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Veröffentlicht am 28.07.2025

Crazy London!

Sherlock Holmes & Dr. Watson. Die Jagd nach dem Geisterzug (Band 1)
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Crazy London ist in Aufruhr, ein mysteriöser Geisterzug treibt sein Unwesen und irgendjemand stiehlt den Bewohnern ihre Habseligkeiten. Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein Begleiter Dr. Watson machen ...

Crazy London ist in Aufruhr, ein mysteriöser Geisterzug treibt sein Unwesen und irgendjemand stiehlt den Bewohnern ihre Habseligkeiten. Meisterdetektiv Sherlock Holmes und sein Begleiter Dr. Watson machen sich auf die Suche nach dem mysteriösen Dieb und der Verbindung zum Zug. Schon bald erkennt er, auf was es der Dieb wirklich abgesehen hat, doch kann er auch den Geisterzug stoppen?

Die Jagd nach dem Geisterzug ist der erste Band der tierischen Sherlock Holmes Adaption von Judith Weber. Leider konnte uns diese nicht wirklich überzeugen, der Comic wirkt bereits auf den ersten Seiten extrem überladen und wir wussten gar nicht, wo wir zuerst hinschauen sollten. Die Zeichnungen der Illustratoren Christian und Fabian Jeremias sind wirklich toll, farbenfroh und vor allem die tierischen Charaktere haben optisch viele Feinheiten, die sie voneinander unterscheiden lassen und besonders machen.

Doch sowohl die Text- als auch die Bildebene war für uns zu Reizüberflutet. Auf der Textebene aufgrund von vielen Einschüben, die nichts mit dem Thema zu tun haben und wohldosiert lustig sein könnten, bei uns aber ihre Wirkung verfehlt haben und auf der Bildebene durch viele Bildebenen (verschiedene Ebenen, auf denen in einer Zeichnung etwas passiert), unterschiedliche Formen der Textfelder, unterschiedliche Größen der Schriftart, Betonungen durch Fettschrift oder Wörter, die nur in Versalien geschrieben wurden, Wörter die auf den Kopf stehen uvm., das alles findet sich teilweise auf einer Seite und erschlug uns förmlich. Unpassend fand ich auch die Lebensmittel, die stark nach Fotos aussahen und sich dadurch gar nicht ins das Komplettbild des Comics einfügten.
Auch die Rätsel fanden wir weniger spannend, weil sie nur selten einen Bezug zur Geschichte besitzen und oft etwas hypothetisches hatten (sich nicht aus dem Text ergaben).

Der Fall selbst hatte Potenzial, gefiel uns in der Auflösung auch, aber hat ein großes Fragezeichen, das sich nicht auf mögliche Fortsetzungen bezieht, stehen lassen.

Die Jagd nach dem Geisterzug hat uns aus vielen Gründen leider nicht zugesagt, dennoch will ich an dieser Stelle den Charakter Dr. Watson hervorheben. Diesen fanden wir wirklich genial. Er war lustig und hat eine ganz besondere Art. Dennoch werden wir die Reihe nicht weiterverfolgen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Ermüdende Zeitreise

Das Ministerium der Zeit
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Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley klang nach einem interessanten Roman zwischen historischen Ereignissen und fiktiven Zusammentreffen. Ich mochte die Grundidee, dass verschiedene Figuren aus ...

Das Ministerium der Zeit von Kaliane Bradley klang nach einem interessanten Roman zwischen historischen Ereignissen und fiktiven Zusammentreffen. Ich mochte die Grundidee, dass verschiedene Figuren aus der Vergangenheit in die Zukunft geholt werden und mit der Andersartigkeit „ihrer“ Welt klarkommen müssen.

Leider hat es für mich aber nur zu einer grandiosen Idee gereicht, die Umsetzung konnte mich nämlich nicht überzeugen. Dafür gibt es mehrere Gründe.

Einer ist die Ich-Erzählerin. Bis zum Schluss erfahren wir keinen Namen, weswegen die Namenlose für mich auch nicht greifbar wurde. Außerdem empfand ich trotz der Ich-Erzählweise die Geschichte sehr steril und emotionslos erzählt. Wir erfahren nichts über das Innenleben der Protagonisten, weshalb die Geschichte ziemlich kühl wirkte und mich nicht abholen konnte.

Schade fand ich auch, dass ich mir immer wieder dachte „Show, don‘t Tell“. Die Protagonistin berichtet immer wieder, wie ihr Expat Graham Gore in bestimmten Situationen reagierte, vergleichsweise selten erleben wir die Situationen mit. Das sorgt nicht nur für ein zähes Lesevergnügen, sondern auch dafür, dass ich absolut keine Nähe zu den Figuren aufbauen konnte.

Dabei gab es immer wieder Hoffnung, dass es doch noch spannend und interessant werden könnte, denn immer wenn wir Situationen miterleben durften, wurde die Geschichte auch besser und hatte phasenweise sogar einen gewissen Charme. Nur war das wirklich sehr selten der Fall, was sich auch auf meine Lesegeschwindigkeit auswirkte. Ich habe schon lange nicht mehr so viel Zeit benötigt, um ein Buch zu beenden.

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Schwierige Thematik

Maggie Blue - Das Portal zur Düsterwelt
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Selten habe ich ein Kinderbuch ungern weitergelesen, doch bei Maggie Blue - Das Portal zur Düsterheit von Anna Goodall hätte ich am liebsten nach dem ersten Viertel des Buchs abgebrochen. Die Themen waren ...

Selten habe ich ein Kinderbuch ungern weitergelesen, doch bei Maggie Blue - Das Portal zur Düsterheit von Anna Goodall hätte ich am liebsten nach dem ersten Viertel des Buchs abgebrochen. Die Themen waren nicht nur düster, sondern haben eine unglaublich schlechte Stimmung übermittelt und in mir (als Erwachsene Thrillerleserin) ein Unbehagen geweckt. Das Buch beginnt mit unfassbar vielen negativen Emotionen, die einen dunklen Schleier über die Geschichte werfen und ein ungutes Gefühl während des Lesens erzeugen. Maggie, die von jung und alt gemobbt wird, dies teilweise aber gar nicht wahrnimmt und sich dadurch noch stärker in solche Szenen verfängt und gleichzeitig erkennt sie nicht, wenn jemand ihr wirklich helfen möchte und schreibt diesem nur schlechte Absichten zu. Eine depressive Mutter, die suizidale Gedanken hat oder durch ihre Aussagen solche Ängste schürt. Ein getrenntes Elternpaar, dessen Kind bei der Tante aufwächst. Eine Protagonistin, die sich von diesen schlechten Einflüssen nicht abkapseln kann und selbst mit sehr seltsamen Handlungen glänzt, die u.a. das Gefühl von Stalking wecken könnten, aber auch ein unglaubliches Gewaltpotenzial aufzeigen.

Es gibt Ansätze in diesem Buch, die mir wirklich gut gefallen haben. Ich mochte, dass Maggie mehr in den Menschen sehen konnte, dass sie erkannte, wenn ein scheinbar glückliches Kind mit guten Noten und vielen Freunden, eben nur äußerlich glücklich war, aber innerlich zerbrach. Doch leider blieb es bei diesen Ansätzen, denn an anderer Stelle erkennt Maggie nicht, dass ihre Mutter, die unter starken Depressionen leidet, sie liebt. Das passt für mich nicht und übermittelt bei einem so schwierigen Thema falsche Bilder. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass man herausarbeitet, warum Maggie sich so fühlt, warum dies aber nicht den Tatsachen entspricht und ihre Mutter sie über alles liebt. Gegen Ende erkennt Maggie zwar das Ausmaß des Krankheitsbilds, dennoch wurde mir das Thema leider nicht ausreichend geklärt.
Die düsteren Handlungen innerhalb des Portals sind für sich genommen spannend und passen in ein ‚gruseliges Setting’.

In Zeiten von Triggerwarnungen in Erwachsenenbüchern bin ich wirklich verwundert, dass Maggie Blue ohne diese daherkommt. In einem Buch ab zehn Jahren, das von einem Portal zur Düsterheit handelt, erwarte ich Gruselmomente, aber nicht diese Intensität von Themen wie Depressionen, Mobbing und Gewalt(verherrlichung). Am Ende nehmen Kinder Geschichten natürlich anders wahr als Erwachsene, aber mir fällt es äußerst schwer, dieses Buch uneingeschränkt weiterzuempfehlen. Bei Maggie Blue - Das Portal zur Düsterheit scheint mir die Wahrnehmung des Inhalts sehr stark auf das einzelne Kind anzukommen, das ist natürlich bei allen Büchern so, in diesem Fall geht es mir aber nicht darum, ob es gut oder schlecht, spannend oder langweilig empfunden wird, sondern eher in Hinblick auf Märchen und die Frage, wie stark das einzelne Kind die Gemeinheiten wahrnimmt und einordnet.

Ich habe das Buch teilweise auch als Hörbuch gehört, das von Julia Nachtmann hervorragend eingesprochen. Durch einer stimmlichen Vielfalt, konnte man sich schnell und gut in die Geschichte reinfinden.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Fake Verlobung und ihre Folgen

Degrees of Engagement
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Bianca Dimitriou hat an unzähligen Feierlichkeiten ihrer Freunde und Familie teilgenommen, von Geburten bis zu Hochzeiten. Doch ausgerechnet als Bianca ihren größten Erfolg feiert, ihren Doktortitel, kommt ...

Bianca Dimitriou hat an unzähligen Feierlichkeiten ihrer Freunde und Familie teilgenommen, von Geburten bis zu Hochzeiten. Doch ausgerechnet als Bianca ihren größten Erfolg feiert, ihren Doktortitel, kommt niemand, um diesen Tag mit ihr zu feiern.

Voller Enttäuschung und wütend beschließt Bianca ihre eigene Verlobung zu Faken und das ausgerechnet mit ihrem grüblerischen Kommilitonen Xavier Byrne. Doch sind da wirklich nur Scheingefühle im Spiel?

Degrees of Engagement von Jennifer Hennessy klang nach einem lustigen Roman, der an Autorinnen wie Emily Henry und Ali Hazelwood erinnert. Leider konnte mich jedoch bereits der Schreibstil nicht sonderlich umhauen, trotz seinem einfachen Aufbau fand ich ihn phasenweise sehr anstrengend, weswegen das Lesegefühl gemindert wurde.

Aber auch inhaltlich kam das Buch leider nicht wirklich bei mir an. Die Grundidee des Buches fand ich durchaus spannend, auch die Kombination STEM und Fake-Dating hatte seinen Charme, leider war für mich aber zu wenig aus dem STEM-Bereich wirklich wahrnehmbar und das Gefühl des ‚Fakes‘ ging auch sehr schnell abhanden.

Perspektivwechsel finde ich in vielen Genres hervorragend, in Romance Büchern nehmen sie mir häufig etwas besonderes weg. So auch hier und Xaviers Perspektive wirkte auf mich weniger authentisch. Trotz beider Perspektiven, bleiben die Charaktere auch eher oberflächlich, dafür gibt es eine Menge und deutlich zu viel spice.

Degrees of Engagement konnte mich leider nicht von sich überzeugen.

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Veröffentlicht am 03.02.2025

Brieffeinde

P. S. I Hate You – Auf dem schmalen Grat zwischen Hass und Liebe
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Naomi und Luca führen seit über zehn Jahren eine Brieffeindschaft, doch seit zwei Jahren ist Ruhe. Bis Naomi einen gemeinen Brief auf ihren Schreibtisch im Radiosender vorfindet und sofort weiß, dass dieser ...

Naomi und Luca führen seit über zehn Jahren eine Brieffeindschaft, doch seit zwei Jahren ist Ruhe. Bis Naomi einen gemeinen Brief auf ihren Schreibtisch im Radiosender vorfindet und sofort weiß, dass dieser nur von Luca kommen kann. Eine Antwort wird schwierig, denn der Brief hat keinen Absender und ihr letzter Brief an Luca konnte nicht zugestellt werden. Aber dieses Mal möchte Naomi alles mögliche tun, damit Luca nicht das letzte Wort hat.

P. S. I hate you von Donna Marchetti klang nach einer RomCom, die mit Humor die Brieffeindschaft der beiden Protagonisten darstellt. Umso ernüchternder waren dann bereits die ersten Kapitel, die zwar eine - für mich nicht nachvollziehbare - Begründung für die fiesen Worte darlegten, aber die Worte der damaligen Fünftklässler waren mir viel zu krass, sodass mir bereits dadurch der mögliche Witz hinter dieser Brieffeindschaft verloren ging. Das konnten dann auch die weiteren Seiten nicht retten, im Gegenteil. Der Plottwist, der für mich nicht überraschend kam, war furchtbar und hat erneut dafür gesorgt, dass ich die Gefühle zwischen Naomi und Luca nicht nachvollziehen konnte.

Einzig positiv ist, dass man zwischenzeitlich mehr über Luca und seine Verhaltensweisen erfährt und alles besser einordnen kann. Dennoch sind insgesamt von Luca und Naomi zu viele Handlungen in diesem Buch, die ich persönlich schrecklich finde und weswegen die Geschichte mich leider nicht (positiv) emotional abholen konnte.

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