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Veröffentlicht am 23.04.2025

Stark

Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée (Friederike Matthée ermittelt 1)
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1947, der Hungerwinter nach Kriegsende. In der Eifel wird ein Mann ermordet, in einer Scheune zusammengeschlagen. Er war ein Schwarzmarkthändler. Die Tat wird von einem kleinen Jungen beobachtet, der daraufhin ...

1947, der Hungerwinter nach Kriegsende. In der Eifel wird ein Mann ermordet, in einer Scheune zusammengeschlagen. Er war ein Schwarzmarkthändler. Die Tat wird von einem kleinen Jungen beobachtet, der daraufhin verstummt. Um ihn zum Reden zu bringen, verlangt die britische Militärpolizei Unterstützung der deutschen Weibliche Polizei an und so ermittelt Friederike Matthée zusammen mit Richard Davies. Doch bald geraten sie selbst in Lebensgefahr...

Das Buch ist ganz stark. Eines der besten überhaupt, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Der Autorin gelingt es sehr gut, verpackt in einen Kriminalfall, die damalige schwere Zeit aufleben zu lassen. Der Hunger in der deutschen Bevölkerung, die Kriegsschäden, die Verluste auf allen Seiten, die Schwierigkeiten der Menschen, zu überleben und langsam überhaupt in so etwas wie eine Normalität zurückzufinden. Dabei versucht sie, die beteiligten Personen nicht statisch und stereotyp zu zeichnen, sondern vielschichtig in Leid, Schuld, Vergeben und Neuanfang. Die beiden Hauptpersonen sind sympathisch, aber es entsteht keine kitschige Liebesgeschichte. Da auf dem Klappentext steht: der erste Fall für Friederike, dürfte es also eine Fortsetzung geben. Ich hoffe, sie kommt bald in der gleichen Qualität. Und ein bisschen hoffe ich auch, dass Richard darin ebenfalls eine Rolle spielen wird. Auf jeden Fall von mir eine unbedingte Leseempfehlung und die absolute Höchstpunktzahl.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Irische Geschichte

Wohin unsere Träume ziehen
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Sheila, die Psychologin ist, arbeitet zusammen mit einer Freundin als Podcasterin und berichtet über True Crime. Zufällig erfährt sie etwas über ihre Urgroßmutter Mabel und reist deswegen nach Donegal. ...

Sheila, die Psychologin ist, arbeitet zusammen mit einer Freundin als Podcasterin und berichtet über True Crime. Zufällig erfährt sie etwas über ihre Urgroßmutter Mabel und reist deswegen nach Donegal. Dort lernt sie nicht nur den interessanten Schriftsteller Colin kennen, sondern erfährt mehr und mehr die Geschichte ihrer Familie und die Zusammenhänge mit dem irischen Unabhängigkeitskrieg Anfang der 1920er Jahre.

Das Buch ist sehr gelungen es erzählt auf zwei Zeitebenen zum einen die Geschichte der Suche nach den Vorfahren von Sheila und auf der anderen die Geschichte selbst in der Vergangenheit. Dabei erfährt man viel über damalige Verhältnisse und den entsprechenden Gefahren. Aber auch die Geschichte in der Gegenwart ist interessant. Und die Liebesgeschichte empfinde ich als gut gelungen und überhaupt nicht kitschig. Alles zusammen kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Nicht nur (N)Ostalgie

Die Kinder von der Fischerinsel
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Auf der Fischerinsel in Ostberlin entstanden zwischen 1969 und 1973 mehrere Hochhäuser. Das Wohngebiet war sehr speziell, weil dort viele Künstler, Wissenschaftler, aber auch Politiker und Angehörige der ...

Auf der Fischerinsel in Ostberlin entstanden zwischen 1969 und 1973 mehrere Hochhäuser. Das Wohngebiet war sehr speziell, weil dort viele Künstler, Wissenschaftler, aber auch Politiker und Angehörige der Staatssicherheit wohnten. Die Wohnungen waren für die damalige Zeit sehr modern und begehrt. Der Normalbürger außerhalb von Berlin wusste über dieses Wohngebiet nur wenig oder allenfalls nur etwas, was die dort wohnenden Künstler erwähnten. Das Buch behandelt eine Kindheit in dieser Zeit und sucht die Spuren der damals dort aufgewachsen Kinder.

Für mich ist es sehr gelungen. Nicht nur weil es natürlich mehr als nur einen Hauch von (N)Ostalgie weckt, sondern auch, weil viele Erlebnisse - auch wenn das Wohngebiet besonders war - in anderen Teilen der DDR auch so waren. Ebenfalls sehr interessant ist, wie unterschiedlich die Lebenswege der Kinder waren - vor allem auch nach dem Fall der Mauer. Die relativ kurzen Geschichten lassen sich gut lesen und geben einen realistischen Einblick in die damalige Zeit. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Fantasievoll mit Botschaft

Impossible Creatures – Das Geheimnis der unglaublichen Wesen
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Christopher ist bei seinem Großvater in Schottland und hält sich nicht an dessen Vorgaben. So landet er eher ungewollt in einem geheimen Archipel. Viele Inseln beherbergen geheimnisvolle Wesen und viele ...

Christopher ist bei seinem Großvater in Schottland und hält sich nicht an dessen Vorgaben. So landet er eher ungewollt in einem geheimen Archipel. Viele Inseln beherbergen geheimnisvolle Wesen und viele Gefahren. Er lernt ein fliegendes Mädchen kennen. Mal ist etwas besonderes und bringt ihn öfter in Lebensgefahr.

Das Buch hat mich sehr überrascht. Eigentlich bin ich überhaupt kein Fan von Fantasy-Romanen, doch dieser ist etwas Besonderes. Das beginnt schon mit dem wunderbar gezeichneten Cover und geht weiter über die Vorstellung der verschiedenen Fabelwesen. Da ist viel Fantasie im Einsatz, aber es werden auch alte Mythen und Sagen und deren Bewohner zum Leben erweckt. Das ist das besondere an dem Buch. Die Geschichte selbst ist sehr abenteuerlich, aber vermittelt auch wichtige Botschaften wie Freundschaft und Hilfsbereitschaft oder einfach nur Achtung gegenüber allen Lebewesen und der Natur. Von mir gibt es absolut eine Leseempfehlung

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Veröffentlicht am 19.03.2025

Familie

Hawaii forever?!
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Von klein auf schwärmt Hannah von Hawaii. So erhält sie auch bald diesen Namen als Spitznamen. Jetzt ist sie 16 und will in einer Woche für ein halbes Jahr als Austauschschülerin nach Hawaii fliegen. Sie ...

Von klein auf schwärmt Hannah von Hawaii. So erhält sie auch bald diesen Namen als Spitznamen. Jetzt ist sie 16 und will in einer Woche für ein halbes Jahr als Austauschschülerin nach Hawaii fliegen. Sie ist glücklich. Weniger glücklich ist ihre Schwester Zoey und ihr (Ex-)Freund Fernando. Zoey nimmt sich vor zu verhindern, dass Hanna nach Hawaii fliegt.

Das Buch ist eine schöne Familiengeschichte, bei der es darum geht, wie Geschwister zusammenhalten und sich vermissen. Sie ist in kurze Kapitel eingeteilt und an jedem Tag passiert etwas Ungewöhnliches, um die Abreise zu verhindern. Das ist fantasievoll beschrieben und nett illustriert und oft auch sehr witzig bei den Einfällen. Die Schrift ist groß und dadurch gut zu lesen – auch für noch nicht so geübte junge Leser. Neben der eigentlichen Geschichte geht es aber eben auch um Freundschaft und um Loslassen und neue Erfahrungen machen. Von mir gibt es eine Leseempfehlung

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