barbie. Doch neben seinem beruflichen Perfektionismus quälen ihn ganz andere Probleme. Es ist manisch-depressiv und Legastheniker. Das versucht er mit ständig wechselnden Affären, Alkohol und Partys zu kompensieren.

Stevie, eine junge Designerin, die eigentlich immer Haute Couture entwerfen wollte, lernt schnell, dass man Mode nicht einfach kleiner machen kann, damit sie Barbie passt. Doch steckt sie gegenüber ihren ehemaligen Kommilitonen in einem Zwiespalt, da diese sich über Barbie lustig machen.

Doch der Mythos Barbie brachte für alle auch Schattenseiten mit sich. Gegner fanden Barbie zu dünn, zu unnatürlich und zu perfekt. Und so feiern die drei Protagonisten die Erfolge und haben aber auch mit Rückschlägen zu kämpfen.

Alles in allem hat die Autorin eine spannende und interessante Geschichte über den Mythos Barbie geschaffen, und die beeindruckende Frau, die hinter der Entstehung steckt.




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Veröffentlicht am 06.04.2025

Der Traum vom schönen Leben

Dallmayr. Der Traum vom schönen Leben
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Ende des 19. Jahrhunderts in München, übernahmen die Eheleute Anton und Therese Randlkofer den Feinkostladen Dallmayr. Doch die Delikatessen, die dort angeboten werden, sind für die einfachen Leute in ...

Ende des 19. Jahrhunderts in München, übernahmen die Eheleute Anton und Therese Randlkofer den Feinkostladen Dallmayr. Doch die Delikatessen, die dort angeboten werden, sind für die einfachen Leute in der Stadt nicht erschwinglich. Aber so stehen sie häufig vor den Schaufenstern und träumen von einem besseren Leben...

Doch als der Seniorchef plötzlich stibt, ist die Existenz der Familie bedroht. Denn auch sein Bruder Max hat es darauf abgesehen, etwas von dem Erbe abzubekommen, welches Anton jedoch nur seiner Frau und seinen Kindern vermacht hat.

Die Geschichte, die auf den bekannten Informationen zur Firmengeschichte des Delikatessenhauses Dallmayr beruht, ist in großen Teilen fiktiv. Jedoch bekommt man durch die Erzählungen der Autorin ein realistisches Bild des Unternehmens und Lebens in München zur Zeit der Jahrhundertwende beschrieben.

Anfangs noch etwas zäh, kommt man doch bald schneller durch die Geschichte voran. Doch die Kapitellängen mit jeweils etwa 200 Seiten stören den Lesefluss doch etwas. So habe ich mir die Geschichte einfach in kleine Abschnitte geteilt.

Soviel sein jetzt schon verraten, auf den 640 Seiten passiert sehr viel. Die Figuren waren alle sehr sympathisch, auch wenn ich vielleicht nicht jede ihrer Entscheidungen verstehen konnte. Aber nicht alles ist so gleich immer vorhersehbar gewesen und so blieb die Spannung bis zum Schluss erhalten.

Die Geschichte hat mir sehr gut gefallen und die Fortsetzung wartet auch schon auf meinem SUB.

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Veröffentlicht am 27.02.2025

Humorvolle Geschichte mit einer gelungenen Portion Spannung

Neues Glück im kleinen Friseursalon
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Als Hanne im kleinen Örtchen Engelsbrunn im Odenwald landet, ahnt sie noch nicht, was da auf sie zukommt. Als sie erfährt, dass der alte Friseurmeister Elmar Engel seinen Friseursalon (Friseur, nicht Frisör ...

Als Hanne im kleinen Örtchen Engelsbrunn im Odenwald landet, ahnt sie noch nicht, was da auf sie zukommt. Als sie erfährt, dass der alte Friseurmeister Elmar Engel seinen Friseursalon (Friseur, nicht Frisör abgeben möchte, keimt in Hanne die Hoffnung auf ein neues Leben. Doch das, was hinter ihr liegt, kann zu dem Zeitpunkt noch keiner ahnen.

Hanne ist froh, dass sie ohne große Formalitäten den Laden übernehmen kann, weil sie sich auch sofort in das Retro-Design der Einrichtung verliebt hat. Zunächst merkt Hanne noch, dass die Engelsbrunner etwas skeptisch gegenüber der jungen Friseurmeisterin sind. Doch schnell macht sie sich einen Namen und kann so auch die Herzen der Dorfbewohner für sich gewinnen.

Auch die Liebe scheint es gut mit ihr zu meinen. Wenn doch nur nicht plötzlich ihr Ex auftauchen und Hanne von ihrer Vergangenheit eingeholt werden würde. Was sich wohl hinter ihrer Fassade der „Hanne Vulpius“ versteckt? Es wird definitiv spannend!

Die Dorfbewohner, alle auf ihre ganz besondere Weise echt liebenswert, habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Aber mein besonderer Liebling ist Elvira. Es ist bewundernswert, wie der Friseursalon in den Händen von Hanne, zum kulturellen Zentrum des Ortes wird. Und plötzlich scheint der ganze Ort aus seinem „Dornröschenschlaf“ zu erwachen.

Elizabeth Horn ist es gelungen, diesen Wohlfühlroman mit einer besonderen Portion Humor und Spannung zu verbinden, und so eine Geschichte zu schaffen, die mich wirklich sehr gut unterhalten hat. Absolute Leseempfehlung!

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