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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.07.2025

Was vor langer Zeit geschah, wirkt bis heute nach

Brackwasser - Stille Wasser sind tief. Und manche sogar tödlich …
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Svea ist dorthin zurückgekehrt, wo sie nie wieder sein wollte. Der Grund: das Haus ihres geliebten Onkels Sören, das er, der offensichtlich durch die eigene Hand verstarb, ihr vererbt hat. Einerseits freut ...

Svea ist dorthin zurückgekehrt, wo sie nie wieder sein wollte. Der Grund: das Haus ihres geliebten Onkels Sören, das er, der offensichtlich durch die eigene Hand verstarb, ihr vererbt hat. Einerseits freut es sie, ihm dadurch nahe zu sein, auch wenn er selbst nicht mehr da ist - sein Hund muss versorgt werden und in dem Haus erinnert alles an ihn.

Ansonsten jedoch hat sie nur traurige bzw. gar böse Erinnerungen an den kleinen Ort: ihre beste Freundin Julia verschwand damals auf Nimmerwiedersehen und deren Freund, den sie bis heute des Mordes an ihr verdächtigt, ist seit Jahr und Tag mit ihrer eigenen Schwester verheiratet, mit der sie früher sehr eng war. Doch seit diese unter dem Einfluss dieses seltsamen Menschen steht, haben sie keinen Kontakt mehr.

Es sind also vor allem zumindest unangenehme, teils sogar sehr schwierige Umstände, die Svea bei ihrer Rückkehr vorfindet, doch dann taucht ein Knochen auf, der laut Untersuchungsergebnis zu ihrer Freundin Julia gehört. Ab dann sieht sich Svea als Ermittlerin im Auftrag ihrer toten Freundin - unbedingt muss sie herausfinden, was passiert ist. Doch bald wird klar, dass sie selbst in großer Gefahr schwebt..

Veröffentlicht am 20.07.2025

Heftig, berührend, fesselnd

Wir sehen uns wieder am Meer
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Das sind nur drei - allerdings die stärksten - Emotionen, von denen ich während der Lektüre dieses Romans gepackt wurde und zwar so, dass ich - gelobt seien freie Sonntage - ihn in einem Zug gelesen habe, ...

Das sind nur drei - allerdings die stärksten - Emotionen, von denen ich während der Lektüre dieses Romans gepackt wurde und zwar so, dass ich - gelobt seien freie Sonntage - ihn in einem Zug gelesen habe, ja lesen musste!
Diesmal steht vor allem Krankenschwester Birgit, eine enge Freundin der im Regen tanzenden Großmutter Thekla aus dem ersten Band der "lockeren" Trilogie der Autorin Trude Teige um Schicksale im Zweiten Weltkrieg, im Mittelpunkt.

Birgit begibt sich als Krankenschwester in den Norden Norwegens und wird dort Zeugin diverser grauenvoller Kriegshandlungen, die vor allem durch die deutschen Besatzer vollzogen werden. Doch sie begegnet auch der Liebe...

Neben ihr stehen aber vor allem andere Frauen im Zentrum der Handlung: vor allem die erst 16jährige Zwangsarbeiterin Nadja aus der Ukraine, aber auch deren Freundin und Schicksalsschwester und eine Kollegin von Birgit. Wieder ist Trude Teige ein packender Roman gelungen, in dem ich viel Neues über Norwegen im Zweiten Weltkrieg erfuhr - wie immer verpackt in eine spannende Handlung. Auch die Figuren sind sehr gelungen; ich hatte Birgit und die anderen während der Lektüre stets vor Augen.

Wer zu diesem Buch greift, sollte sich allerdings im Klaren darüber sein, dass es stellenweise so grausam zugeht, dass man es während der Lektüre kaum verarbeiten kann - die Leser werden nicht geschont, das Leid der Bevölkerung Norwegens wie auch der aus anderen Teilen Europas dorthin verschleppten Menschen wird ausgesprochen eindringlich dargestellt. Ein Buch, das viele Leser verdient!

Veröffentlicht am 27.04.2025

Wichtige Themen - eine Gesprächshilfe

Zehn wirklich wichtige Gespräche, die Kinder und Eltern wachsen lassen
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Und zwar längst nicht nur für junge Eltern, sondern für alle, die gelegentlich Umgang mit Kindern unterschiedlichen Alters haben. Die Autorin zeigt kompetent auf, welche Themen - und auch, welche Wortwahl ...

Und zwar längst nicht nur für junge Eltern, sondern für alle, die gelegentlich Umgang mit Kindern unterschiedlichen Alters haben. Die Autorin zeigt kompetent auf, welche Themen - und auch, welche Wortwahl - in jedem Alter passend ist und zwar zu den verschiedensten Themen wie Freundschaft, Mut, aber auch Liebe und Tod und geht dabei intensiv auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen unterschiedlichen Alters ein.

Auch die Besinnung auf sich selbst und die eigenen Bedürfnisse kommt nicht zu kurz: Wer bin ich? Was mag ich? sind ebenso Themen wie die zuvor genannten. Auf sachliche, dabei (an passender Stelle) durchaus warmherzige Art und Weise greift die Autorin uns unter die Arme und zeigt auch schon mal absolute No Go's auf! Dabei gefällt mir ihr achtungsvoller und wertschätzender Umgang sowohl mit den Rezipienten des Buch als auch mit denen, um die es geht, also mit den Kindern!

Veröffentlicht am 12.04.2025

Das Verschwinden der Geschwister Van Laar

Der Gott des Waldes
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Bear und Barbara waren Geschwister, ohne sich je gekannt zu haben. Denn Bear verschwand bereits vor Barbaras Geburt. Umso verstörender ist es für die Eltern, beziehungsweise für die Mutter - der Vater ...

Bear und Barbara waren Geschwister, ohne sich je gekannt zu haben. Denn Bear verschwand bereits vor Barbaras Geburt. Umso verstörender ist es für die Eltern, beziehungsweise für die Mutter - der Vater ist ein seltsam emotionsloser Mann - dass die Tochter Jahre später dasselbe Schicksal ereilt.

Die Van Laars sind quasi eine Legende - sie sind im Besitz von haufenweise Geld und von einem Areal, auf dem sie ein Sommercamp für Jugendliche eingerichtet haben, das überaus straff organisiert ist. Natürlich wird es nicht von ihnen selbst geführt - nein, dafür gibt es Personal. Wie eigentlich für alles. Diverse Szenarien scheinen möglich, den Lesern offenbaren sich allmählich Abgründe, die unauflösbar erscheinen.

Das Universum der Van Laars und ihrer Umgebung ist mit wenigen Ausnahmen eine absolute Männergesellschaft. Frauen haben hier nichts oder nur wenig zu melden - außer, sie agieren quasi unter dem Radar.

Ein eindringlich geschriebener Roman, in dem die Stimmung sich von Seite zu Seite ändern kann, die Autorin versteht es meisterlich, unterschiedliche Atmosphären zu generieren und diese abrupt wieder aufzuheben.

Das Buch habe ich bis zum Ende mit großer Faszination gelesen, allerdings empfand ich die Auswahl des Personals, das im Detail eine kleinere oder größere Rolle spielte, als deutlich zu breit aufgestellt: ständig wurden neue Charaktere mehr oder weniger detailliert eingeführt, deren Namen, Funktionen und Eigenschaften man sich merken musste. Bei einem so großen Aufgebot wäre ein dem Roman vorangestelltes Personalverzeichnis überaus hilfreich gewesen.

Veröffentlicht am 10.04.2025

Aus der Luft gegriffen

Höllische Küste
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ist der aktuelle Mordfall, in dem Liv Lammers und ihre Kollegen ermitteln müssen, nicht gerade, aber er fällt sozusagen aus der Luft: Es ist ein Fallschirmsprung im Tandem, bei dem Jaline Amundsen, Hochzeitsplanerin ...

ist der aktuelle Mordfall, in dem Liv Lammers und ihre Kollegen ermitteln müssen, nicht gerade, aber er fällt sozusagen aus der Luft: Es ist ein Fallschirmsprung im Tandem, bei dem Jaline Amundsen, Hochzeitsplanerin auf Sylt, ums Leben kommt. Dabei war sie gerade am Ziel ihrer Wünsche - nämlich dem Sprung zusammen mit dem von ihr sehr bewunderten Trainer gekommen - und dann so ein Ende! Wie sich schnell herausstellt, ist es kein Unfall, denn die Ausrüstung war manipuliert worden.

Und es gibt eine ganze Reihe von Verdächtigen - von den eifersüchtigen Partnern bis hin zu Geschäftspartnern ist alles möglich. Zudem ist nicht klar, ob der Anschlag der jungen Jaline oder dem Trainer gegolten hat - Gründe gäbe es für beide.

Ein ganzes Defilée an möglichen Tätern muss von Liv und ihrem Team "abgegrast" werden, zudem gerät sie diesmal unfreiwillig zwischen Fronten, da zwei ihrer Sylter Kollegen um eine bald frei werdende Führungsposition konkurrieren.

Wie immer geht es auch um Livs Beziehung zum Gerichtsmediziner Sebastian Gerlich. Allerdings geht es diesmal eher um die Frage, ob und wann geheiratet werden soll. So steht wieder einmal auch Privatleben der Ermittlerin im Fokus der Handlung, das Autorin Sabine Weiss so geschickt mit der Krimihandlung verwoben hat, dass wie bei einem Puzzle alles genau zusammenpasst. Zudem wimmelt es diesmal sozusagen vor Verdächtigen - es gibt so viele, dass ich mir wieder einmal bei der Lektüre dieser Krimireihe ein Personenverzeichnis gewünscht habe!

Auch dieser nunmehr neunte ist ein spannender Fall, dessen Auflösung ich leider als ein wenig vorhersehbar empfand. Dennoch lohnt sich die Lektüre! Ob Sie jetzt hier oder mit einem anderen Band starten, ich könnte mir vorstellen, dass sie wie ich diese Reihe, bei der sich die Protagonistin dank zahlreicher Alleinstellungsmerkmale von der Masse abhebt, lieben werden. Auf den nächsten Fall freue ich mich jedenfalls schon jetzt!

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