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Veröffentlicht am 15.07.2026

Hatte andere Erwartungen

Weißer Sommer
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„Weißer Sommer“ ist der Debütroman von Eva Pramschüfer.

Die Geschichte hat hauptsächlich in der Vergangenheit gespielt, es gab nur wenige Kapitel aus der Gegenwart. Leider hätte ich es mir genau andersherum ...

„Weißer Sommer“ ist der Debütroman von Eva Pramschüfer.

Die Geschichte hat hauptsächlich in der Vergangenheit gespielt, es gab nur wenige Kapitel aus der Gegenwart. Leider hätte ich es mir genau andersherum gewünscht. Ich wollte Alma und Théo gerne bei ihrem „letzten“ Urlaub begleiten und ihre Gespräche verfolgen.
Erzählt wurde die Geschichte aus beiden Perspektiven.
Der Schreibstil war ruhig und detailreich, insgesamt war es angenehm zu lesen.

Das Cover ist im Stil eines Gemäldes gehalten, die Frau im Wasser ist passend zum Buch.

Leider konnte mich „Weißer Sommer“ nicht so abholen, da ich einfach andere Erwartungen hatte und es so leider etwas langatmig wurde.
Viel lieber hätte ich mehr von der Gegenwart und Zukunft von Alma und Théo gelesen. Der Klappentext suggerierte dies auch, Zitat:
„Auf der Suche nach Antworten verbringen die beiden noch einen Sommer in dem Haus von Almas Eltern in Frankreich und schwören, es erst zu verlassen, wenn sie Gewissheit haben: festhalten oder loslassen.„
Dessen sollte man sich vorher bewusst sein.

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Veröffentlicht am 07.02.2026

Schöne Zeichnungen, Story fragwürdig

Cat People
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„Cat People“ ist eine Graphic Novel, geschrieben und illustriert von Lea Melcher.
Die Zeichnungen in dieser Graphic Novel sind wirklich gut gelungen. Besonders die Gesichter bzw. Mimik der Charaktere sind ...

„Cat People“ ist eine Graphic Novel, geschrieben und illustriert von Lea Melcher.
Die Zeichnungen in dieser Graphic Novel sind wirklich gut gelungen. Besonders die Gesichter bzw. Mimik der Charaktere sind sehr ausdrucksstark, sodass man direkt erkennt wie sie gerade fühlen. Die Katzen sind natürlich auch supersüß und das Highlight dieses Buches.

Leider ist die Story eher dürftig, da es doch sehr wenig Text gibt. Auch wenn es eine Graphic Novel ist, hätte es doch etwas mehr sein können. Außerdem hat mir nicht gefallen, dass es kaum um die Katzen geht. Nach dem „Wettbewerb“ kommen sie nicht mehr so oft vor und werden von den beiden Charakteren nicht mehr beachtet. Das ist gerade in der Silvesternacht keine gute Idee, da Katzen ja häufig große Angst vor dem lauten Geknalle haben. Die „Liebesgeschichte“ zwischen Mia und Alfie konnte ich überhaupt nicht nachvollziehen. Alfie war undurchsichtig und komisch. Auch Mia konnte nicht überzeugen, beide blieben sehr blass.

Beim Ende blieb allerdings ein großes Fragezeichen. Es ist so merkwürdig und moralisch falsch, dass ich absolut nicht verstehen kann, wieso das für eine junge Zielgruppe so ausgewählt wurde.
Alfie war ja während der Geschichte schon seltsam, am Ende aber wird es nochmal „schlimmer“. Auch Mias Reaktion ist genauso bedenklich. Es ist schwierig die Situation zu beschreiben ohne zu spoilern. Fragwürdige Handlungen werden in diesem Buch romantisiert.

Die Punkte kann ich nur für die schönen Zeichnungen vergeben, ansonsten wären es eigentlich 2 Sterne. Ich dachte, dass bei so einer Story eigentlich nicht viel schief gehen kann. Echt schade. Weiterempfehlen kann ich es daher nicht, vor allem nicht für Jugendliche/Kinder aufgrund der fragwürdigen Moral.

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Veröffentlicht am 23.11.2025

War nicht meins

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ ist der Auftakt der Lower Whilby Serie von Kyra Groh.
Da ich bisher Kyra Grohs Bücher sehr mochte, war ich gespannt auf ihren neuen Roman. Leider konnten meine Erwartungen ...

„The Pumpkin Spice Latte Disaster“ ist der Auftakt der Lower Whilby Serie von Kyra Groh.
Da ich bisher Kyra Grohs Bücher sehr mochte, war ich gespannt auf ihren neuen Roman. Leider konnten meine Erwartungen nicht erfüllt werden.

Mit Jude und James bin ich nicht wirklich warm geworden. Vor allem mit James hatte ich Problem, er war sexistisch und pubertär. Die Gedanken die er über Jude/Frauen hatte waren extrem rückständig und misogyn. Ich verstehe nicht wieso die Autorin solch einen Mann für einen Liebesroman schreiben konnte.
Die Nebencharaktere waren in Ordnung, mit Judes Schwester bin ich aber auch nicht klargekommen. Sie war sehr naiv und respektlos gegenüber Jude.
Am besten gefallen haben mir tatsächlich die Eltern von James. Sie haben Jude und James echt die Show gestohlen. Ich hätte so gerne noch mehr über die Geschichte der Band erfahren, da deren Story in diesem Roman das Highlight war.

Die Beschreibungen des Ortes haben mir auch etwas gefehlt, insgesamt wirkte es auf mich eher bedrückend. Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig zu lesen.
Von einem herbstlichen Roman habe ich eigentlich eher etwas anderes erwartet.

Leider wurde ich von „The Pumpkin Spice Latte Disaster“ enttäuscht. Zu Ende gelesen habe ich es eigentlich nur wegen James Eltern, bzw. weil ich wissen wollte was „damals“ mit der Band passiert ist und wie es weitergeht.
Nachdem ich von Kyra Grohs Buch „Fake Dates and Fireworks“ so begeistert war, war ich von dieser Geschichte eher irritiert. Echt schade.

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Veröffentlicht am 23.08.2025

Oberflächlich

Bestie
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„Bestie“ ist der Debütroman von Joana June.
Delia ist auf der Suche nach einem WG Zimmer, welches sie bei Influencerin Anouk findet. Unter falschem Namen und ein paar weiteren Lügen zieht sie in die Wohnung ...

„Bestie“ ist der Debütroman von Joana June.
Delia ist auf der Suche nach einem WG Zimmer, welches sie bei Influencerin Anouk findet. Unter falschem Namen und ein paar weiteren Lügen zieht sie in die Wohnung ein.

Ich wollte das Buch lesen, weil ich gespannt darauf war, was es mit der Doppeldeutigkeit des Titels auf sich hat. Beste Freundin oder Monster?
Auf dem Cover befindet sich ein Gemälde des Künstlers Mark Tennant, die beiden Frauen wirken sehr aktuell und damit passt es gut zum Inhalt des Buches. Ein Blick auf die weiteren Gemälde des Künstlers lohnt sich sehr.
Der Schreibstil war flüssig und angenehm zu verfolgen.

Leider kann ich zum Inhalt nicht so viel positives sagen. Es wirkt fast so als würden viele Themen eingebracht werden nur um sie „abhaken“ zu können, deshalb bleibt alles irgendwie sehr oberflächlich. Die Charaktere schienen realistisch zu sein, hätten aber auch mehr Tiefe vertragen können. Besonders von Delias Vergangenheit hätte ich gerne mehr erfahren. Sympathisch war mir niemand, was aber wohl so gewollt war.
Während des Lesens bin ich immer wieder abgeschweift, weil mich einfach nicht interessiert hat was im Leben von Anouk und Delia passiert. Alles war so oberflächlich und „fake“, dass ich einfach nicht mit ihnen mitfühlen konnte. Ich fand es eher traurig sich immer mit anderen vergleichen zu müssen und keinem wirklich vertrauen zu können.
Manche Stellen waren sehr misogyn auf das äußerliche von anderen Frauen bezogen z.B. in der Art von „Sie hat sehr ausgeprägte Nasolabialfalten, das hätte ich mir schon längst unterspritzen lassen“.

„Bestie“ war definitiv nichts für mich. Für Leute, die sich für das Influencer Leben interessieren ist es vielleicht eher etwas.

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Veröffentlicht am 27.04.2025

Bedrückende Stimmung

No Hard Feelings
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„No hard feelings“ ist der Debütroman von Geneviève Novak.
Es geht um Penny, die sich oft mit Freundinnen vergleicht und dabei -ihrer Ansicht nach- schlecht abschneidet. Sie möchte versuchen alles zu ändern ...

„No hard feelings“ ist der Debütroman von Geneviève Novak.
Es geht um Penny, die sich oft mit Freundinnen vergleicht und dabei -ihrer Ansicht nach- schlecht abschneidet. Sie möchte versuchen alles zu ändern und ihre Panikattacken in den Griff zu bekommen.

Penny wurde als Protagonistin authentisch, mit Ecken und Kanten, aber auch freundlich beschrieben. Ganz im Gegenteil zu den anderen Charakteren, diese waren eher unsympathisch und unfair. Den Einbezug der Therapiestunden fand ich ganz gut, dabei blieb es aber etwas oberflächlich.
Penny wird von anderen sehr ungerecht behandelt, was ich nur schwer ertragen konnte. Leider hatte der Roman somit durchgängig eine sehr bedrückende Wirkung auf mich. Wenn ich davon gewusst hätte, hätte ich das Buch wahrscheinlich nicht gelesen. Die Moral dieses Buches war auch nicht wirklich zeitgerecht. Es sollte nämlich nicht das Ziel von Frauen sein müssen, sein Leben im Griff und einen Partner haben zu müssen – um als vollwertiger Mensch zu gelten.
Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu verfolgen. Das schöne Coverbild passt zur Geschichte.

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