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Veröffentlicht am 23.06.2025

Wem kannst du noch trauen?

Der Weg – Jeder Schritt könnte dein letzter sein
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Julia steckt mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als plötzlich ihre beste Freundin Nicki vor ihrer Tür steht und sie mit Flugtickets nach Schweden überrascht, damit sie endlich zusammen den Kungsleden-Wanderweg ...

Julia steckt mitten in ihren Hochzeitsvorbereitungen, als plötzlich ihre beste Freundin Nicki vor ihrer Tür steht und sie mit Flugtickets nach Schweden überrascht, damit sie endlich zusammen den Kungsleden-Wanderweg wandern können, wie sie es sich immer vorgenommen hatten.
Obwohl die beiden Freundinnen in letzter Zeit wenig Kontakt hatten, nimmt Julia das Geschenk an und die beiden fliegen kurz darauf nach Schweden und starten ihre Wanderung.
Zuerst geht alles gut, aber nach einem schweren Unwetter, bei dem sie ihre Wanderroute verlassen, ist Nicki morgens verschwunden und Julia ist auf sich allein gestellt.

Die Geschichte beginnt mit der Ankunft in Schweden und kurz bevor Julia und Nicki ihre Wanderung antreten.
Auch wenn das erst wie ein sanfter Einstieg erschien, hat er doch direkt viele Fragen aufgeworfen, die mich auch später noch begleitet haben.
Durch den Klappentext und die Leseprobe hatte ich eine ungefähre Idee, wie das Buch verlaufen könnte, aber es hat sich schnell gezeigt, dass nichts davon wirklich zutreffend war.

Das Setting ist kalt und düster, der Sommer längst vorbei und Schweden zeigt sich von einer ungemütlicheren Seite.
Für die Geschichte war das perfekt und ich mochte es sehr.

Neben Julias Zeitebene gibt es auch noch eine zweite, von der man aber nicht weiß wem sie gehört, diese spielt in der Vergangenheit.
Auch das war etwas, womit ich nicht gerechnet hatte und was die Handlung in eine ganz andere Richtung getrieben hat.
Auf beiden Zeitebenen passiert viel und langsam entsteht ein Bild davon, was wirklich geschehen ist und wie das alles mit Julia zusammenhängt.
Diese fragt sich währenddessen, was sie noch glauben und wem sie vertrauen kann, vielleicht ja nicht mal sich selbst.
Das hat es für mich wirklich spannend gemacht und mir fiel es schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Leider waren mir manche Twists am Ende etwas zu viel und teilweise wusste ich nicht, wie realistisch sie tatsächlich waren.
Dennoch war es für mich ein gelungenes Ende und es hat mich nicht enttäuscht zurückgelassen.

Fazit: Ein fesselnder Thriller mit einem düsteren, schwedischem Setting und einer großen Menge Spannung.

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Veröffentlicht am 11.06.2025

Das große Finale

Arc & Ruin
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Nach den Geschehnissen aus Band eins müssen sich alle Charaktere neu organisieren und schauen, wie es für sie weitergehen soll.
Während Shina und Mae sich dem Orden der zweiten Sonne angeschlossen haben, ...

Nach den Geschehnissen aus Band eins müssen sich alle Charaktere neu organisieren und schauen, wie es für sie weitergehen soll.
Während Shina und Mae sich dem Orden der zweiten Sonne angeschlossen haben, trennen sich die Wege von Rah und Irin.
Rah will zurück zu ihrem Tempel, um Antworten auf ihre Fragen zu bekommen und Irin sucht einen Weg um Moryn zurück ins Leben zu bringen.
Auch wenn sich die Wege der vier kaum mehr unterscheiden könnten, dienen sie doch alle einem Ziel: Die Welt vor dem Chaos zu retten!
Aber der Weg dorthin ist gefährlich und alles andere als leicht.

Während ich bei Band eins noch ein paar Probleme hatte in die Geschichte zu finden, da sie sehr komplex war und sich teilweise auch wie eine lange Einführung angefühlt hat, konnte mich Band zwei ab Seite eins fesseln und es war von Anfang ein anderes Leseerlebnis.
Vielleicht lag es auch daran, dass das Tempo des Buches insgesamt schneller war und auf über 600 Seiten mehr passiert ist als im Band davor, zumindest nach meinem Empfinden.

Diesmal gab es neben den POVs von Shina und Rah, auch die von Irin bzw Arax.
Das Besondere daran war, dass man ihn währenddessen nicht nur in der Gegenwart begleiten konnte, sondern auch in seiner Vergangenheit, bevor er zum Königsgott geworden ist.
Dadurch wirkte er sehr viel nahbarer als in Band eins und ich mochte ihn viel mehr.
Alle drei POVs waren zu jedem Zeitpunkt spannend und ich hatte immer große Lust weiterzulesen.
Auch hatte ich das Gefühl, die Welt viel besser verstehen zu können und auch das Chaos an sich.

Wenn ich einen Kritikpunkt habe, dann wäre es wohl Mae.
Mae blieb mir bis zum Schluss fremd, vielleicht auch weil sie keine eigene POV hatte, aber andere Nebencharaktere, wie zum Beispiel Nevi, konnten sich schnell meine Sympathie gewinnen, obwohl sie ebenfalls keine eigenen Kapitel aus ihrer Sicht hatten.
Dadurch hat mich das Schicksal von Mae weniger berührt und auch die Beziehung zwischen ihr und Shina.
Shina als einzelne Person mochte ich jedoch gerne.

Abgesehen davon bin ich jedoch sehr angetan von dem Finale dieser Dilogie.
Die Autorin hat es auch hier wieder geschafft, eine einzigartige Welt zu erschaffen und eine besondere Geschichte zu erzählen.

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Veröffentlicht am 28.04.2025

Die Wahrheit kann gefährlich sein

Die Kollegin – Wer hat sie so sehr gehasst, dass sie sterben musste?
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Natalie hat alles was sie sich wünscht. Sie hat einen charmanten Freund, ist auf der Arbeit die beste Verkäuferin ihrer Firma und ein hübsches Haus in einer guten Wohngegend hat sie auch.
Bei ihrer Kollegin ...

Natalie hat alles was sie sich wünscht. Sie hat einen charmanten Freund, ist auf der Arbeit die beste Verkäuferin ihrer Firma und ein hübsches Haus in einer guten Wohngegend hat sie auch.
Bei ihrer Kollegin Dawn sieht das etwas anders aus.
Obwohl sie sehr zuverlässig ist, fällt sie bei den meisten unangenehm auf, durch ein paar Eigenarten die sie hat.
Als Dawn eines Tages nicht zur Arbeit erscheint, obwohl sie dringend mit Natalie reden wollte, findet sie das merkwürdig und nach einem beunruhigendem Telefonat fährt Natalie schließlich zu Dawns Haus und kann kaum glauben, welcher Anblick sie dort erwartet.

Die Kollegin ist mein zweites Buch von Freida McFadden.
Nachdem mich ihr erstes Buch sowohl begeistern, als auch schockieren konnte, war ich sehr gespannt, wie es sich bei diesem Buch verhalten würde.
Die Umsetzung hat mir auch hier wirklich gut gefallen.
Durch verschiedene Perspektiven bleiben die Erzählungen spannend.
Da wäre zuerst Natalies Perspektive, die in der Gegenwart spielt und dann gibt es noch Dawns Kapitel, die in Form von E-Mails über mehrere Monate hinweg dargestellt werden.
Schnell wird klar, dass sich die beiden in ihren Aussagen oder Erinnerungen widersprechen und es ist nicht klar, wem man trauen kann und wer von den beiden die Wahrheit erzählt.
Doch schnell wird klar, dass die Wahrheit es in sich hat, egal wie sie am Ende aussehen wird.
Die Spannung ist dadurch immer greifbar und egal welche Ideen ich bezüglich der Auflösung hatte, sie alle stellten sich als falsch heraus.
Ich wollte immer weiterlesen, damit ich herausfinden konnte, was wirklich geschehen ist.
Das Buch steckt voller Plot-Twists und man weiß nie, wann der nächste kommt, es passiert immer überraschend.

Während mich die Geschichte komplett mitreißen konnte, hatte ich mit den Charakteren meine Probleme, speziell mit Natalie.
Natalie ist nicht sonderlich sympathisch und natürlich ist das absichtlich so, aber trotzdem war es nicht immer einfach ihre Kapitel zu lesen.
Damit hatte ich hauptsächlich im Mittelteil zu kämpfen, aber das hat das Leseerlebnis insgesamt nicht geschmälert und die meiste Zeit konnte ich es ausblenden.

Fazit: Abgesehen von etwas unsympathischen Charakteren war "Die Kollegin" ein großartiges Leseerlebnis mit unvorhersehbaren Plot-Twists und viel Spannung bis zur letzten Seite.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Wenn die Vergangenheit ruft

Nowhere Heart Land
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Rosa lebt seit Jahren in Berlin, seit ihr Internat schließen musste und sie ihrer Heimatstadt den Rücken gekehrt hat.
Ihr Plan war damals groß, spannend und gleichzeitig mysteriös, weil London eine ganz ...

Rosa lebt seit Jahren in Berlin, seit ihr Internat schließen musste und sie ihrer Heimatstadt den Rücken gekehrt hat.
Ihr Plan war damals groß, spannend und gleichzeitig mysteriös, weil London eine ganz andere Welt war.
Aber jetzt mit neunundzwanzig, fast dreißig, verändert sich ihr Leben und plötzlich ist sie wieder in ihrer Heimat und wird von ihrer Vergangenheit eingeholt.
Was ist wahr und was ist falsch?
Und wie soll es jetzt für sie weitergehen?

Ich habe eine Weile gebraucht, bis ich in das Buch gefunden habe.
Der Schreibstil ist sehr besonders und für mich war er anfangs auch kompliziert.
Wie ein Code den man knacken musste und sobald das geschafft war, habe ich die Geschichte auch gerne gelesen, aber es hat etwas länger gedauert, bis ich an dem Punkt war.

Rosa ist eine spezielle Protagonistin.
Ihre Kindheit, die sie in einem katholischen Internat verbracht hat, war ungewöhnlich und auch nicht immer leicht und obwohl sie sich dessen nicht ganz klar ist, hat diese Zeit mehrere Narben hinterlassen.
Sie befindet sich in einer Phase, in der sie viel hinterfragt, weil sie einige Dinge nicht ganz begreift oder verwirrt ist.
Ihre Gedanken sind dadurch auch oft wirr und manchmal war es nicht ganz einfach ihr zu folgen.
Trotzdem hat dieser Zustand auch eine melancholische Stimmung ausgelöst, die ich tatsächlich mochte.
Ich denke, am Ende ist es Geschmackssache.

Das Buch ist definitiv kein leichter Roman und man muss sich beim Lesen konzentrieren um nichts zu verpassen.
Manchmal wandert die Protagonistin mit den Gedanken zwischen Gegenwart und Vergangenheit und da sie nicht immer klar denken kann, wird es manchmal etwas unübersichtlich.
Vermutlich ist das auch so gewollt, aber ein bisschen weniger chaotisch hätte es dann doch sein können.

Fazit: Insgesamt ein spannender Roman über die Vergangenheit einer jungen Frau, die sich mit neunundzwanzig nochmal neu finden muss.

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Veröffentlicht am 31.03.2025

Die verflixte Liebe

Heartsick
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Die Liebe ist etwas wunderbares.
Sie kann die besten Seiten eines Menschen offenbaren, aber leider ist das nicht immer der Fall.
Ana, Patrick und Claire haben im ersten Moment nichts gemeinsam.
Sie sind ...

Die Liebe ist etwas wunderbares.
Sie kann die besten Seiten eines Menschen offenbaren, aber leider ist das nicht immer der Fall.
Ana, Patrick und Claire haben im ersten Moment nichts gemeinsam.
Sie sind weder im selben Alter, noch verlaufen ihre Leben ähnlich.
Eine Gemeinsamkeit haben sie aber doch, sie sind alle drei verliebt, bis über beide Ohren.
Was aber passiert, wenn nicht jede Liebe dazu bestimmt ist, für immer zu halten?

Für mich war "Heartsick" ein sehr besonderes Buch und bisher habe ich auch noch kein anderes Buch gelesen, dass damit vergleichbar wäre.
In diesem Buch können wir Ana, Patrick und Claire begleiten.
Sie sind reale Menschen, nur ihre Namen wurden geändert, und ihre Geschichten sind genau so passiert, wie es geschrieben wurde.
Obwohl es ein Sachbuch ist, ähnelt der Aufbau des Buches eher dem eines Romans.
Dadurch sind die einzelnen Erlebnisse auch viel greifbarer und der Ton des Buches ist weniger förmlich.

Ana, Patrick und Claire sind drei sehr verschiedene Menschen und auch wenn es nicht immer leicht war, fand ich es schön, sie etwas begleiten zu können.
Sie alle haben mich auf ihre Art berührt und zum Ende hin musste ich ganz schön schlucken.
Das Leben spielt nicht immer so, wie man es sich vorstellt, das tut es auch bei ihnen nicht.
Während man bei einem normalen Roman mit den Protagonisten mitfühlt, weiß man jedoch auch, dass sie nicht real sind, ihre Geschichten sind erfunden.
Der Unterschied hier ist jedoch, dass man beim Lesen weiß, dass das alles wirklich passiert ist.
Egal ob einer von ihnen gerade Freude, Angst, Trauer oder Wut spürt, sie haben es tatsächlich gespürt.
Wenn es Momente gab, in denen ich wirklich einen Kloß im Hals hatte, wurde er noch größer wenn mir wieder eingefallen ist, dass sie das alles wirklich erlebt und durchlebt haben.
Manchmal konnte ich ihre Handlungen nicht verstehen, aber sie sind eben auch nur Menschen und nicht perfekt.

Müsste ich das Buch in einem Wort beschreiben, würde ich daher sagen, dass es echt ist.
Es gibt hier keine Chance sich zu verstecken, alle drei zeigen sich von ihrer verletzlichsten Seite und das macht es echt und authentisch.
Das Vor- und Nachwort der Autorin fand ich wirklich schön.
Sie hatte ein Ziel vor Augen, sie wollte etwas erschaffen, dass sie selber früher gebraucht hätte und ich würde sagen, ihr ist das ziemlich gut gelungen.
Auch hat sie sich nicht davor gescheut, sich ebenfalls verletzlich zu zeigen und einen Teil ihrer persönlichen Erfahrungen zu teilen.
Ich hoffe man wird mit der Zeit noch mehr von ihr lesen können.

Fazit: Ein Buch über die echte Liebe, die einem manchmal den letzten Nerv rauben kann.

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