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Veröffentlicht am 03.08.2025

Die Schattenseiten des Ruhms

Before the Sun Shatters (Scandalous Secrets, Band 1)
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Loraine ist auf dem Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere. Doch der Ruhm und die Bekanntheit als Filmstar bringen nicht nur positive Nachwirkungen mit sich. Nach einem Vorfall mit den Paparazzi beschließt ...

Loraine ist auf dem Höhepunkt ihrer Schauspielkarriere. Doch der Ruhm und die Bekanntheit als Filmstar bringen nicht nur positive Nachwirkungen mit sich. Nach einem Vorfall mit den Paparazzi beschließt Loraines Management einen Personenschützer zu engagieren, der sie ab sofort auf Schritt und Tritt begleiten wird. Ein Arrangement, das Loraine gar nicht recht ist, auch wenn Wyatt Carter nicht nur freundlich, sondern auch äußerst ansehnlich daherkommt. Als Loraine jedoch anonyme Nachrichten bekommt, die alte Geheimnisse ans Licht zu bringen drohen, scheint Wyatt der Einzige zu sein, der auf Loraines Seite steht. Doch Wyatt hat sein eigenes Geheimnis, das Loraine auf keinen Fall erfahren darf.

„Before the Sun Shatters“ ist der erste Teil einer Dilogie, wobei dieser Band in sich eigentlich abgeschlossen ist, jedoch einige Andeutungen zur Geschichte im zweiten Teil gemacht werden. Loraine ist ein freundlicher Charakter und bei weitem nicht so eitel oder abgehoben, wie man es für eine Schauspielerin erwarten würde. Sie genießt zwar in gewisser Weise ihren Ruhm, vornehmlich liebt sie jedoch ihre Arbeit als Schauspielerin, was sie in meinen Augen äußerst sympathisch macht. Bereits in ihren Anfängen in diesem Business hat sie die Schattenseiten kennen gelernt, die dem Ruhm und Glamour ihres Jobs gegenüberstehen. Besonders der Konkurrenzkampf, aber auch Hasskommentare im Internet. Mit Wyatt bin ich irgendwie nicht so richtig warm geworden. Er ist zwar als Loraines Bodyguard angestellt wurden, verhält sich aber meistens wie ein aufdringlicher Hausgast. Das er einer der besten Detektives gewesen sein soll und er um Loraines Sicherheit bemüht ist, kommt mir viel zu wenig zum Ausdruck. Sollte ein Bodyguard nicht zum Beispiel ein Wohnhaus komplett in Augenschein nehmen, besonders das Sicherheitssystem und entsprechende Lücken in der Überwachung? Wyatt geht dagegen lieber Schwimmen…dadurch wirkte sein ganzer Charakter irgendwie unrealistisch. Auch die Beziehung, die sich zwischen Beiden entwickelt, konnte ich nicht richtig fühlen. Der Suspense Anteil hat mir dann wieder gut gefallen, wenn auch die Wendung am Ende nicht besonders überraschend gekommen ist.

Insgesamt hat mich die Geschichte durchaus gut unterhalten, besonders was die Drohnachrichten betrifft, der Romanceanteil konnte mich dagegen nicht überzeugen.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Nette Romance für Zwischendurch

Lessons in Faking
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Mehr als alles andere auf der Welt wünscht sich Athalia wieder eine Beziehung zu ihrem Bruder Henry aufzubauen, der sie seit dem Tod ihrer Eltern kaum wahrzunehmen scheint. Als Henry erfährt, dass Athalia ...

Mehr als alles andere auf der Welt wünscht sich Athalia wieder eine Beziehung zu ihrem Bruder Henry aufzubauen, der sie seit dem Tod ihrer Eltern kaum wahrzunehmen scheint. Als Henry erfährt, dass Athalia bei Dylan, seinem größten Rivalen im Fußball, Nachhilfeunterricht in Statistik bekommen soll, erlangt sie plötzlich seine ungeteilte Aufmerksamkeit. Um sein Interesse aufrechtzuerhalten, bittet Athalia Dylan ihren Fake Freund zu spielen. Doch je mehr Zeit die Beiden miteinander verbringen desto echter scheinen ihre Gefühle füreinander zu werden.

Da ich Fake-Dating Geschichten sehr gerne mag, konnte mich das Thema dieses Buches ziemlich schnell abholen. Die Geschichte wird aus Athalias Sicht geschildert, die hinter ihrem taffen Äußeren eine Menge Schmerz verbirgt. Vor allem die schlechte Beziehung zu ihrem Bruder macht ihr sehr zu schaffen, sodass sie Dylan um Hilfe bittet. Dylan war für mich schon fast zu perfekt, um wahr zu sein, trotzdem mochte ich seine fürsorgliche Art sehr gerne. Leider habe ich nicht hundertprozentig verstanden woher die ausgeprägte Feindschaft zwischen Dylan und Henry kommt. Die vorgebrachten Gründe erschienen mit fadenscheinig und voller Missverständnisse, die schnell hätten geklärt werden können. Die anfängliche „Feindschaft“ zwischen Dylan und Athalia war zudem sehr schnell vergessen. Ihre Beziehung entwickelt sich für meine Begriffe zu schnell, wodurch auch der Rest der Handlung leider etwas den Fokus verliert. Letztlich reiht sich eine sexuell aufgeladene Szene zwischen Athalia und Dylan an die nächste. Die Streitigkeiten mit Wren und Henry geraten dabei ziemlich in den Hintergrund.

Insgesamt mochte ich die Charaktere des Buches gerne, neben der Liebesgeschichte war mir die weitere Story jedoch zu blass.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Interessante Thematik mit ein paar Schwächen

Ich an meiner Seite
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Arthur ist 22 Jahre alt, als er aus dem Gefängnis entlassen wird und vor dem Nichts steht. Denn als verurteilter Mann hat er nicht viele Perspektiven. Ein Jahr hat er Zeit sich eine eigene Wohnung und ...

Arthur ist 22 Jahre alt, als er aus dem Gefängnis entlassen wird und vor dem Nichts steht. Denn als verurteilter Mann hat er nicht viele Perspektiven. Ein Jahr hat er Zeit sich eine eigene Wohnung und einen Job zu suchen, so lange kann er unter bestimmten Auflagen in einer Wohneinheit mit Programmen zur Resozialisierung verbringen. Während der unkonventionellen Therapiesitzungen beleuchtet Arthur seine Fehler und versucht sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. Doch wie soll man sein Leben zurückbekommen, wenn die Chancen so schlecht stehen.

Ich hatte sehr viele Schwierigkeiten mich mit dem sprunghaften Schreibstil zu arrangieren. Die Geschichte wird aus Arthurs Perspektive geschildert und wird nicht nur sehr episodisch in der Gegenwart beschrieben, sondern springt auch zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her. Dabei werden viele Szenen nur angedeutet und erschienen mir teilweise sehr lückenhaft, als würde ein Teil der Geschichte fehlen. Arthur ist der einzige Charakter der Geschichte, der einigermaßen ausführlich beschrieben wird und dessen Handlungen ich nachvollziehen konnte. Seine Beziehung zu Princeton habe ich bis zum Ende jedoch nicht verstanden. Und auch die Handlungen anderer Charaktere wie z.B. Börd oder auch Lennox waren mir weitestgehend ein Rätsel.

Ich fand es interessant, wie benachteiligt Arthur als ehemaliger Häftling behandelt wird und wie aussichtslos seine Perspektive ist ohne Zeugnisse und Geld eine Wohnung oder nur ein Praktikum zu bekommen. Diesen Aspekt der Geschichte fand ich wirklich gut ausgearbeitet.

Insgesamt fand ich die Geschichte interessant, jedoch hat sie den Eindruck gemacht, als wäre sie unvollständig und unausgearbeitet. Auch das Ende fand ich eher unbefriedigend, wenn auch ein kleiner Hoffnungsschimmer am Horizont zu sehen war.

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Veröffentlicht am 12.01.2025

Gefängnis oder Freiheit?

The Loop. Das Ende der Menschlichkeit (The Loop 1)
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Seit mehr als 2 Jahren sitzt Luka nun schon im Hightech-Gefängnis Loop fest. Jeder einzelne Tag ist eine Wiederholung des vorherigen Tages und kann außer Langeweile und Schmerzen nicht viel bieten. Nur ...

Seit mehr als 2 Jahren sitzt Luka nun schon im Hightech-Gefängnis Loop fest. Jeder einzelne Tag ist eine Wiederholung des vorherigen Tages und kann außer Langeweile und Schmerzen nicht viel bieten. Nur eine menschliche Wächterin betreut die Insassen des Gefängnisses, alles andere wird durch die künstliche Intelligenz Happy gesteuert. Doch was zunächst mit kleinen technischen Macken beginnt, führt zu immer größeren Ausfällen im Loop. Als Gerüchte über einen mysteriösen Virus die Runde machen, der die Bevölkerung außerhalb des Gefängnisses umbringt, erscheint der Loop auf einmal deutlich sicherer als die Freiheit.

Ben Oliver hat eine spannende und düstere Dystopie erschaffen, die einige Wendungen für den Leser bereithält, mich in vielen Aspekten jedoch sehr an die Maze-Runner Trilogie erinnert hat. Zunächst war ich sehr überrascht, dass alle Insassen des Loop noch Teenager sind. Gerade zu Beginn habe ich vor allem Luka deutlich älter geschätzt, da er sehr konzentriert und fokussiert agiert. Die anderen Charaktere der Geschichte, vor allem seine Mitinsassen bleiben dagegen ziemlich blass und der Leser erfährt nicht allzu viel über ihre Vorgeschichte, was sich natürlich noch in den Folgebänden ändern kann. Für ein Jugendbuch fand ich die Geschichte sehr düster und blutig, vor allem die Veränderungen der Menschen durch den Virus waren sehr schockierend.

Insgesamt konnte mich die Geschichte auf jeden Fall gut unterhalten, war mir aber aufgrund anderer Geschichten aus diesem Genre nicht originell genug.

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Veröffentlicht am 28.12.2024

Lang erwartete Fortsetzung mit ein paar Schwächen

Flavia de Luce 11 - Des Henkers letzte Mahlzeit
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Als der ehemalige Henker Major Greyleigh tot in seiner Küche aufgefunden wird, ist die Hauptverdächtige niemand anders als Mrs. Mullett, die Köchin von Buckshaw. Um ihre Unschuld zu beweisen, stürzt sich ...

Als der ehemalige Henker Major Greyleigh tot in seiner Küche aufgefunden wird, ist die Hauptverdächtige niemand anders als Mrs. Mullett, die Köchin von Buckshaw. Um ihre Unschuld zu beweisen, stürzt sich Flavia erneut in die Ermittlungen. Waren es wirklich die falschen Pilze, die den Major das Leben gekostet haben oder steckt noch mehr hinter dem Tod des Mannes. Während ihrer Ermittlungen kommt Flavia einem Geheimnis auf die Spur, dass sie mehr kosten könnte, als sie je erwartet hat.

Als ich gehört habe, dass ein neuer Flavia de Luce Krimi erscheinen wird, war ich mehr als nur gespannt auf Flavias neustes Abenteuer. Leider muss ich sagen, dass mich die Geschichte irgendwie enttäuscht hat. Entgegen den vorherigen Bänden finde ich die chemischen Verbindungen mit denen Flavia ihre Fälle normalerweise löst, ziemlich unterrepräsentiert. Auch die Ermittlungen selbst sind zwar zeitweise spannend aber auch irgendwie konfus. Die Polizei, allen voran Inspektor Hewitt, spielen eigentlich gar keine Rolle in der Geschichte. Auch mit Undine und ihrem Benehmen konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Alles in allem war die Geschichte recht unterhaltsam, für mich kommt sie jedoch nicht an die Erfolge der vorherigen Bände heran.

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