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Veröffentlicht am 13.05.2025

Erstklassiges Debüt

Teddy
0

1969, ein Sommer in Rom. Teddy Huntley Carlyle, frisch verheiratete Diplomatengattin, trifft in Rom auf Intrigen, oberflächliche Beziehungen, dominante Männer und eine Zeit, in der die Rolle der Frau von ...

1969, ein Sommer in Rom. Teddy Huntley Carlyle, frisch verheiratete Diplomatengattin, trifft in Rom auf Intrigen, oberflächliche Beziehungen, dominante Männer und eine Zeit, in der die Rolle der Frau von diesen sehr genau definiert wurde.
Teddy ist eine Frau, die ihre Rolle in der Gesellschaft weder in ihrem bisherigen amerikanischen Leben noch in Rom findet. Sehr bedacht darauf, was andere von ihr denken, dabei stets im Zwiespalt mit der Frau, die sie gerne wäre und der Frau, die sie sein soll.
Das Buch ist fantastisch erzählt. Teddy erzählt ihre Geschichte aus ihrer Perspektive,nach dem Ereignis, das ihr Leben im 180° drehen sollte.
Gekonnt fängt Emily Dunlay die Stimmung dieses Sommers in Rom ein. Die Partys, die Menschen und die toxische Beziehung zu ihrem Mann. Rückblicke in ihre Vergangenheit runden die Story ab.
Mir hat dieses Debüt ausgesprochen gut gefallen und ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin.

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Veröffentlicht am 05.05.2025

Tigliobianco, ein Dorf mit Herz und Charme

Erdbeersommer mit Aussicht
6

Priscilla Verdebosco steckt in einer Schreibkrise. Außerdem hat sie keine Lust mehr auf die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Umgebung.
Sie sucht Ruhe und Inspiration im kleinen Dörfchen Tigliobianco, ...

Priscilla Verdebosco steckt in einer Schreibkrise. Außerdem hat sie keine Lust mehr auf die ständigen Verkupplungsversuche ihrer Umgebung.
Sie sucht Ruhe und Inspiration im kleinen Dörfchen Tigliobianco, in dem die Zeit ein bisschen stehen geblieben ist.
Skurrile Bewohner, kleine Straßen, Buchclub, Kirche, Dorfladen. Ein Dorf, in dem man sich achtet und auch noch aufeinander achtet. Die kleinen persönlichen Dorfstreitigkeiten dürfen dabei natürlich nicht fehlen.
Priscilla landet mitten im Dorf und ist auch schnell mittendrin, inklusive der Bekanntschaft mit einem charmanten Schönheitschirurgen namens Cesare. Ein lange verschollenes Erdbeerkuchenrezept “Die Suprema” sorgt für den kleinen Spannungsfaden. Ob es wohl wieder auftaucht?
Für die Bücherverliebten unter den Lesern sorgt eine Schatzsuche für das besondere Feeling.
Die richtige Portion Kitsch, ein bisschen Liebe, ein wenig Drama, Sommer, Sonne , ein toller Schreibstil und viel Humor. Das Buch hat alles, was man manchmal braucht.

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Veröffentlicht am 26.04.2025

Ein sehr persönlicher Fall für Moira Rusconi

Der Schädel von Sant'Abbondio
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Zum vierten Mal ermittelt Moira Rusconi im schönen Tessin, aber diesmal wird es persönlich. Die Weinlese ist vollem Gange, als ein Schädel im Weinberg gefunden wird. Dieser Fund stellt sich als Überrest ...

Zum vierten Mal ermittelt Moira Rusconi im schönen Tessin, aber diesmal wird es persönlich. Die Weinlese ist vollem Gange, als ein Schädel im Weinberg gefunden wird. Dieser Fund stellt sich als Überrest von einem Freund Ambrogios heraus. Jetzt werden die Geister der Vergangenheit wieder lebendig. Die Ereignisse von damals treffen auf die Gegenwart. Ein Streit kurz vor dem Verschwinden, macht Ambrogio zum Hauptverdächtigen. Moira setzt alle Hebel in Bewegung, die Unschuld ihres Vater zu beweisen. Die fast fünfzig Jahre, die seitdem vergangen sind, machen es nicht einfacher.

Wieder einmal schafft Mascha Vassena durch ihren Schreibstil und die treffenden Beschreibungen von Land, Menschen und Kulinarik einen gelungen Rahmen für die Handlung. Wer da keine Lust auf Urlaub bekommt.....

Der Fall ist sehr spannend. Viele Fährten werden gelegt, zu unterscheiden was ist richtig, was ist falsch, war bis zum Schluss nicht einfach.

Die Geschichte zeigt auch, wie tief die Bewohner eines so kleinen Dorfes untereinander verwoben sind. Jede Reaktion setzt automatisch eine Kette von Ereignissen in Gang. Ich hatte viele Verdächtige, aber jedes Mal fehlte mir ein wirklich gutes Motiv. Die Auflösung war schlüssig und alle losen Fäden wurden verbunden.

Eine große Rolle in den Tessin Krimis spielt auch das Privatleben der Personen. Es zieht sich wie ein roter Faden durch alle Bücher, aber ohne sich zu sehr in den Vordergrund zu stellen.

Dieses Buch lebt von seine Protagonisten einem spannenden Fall und viel Lokalkolorit. Von mir eine Leseempfehlung und fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 23.03.2025

Und ab jetzt ist alles anders

Der Bright-Side-Running-Club
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Das Cover ist in positiven und freundlichen Farben gehalten und symbolisiert, wofür der Club steht. Gemeinsam sind wir stärker.
Josie Loyds Roman basiert auf eigenen Erfahrungen und das kann man auf jeder ...

Das Cover ist in positiven und freundlichen Farben gehalten und symbolisiert, wofür der Club steht. Gemeinsam sind wir stärker.
Josie Loyds Roman basiert auf eigenen Erfahrungen und das kann man auf jeder Seite spüren.
Keira, Mutter, Ehefrau und Unternehmerin erkrankt an Brustkrebs. Es kommt wie ein Blitzeinschlag in ihr Leben. Die Autorin beschreibt einfühlsam, aber auch mit einer kleinen Prise Humor, was dies mit den Betroffenen und ihrer Umgebung macht. Die hilflosen, gut gemeinte und doch meistens falschen Reaktionen von Freunden und Familie. Die eigene Verzweiflung und die körperlichen Auswirkungen der Chemotherapie werden hier aus Keiras Perspektive erzählt.
Keira lernt durch Zufall Frauen kennen, die durch gemeinsames Laufen dem Krebs trotzen. Sie erkennt, dass man gemeinsam stark sein kann.
Mich haben die traurigen und hoffnungsvollen Momente in diesem Buch sehr berührt. Die gleichzeitigem Nebenschauplätze des Romans sorgen für eine spannende Parallelhandlung.
Handlung, Charaktere und Schreibstil sind sehr authentisch und ich kann dieses Buch nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 17.03.2025

Toll recherchierter historischer Roman, in dem Geschichte lebendig wird

Das Erbe der Karolinger
9

Zugegeben, ich hatte Respekt vor den 800 Seiten. Aber am Ende angekommen, hätte ich immer weiter lesen können. Das sagt ja schon einiges über das Buch aus.

Claudius Crönert lässt die Regierungszeit von ...

Zugegeben, ich hatte Respekt vor den 800 Seiten. Aber am Ende angekommen, hätte ich immer weiter lesen können. Das sagt ja schon einiges über das Buch aus.

Claudius Crönert lässt die Regierungszeit von Ludwig dem Frommen in der Zeit von 817 bis zu seinem Tod 840 n. Chr. lebendig werden. Hier werden historische Fakten und Fiktion zu einer spannenden Geschichtsstunde. Mit jedem Kapitel wird deutlich, was der Autor für eine hervorragende Recherchearbeit geleistet hat. Der Leser befindet sich mal in einer Tragödie, dann wird es wieder spannend, wie in einem Krimi.

Da man nicht alle historischen Ereignisse dieser Zeit auf 800 Seiten packen kann, hat Claudius Crönert an den richtigen Stellen gekürzt oder die Tatsachen ein wenig angepasst. Auch an den Stellen, an denen historische Belege fehlten, hat er die Geschichte so erzählt, wie es hätte sein können. Und es hat für mich immer gepasst, so dass man innerlich genickt hat und zu dem Schluss gekommen ist, ja, so könnte es gewesen sein.

Die Charaktere sind authentisch und lebendig. Man hasst oder liebt sie, freut sich mit ihnen oder leidet mit. Die Atmosphäre der damaligen Zeit ist gut erfasst, soweit man das beurteilen kann. Alltag, Krieg, Regierungsarbeit, die Rolle der Kirche, gesellschaftliche Ordnung, alles findet seine Erwähnung und sorgt für die notwendigen Bilder im Kopf.

Ich hatte schon ganz gute Grundkenntnisse über die Geschichte der Karolinger, die durch das Buch aber nochmals vertieft und erweitert wurden.

Ein kleine Karte zur Orientierung, ein Personenverzeichnis und ein Nachwort unter anderem über die Zeit nach Ludwigs Tod, runden das Buch ab.

Wer also Geschichte unterhaltsam und spannend erleben will, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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