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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.04.2025

beklemmende Atmosphäre

Die Kammer
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Die Atmosphäre ist sehr gelungen beschrieben, durchwegs beklemmend und einengend, passend zur Situation, in der sich die Taucher befinden. Mit der Zeit wird auch die Stimmung immer angespannter und misstrauischer ...

Die Atmosphäre ist sehr gelungen beschrieben, durchwegs beklemmend und einengend, passend zur Situation, in der sich die Taucher befinden. Mit der Zeit wird auch die Stimmung immer angespannter und misstrauischer und die Zeit schleicht dahin. Es ist nicht möglich, schnell von außen einzugreifen und somit müssen sich die Taucherinnen aufeinander verlassen können, aber in Not- und Stresssituationen ist dies nicht einfach umsetzbar. Mir hat es sehr gut gefallen, dass der Thriller sehr von der Atmosphäre lebt und es möglich ist, ohne große Aktionen und auf sehr begrenztem örtlichem Raum trotzdem so eine Spannung aufzubauen und dies durchzuziehen. Über das Berufsfeld der Taucherinnen hatte ich mir bis jetzt noch keine Gedanken gemacht, daher war auch dieser Einblick für mich spannend und neu.

Veröffentlicht am 28.04.2025

etwas zu glatt - aber hat Potenzial

Mickey und Arlo
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Mickey und Arlo sind zwei unterschiedliche Schwestern, die erst nach dem Tod ihres gemeinsamen Vaters aufgrund der Erbschaftsverhältnisse voneinander erfahren. Charakterlich haben mir beide gut gefallen, ...

Mickey und Arlo sind zwei unterschiedliche Schwestern, die erst nach dem Tod ihres gemeinsamen Vaters aufgrund der Erbschaftsverhältnisse voneinander erfahren. Charakterlich haben mir beide gut gefallen, mitsamt ihren jeweiligen Stärken und Schwächen. Die einzelnen Kapitel werden abwechselnd aus Sicht von Mickey oder Arlo erzählt. Gemeinsam ist ihnen, dass sie ihr Leben lang um die Aufmerksamkeit ihres Vaters gekämpft haben und nun ihr Leben wieder neu ordnen müssen. Die Themen, die angesprochen werden, sind vielfältig und spannend, von psychischen Problemen über Alkoholsucht und Beziehungsproblemen. Die Therapiestunden hätte ich mir noch spannender und zentraler vorgestellt, vor allem, da sie auch am Cover so präsent sind. Ich hatte mir erwartet, dass die gesamte Geschichte darauf aufgebaut wird, es gibt aber einige weitere Charaktere und Nebenschauplätze, die ergänzen und manchmal auch ein wenig von der Hauptstory ablenken. Ich hätte mir die Gespräche zwischen Mickey und Arlo noch emotionaler und intensiver vorgestellt. Der Schluss ist für mich etwas vorhersehbar und zu glatt.
Das Cover wirkt sehr altbacken, bewusst auf old getrimmt und auch die beiden abgebildeten Schwestern passen optisch nicht so richtig in mein Bild, das ich mir aufgrund des Buches gemacht habe.

Veröffentlicht am 23.04.2025

hohe Erwartungen

Achtzehnter Stock
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Der Roman lässt sich sehr einfach lesen, er ist ausdrucksstark und die Grundstimmung schwankt von hoffnungsvoll, überglücklich, aber zumeist ist sie gedämpft und deprimierend. Es sind einige sehr treffende ...

Der Roman lässt sich sehr einfach lesen, er ist ausdrucksstark und die Grundstimmung schwankt von hoffnungsvoll, überglücklich, aber zumeist ist sie gedämpft und deprimierend. Es sind einige sehr treffende Sätze, die schon fast poetisch klingen, die mir sehr gut gefallen haben, vor allem in der Kombination mit den ansonsten tristen Beschreibungen des Lebens im Plattenbau. Man kann Wandas Gefühlsschwankungen sehr gut spüren, auch wenn ich als Leserin ihre Handlungen nicht immer nachvollziehen kann. Als Mutter ewig nicht mit der kranken Tochter zum Arzt zu gehen, ist unverantwortlich und gefährlich und auch sie in der Nacht alleine in der Wohnung zu lassen. Es ist auch eine Kritik an der Gesellschaft, wenn man zwischen den Zeilen liest, denn Wanda bekommt wenig Unterstützung, kaum Geld und verfügt nicht über die Fähigkeiten sich um ihr Kind und sich selbst ordentlich zu kümmern. Die Betreuerin im Kindergarten hat dies erkannt, aber auch nur mit dem Jugendamt gedroht, geholfen wurde Wanda damit auch nicht. Wanda ist ein getriebener Mensch, sie hat viele Träume, aber ihre Träume platzen dann auch wieder schnell wie Seifenblasen. Sie stellt sich selbst über die Mitbewohnerinnen, aber wenn es hart auf hart kommt, sind es doch wieder ihre einzigen Vertrauten. Man spürt Wandas Wunsch auszubrechen und ein besseres Leben zu führen so deutlich, aber dann kommen wieder viele Rückschläge, die sie zum Verzweifeln bringen und fast schon in eine Depression schlittern lassen. Die Szenen fast zum Schluss haben mir weniger gut gefallen, sie wirken konstruiert und nicht glaubwürdig, passen auch nicht wirklich in das Gesamtkonzept von Wandas Leben, ansonsten hat mich der Roman überzeugt. Es ist schwer alte, bekannte Muster und Strukturen zu durchbrechen und neu zu starten, oft hängt man doch am altbekannten.

Veröffentlicht am 23.04.2025

hochemotionale Ebene

Für Polina
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Der Roman ist durchgehend sehr gefühlvoll geschrieben, vor allem Hannes macht sich viele Gedanken und überlegt gründlich und genau, bevor er Aktionen setzt. Mit Hilfe seines Klavierspielens kann er sich ...

Der Roman ist durchgehend sehr gefühlvoll geschrieben, vor allem Hannes macht sich viele Gedanken und überlegt gründlich und genau, bevor er Aktionen setzt. Mit Hilfe seines Klavierspielens kann er sich emotional und stark ausdrücken, aber kann er durch die Musik auch die Liebe zurückgewinnen? Der gesamte Roman wird von der unendlichen Liebe und der Hoffnung getragen, das ist sehr schön zu lesen. Auch wenn man selbst eher ein rational denkender Mensch ist, so ist es dennoch schön, sich auf diese hochemotionale Ebene einzulassen und die gesamte Gefühlspalette zu durchleben.

Veröffentlicht am 22.04.2025

der Titel hat mich schon gecatched

Note to myself: Liebe ist keine Option
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Das lustige, farbenfrohe Cover lässt schon vermuten, wie die Stimmung des Buches sein wird und das trifft auch genau zu. Trotz unangenehmer Situationen muss man als Leserin schmunzeln und kann es aus Leserinnenperspektive ...

Das lustige, farbenfrohe Cover lässt schon vermuten, wie die Stimmung des Buches sein wird und das trifft auch genau zu. Trotz unangenehmer Situationen muss man als Leserin schmunzeln und kann es aus Leserinnenperspektive mit Humor sehen. Alice ist lustig, agiert teilweise bewusst überzogen und darf nicht immer ganz ernst genommen werden, aber das sieht sie zumeist im Nachhinein auch selbst ein. Der Schreibstil ist einfach gehalten, positiv und macht Lust darauf weiterzulesen, sodass man durch das Buch rauscht. Inhaltlich ist es wie erwartet, eine lockere, lustige Sommerlektüre.