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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2025

Stark

Ich soll nicht lügen
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Abe liegt im Koma, er stürzte aus dem 4. Stock ins Treppenhaus. Die Polizei meint, dass es Selbstmord ist, und seine Verlobte Jody bestätigt das. Abes Schwester Mags kommt extra aus Amerika. Sie ist Anwältin ...

Abe liegt im Koma, er stürzte aus dem 4. Stock ins Treppenhaus. Die Polizei meint, dass es Selbstmord ist, und seine Verlobte Jody bestätigt das. Abes Schwester Mags kommt extra aus Amerika. Sie ist Anwältin und kann nicht an den Selbstmord glauben. Und sie findet heraus, das Abe gar nicht verlobt war und Jody so einige Lügen erzählt...

Auch wenn ich das Buch nicht als Thriller bezeichnen würde, ist es für mich ganz stark. Die Kapitel sind aus der jeweiligen Sicht von Jody, Mags oder auch einer Nachbarin geschrieben. Dazwischen sind Rückblenden in eine grauenvolle Vergangenheit und Kindheit der Mädchen. Man weiß allerdings lange nicht, um wen es sich dabei handelt. Und so steckt man mitten in der Suche nach der Wahrheit. Das alles ist spannend geschrieben und richtig gut zu lesen. Auch wenn ich eigentlich etwas anderes erwartet hatte, das Buch hat mich sehr überrascht - im positiven Sinn.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Ganz stark

Kreuzschnitt
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Der Osloer Kommissar Bogart Bull ist ganz unten. Seine Familie wurde ermordet, er selbst lebt danach nur vom Alkohol. Seine Chefin ermöglicht ihm eine Entziehungskur und bietet einen Auslandsjob an. In ...

Der Osloer Kommissar Bogart Bull ist ganz unten. Seine Familie wurde ermordet, er selbst lebt danach nur vom Alkohol. Seine Chefin ermöglicht ihm eine Entziehungskur und bietet einen Auslandsjob an. In Südfrankreich wird Axel Krogh ermordet. Ein reicher Norweger, derr ein Firmenimperium hat und zurückgezogen lebt. Er wird furchtbar zugerichtet und offenbar fehlt nur ein kleines unscheinbares Bild. Doch er bleibt nicht der einzige Tote ...

Das Buch ist ganz stark. Eines der besten, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Und das bei einem Erstling. Zum einen ist da dieser Stil. Ich habe mich regelrecht festgelesen und kann nicht mal sagen, warum das so ist. Denn es ist weder sehr reißerisch, noch besonders brutal, sondern eher nüchtern erzählt. Trotzdem könnte ich schwer unterbrechen.
Zum anderen ist da diese Figur des Kommissars Bull. Ein gebrochener Mann, der mit der Vergangenheit zu kämpfen hat. Doch er macht seine Arbeit und er macht sie gut. Im Buch werden private Sachen angesprochen, doch sie sind nicht die Hauptsache. Es geht immer um die Ermittlungen.
Und dann ist die Vergangenheit. Erzählt wird das Buch auf drei Ebenen, der Gegenwart mit den Ermittlungen und der Vergangenheit in zwei unterschiedlichen Zeiten. Dieser Wechsel verwirrt nicht, sondern steigert die Spannung. Mehr Details möchte ich nicht nennen, um nicht zu spoilern. Und das Ende bietet noch extra Überraschungen.
Ich denke mal, eine Fortsetzung ist angedacht. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen, mehr von dem Autor und über Bogart Bull zu lesen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Heftig

Dann schlaf auch du
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Das Buch beginnt mit dem Ende: dem Tod von 2 kleinen Kindern, ermordet durch das eigene Kindermädchen. Das ist schon sehr heftig. Im weiteren Verlauf wird die Geschichte der Familie erzählt, wie und warum ...

Das Buch beginnt mit dem Ende: dem Tod von 2 kleinen Kindern, ermordet durch das eigene Kindermädchen. Das ist schon sehr heftig. Im weiteren Verlauf wird die Geschichte der Familie erzählt, wie und warum das Kindermädchen in die Familie kam. Und dann auch immer wieder über das eigene Leben des Kindermädchens.
Der Autorin ist ein ganz starkes Buch gelungen. Obwohl man das Ende kennt, ist durchweg die ganze Zeit eine hohe Spannung vorhanden. Sie verhält sich völlig neutral. Macht keine Schuldzuweisungen an die Eltern, dass sie hätten weniger arbeiten sollen und kein Kindermädchen engagieren. Oder dass sie dem Kindermädchen mehr Schranken gestellt hätten. Und am Ende gelingt es sogar, dass man mit der Täterin Mitleid bekommt, auch wenn die Tat unfassbar bleibt.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Stark

Echo der Toten. Ein Fall für Friederike Matthée (Friederike Matthée ermittelt 1)
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1947, der Hungerwinter nach Kriegsende. In der Eifel wird ein Mann ermordet, in einer Scheune zusammengeschlagen. Er war ein Schwarzmarkthändler. Die Tat wird von einem kleinen Jungen beobachtet, der daraufhin ...

1947, der Hungerwinter nach Kriegsende. In der Eifel wird ein Mann ermordet, in einer Scheune zusammengeschlagen. Er war ein Schwarzmarkthändler. Die Tat wird von einem kleinen Jungen beobachtet, der daraufhin verstummt. Um ihn zum Reden zu bringen, verlangt die britische Militärpolizei Unterstützung der deutschen Weibliche Polizei an und so ermittelt Friederike Matthée zusammen mit Richard Davies. Doch bald geraten sie selbst in Lebensgefahr...

Das Buch ist ganz stark. Eines der besten überhaupt, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Der Autorin gelingt es sehr gut, verpackt in einen Kriminalfall, die damalige schwere Zeit aufleben zu lassen. Der Hunger in der deutschen Bevölkerung, die Kriegsschäden, die Verluste auf allen Seiten, die Schwierigkeiten der Menschen, zu überleben und langsam überhaupt in so etwas wie eine Normalität zurückzufinden. Dabei versucht sie, die beteiligten Personen nicht statisch und stereotyp zu zeichnen, sondern vielschichtig in Leid, Schuld, Vergeben und Neuanfang. Die beiden Hauptpersonen sind sympathisch, aber es entsteht keine kitschige Liebesgeschichte. Da auf dem Klappentext steht: der erste Fall für Friederike, dürfte es also eine Fortsetzung geben. Ich hoffe, sie kommt bald in der gleichen Qualität. Und ein bisschen hoffe ich auch, dass Richard darin ebenfalls eine Rolle spielen wird. Auf jeden Fall von mir eine unbedingte Leseempfehlung und die absolute Höchstpunktzahl.

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Veröffentlicht am 22.04.2025

Irische Geschichte

Wohin unsere Träume ziehen
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Sheila, die Psychologin ist, arbeitet zusammen mit einer Freundin als Podcasterin und berichtet über True Crime. Zufällig erfährt sie etwas über ihre Urgroßmutter Mabel und reist deswegen nach Donegal. ...

Sheila, die Psychologin ist, arbeitet zusammen mit einer Freundin als Podcasterin und berichtet über True Crime. Zufällig erfährt sie etwas über ihre Urgroßmutter Mabel und reist deswegen nach Donegal. Dort lernt sie nicht nur den interessanten Schriftsteller Colin kennen, sondern erfährt mehr und mehr die Geschichte ihrer Familie und die Zusammenhänge mit dem irischen Unabhängigkeitskrieg Anfang der 1920er Jahre.

Das Buch ist sehr gelungen es erzählt auf zwei Zeitebenen zum einen die Geschichte der Suche nach den Vorfahren von Sheila und auf der anderen die Geschichte selbst in der Vergangenheit. Dabei erfährt man viel über damalige Verhältnisse und den entsprechenden Gefahren. Aber auch die Geschichte in der Gegenwart ist interessant. Und die Liebesgeschichte empfinde ich als gut gelungen und überhaupt nicht kitschig. Alles zusammen kann ich nur eine Leseempfehlung aussprechen.

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