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Veröffentlicht am 11.06.2025

Ganz okay, aber die Story blieb hinter meinen Erwartungen zurück

Girl Abroad
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Da mir der Auftakt der Sandover-Prep-Reihe damals enorm gut gefallen hatte, freute ich mich riesig, mit "Girl Abroad" nun wieder ein Werk von Bestsellerautorin Elle Kennedy lesen zu dürfen - zumal ich ...

Da mir der Auftakt der Sandover-Prep-Reihe damals enorm gut gefallen hatte, freute ich mich riesig, mit "Girl Abroad" nun wieder ein Werk von Bestsellerautorin Elle Kennedy lesen zu dürfen - zumal ich im Vorfeld (im Hinblick auf die englischsprachige Version) bereits etliche positive Reviews entdeckt hatte.

Meine letzte London-Reise liegt mittlerweile mein halbes Leben zurück, höchste Zeit also, mir wenigstens literarisch einen Ausflug in diese ungemein faszinierende Metrole zu gönnen. Was die Settingbeschreibungen betrifft: Ja, sie waren okay. UK-Vibes kamen schon durch, hier hätte ich mir insgesamt jedoch weitaus mehr Intensität erhofft.

Womit ich im Laufe der Handlung außerdem zunehmend haderte, war die weibliche Hauptfigur: Abbey ... mit der ich so gerne hatte mitfiebern wollen, die es mir aufgrund ihrer (bestenfalls) wenig feinfühligen, (schlimmstenfalls) rücksichtslosen, egoistischen Art schwermachte, die Story wirklich genießen zu können. Verwöhnt vom bisher privilegierten Leben, dass ihr Rockstar-Papi ihr ermöglicht hatte, ist sich Abbey zwar ihrer finanziell vorteilhaften Situation bewusst, sieht allerdings größtenteils die Nachteile, die sie bisher erlebt hat - Daddy hatte wenig Zeit, die Presse ist böse, sie lebte die letzten Jahre abgeschirmt auf einer Ranch, die Leute wollen sie nur kennenlernen, um mehr VIP-Gossip über ihren Vater zu erfahren, usw. (...talk about 'Jammern auf hohem Niveau').

Was mir am meisten sauer aufstieß, war die Selbstverständlichkeit, mit der Abbey über die Gefühle anderer Menschen hinwegtrampelt. - 'Ich mach' mir die Welt, wie sie mir gefällt.' Klar, hin und wieder blitzen Momente eines schlechten Gewissens auf - andernfalls wäre sie auch eine gänzlich unsympathische Figur -, doch letztlich spinnt sich die Dreiecksgeschichte zwischen ihr, Nate und Jack munter weiter.

"Sofort habe ich Schuldgefühle. Ich denke daran, was ich gestern Nacht getan habe und mit wem, und dieses angespannte, unangenehme Gefühl wird stärker. Meine Generation bekommt ständig erzählt, dass sie sich sexuelles Empowerment zu eigen machen soll. Liebe, wie du willst. Schlafe, mit wem du willst. Heirate oder habe zwanglosen Sex. Sei polyamorös oder monogam oder ethisch nicht-monogam. Ständig höre ich, wie mit diesem Begriffen um sich geworfen wird, und ich will ja auch diese ungehinderte Person sein, die sich nicht schuldig fühlt, wenn sie mehrere Menschen gleichzeitig datet."

Unabhängig davon, welcher junge Mann gerade mit Abbey beschäftig war - ich fühlte kaum Chemistry. Was genau war der Grund für die gegenseitige Anziehungskraft? Ach ja, eine attraktive Optik. Und sonst ... ?

Die WG-Dynamik habe ich als angenehm empfunden, auch wenn Lee mir ein wenig zu stereotypisch gezeichnet erschien. Nichtsdestotrotz: Dort zu leben, wäre sicherlich spaßig. Ein weiterer Pluspunkt: Abbeys Dad. Den mochte ich gern, von ihm hätte ich am liebsten mehr Passagen gelesen.

Am spannendsten fand ich die Nebenhandlung, in der es um eine rätselhafte, mit einem Kunstwerk verknüpfte Familiengeschichte ging. Auch in Bezug auf diesen Aspekt hätte ich gerne ein paar Kapitel getauscht und im Gegenzug auf das wenig liebenswerte Hin-und-Her-Geplänkel verzichtet. All das führte dazu, dass sich die Story in meinen Augen, sicherlich auch aufgrund des stolzen Umfangs von immerhin fast 550 Seiten, zwischenzeitlich etwas zog.

Fazit: Ganz okay - eine typische New-Adult-Romance, der mehr emotionale Tiefe gutgetan hätte. Der Roman lässt sich in einem Satz zusammenfassen: "Ich bin wirklich nicht dafür geschaffen, mit zwei Jungs gleichzeit zu jonglieren." - Ich weiß, es gibt viele Fans von diesem Romance-Trope, aber Dreiecksgeschichten sind einfach nicht my cup of tea. Von mir gibt es eine bedingte Leseempfehlung für alle eingefleischten Fans der Autorin.

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Veröffentlicht am 27.05.2025

Ganz okay

Great Big Beautiful Life
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Nachdem "Book Lovers" mich extrem begeistert hatte, war meine Vorfreude auf ein neues Henry-Werk immens - zumal bereits der Klappentext unheimlich vielversprechend klang.

Leider blieb die inhaltlich durchaus ...

Nachdem "Book Lovers" mich extrem begeistert hatte, war meine Vorfreude auf ein neues Henry-Werk immens - zumal bereits der Klappentext unheimlich vielversprechend klang.

Leider blieb die inhaltlich durchaus gut durchdachte, auf unterschiedlichen Zeitebenen angelegte (Love) Story letztlich jedoch aus mehreren Gründen hinter meinen Erwartungen zurück:

❏ Margarets Erzählung (= ihre sich über mehrere Generationen erstreckende Familiengeschichte) zog sich zu sehr in die Länge und konnte mich nicht wirklich fesseln (zumal alles von einem Hauch Traurigkeit bzw. Tragik umweht war und ich gewisse Figuren schlichtweg nicht sympathisch fand)

❏ Alice und Hayden wirkten (im Vergleich zu anderen Romanzen) einerseits relativ blass und zugleich in den für sie auserkorenen Wesenszügen überzeichnet (SIE sonnig-überdreht und stets "zwitschernd", ER bewusst mysteriös und teilweise recht zynisch-grummelig).

Nichtsdestotrotz gab es natürlich auch positive Aspekte des Romans:

❏ die Handlung wartet mit einigen berührenden Szenen auf

❏ die sommerlichen Settingbeschreibungen machen direkt Lust auf einen Urlaub

❏ clever gesetzte Twists.


𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:
Ein solider, unterhaltsamer Roman, wenn auch nicht mein Favorit der Autorin. Wenn ihr Stories um Familiengeheimnisse mögt, werdet ihr voll auf eure Kosten kommen.

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Veröffentlicht am 24.05.2025

Goldige Illustrationen vs. kontraproduktiver Inhalt

Känguru Knickohr – Huhu, Känguru! Was hörst denn du?
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Bisher haben mich alle Bücher von Britta Sabbag begeistert - ob "Wonder & ich" oder "Biber & Bär" ... und die kleine Hummel Bommel dürfte den meisten von euch ebenfalls ein Begriff sein, zumindest vom ...

Bisher haben mich alle Bücher von Britta Sabbag begeistert - ob "Wonder & ich" oder "Biber & Bär" ... und die kleine Hummel Bommel dürfte den meisten von euch ebenfalls ein Begriff sein, zumindest vom Namen her. Kurzum: Für uns stand fest, dass wir auch den neuesten Charakter aus dem Sabbag-Universum kennenlernen möchten - zumal mein kleiner Sohn im Hinblick auf selektives Hören räusper gewisse Ähnlichkeiten zum niedlichen Känguru aufweist.

Die Idee zum Buch (= nachvollziehbare Situationen aus dem Kleinkindalltag als Rahmenhandlung zu nehmen, vom Aufstehen bis hin zum Aufräumen) gefiel mir großartig, schon allein aufgrund des Wiedererkennungsfaktors. Da konnte auch mein Kleiner sehen: Selbst Kängurus brauchen z.B. ein gesundes Frühstück oder müssen allgemein auf ihre Mama hören, ansonsten geht was schief.

Ich möchte ganz ehrlich sein: In vielen der auf den ersten Blick drollig wirkenden Situationen fiel mein Blick auf die eher traurig bis nachdenklich dreinblickende Mama ... und ich fühlte es - insbesondere, weil die abschließende Auflösung lautet, dass ihr kleiner Racker sie die ganze Zeit absichtlich falsch verstanden hat. Natürlich spreche ich solch ein Kinderverhalten frei von jeglicher böswilliger Absicht - schön bzw. förderlich für die Erziehung (die schließlich keine Strafe darstellen, sondern unsere Kleinen auf ein verantwortungsbewusstes, eigenständiges Leben vorbereiten soll) ist dies nicht. Und genau hier liegt mein Kritikpunkt an dem ansonsten wirklich zauberhaften Werk. Die Message an die Kids lautet: 'Ihr braucht nicht auf eure Eltern hören, und am Ende ist trotzdem alles lustig'.

Fazit: Meine drei Sterne vergebe ich für die kindgerechte Szenenauswahl, die unterhaltsamen (wenn auch etwas ausgefallenen) Reime und die ganz und gar hinreißenden Illustrationen von Igor Langen - wirklich ein ganz, ganz großes Lob für die farbenprächtigen, rundum putzigen Zeichnungen.

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Veröffentlicht am 12.06.2025

Atmosphärisch, mystisch, düster

Moorlande
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Puh, dieses Buch ... Kann ich den internationalen Hype nachvollziehen? Einerseits ja, denn es ist definitiv mal was anderes. Würde ich es erneut lesen wollen: Eher nicht. Aber der Reihe nach.

Angelockt ...

Puh, dieses Buch ... Kann ich den internationalen Hype nachvollziehen? Einerseits ja, denn es ist definitiv mal was anderes. Würde ich es erneut lesen wollen: Eher nicht. Aber der Reihe nach.

Angelockt von der wunderschönen blumigen Covergestaltung, die mir aufgrund der dunklen Farbgebung sogar weitaus besser als das englischsprachige Original gefällt, wagte ich mich an die vor Klapperschlangen-Mythos und Aberglaube strotzende Story heran und war zunächst mal kurz erschlagen ... denn es erwarten euch viele (und ich meine wirklich ENORM viele) Charaktere, die direkt zu Beginn vorgestellt werden. Einige von ihnen verpuffen später teilweise nahezu komplett bzw. sind schlichtweg irrelevant für die Handlung. Fest steht: Es dominieren ganz klar die Frauen von Hermines Familie, sie stehen im Fokus.

Insgesamt handelt es sich bei den Figuren um Charaktere mit den klassischen "Ecken und Kanten" (z.B. Rose Thorn: atemberaubend hübsch anzuschauen, aber stinkfaul, egozentrisch, "selbstzerstörerisch"). Stark dysfunktionale, bewusst fehlerbesetzte Figuren sind leider generell nicht mein Fall.

Weiterhin Geschmackssache: Traumatische Familienerlebnisse und -geheimnisse, zahlreiche schwere Themen (Krankheiten sind noch das Mildeste - ich fände für spätere Ausgaben eine Triggerwarnung/Content Note sinnvoll).

Das einzige Highlight für mich stellte die Sprache dar. Es gab unfassbar authentische, nahezu plastisch greifbare Passagen - insbesondere die detailreichen, lebendigen Beschreibungen der Sumpflandschaft waren in solch eine dichte, poetisch schöne Formulierungen gehüllt, dass die Leküre ein Fest der Literatur für jeden Bücherwurm darstellt.

Mood: Atmosphärisch, mystisch, düster, tragisch, beklemmend (ungeschönt in pucto Gewalt - gegenüber Menschen sowie Tieren); das Ende erschien mir etwas sonderbar (da in meinen Augen offen) und nicht befriedigend, aber es passte zum manchmal leicht chaotischen Erzählstil der vorherigen Handlung.

Die für mich persönlich bedeutsame Message aus diesem Werk lautet: "Kümmere dich um deine Kinder."

Fazit: Die Meinungen zu diesem polarisierenden Roman gehen weit auseinander. Auch wenn es im Hinblick auf den Storyinhalt und den Sympathiefaktor der Figuren nicht mein Cup of Tea war, weiß ich die Sprachkunst der Autorin definitiv zu würdigen, daher spreche ich eine Leseempfehlung für alle Fans von tiefgründigen, eher düsteren Familiengeschichten aus.

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Veröffentlicht am 02.05.2025

Nicht mein Quinn-Favorit, aber dennoch eine solide Romance

Bevelstoke – Das geheime Tagebuch der Miss Miranda
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Seitdem alle Welt im Bridgerton-Fieber ist, darf ich mehr denn je die Präsenz meiner geliebten Regency-Epoche in Literatur und Film genießen - I love it.

Bestsellerautorin Julia Quinn legt stetig nach ...

Seitdem alle Welt im Bridgerton-Fieber ist, darf ich mehr denn je die Präsenz meiner geliebten Regency-Epoche in Literatur und Film genießen - I love it.

Bestsellerautorin Julia Quinn legt stetig nach und sorgt dafür, dass uns Fans von Penelope & Co. der Lesestoff nicht ausgeht: Mit dem gelungenen Auftakt ihrer Bevelstoke-Trilogie bleibt sie ihrem von Humor, einem Hauch angenehmer Vorhersehbarkeit und einnehmend erschaffenen Hauptfiguren geprägten Schreibstil treu.

ABER:

Mirandas Schwärmerei für den wesentlich älteren Bruder der besten Freundin (à la "das herrlichste Wesen, das sie je gesehen hatte") hat mich mit der Zeit zunehmend ermüdet. Abgesehen davon, dass ich seinen ersten Eindruck – als er sie lediglich als "komisches" bzw. "frühreifes kleines Mädchen" wahrgenommen hat – nie ganz abschütteln konnte … er behandelt sie später wirklich teilweise echt herablassend und mit abstoßender Arroganz = war mir schlichtweg wenig sympathisch. Folglich blieb mir ihre anhaltende Verzückung ein Rätsel.

Nichtsdestotrotz: Quinns Talent, in ihren Dialogen Witz und Gefühl harmonisch zu kombinieren, ist auch hier spürbar. Wer leichte, charmante Regency-Romane mit Tagebuch-Elementen und einer Prise Gesellschaftsklatsch liebt, wird sich bei diesem Auftakt herrlich unterhalten fühlen.



𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁:

Eine solide Quinn'sche Romance - ideal für alle, die sich genauso gerne in glitzernde Ballsäle träumen wie ich.

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