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Veröffentlicht am 27.04.2025

Ein Leben zwischen New York und Föhr

Das Licht in den Wellen
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Ein Leben zwischen New York und Föhr, ein Leben voller Höhen und Tiefen, mit unvorhergesehenen Wendungen. Inge Martensen blickt kurz vor ihrem 100 Geburtstag auf ihr Leben zurück.

Mit ihrer Urenkelin ...

Ein Leben zwischen New York und Föhr, ein Leben voller Höhen und Tiefen, mit unvorhergesehenen Wendungen. Inge Martensen blickt kurz vor ihrem 100 Geburtstag auf ihr Leben zurück.

Mit ihrer Urenkelin Swantje fährt sie ein letztes Mal per Schiff nach New York, eine Stadt, die sie sehr geprägt hat. In der quirligen Metropole hat sie die große Liebe gefunden. Zuvor ist sie aber ins kalte Wasser gesprungen und ohne ein Wort Englisch zu können nach NY gefahren, um in einem Diner zu arbeiten. Doch die Stadt hat so viel mehr für sie bereitgehalten.

Ein sehr unterhaltsamer Roman, der vor allen Dingen durch die stillen Momente überzeugt. Aber auch das Verweben von historischen Ereignissen mit der fiktiven Lebensgeschichte von Inge ist dem Autor gut gelungen. So begegnet Inge John F. Kennedy, das Woodstock Festival spielt eine Rolle und natürlich das quirlige Leben in New York in den vierziger und fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts.

Die Figurenzeichnung ist dem Autor ausgezeichnet gelungen, gerade Inge, Karolina und Giovanni habe ich plastisch vor Augen gehabt und bin mit ihnen durch New York gestreift. Wobei der Gemüsehändler Giovanni meine Lieblingsfigur ist, denn er macht einfach eine unglaubliche Entwicklung durch und ist Inge ein echter Freund bis zum Schluss.

Es ist interessant wie viele Verbindungen es zwischen Föhr und New York gibt und man lernt einiges dazu. So zum Beispiel das Föhrer Nationalgetränk der “Manhattan”, aber auch dass es einen Verein gab, der Menschen aus Föhr half in New York Fuß zu fassen.

Die Sprache des Romans ist sehr authentisch, denn auch in New York wird Fering gesprochen und nicht nur auf Föhr. Aber auch viele amerikanische Ausdrücke finden in den Roman einen Platz und schlagen auch so sprachlich eine Brücke zwischen den Kontinenten.

Der Roman wird größtenteils aus der Sicht von Inge erzählt, später fließen aber Passagen ein in der wir den Blickwinkel von ihrem Sohn einnehmen.

Für mich eine berührende Geschichte, die mir nicht nur sehr gut gefallen hat, sondern die mich mitgenommen hat und die zeigt, dass wir mehr im Leben können, als wir selbst anfangs glauben. Wer gerne etwas mehr über die Verbindung von Föhr und New York erfahren möchte oder gerne Romane über starke Frauen liest, der ist bei diesem Roman genau richtig.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Rührselige Familiengeschichte

Die Bücherfrauen von Listland. Der Gesang der Seeschwalben
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Eine Familiengeschichte, die zu Tränen rührt und die zeigt was Schweigen und Lügen anrichten können.

Gabriella Engelman hat wieder eine Geschichte vorgelegt, die ich von Beginn an genossen und geliebt ...

Eine Familiengeschichte, die zu Tränen rührt und die zeigt was Schweigen und Lügen anrichten können.

Gabriella Engelman hat wieder eine Geschichte vorgelegt, die ich von Beginn an genossen und geliebt hat. Ich konnte mich wunderbar in die Figuren hineinfühlen, ob in Anna, Fenja, Martje oder Lene. Zu allen vier Frauen konnte ich sehr gut eine Beziehung aufbauen, habe mit Ihnen gelitten, geliebt und gekämpft. Eine Geschichte, die zeigt wie tief oft die Wunden in unseren Familien sind, auch wenn wir gar nichts wissen, es höchstens erahnen können. Eine Intrige zerstörte die Familie und das Schweigen zog noch größere Kreise.

Eine Familiengeschichte auf zwei Ebenen, die es in sich hat, sowohl familiär als auch geschichtlich, das Verweben der beiden Zeitebenen ist der Autorin sehr gut gelungen. Mich hat vor allen Dingen die einfühlsame Erzählweise berührt und mein Herz höherschlagen lassen.

Für mich eine gelungene Kombination aus Spannung, Gefühl und Historie. Die Aufarbeitung von Familiengeschichten ist so immens wichtig, dass solche Bücher hoffentlich ihren Beitrag leisten.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Mysteriöser Grusel im Haus der Séance

Haus der Geister
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Ein Fall der Gustav Heller an seinem Beruf verzweifeln lässt. In einer alten Villa in Dresden wird ein Teilnehmer einer Séance tot aufgefunden. Die restlichen Teilnehmer berichten über mysteriöse Vorgänge ...

Ein Fall der Gustav Heller an seinem Beruf verzweifeln lässt. In einer alten Villa in Dresden wird ein Teilnehmer einer Séance tot aufgefunden. Die restlichen Teilnehmer berichten über mysteriöse Vorgänge und sonderbare Erscheinungen. Heller, der stets nicht an solche Schauermärchen glaubt, ist misstrauisch im Gegensatz zu seinem Assistenten Schrumm. Als es zu weiteren Todesfällen kommt, glauben vielen an einen Fluch des Hauses. Heller schwebt zwischen Ermittlungen und sonderbaren Ereignissen auch an seinem Hof hin und her und kommt diesmal auch an seine mentalen Grenzen. Wer ermordet reihenweise Menschen in einem Haus oder stecken gar mehrere Täter hinter den Taten? Eine spannende Ermittlung beginnt.

Gustav Heller ist als Kriminalrat stets seinem Beruf verpflichtet. Er liebt die Abgeschiedenheit auf seinem Hof mit seiner Familie und seinen Angestellten und braucht den Ausgleich vom hektischen Stadtleben. Im Vergleich zum ersten Fall wirkt er etwas emotional gereizter und man merkt sehr schnell das ihn dieser Fall emotional sehr mitnimmt. Als interessanter Charakter hat sich das Dienstmädchen Hermine herauskristallisiert. Sie trägt den Roman mit ihren speziellen Charakterzügen.

Sehr gut beschreibend und mit bildhafter Sprache versehen ist der Schreibstil des Autors. Ich konnte mir, wie im ersten Band bereits die Umgebung sehr gut vorstellen und er hat es geschafft auch eine besondere Atmosphäre zu schaffen. Ein leichter Gruselfaktor ist beim Lesen dieses Bandes stets gegeben und die kleinen Wendungen im zweiten Teil sorgen für eine gute Überraschung beim Lesen. Die Pointe am Ende des Buchs fand ich sehr lustig, darauf bin ich gar nicht gekommen. Überhaupt hat der Autor das Thema sehr gut dargestellt, ohne dass es zu fantastisch wird. Ich konnte es mir hervorragend vorstellen. Ein erneuter sehr gut erzählter historischer Kriminalroman, der mich sehr gut unterhalten hat. Gustav Heller hat sich bereits jetzt in mein Krimiherz geschlichen.

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Veröffentlicht am 12.04.2025

Wichtige Botschaft

Vor hundert Sommern
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Ein bewegender und zugleich wichtiger Roman, der mit seiner Botschaft nachhallt.

In Katharina Fuchs neustem Generationenroman erzählt sie die Geschichte von vier Frauen, deren Leben sich auf die nächste ...

Ein bewegender und zugleich wichtiger Roman, der mit seiner Botschaft nachhallt.

In Katharina Fuchs neustem Generationenroman erzählt sie die Geschichte von vier Frauen, deren Leben sich auf die nächste Generation bewusst und unbewusst auswirken. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen, einmal ein Gegenwartsstrang und dann ein Vergangenheitsstrang, der im Jahr 1924 beginnt.

Clara ist die Protagonistin in der Weimarer Republik und der Zeit des National-sozialismus. Sie fängt als Flaschenwäscherin an und entwickelt sich bis zur Inhaberin eines Hundesalons. Zu ihrer Nichte Elisabeth hat sie eine enge Bindung.

2024: Elisabeth ist nun über neunzig Jahre alt und lebt in einem Altenheim, sie schafft es einfach nicht mehr allein den Alltag zu bestreiten. Ihre Tochter Anja räumt mit ihrer Tochter Lena die Wohnung auf und fördert so einiges Überraschendes zu Tage. Elisabeth fängt an, die beiden in die Geheimnisse der Familie einzuweihen, auch über Themen, die bisher totgeschwiegen wurden. Das Leben der drei Frauen nimmt dadurch eine Wendung.

Vier Perspektiven auf zwei Zeitebenen, dazu eine einnehmende Sprache und wichtige Themen, dies ist der Cocktail, aus dem dieser Roman gemixt ist.

Themen sind der Klimawandel, der Ukrainekrieg, die Weimarer Republik, der Kommunismus, der Nationalsozialismus und natürlich auch der Antisemitismus in Gegenwart und Vergangenheit. Es geht um Schweigen und um Traumata, aber auch um die befreiende Kraft, endlich reden zu können. Die Tierliebe ist ebenso ein wichtiger Punkt und man merkt dem Buch das Herzensthema an.

Für mich ein wichtiger und überzeugender Roman, den ich sehr genossen habe. Am Ende hätte ich gerne auch in der Buchhandlung gesessen und zugehört, wenn Elisabeth erzählt hat.

Ein Muss für alle die Generationenromane auf zwei Zeitebenen mögen. Ein wichtiges Zeugnis in dieser Zeit.

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Veröffentlicht am 09.03.2025

Zerrissenheit zwischen Tradition und Träumen

Zwei Leben
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Ewald Arenz schafft es wie kaum ein Autor eine solche intensive Stimmung einzufangen und seinen Figuren eine ungeheure Tiefe zu geben. Mich hat dieser Roman, es ist der Zweite, den ich von ihm gelesen ...

Ewald Arenz schafft es wie kaum ein Autor eine solche intensive Stimmung einzufangen und seinen Figuren eine ungeheure Tiefe zu geben. Mich hat dieser Roman, es ist der Zweite, den ich von ihm gelesen habe, tief beeindruckt und ich habe mit einem wohligen Gefühl das Buch zugeklappt.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Roberta. Sie hat gerade in der Stadt die Schneiderlehre beendet und kehrt auf den Hof der Familie zurück. Ihr Lebensweg als einziges Kind eines Bauern ist in den 70er Jahren vorgezeichnet. Sie soll den Hof übernehmen, aber viel lieber würde sie Kleidung entwerfen und nähen. Ihr einziger Lichtblick ist Wilhelm, der Sohn des Pfarrers, sie sind seit Kindertagen befreundet. Ein zartes Band wird geknüpft. Seine Mutter Gertrud tut sich schwer in der Dorfgemeinschaft, sie hat das Gefühl auch nach Jahren noch nicht angekommen zu sein und entfernt sich immer mehr von ihrem Mann. Beide Frauen sind auf der Suche nach Selbstbestimmung und Freiheit.

Eine Dorfgemeinschaft in der jeder jeden kennt, kann einengen und bedrücken, da es keine Privatsphäre gibt. Alle wissen alles und jeder hat seinen Platz in dem Dorf. Die Wege sind vorgezeichnet und wer ausbricht, gerät schnell zum Geschwätz. Auch die Abläufe und Arbeiten werden nicht hinterfragt, es wurde immer schon so gemacht und da es funktioniert, wird es weiterhin so gemacht.

Menschen haben Wurzeln, die sie prägen, dennoch kann dies der Zukunft und den Träumen entgegenstehen und genau darum geht es in diesem Roman. Es geht um die Zerrissenheit zwischen Tradition und Träumen.

Der Autor hat eine feine präzise Sprache, die ich sehr schätze und die dem Buch ungemein viel Tiefe gibt. Er schafft es eine sehr intensive Stimmung zu kreieren, die den Leser gefangen nimmt und Teil der Geschichte werden lässt. Die Figurenzeichnung ist exzellent und absolut überzeugend. Die Figuren wirken authentisch und lebensnah.

Weitere Themen des Romans sind Tod, Trauer und Abschied, aber auch Abtreibung, Familienzerwürfnisse und verschmähte Liebe.

Ewald Arenz hat mich auf der ganzen Linie überzeugt und ich freue mich schon heute auf jedes neue Buch des Autors.

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