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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 23.04.2025

Unspannend komisch

Wildfutter
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Rosenheim - idyllische Stadt in Bayern, bis der Ex-Kommissar Vitus im Wildpark eine Hand findet. Es ist der Rest des verschwundenen Jugendfußballtrainers Tiger. Vitus Nachfolger tappt im Dunkeln und Vitus ...

Rosenheim - idyllische Stadt in Bayern, bis der Ex-Kommissar Vitus im Wildpark eine Hand findet. Es ist der Rest des verschwundenen Jugendfußballtrainers Tiger. Vitus Nachfolger tappt im Dunkeln und Vitus ermittelt zusammen mit seiner Tochter Jo, die als Journalistin arbeitet. Und dabei stellt sich heraus, dass Tiger nicht nur auf dem Fußballplatz gespielt hat, sondern auch reichlich mit den Müttern seiner Schüler trainiert hatte...

Mein erster Gedanke nach dem Lesen des Buches war, dieses komplett zu verreißen, denn mit einen Krimi hat es wenig bis gar nichts zu tun. Spannung kommt nicht auf, Ermittlungen gibt es wenige. Es kommt ziemlich viel Fußball darin vor - okay, bei einem Opfer, das als Trainer arbeitet noch verständlich. Doch im Laufe des Buches hatte ich mehr und mehr das Gefühl, dass ich eine Art Softporno lese, bei dem die Autorin alle ihre Wünsche untergebracht hat.
Trotz allem ist das Buch nicht so schlecht, wie es meine Eingangssätze vermuten lassen. Man darf es nur eben nicht als Krimi lesen. Ansonsten ist es nämlich über große Strecken richtig witzig mit vielen direkten und versteckten Anspielungen auf die Fußballwelt, dem heilen (bayerischen) Familienleben und den dortigen Bräuchen. So habe ich öfter schmunzeln und lachen können und aus diesem Grund beurteile ich das Buch noch als "gut".

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Nettes Mädchenbuch

Pasta Mista 1: Fünf Zutaten für die Liebe
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Die 15-jährige Liv lebt mit ihrer Mutter in München. Ihren Vater kennt sie nicht, was sie aber nicht wirklich stört. Dann steht plötzlich Roberto in ihrem Leben – der neue Freund ihrer Mutter, Italiener ...

Die 15-jährige Liv lebt mit ihrer Mutter in München. Ihren Vater kennt sie nicht, was sie aber nicht wirklich stört. Dann steht plötzlich Roberto in ihrem Leben – der neue Freund ihrer Mutter, Italiener und Vater der Zwillinge Angelo und Sonia. Mit Sonia hat Liv nicht so viel am Hut, aber bei Angelo gehen sofort alle Lichter an und Liv verliebt sich. Und auch Roberto kann sie überzeugen – nämlich mit seiner Leidenschaft fürs Kochen …

Ich war mit dem Buch ziemlich schnell durch und denke, es ist ein nettes, wenn auch typisches Mädchenbuch. Jungen werden damit wohl eher nicht viel anfangen können. Liv ist 15 mit genau den Problemen einer 15-jährigen. Die Mutter hat eine neue Liebe gefunden, doch sie selber ist noch ungeküsst. Mal findet sie sich selber gut, mal hat sie an sich und allem anderen was rumzumeckern und zu –zicken. Also ganz typisch für Mädchen dieses Alters. Das ist gut umgesetzt und die jungen Leserinnen werden sich darin wiedererkennen. Ansonsten ist das Buch eher leicht, mit den bekannten Zutaten und dem erwarteten Ende. Nett, aber durchschnittlich. Es wird sicherlich seine Leserinnen finden, aber es wäre auch mehr drin gewesen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Licht und Schatten

Dunkel Land
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Verena betreut ihre verwaiste Nichte und ist völlig abgebrannt. Da kommt das Angebot von Gut Wuthenow gerade recht, dort den Neffen der Hausherrin für drei Monate zu unterstützen. Doch der vermeintliche ...

Verena betreut ihre verwaiste Nichte und ist völlig abgebrannt. Da kommt das Angebot von Gut Wuthenow gerade recht, dort den Neffen der Hausherrin für drei Monate zu unterstützen. Doch der vermeintliche Junge stellt sich als erwachsener Mann heraus, der aufgrund eines Anschlages sein Kurzzeitgedächtnis verloren hat und damit als externer Polizeiberater nicht mehr arbeiten könnte...

Das Buch hat für mich Licht und Schatten. Einerseits ist es wirklich gut lesbar. Kurze Kapitel, die sich schnell weglesen, gute Beschreibungen der Personen, Orte und Handlungen. Die Hauptfiguren sind sympathisch. Der Fall selbst ist nicht übermäßig spannend, aber auch nicht uninteressant. Was leider gar nicht funktioniert für mich ist Verena. Eigentlich Literaturwissenschaftlerin mutiert sie in wenigen Stunden und Tagen zu Superdetektivin, die auch noch ganz locker grausame Tatortfotos, Angriffe in Nazikneipen, Obduktionen und Ermittlungen völlig problemlos und ohne größere Nebenwirkungen wegsteckt. Das ist für mich nicht glaubwürdig. Auch Carls Gedächtnisverlust mit der immerwährenden Kompensation war für mich schwer nachvollziehbar, aber hier verstehe ich zu wenig von der Materie und erlaube mir da kein Urteil. Aber ich wusste schon zur Hälfte des Buches, wer der Täter ist. Daher mein Fazit: gut lesbarer, aber eher durchschnittlicher Krimi.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Durchwachsen

TICK TACK - Wie lange kannst Du lügen?
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Nic kommt nach 10 Jahren wieder in ihren kleinen Heimatort zurück, um zusammen mit ihrem Bruder das Heimathaus für einen Verkauf vorzubereiten, da der Vater dement in einem Pflegeheim ist. Nur wenige Tage ...

Nic kommt nach 10 Jahren wieder in ihren kleinen Heimatort zurück, um zusammen mit ihrem Bruder das Heimathaus für einen Verkauf vorzubereiten, da der Vater dement in einem Pflegeheim ist. Nur wenige Tage ist Nic da, da verschwindet eine junge Frau spurlos. Und alles erinnert an die Zeit vor 10 Jahren, als Nics Freundin ebenso spurlos verschwand. Und scheinbar hängt beides zusammen ...


Mich hat das Buch nicht wirklich überzeugt. Die Geschichte wird rückwärts erzählt. Für mich erst mal ein interessanter Ansatz. Doch obwohl nicht wirklich schlecht geschrieben, habe ich mich etwas durchgequält. Mir fehlte über weite Strecken die Spannung. Alles wird ausgebreitet, nicht sehr viel passierte, obwohl auch immer wieder mal ein neuer Verdächtiger präsentiert wird. Erst die letzten 100 Seiten gingen für mich schneller, wobei ich nicht sicher bin, ob es nicht einfach daran lag, dass endlich ein Ende in Sicht war. Am Ende gibt es noch einige Überraschungen, doch insgesamt hat sich für mich das Buch nicht über den Durchschnitt hinausgehoben. Schade, da wäre mehr drin gewesen.

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Veröffentlicht am 23.04.2025

Teils Teils

Wolfswut
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Lottes Vater stirbt an Krebs und beim Sichten des Nachlasses findet sie Fässer mit Leichenteilen. Doch ihr Vater war ein allseits anerkannter Mensch und das passt nicht zusammen. Die Ermittler kommen schnell ...

Lottes Vater stirbt an Krebs und beim Sichten des Nachlasses findet sie Fässer mit Leichenteilen. Doch ihr Vater war ein allseits anerkannter Mensch und das passt nicht zusammen. Die Ermittler kommen schnell hinter das jahrelange Doppelleben. Die Ermittlungen werden eingestellt, bis erneut ein Mord in ähnlicher Form geschieht...

Das Buch ist nach wahren Begebenheiten geschrieben. Furchtbar genug, was solche Menschen tun. Doch leider hat der Autor für mich noch einen draufgesattelt und zu viel gewollt. Der Anfang des Buches ist richtig gut. Das Ermittlerteam überzeugt und ist richtig sympathisch. Auch das Ende ist klasse und birgt einige Überraschungen. Wenn da nicht der Mittelteil wäre. Zum einen sehr langatmig und damit langweilig werdend. Zum anderen wieder mal eine selbst ziemlich durchgeknallte Ermittlern. Gibt es in der Thrillerliteratur keine normalen Ermittler mehr? Ihr Partner Max ist es doch. Dann wurde jede einzelne Tat und die Grausamkeiten bis ins kleinste Detail dokumentiert, und zwar mehrfach. Durch die Ermittler, durch das Tagebuch, durch die Beschreibung der Filme. Irgendwann stumpfte man als Leser ab. Eine Straffung hätte dem Buch hier gut getan.
Mein Fazit: das Buch ist lesbar und in Teilen richtig gut. Aber insgesamt ist es dann Durchschnitt.

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