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Veröffentlicht am 22.04.2025

Fast eine Satire

Letztes Glückskeks
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Es beginnt fast wie eine Satire. Drei Chinesen reisen mit ihrer Dolmetscherin an nach Altaussee. Sie wollen erkunden, ob man ein teil der Ortschaft und der traditionellen Handwerksbetriebe in ihrer Heimat ...

Es beginnt fast wie eine Satire. Drei Chinesen reisen mit ihrer Dolmetscherin an nach Altaussee. Sie wollen erkunden, ob man ein teil der Ortschaft und der traditionellen Handwerksbetriebe in ihrer Heimat nachbauen könnte. Dann könnten die Chinesen österreichischen Flair ohne Flugreisen genießen. Der Fremdenverkehrsleiter plant sofort ein volles Programm für Delegation inclusive bayerischer Bekleidung. Derweil demonstrieren einige Ortsbewohner dagegen. Als einer der Chinesen tot im Hotelpool treibt und kurz darauf die Leiche verschwindet, kommt der Polizist Franz Gasperlmaier ins Grübeln.
Das Cover ist sehr ansprechend und zusammen mit dem Titel sehr passend. Die Protagonisten sind teilweise bekannt und ich fühle mich gleich wieder heimisch in dem kleinen Ort. Diesmal gibt es eine weitere Ermittlerin. Emina gefällt mir sehr gut und ihre Vernehmungsmethoden locken viele Details aus den Befragten heraus. Die Handlung beginnt leicht und locker mit einigen kulinarischen Genüssen, nimmt dann aber Fahrt auf und wird zum Schluss richtig interessant mit immer neuen Entwicklungen.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Ein neuer Ermittler

Enna Andersen und die dunklen Tage
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Enna Andersen und ihr Cold-Case-Team bekommen Verstärkung. Zinar Kawli hatte Probleme auf seiner früheren Dienststelle muss sich erst bewähren. Er darf das Los für einen neuen ungeklärten Fall ziehen und ...

Enna Andersen und ihr Cold-Case-Team bekommen Verstärkung. Zinar Kawli hatte Probleme auf seiner früheren Dienststelle muss sich erst bewähren. Er darf das Los für einen neuen ungeklärten Fall ziehen und der führt nach Spiekeroog. Vor fünf Jahren wurde ein junge Frau auf einem Zeltplatz durch Schlangengift getötet, das ihr gespritzt wurde wurde, Schnell finden sie zwei weitere ältere Todesfälle mit Einstichen, wo aber nicht auf Giftstoffe untersucht wurde. Eine Obduktion beim jüngsten Opfer lehnt der Staatsanwalt ab. Die Suche nach Gemeinsamkeiten beginnt.
Das Cover und der Titel passen hervorragend zu diesem Fall. Die Protagonisten sind teilweise bekannt und ich fühle mich gleich wieder heimisch im Niedersachsen und an der Küste. Die Teammitglieder haben sich auch privat weiter entwickelt und bilden auch beruflich eine harmonische Einheit, auf die Enna sich verlassen kann. Dank der hervorragenden Recherchearbeit von Jens kommen sie der Lösung näher. Der Schreibstil ist spannend und interessant. Das Thema ist aktuell und aus dem Leben gegriffen. Ich freue mich auf den nächsten fall dieser Reihe.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Berührend

Um jeden Preis
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Im Oktober 2021 besuchen neun Familienmitglieder die Autorin um Tagebücher, Fotoalben, Gedichte, gemalte Bilder und Handarbeitsproben der Lydia Judt vorzulegen. Gesammelte Erinnerungen einer starken Frau, ...

Im Oktober 2021 besuchen neun Familienmitglieder die Autorin um Tagebücher, Fotoalben, Gedichte, gemalte Bilder und Handarbeitsproben der Lydia Judt vorzulegen. Gesammelte Erinnerungen einer starken Frau, die stets die Familie zusammengehalten hat. Hera Lind hat daraus eine berührenden Roman geschrieben.

Lydia flieht mit ihrer Mutter und den vier Geschwistern vor der roten Armee von Odessa nach Deutschland und werden von dort nach Sibirien gebracht. Zwölf Jahre verbringen sie an unterschiedlichen Orten in armseligen Behausungen als Zwangsarbeiterinnen und bei bis zu -50 Grad. Lydia wird selbst mehrfach Mutter. Als sie endlich frei sind reisen sie nach Kasachstan und müssen wieder um ihre Existenz kämpfen und um die Ausreise nach Deutschland, die ihnen verwehrt wird.

Das Cover ist sehr beeindruckend und trifft die Handlung sehr gut. Der Titel passt dazu. Die Protagonisten werden sehr lebendig und authentisch beschrieben. Die Autorin konnte sich sehr gut in die Personen hinein denken und schreibt, als wäre sie dabei gewesen. Im letzten Drittel des Buches kommen auch die Kinder von Lydia zu Wort und schildern die Ereignisse aus ihrer Sicht. Dabei berücksichtig sie das jeweilige Alter sehr gut. Aus allen Beiträgen spricht die Liebe und die Anerkennung zur Mutter.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Ein spannender historischer Roman

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli (Elbnächte 1)
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Hamburg 1913. Louise lebt an der Seite ihres Mannes Viktor ein aufregendes Leben. Sie bereisen die Welt, steigen in vornehmen Hotels ab, feiern mit Champagner und besuchen die Pferderennbahn. Als ihr Mann ...

Hamburg 1913. Louise lebt an der Seite ihres Mannes Viktor ein aufregendes Leben. Sie bereisen die Welt, steigen in vornehmen Hotels ab, feiern mit Champagner und besuchen die Pferderennbahn. Als ihr Mann in Hamburg verschwindet und Louise plötzlich einen Haufen Schulden hat muss sie mit wenig Geld auskommen und teilt sich ein Pensionszimmer mit Ella. Die ehemalige Prostituierte ist vor ihren Zuhältern aus Lemberg geflohen und versucht in der Hansestadt ein ehrbares Leben zu führen. Ihr offenherziges Wesen nimmt die Menschen für sie ein. Als die beiden einen Jungen beschützen, der unter Mordverdacht steht, lernen sie den Ex-Polizisten Paul kennen. Er hat seinen Dienst quittiert, weil er bei einem Einsatz einen Arm verloren hat.
Das Cover und der Titel gefallen mir sehr gut. Die Protagonisten werden sehr genau beschrieben und man lernt sie im Laufe der Handlung näher kennen. Der Schreibstil nimmt mich sofort gefangen, führt mich an bekannte Schauplätze im historischen Hamburg und nimmt einen spannenden Verlauf. Die Autorin hat nach der Hafenärztin mit Elbnächte einen neuen Anfang einer Geschichte geschrieben, die mir sehr gut gefällt. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.

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Veröffentlicht am 14.04.2025

Super Spannend

Die Nacht (Art Mayer-Serie 3)
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Der BKA-Ermittler Art Meyer ist immer noch auf der Suche nach seiner Hausbewohnerin Dana Karasch, die vor 1 1/2 Jahren verschwand. Ihre kleine Tochter Milla lebt zusammen mit ihrer an Demenz erkrankten ...

Der BKA-Ermittler Art Meyer ist immer noch auf der Suche nach seiner Hausbewohnerin Dana Karasch, die vor 1 1/2 Jahren verschwand. Ihre kleine Tochter Milla lebt zusammen mit ihrer an Demenz erkrankten Oma eine Etage unter Art und er kümmert sich rührend um das kleine Mädchen. Als es Probleme in der Schule gibt und die Lehrerin auf keinen Fall von den häuslichen Zuständen erfahren darf, macht Art Druck an höchster Stelle, damit der fall der verschwundenen Dana wieder aufgerollt wird. Da Milla von einer Person mit Motorrad gefilmt wurde, bittet Art seine Kollegin Nele Tschaikowski, die in Mutterschaftsurlaub ist, auf das Mädchen aufzupassen. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Milla verschwindet. Nachdem Art anonym Koordinaten auf sein Handy geschickt wurden wird ein Toter während eines Waldbrandes in einer verlassenen Wohnwagensiedlung gefunden und Fotos stellen einen Bezug zu Dana her.
Das Cover sieht sehr dramatisch aus. Die Protagonisten sind teilweise bekannt. Nele als beurlaubte Ermittlerin gefällt mir sehr gut und wird sicherlich im nächsten Teil dieser Krimi-Reihe wieder eine Rolle spielen. Der Autor macht den Einstieg in diesen dritten Teil leicht. besondere Vorkenntnisse sind nicht nötig. Die Handlung beginnt spannend und wird abwechselnd aus der Sicht von Art und den Ermittlungen und von Dana erzählt. Das erzeugt einen Sog zum Weiterlesen und die immer neuen Wendungen lassen mich das Buch nicht aus der Hand legen.

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