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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.06.2025

Ein Roadtrip und zwei Schicksale

Maybe this is how it starts
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Die Rahmenhandlung der Geschichte handelt von Millie, die von Washington DC nach Miami fliegen möchte, um die Asche ihrer Freundin Rose, die im Alter von achtundneunzig Jahren verstorben ist, zu deren ...

Die Rahmenhandlung der Geschichte handelt von Millie, die von Washington DC nach Miami fliegen möchte, um die Asche ihrer Freundin Rose, die im Alter von achtundneunzig Jahren verstorben ist, zu deren großer Liebe Elsie, zu bringen. Da der Flug aufgrund einer Computerpanne ausfällt, lernt sie Hollis, einen zynischen Schriftsteller, kennen, mit dem sie einen mit von vielen Pannen begleitetem Roadtrip quer durch die USA antritt.

Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt, was mir sehr gut gefallen hat. Die etwas tiefsinnigere Geschichte dabei war Roses Geschichte. Millies Roaddtrip hingegen mit Hollis war eine sehr unterhaltsame RomCom, die die etwas traurige Geschichte um Rose regelmäßig aufgelockert hat.

Sehr schön war dabei zu lesen, wie sich sowohl Millie als auch Hollis während der gemeinsamen Reise verändert haben. Besonders Hollis öffnet sich mehr und mehr und unterstützt Millie bei ihrem Vorhaben. Hierdurch ereignen sich einige unterhaltsame und zum Teil chaotische Szenen.

Der Schreibstil ist locker und besonders die Dialoge zwischen Millie und Hollis sind sehr frech und witzig.

Hierdurch ist es Sarah Adler gelungen eine sehr unterhaltsame aber auch tiefsinnige Geschichte zu schreiben. Eine ideale Sommerlektüre.

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Veröffentlicht am 09.06.2025

Wie perfekt muss man sein?

Ghosted
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Emily gestaltet ihr Leben und sich neu, nachdem sie von Andy, der sowieso nur ein Winterlover für sie war, geghosted wurde. Denn die neue Emily ist erfolgreich, stylt sich sorgfältig und datet wieder. ...

Emily gestaltet ihr Leben und sich neu, nachdem sie von Andy, der sowieso nur ein Winterlover für sie war, geghosted wurde. Denn die neue Emily ist erfolgreich, stylt sich sorgfältig und datet wieder. Dabei sucht sie den „perfekten“ Mann und der war Andy auf jeden Fall nicht. Bis sie erfährt, dass Andy sie nicht geghosted hat, sondern tatsächlich tot ist und nun als Geist bei ihr im Wohnzimmer sitzt und sie bittet ihm zu helfen seinen Tod aufzuklären.

Hier beginnt eine unterhaltsame und tiefgründige Geschichte über Selbstperfektionismus und die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Leider war mir die Protagonistin in einem Großteil der Geschichte nicht besonders sympathisch, da sie einen sehr oberflächlichen Eindruck machte. Dies änderte sich jedoch im Laufe des Romans, da ich Emily und ihre Vergangenheit immer besser kennenlernte und sie daher besser verstehen konnte.

Der Schreibstil ist locker und die Geschichte trotz ihres ernsten Themas sehr unterhaltsam. Sowohl die Protagonisten als auch die Nebencharaktere werden gut beschrieben. Es ist ein tiefgründiger und feinfühliger Roman mit einer gut dosierten Portion Humor und Romantik.

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Veröffentlicht am 12.05.2025

Eine unerwartete Geschichte

Passion Project
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Bennet ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen. Doch die Stadt hilft ihr nicht dabei, da sie trotzdem einsam und orientierungslos ist. Als sie bei einem verpatzten ...

Bennet ist nach New York gezogen, um über den Verlust ihrer großen Liebe hinwegzukommen. Doch die Stadt hilft ihr nicht dabei, da sie trotzdem einsam und orientierungslos ist. Als sie bei einem verpatzten Date Henry kennenlernt und sie ihm erzählt, dass sie schon seit langem für nichts mehr brennt, beschließen sie gemeinsam das „Passion Projekt“ zu starten.
Die Protagonisten mochte ich beide sehr, wobei es mir Bennett zum Teil etwas schwerer gemacht hat sie zu mögen als Henry. Die verschiedenen Aktivitäten der beiden waren sehr schön beschrieben und die Stadt New York stand dabei auch immer im Mittelpunkt.
Die Geschichte wird aus Bennetts Sicht erzählt, wodurch ihre Gefühle und insbesondere ihre Depression sehr anschaulich beschrieben werden. Doch obwohl hier sehr ernste Themen behandelt wurden, empfand ich die Geschichte als durchweg positiv und optimistisch.
Durch die Inhaltsangabe habe ich zwar eine andere Geschichte erwartet, wurde jedoch positiv überrascht, da sie sowohl romantisch als auch tiefgründig war.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Ungesagte Worte

Die Summe unserer Teile
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Die Geschichte handelt von Lucy im Berlin des Jahres 2014, einer Informatikstudentin, die seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat. Als eines Tages ein Flügel in ihre WG geliefert ...

Die Geschichte handelt von Lucy im Berlin des Jahres 2014, einer Informatikstudentin, die seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihren Eltern hat. Als eines Tages ein Flügel in ihre WG geliefert wird, beginnt sie die Geschichte ihrer Familie, insbesondere die ihrer Großmutter Lyudmila, zu untersuchen und reist nach Sopot in Polen.

Die Geschichte wird auf drei Zeitebenen erzählt: Lucys Geschichte im Jahr 2014, die ihrer Mutter Daria in München ab dem Jahr 1976 und die ihrer Großmutter Lyudmila in Beirut des Jahres 1944 und danach. Hierdurch erschließt sich nach und nach die Geschichte der drei Frauen. Es wird von ihrem Studium, ihrem Beruf, ihrer Familie und ihren Kindern berichtet. Alle drei Frauen habe ich als starke Persönlichkeiten empfunden, die sowohl für ihre Arbeit in der Wissenschaft als auch für ihre Familie gelebt haben.

Die Schreibstil ist oftmals sehr bildhaft und poetisch, was mir sehr gut gefallen hat. Es ist eine Geschichte, die in leisen Tönen erzählt wird und trotzdem das Leiden der Frauen sehr stark ausdrückt. Aber es ist insbesondere eine Geschichte über das Verhältnis zwischen Müttern und Töchtern, die sich lieben, aber es durch ihre Sprachlosigkeit nicht schaffen, diese Liebe zu zeigen. Es sind durchweg schon fast toxische Beziehungen zwischen ihnen. Aber im Laufe der Geschichte erfährt man die Beweggründe des Verhaltens der Frauen. Das Ende fand ich ein wenig abprubt, hier hätte noch ein bisschen mehr erwartet.

Dennoch hat mir Lucys Geschichte und die ihrer Mutter und Großmutter sehr gut gefallen und ich gebe eine Leseempfehlung für einen Roman, der in unterschiedlichen Kulturen handelt und über drei Generationen erzählt wird.

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Veröffentlicht am 20.04.2025

Spannend wie immer

Ostseedämmerung
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Kinder finden in einem Dorfteich ein Artefakt aus der Wikingerzeit, das zuvor der Archäologiestudentin Mira Schneider gehört hat, die jedoch verschwunden ist. Dieser Cold Case wird von Pia Korittki und ...

Kinder finden in einem Dorfteich ein Artefakt aus der Wikingerzeit, das zuvor der Archäologiestudentin Mira Schneider gehört hat, die jedoch verschwunden ist. Dieser Cold Case wird von Pia Korittki und ihrem Team des Lübecker K1 wieder aufgenommen. Hierbei sind zunächst die Bewohner des Gutes Hövelau, aber auch die Dorfbewohner und Mias frühere Kollegen verdächtig. Dadurch erschweren sich Pias Ermittlungsarbeiten. Doch auch ihr Privatleben wird durch Hinnerk und seine Frau nicht einfacher. Denn ihr Sohn Felix weiß noch immer nicht wer sein leiblicher Vater ist.

Auch in ihrem 20. Kriminalroman über die Kommissarin Pia Korittki versteht es Eva Almstädt wieder viele falsche Fährten zu legen und den Leser hierdurch immer wieder zu verwirren. Doch wie in den Vorgängerromanen ist auch dieser Krimi wieder sehr spannend und sowohl die Polizeiarbeit als auch Pias Privatleben werden sehr detailiert beschrieben. Hierbei gefallen mir besonders die genauen Beschreibungen der Landschaften, des Dorfes und des Gutshofes, die zur Atmosphäre sehr viel beitragen. Aber auch die Protagonisten und Nebencharaktere werden mit viel Tiefe beschrieben.

Ein gelungener 20. Band der Pia Korittki-Reihe!

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