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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.05.2025

Tolle Idee, wenn auch ausbaufähig

Schauplätze der Weltliteratur
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"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein interessantes Sachbuch, das durch seine tollen Illustrationen besticht und Lust auf das Entdecken literarischer Örtlichkeiten macht. Auch wenn der Herausgeber, John ...

"Schauplätze der Weltliteratur" ist ein interessantes Sachbuch, das durch seine tollen Illustrationen besticht und Lust auf das Entdecken literarischer Örtlichkeiten macht. Auch wenn der Herausgeber, John Sutherland, keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt, lädt er die Lesenden doch dazu ein, literarische Werke aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten.

Das Buch ist unterteilt in die vier Kapitel "Romantische Aussichten", "Kartierung der Moderne", "Nachkriegspanoramen" und "Zeitgenössische Schauplätze". Diese Unterleitung finde ich sehr gut gelungen und ich konnte das ein oder andere Werk entdecken, das ich noch gar nicht kannte und jetzt lesen möchte. Als Anregung für Literatur, die man selbst nicht so auf dem Schirm hatte, ist das Sachbuch auf jeden Fall sehr gut geeignet. Deshalb finde ich es ganz gut, dass die Auswahl nicht nur auf weltbekannte Klassiker fiel (wie etwa "Berlin Alexanderplatz" oder "Wem die Stunde schlägt"), sondern auch auf ein paar weniger bekannte Werke.

Nicht ganz so gut gelungen finde ich die Beschreibungen der jeweiligen Örtlichkeiten in diesem Sachbuch. Es wird zwar auf die einzelnen Handlungsorte eingegangen; sie werden aber zumeist nur aus der Sicht der jeweiligen Autorin bzw. des jeweiligen Autors beschrieben. Dies ist meiner Meinung nach wichtig in einem solchen Nachschlagewerk, jedoch wäre es zusätzlich schön gewesen, weitere Hintergrundinformationen über die Orte zu erhalten.

Insgesamt ist "Schauplätze der Weltliteratur" dennoch ein interessantes Nachschlagewerk für alle, die sich zu Büchern inspirieren lassen oder den ein oder anderen Klassikern neu entdecken möchten.

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Veröffentlicht am 16.03.2025

Spannender Fall vor einer schönen Kulisse

Geheimnisvolles La Rochelle
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"Geheimnisvolles La Rochelle. Commissaire Chevalier ermittelt an der Atlantikküste" von Jean-Claude Vinet ist der dritte Fall aus der Reihe um den genannten Kommissar.

Wie bereits die Vorgängerromane ...

"Geheimnisvolles La Rochelle. Commissaire Chevalier ermittelt an der Atlantikküste" von Jean-Claude Vinet ist der dritte Fall aus der Reihe um den genannten Kommissar.

Wie bereits die Vorgängerromane bietet auch "Geheimnisvolles La Rochelle" wieder beste Unterhaltung mit hoher Spannung bis beinahe zur letzten Seite. Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil, sodass der Roman schnell und leicht gelesen werden kann. Auch die Beschreibung der Atlantikküste, unter anderem mit der Cognacherstellung, ist wieder gelungen.

Im Vergleich zu den Vorgängern muss ich allerdings zugeben, dass der Roman ein paar Längen zu viel aufweist. Sowohl was das Familienleben des Ermittlers als auch die für meinen Geschmack zu ausführlichen Essensbeschreibungen betrifft. Ebenso bedient sich der Autor in diesem Roman ungewohnt stark aus der Klischeekiste, was mir als Leserin ein wenig missfallen hat. Ich hoffe, dass sich dies in den folgenden Romanen der Reihe wieder ändert.

Insgesamt ein guter Kriminalroman vor schöner Kulisse, den ich Fans von Regionalkrimis empfehlen kann.

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Zwei Fälle in einem

Feuerprobe
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Der 33. Fall für Commissario Guido Brunetti sind diesmal eher zwei Fälle, die sich erst spät im Roman kreuzen dürfen.

Donna Leon spricht im Roman wichtige und interessante Themen an und weiß diese geschickt ...

Der 33. Fall für Commissario Guido Brunetti sind diesmal eher zwei Fälle, die sich erst spät im Roman kreuzen dürfen.

Donna Leon spricht im Roman wichtige und interessante Themen an und weiß diese geschickt und reflektiert den Lesenden näherzubringen. Dies ist einer der Gründe, warum ich ihre Romane seit Jahren so gerne lese. Auch im 33. Buch klappt dies wieder ganz gut, wobei ich den Eindruck hatte, da wäre mehr drin gewesen. Vielleicht wäre es besser gewesen, zwei separate Romane den beiden Themen zu widmen? Aber das ist hier Meckern auf hohem Niveau.

Wer gerne die Brunetti-Reihe liest, dürfte sich auch über die "Feuerprobe" freuen. Ich habe das Buch sehr gerne gelesen und hoffe, dass noch viele weitere Romane der Reihe folgen.

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Veröffentlicht am 06.12.2024

Leicht wie ein Aperitif

Allmen und Herr Weynfeldt
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"Allmen und Herr Weynfeldt" von Martin Suter ist der siebte Roman der Reihe um den verarmten Adeligen Johann Friedrich von Allmen, der sich als Kunstdetektiv verdingt (und nebenbei sein Budget dadurch ...

"Allmen und Herr Weynfeldt" von Martin Suter ist der siebte Roman der Reihe um den verarmten Adeligen Johann Friedrich von Allmen, der sich als Kunstdetektiv verdingt (und nebenbei sein Budget dadurch aufbessert). Mir persönlich war Herr Allmen vom ersten Roman an sympathisch. Seine entspannte Art beschert mir stets aufs Neue kurzweilige und vergnügliche Lesestunden. Auch das siebte Buch reiht sich hier bei mir nahtlos ein.

"Allmen und Herr Weynfeldt" kann ich allen empfehlen, die gerne mal einen legeren Kriminalroman lesen möchten, der sie auch mal zum Schmunzeln bringen darf.

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Veröffentlicht am 25.11.2024

Sprachgewaltig und einfühlsam

Über allen Bergen
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"Es zählt nicht, wer du bist, sondern für wen man dich hält." (Valentine Goby: "Über allen Bergen", S. 132f.).
Dieses Zitat blieb mir nach der Lektüre von Valentine Gobys "Über allen Bergen" besonders ...

"Es zählt nicht, wer du bist, sondern für wen man dich hält." (Valentine Goby: "Über allen Bergen", S. 132f.).
Dieses Zitat blieb mir nach der Lektüre von Valentine Gobys "Über allen Bergen" besonders im Gedächtnis. Es beschreibt die Geschichte der Hauptfigur ihres Romans ausnehmend gut, sodass ich das Zitat meiner Rezension voranstellen wollte.

"Über allen Bergen" hat nicht nur ein Cover, das die Atmosphäre des Romans besonders gut widerspiegelt, sondern kann auch inhaltlich atmosphärisch dicht überzeugen. Goby hat eine einfühlsame und eindrückliche Sprachmelodie in diesem Roman niedergeschrieben, welche das Buch zu einem besonderen literarischen Werk macht.

Die Geschichte von Vadim bzw. Vincent ist eine besondere Erzählung, die sich durch eine detailreiche Sprache auszeichnet und das Schicksal des Jungen, der aus der großen Stadt in die französische Bergwelt fliehen muss, sehr gut nachzeichnet. Die Hauptfigur sowie die Lesenden lernen dabei einiges über die Natur dieser besonderen Umgebung und bekommen zugleich einen Einblick in die Gefühlswelt der Hauptfigur. Vincent verarbeitet dabei mithilfe der Jahreszeiten und Farben seine Emotionen und Eindrücke.

Insgesamt ein wahrhaft schönes Stück Literatur, das sich einzig im Mittelteil für meinen Geschmack ein paar Längen zu viel leistet. Wer gerne mal wieder ein intensives, literarisch anspruchsvolles Buch lesen möchte, sollte zu Valentine Gobys "Über allen Bergen" greifen.

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