Motivation
Blut und FederBlut und Feder
Dark-Fantasy
Peter Hohmann – Selbstverlag
(Bei diesem Buch handelt es sich um die komplett überarbeitete und leicht veränderte Neuveröffentlichung des einstigen Verlagsromans "Die ...
Blut und Feder
Dark-Fantasy
Peter Hohmann – Selbstverlag
(Bei diesem Buch handelt es sich um die komplett überarbeitete und leicht veränderte Neuveröffentlichung des einstigen Verlagsromans "Die Augen der Hexe")
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Hoffnung
ist das Ding
mit Federn,
das in der
Seele sitzt &
summt die alte
Melodie und hört
niemals auf.
Bewahre mich vor
dem naiven Glauben,
es müsse im Leben
alles glatt gehen.
Schenke mir die
nüchterne Erkenntnis,
dass Schwierigkeiten,
Niederlagen, Misserfolge
und Rückschläge
eine selbstverständliche
Zugabe zum Leben sind,
durch dir wir
wachsen und reifen.
Die Vergangenheit ist
unsere Lektion.
Die Gegenwart ist
unser Geschenk.
Die Zukunft ist
unsere Motivation.
°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Klappentext:
Alles hat seinen Preis – Glück, Liebe, Hoffnung. Eines Tages muss diese Schuld beglichen werden – und manchmal muss man viel mehr geben, als man einst bekam …
Ein düster angehauchter Fantasy-Roman im historischen Kontext Germaniens, einer Epoche voller Mythen, Legenden und gefährlicher Magie. Das Christentum breitet sich aus, doch die alten Götter wie Odin und Thor sind weiterhin stark. Dämonische Kräfte sind am Werk – auch wenn die schlimmsten Dämonen jene in Menschengestalt sind.
Hoimar ist ein Ausgestoßener, ein Verfluchter, der angeblich Unheil bringt und deswegen sterben soll. Eine geheimnisvolle Frau aber bewahrt ihn vor dem sicheren Tod. Fortan glaubt er, sein Leben würde sich zum Guten wenden, denn er ist in Sicherheit – und verliebt in seine Retterin.
Doch diese Annahme ist ein Trugschluss: Er verfängt sich im Netz dunkler Begierde, unheilvoller Magie und eines sich ausbreitenden Konflikts, der nicht nur ihn vernichten könnte, sondern alles, an was er glaubt und was er liebt.
Cover:
Die Neuauflage des Covers gefällt mir. Schlicht und dennoch aussagekräftig.
Meinung + Fazit:
Nun, die ist nicht einfach in Worte zu fassen …
Peter Hohmann schafft es wieder einmal mit seinem Roman, mich am Schopf zu packen, in ihn reinzustippen und im Dreck zu wühlen und am Ende mit einer Erkenntnis aufzutauchen.
Hier prallen unterschiedliche Welten aufeinander:
Die Mythen der Germanen und die Geweihten der katholischen Kirche, alldieweil ein Hauch von Mystik, Spannung und Erotik enthalten ist. Wie ich es schon gewohnt bin ist der Sprachgebrauch wieder sehr gehoben und lässt mich immer wieder sprachlos zurück. Herr Hohmann kann bildgewaltig und auf den Punkt genau schreiben. Dafür sorgen Sätze, die nicht andauernd und allenthalben unterbrochen werden, sondern.Kurz.Und.Abgehackt.Klingen.
Die Charaktere sind wieder sehr gut in Szene gesetzt und auch der ein oder andere Sidekick ist vorhanden. Die Welt ist für mich überhaupt gar nicht brutal, auch wenn es hier ziemlich zur Sache geht. Köpfe rollen, Schwerter rasseln und Narben platzen. Und wenn ich ganz ehrlich bin: Ich musste an manchen Stellen weinen, weil es für mich und meine Seele … Ach, ihr wisst schon – bin einfach zu sentimental.^^
Am liebsten mochte ich Hoimar und Grimm, aber auch Svea und Thorleif stehen auf meiner Liste.
Zur Geschichte werde ich gar nichts sagen, denn DAS müsst ihr selbst gelesen haben.
Die Kampf- und Erotikszenen – die hatten es schon in sich. Schon allein deshalb, weil ein Hohmann unverblümt und geradeheraus schreibt. Danke für diese geile Geschichte!
Und ich beende diese Rezi wieder mit einem Lied – ist schon Tradition:
Das alles tat weh
Und nichts war okay
Manchmal gibt es Risse
Stiche und Schnitte
Doch Gras wächst schneller als man denkt
Unsere Narben sind 'n Leben lang zu sehen
Doch irgendwann tut's nicht mehr weh
Dann ist es wieder okay, wieder okay, schon wieder okay
Die Gewitter folgen uns niemals für ewig
Und immer regnen kann es eh nicht
Dann ist es wieder okay, wieder okay, schon wieder okay
Alles okay
Diese Welt spielt verrückt, die Schlagzeilen nur voller Hass
Zu viele Schritte zurück, Sprung übern Schatten verpasst
Und manchmal glaube ich echt, wir haben das Lieben verlernt
Und warum schauen wir nur weg und haben uns wieder mal so weit, weit entfernt