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Veröffentlicht am 05.05.2025

Drachenstarker Auftakt mit allerhand Mysterien.

Dragons in Secret - Jadeblut
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„Jadeblut“ ist der Auftakt der Urban-Fantasy-Serie „Dragons in Secret“. Andreas Suchanek legt mit diesem ersten Band auf jeden Fall einen gelungenen Start hin!

Ashley Evans Leben ändert sich komplett ...

„Jadeblut“ ist der Auftakt der Urban-Fantasy-Serie „Dragons in Secret“. Andreas Suchanek legt mit diesem ersten Band auf jeden Fall einen gelungenen Start hin!

Ashley Evans Leben ändert sich komplett als sie an ihrem 21 Geburtstag ein ominöses Kästchen erhält, das statt Antworten zu ihrer Herkunft etwas viel Größeres enthält. Ein Geheimnis, so schwer, dass es Ashley alsbald erdrücken könnte …
Caleb Lancaster, der charismatische Fremde, scheint jemand zu sein, der ihr helfen, sie leiten kann, der eingeweiht ist in das, was so unglaublich ist.

Suchanek redet nicht lange um den heißen Brei, schont weder seine Protagonistin noch uns. Nach der fragwürdigen Offenbarung überschlagen sich die Ereignisse, die Storyline nimmt an Tempo zu und hält neben Action auch Informationen bereit, die hilfreich sind um die Rivalität zwischen Drachen und JägerInnen, um die Gegebenheiten der Dynastien und Ashleys Kräfte, die sich zu spät zeigten, zu verstehen.
Rätsel, Mysterien, Verfolgung und Jagd bilden gemeinsam mit chaotischen Gefühlen einen spannenden Verlauf. Der Stil des Autors ist dem Alter der Figuren sowie der Situation angemessen, sodass sich dieser Auftakt, der logisch aufgebaut und durchdacht konzipiert wirkt, leicht und klar lesen lässt, ohne an Ernst einzubüßen. Zudem schuf Suchanek mit seinen Worten Bilder, die es leicht machen, sich in das urbane London, die Bedrohungen und Fragen fallenzulassen.

Ashley, die nicht gewillt ist, einfach auf- oder nachzugeben, und Caleb, der sich trotz seiner anfänglich verschlossenen Art als aufmerksam und fürsorglich entpuppt, sind greifbar ausgearbeitet. Es machte Spaß, die sich entwickelnde Dynamik zu verfolgen, die beiden einzeln kennenzulernen und herauszufinden, welche Geheimnisse sich noch auftun. Durch weitere Nebenfiguren und Wesen wird die Geschichte bereichert und aufgelockert. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Brothers-best-friend + Slow-Burn + First-Love + Music & Dreams

Hidden Tracks 2. All Our Secret Melodies
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„All our secret Melodies“ ist der neue Roman von Nina Brenke und der zweite Teil der „Hidden Tracks“-Reihe, in der Musik, Träume, Freundschaft und Liebe eine große Rolle spielen.

Kian und Danny verbindet ...

„All our secret Melodies“ ist der neue Roman von Nina Brenke und der zweite Teil der „Hidden Tracks“-Reihe, in der Musik, Träume, Freundschaft und Liebe eine große Rolle spielen.

Kian und Danny verbindet zeit ihres Lebens eine enge Freundschaft, doch ein Schicksalsschlag war es, der die beiden mit neun Jahren zu Brüdern, Kian Hennessy zu einem Teil der O'Rileys machte. Und Leia zu seiner kleinen, nervigen Schwester. Aber die Prinzessin wurde größer, älter, schöner. War plötzlich Teil der Band, die Kians Lebensmittelpunkt bildete, war immer in seinem Kopf. Doch das Versprechen, das er seinem besten Freund gab, die Regeln der „DeeOhThrees“ und sein Ruf machten ein Mehr unmöglich.
Heute ist es Danny, der Kian bittet, auf seine Schwester achtzugeben, während er in London ist. Leia, fast 21 Jahre, ist nie über Prince Charming, die Schwärmerei und das Spiel aus Heiß und Kalt hinweggekommen und ist dementsprechend von der Aussicht, dass Kian „Beschützer“ und Nachhilfelehrer mimen soll, alles andere als angetan. Denn Zeit zu zweit ist ein Tabu, zu verlockend. Zu schmerzhaft. Dabei ging es Ki nie anders als seiner Prinzessin …

„All our secret Melodies“ wird aus wechselnder Perspektive erzählt – beginnend im Jetzt, durchbrochen von Kapiteln, die uns in die Vergangenheit führen. Diese gewähren uns einen Einblick in die beiden unterschiedlichen familiären Situationen, helfen zu verstehen, wieso Leia und Kian sind, wie sie sind, und lassen uns die zarten Keime der Verliebtheit, deren Anfänge, erleben. Von Rückschlägen und Ignoranz zu Gefühlschaos, leeren Worten und den Zweifeln. Denn gerade Kian ist hin- und hergerissen, war er immer. Genau wie die Band ihn vergessen ließ, was zu Hause geschah, waren es die vielen „Queen of the Days“, die Leia aus seinem System werfen, die ihre Wirkung auf ihn minimieren sollten. Nie stellte jemand seine Bad-Boy-Fassade, seine abweisende „Alles ok“-Haltung infrage. Nun könnte es anders werden, wäre die jüngste O'Riley nicht so stur und abweisend, könnte sie ihm doch nur endlich Glauben schenken …

Nina Brenke schuf eine atmosphärische Geschichte, in der sowohl das Setting als auch die Melancholie, die Stürme der Emotionen malerisch herausgearbeitet wurden. Der Ton selbst ist dabei oft regelrecht poetisch, greift die Empfindungen gekonnt auf, läßt uns teilhaben an all dem Ungesagten, Ungefühlten. Die Dialoge sind sehr modern, dem Alter der Figuren angemessen, was der Story Authentizität und trotz der vornehmlich beklemmenden Stimmung etwas Lockeres verleiht.
Kians Päckchen ist kein Leichtes – zwischen Erinnerungsschmerz und der nagenden Angst, auch noch den letzten Rest Familie zu verlieren, ist es der beständige Versuch, in Leia nicht mehr zu sehen als Dannys Schwester und eine tolle Bassistin, der es schier unmöglich macht, sich fallen zu lassen.
Und Leia? Mit Blick auf den Druck, den ihre perfektionistische Mutter auf sie ausübt, die Ansprüche, denen die Studentin scheinbar nie genügen kann, auf die Mobbing-Erfahrungen und Kis Abweisung sind Leias Verschlossenheit, ihr distanziertes, unsicheres Verhalten samt den quälenden Selbstzweifeln, die sie abhalten, an sich, ihr Talent zu glauben, ihre Träume zu verfolgen, nur nachvollziehbar.
Die neu aufkommende, fragile Dynamik zwischen den Musikern entwickelt sich behutsam und gewissermaßen sacht, nicht ohne Taumler zurück … Denn es steht mehr auf dem Spiel als nur ihre beiden Herzen.

Obgleich ich den Roman – vor allem die angesprochenen Konflikte und bestärkenden Aussagen – gerne gelesen habe, empfand ich die Story im Vergleich zu „All our secret Songs“ deutlich fader. Mir fehlte es großflächig an Ereignissen und Lebendigkeit, wenn auch die individuelle Entwicklung sowie die Präsenz diverser Nebenfiguren gut gelang. Zusätzlich zerrten die aufwallenden Missverständnisse, die oft auf der Strecke bleibende Kommunikation und das dadurch entstehende Hin und Her – auch in Bezug auf Danny und Marie – an meinen Nerven. Ebenso fanden die Musik und der angeteaserte Unterricht lediglich im Hintergrund Erwähnung, was der Leidenschaft jedoch keinen Abbruch tat.
Abgesehen von der Liebesgeschichte greift die Autorin zu rührenden Abschieden und echter Trauer, spickt das Geschehen mit sensiblen Themen und innigen Freundschaften, einem tierischen Sidekick und der Familie. Gleichzeitig animiert Nina Brenke dazu, sich von Erwartungen zu lösen, mutig zu sein und eigene Wege zu gehen, den eigenen Wünschen zu folgen – trotz der Möglichkeit, zu scheitern.

Ob sich Ki und Leia in den kommenden Monaten aufeinander zu oder endgültig voneinander weg bewegen? Ob sie bereit sind, ihre Gefühle nicht nur voreinander, sondern auch vor Danny und allen anderen zu verteidigen? In „All our secret Melodies“ findet ihr die Antwort – und so viel mehr.

Manchmal braucht es nur einen Menschen, nur einen, der mit dir an deine Träume – an dich – glaubt.

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Veröffentlicht am 25.04.2025

Geheimnisvoller Fantasy-Roman mit origineller Idee

Red Raven Castle
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Seit einem Jahr ist Evelin Dunkworth Teil der heilenden Gruppe der Roten Raben. Diese fordert, untermauert mit klaren Regeln und harten Strafen, absoluten Gehorsam. Und so gerne Evelin in der Rabenburg ...

Seit einem Jahr ist Evelin Dunkworth Teil der heilenden Gruppe der Roten Raben. Diese fordert, untermauert mit klaren Regeln und harten Strafen, absoluten Gehorsam. Und so gerne Evelin in der Rabenburg lebt, lernt und wirkt, so schwerfällt es ihr, sich an diese zu halten – und sie nicht zu hinterfragen. Gemeinsam mit ihrem treuen, gefiederten Gefährten Doraz schleicht sie sich häufiger als gut für sie ist in die Stadt. Als Evelin in unmittelbarer Nähe eines Mordes gesehen wird, an dessen Opfer rote Federn platziert wurden, ist es der Lord des Ordens selbst, der die Auszubildende zu Verschwiegenheit verpflichtet. Dabei soll es nicht bei einem Toten bleiben, der ganz Canburgh in Aufruhr versetzt …

„Die roten Raben, egal, ob Mensch oder Vogel, hielten zusammen und keiner war ohne den anderen vollständig.“

Erzählt wird aus den Perspektiven von Evelin und Airril. Letzterer hat einen schweren Stand unter seinesgleichen, gehört sein Vater doch zum inneren Kreis der Roten Raben und gilt als mürrisch und unbarmherzig. Was er von seinem nachdenklichen, sanften Sohn hält, ist allseits bekannt und macht Airril zum Ziel von Spott und Hohn. Seine Unsicherheiten und Ängste, der Druck von Ciaran und das Gefühl, ständig beobachtet, geprüft zu werden, verleiten die Feder dazu, an sich selbst zu zweifeln, sich zu verkriechen. Doch jetzt scheint der Moment gekommen zu sein, in dem Airril über sich selbst hinauswachsen muss, denn seine engste Vertraute will sich nicht dem Befehl des Lords beugen – und den mysteriösen Morden selbst auf den Grund gehen. Dabei kommen die Freunde den Geheimnissen innerhalb der Rabenburg auf die Schliche, perfiden Plänen, intriganten Machenschaften und ihren Gefühlen füreinander …

Luna McMullens angenehmer, flotter Stil trägt uns durch die verwinkelte Storyline, die allerhand Ungereimtheiten samt schwer zu durchschauenden Figuren präsentiert. Obgleich es hier und da zu Längen kommt, es mir insgesamt an signifikanten, spannenden Ereignissen und einem Mehr bezüglich der Magie – u. A. die Hintergründe der Roten Raben, ihre Kräfte und die intensive Verbindung zu ihren Gefährten betreffend – fehlte, war es leicht, interessiert, stetig auf der Hut zu bleiben und mitzurätseln. Die Protagonisten kamen mit ihren individuellen, sehr konträren Eigenschaften greifbar zur Geltung und gerade Airril vollzieht im Verlauf eine deutliche Entwicklung. Ob es die zarte Romantik gebraucht hätte, wage ich zu bezweifeln, aber da diese weder der Geschichte zuträglich ist noch ihr einen Abbruch tut – so what?
Abgesehen von den jungen Federn, waren Ciaran McDarn und Lord Edvane ungemein wichtig und stets integriert – zwei verschiedene Führungspositionen, die ebenso viel Misstrauen erwecken, wie sie für Überraschungen sorgen.

Die Autorin schuf ein vorstellbares Setting, in dem die Gesellschaftsschichten sowie die Missstände klar herausgearbeitet wurden. So manch Situation entfachte Wut und Mitleid im gleichen Maße, wirft jedoch auch die Frage auf, weshalb der König den HeilerInnen-Orden einst verbot, im ganzen Reich zu wirken. In Anbetracht dessen waren Evelins rebellische Reaktionen, ihr Wunsch, allerorts mit ihren Kräften zu helfen, ihr Mut und ihr Tatendrang vorbildlich, wenn auch das Schema der „unbedarften Heldin, die alles einfach mal so richtet“ kein neues ist.
Zwar ging mir die Auflösung bzw. das Finale ein wenig zu schnell und ist der Text auch nicht frei von Fehlern (im Vergleich zu anderen Büchern des Verlags bleiben diese jedoch überschaubar), beinhaltet „Red Raven Castle“ dennoch etliche Höhepunkte, spannende Spitzen, unerwartete Enthüllungen und eine originelle Idee.
McMullens Fantasy-Roman ist somit auf jeden Fall eine Empfehlung.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Guter Mittelteil.

Karma Drama 2. Dämonische Bestimmung
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„Dämonische Bestimmung“ ist der zweite Teil der Kinder-Fantasy-Serie „Karma Drama“ und führt die Geschehnisse des Vorgängers gekonnt fort.

Trotz ihres Pakts haben weder Livia noch Kasimir in ihren Prüfungen ...

„Dämonische Bestimmung“ ist der zweite Teil der Kinder-Fantasy-Serie „Karma Drama“ und führt die Geschehnisse des Vorgängers gekonnt fort.

Trotz ihres Pakts haben weder Livia noch Kasimir in ihren Prüfungen die gewünschten Erfolge erzielt. Für das Menschenmädchen heißt dies, dass sie dem Lernprogramm der Embergate-Academy beiwohnen muss. Um ihre wahre Natur zu verschleiern und den Oberdämon in dem Glauben zu lassen, sein perfider Plan sei geglückt, ist Livia auf die Hilfe von Azura und Kasimir angewiesen. Ein neuer Pakt, der beiden Parteien zugutekommt, soll her. Doch auch außerhalb der dämonischen Academy scheint Livias Leben alles andere als rosig zu verlaufen: denn das Böse lauert überall. Das Mädchen muss unbedingt verhindern, dass es sich dieses schon bald im Bett ihres Vaters gemütlich macht. …

„Dämonische Bestimmung“ ist düsterer als der Auftakt, was an dem bildlichen und sehr atmosphärischen Setting, der Geheimnisdichte und der Vorsicht, die Kasimir, Azura und Livia walten lassen müssen, um nicht entdeckt zu werden und ihre Ziele verfolgen zu können, liegt. Obgleich wir einige seichte, unspektakuläre Stellen finden, gab es im selben Maße spannende Szenen und Überraschungen. Dennoch scheint Kasimir neben Schlagfertigkeit auch Präsenz eingebüßt zu haben. Dafür war seine Schwester eine interessante Figur, die Abwechslung mit sich bringt. Erneut toll eingebunden, als Unterstützung, Hilfe und Trost, waren Justin, Cora und Großtante Pearl.

Viktoria Etzel führt uns sicher durch die Handlung, Gegebenheiten und Vorhaben sind verständlich, in einem einfachen Ton geschildert und insgesamt brachte es Spaß, die „Mission“ der drei Hauptakteure zu verfolgen und diese noch besser kennenzulernen. Livia wirkt um einiges gefasster, reifer als zuvor – aber was bleibt einem auch anderes übrig, wenn der Vater im Begriff ist, einen folgenschweren Fehler zu begehen, und ein überheblicher Dämon die Menschheit zu seinesgleichen wandeln will? –, behauptet sich und steht für ihre Überzeugungen und FreundInnen ein. Die verschiedenen Baustellen, die Frage, ob den Dämonen wirklich zu trauen ist, und das düstere Setting halten das Interesse jedenfalls konstant aufrecht – am Ende ist noch einiges unklar und so heißt es wieder warten.

Fazit: „Karma Drama“ ist eine Fantasy-Serie, die mit den von Etzel aufgegriffenen Themen und Werten sowie aufgrund des Unterhaltungsfaktors nicht nur für Kinder eine Empfehlung ist.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Eigentlich eine gute Romance, jedoch fehlte mir der Versprochene „Suspense-Faktor“.

Say My Name
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Die Nacht ihres 25. Geburtstags wird Vida Torres niemals vergessen, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie in dieser nur knapp einem Übergriff entkommen ist. Auch ihr Retter – Krystian Mazur, widersprüchlich ...

Die Nacht ihres 25. Geburtstags wird Vida Torres niemals vergessen, was nicht zuletzt daran liegt, dass sie in dieser nur knapp einem Übergriff entkommen ist. Auch ihr Retter – Krystian Mazur, widersprüchlich in seinem Auftreten und seinen Handlungen, trägt dazu bei, dass sie sich immer an diesen Abend erinnern wird. Der Schock über das, was hätte passieren können, und die Irritation darüber, dass sie samt mordsmäßigem Kater und Filmriss gerade im Bett jenes Eisprinzen aufwacht, der Vida wenige Stunden zuvor schroff abgewiesen, jedoch stets beobachtet hat, hallen noch lange in der Calltakerin nach. Und während sich ein Funke Hoffnung in ihr daran klammert, dass er trotz Unstimmigkeiten der Gute in ihrer Geschichte ist, ist Krystian, allen Versuchen, Vida zu vergessen, bereits verloren…

Erzählt wird hauptsächlich aus Vidas Sicht. Zwischendurch mischen sich zwar Krys’ Gedanken und Empfindungen ein, die machen es aber nicht leichter, den Schmuckdesigner zu greifen und zu durchschauen. Zusätzlich wird die Romance von einer Perspektive gespickt, die 5 Jahre zurückliegt und eine verletzte Teenagerin zeigt, die sich nach und nach veränderte, düsterer wurde, weniger. Je besser Vida ihre Zufallsbekanntschaft kennenlernt, je mehr sie sich auf den wechselhaften Mann einlässt, umso inniger und intensiver wird ihr Verhältnis. Trotz der Gewissheit, dass Krystian etwas verheimlicht, dass ihn etwas belastet, kann sie sich der Anziehung, seiner aufmerksamen, liebenswerten Art, nicht verwehren. Doch wird ihr Herz noch immer höher schlagen, wenn sie sein Geheimnis kennt?

Franci Edens Stil war hervorragend, oft humorvoll und durchweg authentisch. Es war leicht, sich in die Story, die mit allerhand kleinen Details gespickt war, fallen zu lassen, Vidas Zweifel zu teilen, sich in Krys zu verlieben und zeitgleich auf den Knall zu warten, der alles zusammenbrechen lässt… Vida, gezeichnet von ihrer letzten Beziehung, ist ebenso stark und taff wie gemütlich und rücksichtsvoll. Sie hat einen Hang zu Zucker und Kaffee und kann kitschigen Liebesromanen nur wenig abgewinnen – im Gegensatz zu Kry. Sie ist das Chaos in seiner ordentlich-sauberen Welt, die einzige, die an seiner Beherrschung kratzt, gegen die er sich wehren sollte…

Wenn der männliche Loveinterest auch einer angespannten Greenflag gleichkommt, schafft es Eden doch, dass ein unbekannter Haken groß aufleuchtet, der Grund für Krystians Verhalten, für die Dinge, die nicht passen.
Die Atmosphäre ist ziemlich oft cozy, romantisch und soft. Hauptsächlich sind es Clarisses Worte, die für eine ungute Vorahnung sorgen, Fragen aufwerfen, die eine Antwort verlangen. Zwar sind kleinere Spannungselemente in der Geschichte verstreut, das Wissen um etwas Verborgenes, vielleicht Gefährliches, und ein Schwall Misstrauen, jedoch empfand ich die Inszenierung für eine Romance-Suspense als schwach – mir fehlte es großflächig an Spannung(en), Beklemmung und signifikanten Ereignissen.
Versteht mich nicht falsch: „Say my Name“ liest sich wirklich klasse, die Kapitel sind recht kurz, was die Story insgesamt flott vorantreibt, es gibt Witz, Spice und die Autorin spricht zahlreiche wichtige Punkte an, u.A. (Cyber)Mobbing, psychischen und physischen Missbrauch, Stalking und K.-o.-Tropfen. Die wechselnden Perspektiven wurden stimmig platziert, die Protagonistin sehr nahbar ausgearbeitet und Sam und Alec, zwei Freunde, die wünschenswert sind, bereichern den Verlauf ungemein. Dennoch fiel es mir aufgrund des Mangels an Höhepunkten und Geschehnissen schwer, interessiert zu bleiben, weswegen ich auch deutlich länger gebraucht habe, dieses Buch zu beenden, als für mich üblich. So gut der Stil von Eden ist, so häufig dümpelt der Verlauf, der bei knapp 500 Seiten nicht allzu kurz ist, gemütlich vor sich hin.
Gegen Ende nimmt die Handlung gezielt Fahrt auf, Fäden verbinden sich, Wahrheiten und Erkenntnisse überraschen und tauchen alles, was geschah, in ein anderes Licht. …

Fazit: „Say my Name“ ist durchaus eine empfehlenswerte Romance, die echte Probleme behandelt und eine häufig unterhaltsame Geschichte erzählt. Jedoch wurde meine Erwartung an den Suspense-Faktor in keiner Weise erfüllt.

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