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Bisco

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Tolles Cover, interessante Grundidee, aber viel zu schwach umgesetzt

Der Diamanten-Coup
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Fünf Minuten braucht es, um einen Millionenschweren Diebstahl in Dresden zu begehen. Nicht viel länger dauert es, um den Kunstdetektiv Adrian Falke als Verdächtigen, diesen Diebstahl ausgeführt zu haben ...

Fünf Minuten braucht es, um einen Millionenschweren Diebstahl in Dresden zu begehen. Nicht viel länger dauert es, um den Kunstdetektiv Adrian Falke als Verdächtigen, diesen Diebstahl ausgeführt zu haben in den Mittelpunkt der Polizeiarbeit zu stellen. So wird auch die frische Museumsdirektorin Julia verdächtigt, immerhin hat sie Ihrem Vorgänger geglaubt, das Gewölbe wäre sicher wie Fort Nox.

Der Raub ist vollzogen, die beiden somit schnell verdächtigt. Aber woher kommt es? Beweise gibt es so nämlich überhaupt nicht dafür. Es liegt an den beiden Polizisten die wie Dick und Doof aus den Filmen dargestellt werden. Der deutsche Beamte der nichts kann, vor allem keine Beweise sichern und nicht 1 und 1 zusammenzählen.

Leider hat das Buch diese extreme vollständig durchgezogen. Adrian und Julia bringen Aktionen wo man sich nur an den Kopf packt und bei den Polizisten will man diesen dann vollends im Boden versenken. Nur die Sicht der wirklichen Täter ist interessant. Warum begehen Sie die Diebstähle, sind sie sich der Gefahr bewusst und wer ist der wirkliche Drahtzieher.

Darüber hinaus gibt es viele Informationen zu den unterschiedlichsten Schmuckstücken aus der ganzen Welt und wieviel diese wert sind.

Das Buch gilt als True-Crime-Abenteuer. Leider hat der Autor sich hier schon echt viel kreative Freiheit gelassen, denn das was wir hier lesen kann in der Menge und vor allem so unlogisch an so mancher Stelle nicht stattgefunden haben. Für mich fehlte auch durchgängig die Spannung im Buch und es waren die super kurzen Kapitel von teilweise nur drei bis vier Seiten, welche halfen zügig durchzukommen. Auch wenn man Gefühlt nur von Einbruch zu Einbruch und dem Wechsel vom Land zu Land gelesen hat.

Alles in allem bin ich für die Leserunde dankbar und verteile meine Meinung im Netz. Aber leider kann ich dem Buch nur drei Sterne geben, denn überzeugt hat es mich leider nicht.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Ein New-Age Roman über Selbstfindung und der ersten Liebe

Kalte Herzen stiehlt man nicht
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Pünktlich zur Weihnachtszeit kommt mit „Kalte Herzen stiehlt man nicht“ ein New Age Roman auf dem Markt, welcher zeigt wie sehr der Wunsch seiner Familie zu helfen und der eigene Wille auf Selbstständigkeit ...

Pünktlich zur Weihnachtszeit kommt mit „Kalte Herzen stiehlt man nicht“ ein New Age Roman auf dem Markt, welcher zeigt wie sehr der Wunsch seiner Familie zu helfen und der eigene Wille auf Selbstständigkeit aufeinandertreffen können.

Studentin Lilli lebt mit ihren Eltern, ihren beiden Brüdern, ihrer Schwester und ihrer kleinen Nichte in eher bescheidenen Verhältnissen. So bescheiden, dass Sie mit ihrer erwachsenen Schwester das Zimmer teilen muss. Wenn die Familie eines nicht im Überschuss hat, dann ist dies Geld. Und das was da ist, wird nicht auf die ehrliche Art verdient. So versucht Lilli sich aus den kriminellen Verhältnissen raus zu halten und baut auf ein vernünftiges Leben und steckt ihre Kraft in ihr Studium.

Doch eines Tages ist sie genötigt, unter dem Druck der Familie nachzugeben, und einen Diebstahl beizuwohnen. Doch sie wird von einem der Elitekids Ihres Kurses erwischt und dieser hat nun ein Druckmittel gegen sie. Lilli muss von nun an mehr Zeit mit Moritz verbringen als ihr lieb ist.

Dies führt dazu das sie mehr von der elitären Welt und auch die eigentliche Seite des Unternehmensspross kennen und mit der Zeit auch lieben lernt. Aber so einfach soll es nicht bleiben. Ärger mit Freundinnen, dessen Eltern und einer Bitte von Moritz die noch für viel Aufregung sorgen soll, stehen gegen den Wunsch von Lilli ein ruhiges und gesetzestreues Leben führen zu wollen.

Die Geschichte ist vielfältig in ihren Charakteren und Situationen. Einige erwartet man, andere wiederum nicht. Neben Lillis Wunsch sich von der Art der Geldbeschaffungsmaßnahmen der Familie abzukapseln, spürt man wie wichtig dann doch die Nähe und das Vertrauen dorthin ist. So hat mit Moritz das Gegenteil. Die Sicherheit das alles da ist und geregelt wird, aber nicht den Standards zu erfüllen und dem fehlen von Vertrauen und Liebe dem eigenen Kind gegenüber. Leider ein bisschen Klischeehaft für mich und Standard in den meisten Romanen.

So treffen zwei Welten aufeinander und es läuft in der Geschichte darauf hinaus, dass es Peng macht. Aber nicht nur auf emotionaler Ebene. Und hier war mein persönliches Problem. Es gibt Geschehnisse im Buch die zu schnell und andere die zu drastisch waren. An dieser Stelle werde ich es nicht genauer auflisten, da es zu viel verraten würde.

So sehr ich die Vielfalt der unterschiedlichen Charaktere mochte und von total lieb bis zum total negativen Menschen (weiblich? männlich? beide?) alles mit dabei war, fehlte mir die Tiefe innerhalb eines Charakters. Das mit sich selbst ringen ob man einer Bitte nachgehen soll, die Frage ob man mit seinem Gewissen diesen Schritt vereinbaren kann oder ob man blind agiert.

Der Roman ist sicherlich interessant bei der Altersgruppe der New Age, welche noch etwas unbeschwerter und verträumter in den Alltag hineinschauen. Für mich, die ich doch bisschen mehr Lebenserfahrung habe, war es wie eine schöne Geschichte zur Weihnachtszeit, aber die mir zu viel fantastische Elemente hat und zu wenig Realismus.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Im Zweifel gegen das Buch

Im Zweifel für das Monster
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An dieser Stelle möchte ich mich erstmal beim blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Meine Meinung ist jedoch unvoreingenommen und bezieht sich nur auf die Geschichte.

Daniel ...

An dieser Stelle möchte ich mich erstmal beim blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplares bedanken. Meine Meinung ist jedoch unvoreingenommen und bezieht sich nur auf die Geschichte.

Daniel „Dan“ Becker ist der klassische, unsympathische Anwalt, der über Leichen geht. Wer vertreten wird ist egal. Hauptsache die Karriere stimmt. Diese hat seine Ehe vernichtet und ihn finanziell nicht besonders gutstehen lassen. Auf seinem kleinen Hausboot und mit drei Anzügen lässt es sich gut leben. Große Wünsche hat er nicht, außer seine Tochter glücklich zu machen. Lucy ist ein liebes Mädchen und macht das was sich ihre Eltern von ihr wünschen.

Eines Tages passiert dann das was der Klappentext schon erzählt und leider spoilert. Der Schrecken seiner Jugend ist real, ein Monster welches sich optisch jeder Person annehmen kann. Doch dieser ist angeklagt ein Mädchen getötet zu haben. Wie die Inhaltsangabe schon verrät ist er unschuldig und Dan muss sich dem wahren Täter zuwenden. Neben der Jagd auf den Mörder hat er noch einen wichtigen Fall in der Kanzlei für welchen er zu wenig Zeit findet und dann noch die Tochter unterbringen muss.

Monster, Sirenen, sprechende Hunde und mehr zwischen dem Alltagsstress eines Anwaltes. Könnte viel bringen, tut es aber nicht. Leider ist Dan unsympathisch und die Geschichte ist aufgebauscht. Hundert Seiten weniger und so manche Wiederholungen die rauskönnten würde dem Buch guttun. Ständige Wiederholungen was der Donnervogel (Richter) gemacht hat, die Schrecken von Dans Monster und seine Gedanken um seine Ex wiederholen sich zu sehr.

Darüber hinaus war es eine leicht zähe Geschichte. Die ersten Kapitel waren super und das Ende ist auch gut, aber dazwischen ist ein großes Loch und die Schreibweise ist doch sehr langweilig und zu ausschweifend.

Alles in allem ist die Idee super und die Detektivarbeit mit einem interessanten Ansatz versehen. Aber leider war es nicht das Highlight welches ich mir erhofft habe. Loben muss ich aber trotz alldem den Humor. Den der war wunderbar schwarz.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Ein schönes YA Buch mit kleinen Schwächen, die aber für die Zielgruppe verzeihlich sind

Silver & Poison, Band 1: Das Elixier der Lügen (SPIEGEL-Bestseller)
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„Silver & Poison: Das Elixier der Lügen“ von Anne Lück ist nicht ihr erstes Buch, jedoch das erste was ich von ihr gelesen habe. Leider werde ich es auch dabei belassen, denn so sehr mir die Geschichte ...

„Silver & Poison: Das Elixier der Lügen“ von Anne Lück ist nicht ihr erstes Buch, jedoch das erste was ich von ihr gelesen habe. Leider werde ich es auch dabei belassen, denn so sehr mir die Geschichte gefallen hat, so sehr waren für mich persönlich zu viele Logikfehler im Buch. Aber warum ich dem Buch dennoch vier Sterne gebe, werde ich im Folgenden erklären.

Avery ist mit ihren 19 Jahren noch recht jung und wohnt bei ihrem älteren Bruder, der zudem ihr Arbeitgeber ist. Er führt eine Bar in New York welche bekannt ist für ihre bunten Cocktails, welche einen wie auf Drogen die Nacht durchtanzen und glücklich sein lässt. Wenn man diesen bestellt, kann man davon ausgehen das Avery ihn mixen wird. Denn sie ist eine Poisoner. (Poison – Gift) Ein Mensch mit der Gabe, Gefühle über Berührung bzw. in diesem Fall auch über das Mischen spezieller Getränke zu steuern.

Ihre Vergangenheit und die damalige Flucht zu einem der gefährlichsten Magier der Stadt, welcher einen Clan aufgebaut hat, lässt sie auch hin und wieder Ängste in den Cocktails verteilen, um die Opfer dem Boss vor die Füße fallen zu lassen.

Da nun seit neustem immer mehr Magier tot aufgefunden werden, fängt ein alter Kinderbekannter und nun Detective beim NYPD den Club im Auge zu behalten. Was beide nicht ahnen ist, dass ihre Vergangenheit viel tiefer ging als nur ein Heimweg nach der Schule.

So versucht die Autorin eine junge Frau zwischen dem Wunsch nach Freiheit und Überleben ihren Weg zu finden. Zwei Männer die ihr den Kopf verdrehen, eine neue beste Freundin und viele Veränderungen kommen auf sie zu. Das in einem NY wo die Menschen nichts von den Magiern wissen, denn es würde Panik ausbrechen. Neben den Poisoner gibt es auch andere Magiegruppen. So ist der Detective ein Shield. Bei ihm hat die Gabe mit der Vererbung aufgehört und er kann zwar keine Magie wirken, ist aber immun gegen diese. Weitere werden in der Geschichte aufgeführt und stehen auch in einem Glossar am Ende des Buches, würden aber im Vorfeld zu viel spoilern.

Bis hierhin war die Geschichte echt ganz nett zu lesen und man muss sich vor Augen führen, es handelt sich um ein Jugendbuch. Was man nicht erwarten darf sind zu viele Gefühlsausbrüche. Die Beschreibungen der Charaktere bleiben alles in allem dennoch sehr flach. Auch die grünen Augen von Hayes die so mancher bemängelt kamen nicht mehr als ein oder zwei Mal vor und nicht im Minutentakt 😉. So haben mich zwei Dinge gestört, zum einen die zu schnelle zwischenmenschliche Entwicklung zwischen zweier Charaktere und zu viele Logikfehler.

Zu viel kann ich nicht mal dazu schreiben, da es spoilern würde. Aber soviel dazu: Wenn ein Shield vor sämtlicher Magie geschützt ist, also weder kann Avery ihn happy oder ängstlich machen, noch kann man seine Erinnerungen ändern, warum ist dann genau dies im Buch passiert?

Aber dennoch hat die Geschichte eine frische und tolle Grundidee und ich, die doch schon länger aus dem YA – Alter raus ist, muss sagen fand das Buch trotz mancher kleiner Mängel nicht schlecht. Von daher stabile 4 Sterne.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Bis auf die Knochen graust es einem bei dem ganzen Gemetzel

Market of Monsters
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"Market of Monsters: Bis auf die Knochen“ ist ein Debut von Rebecca Schaeffer. Was als erstes auffällt ist dieses bunte und fröhliche Cover. Gerade im Jugendbereich natürlich ein Buch welches viele sofort ...

"Market of Monsters: Bis auf die Knochen“ ist ein Debut von Rebecca Schaeffer. Was als erstes auffällt ist dieses bunte und fröhliche Cover. Gerade im Jugendbereich natürlich ein Buch welches viele sofort ansprechen wird. Dann kommt eine spannende Thematik der Jäger und der Gejagten mit Fantasyflair. Dabei ist dem Klappentext zwar schon zu entnehmen das es nicht Friede-Freude-Eierkuchen ist, aber inhaltlich hat das Buch dann doch schon mit einer krassen Brutalität und viel Blut überrascht.

Aber im Vordergrund steht grundsätzlich natürlich erstmal wie es um die Charaktere steht. Leider nicht so gut wie erhofft. So gut mir der Einstieg in das Buch gefallen hat, musste ich einsehen, dass ich mit Nita nicht sehr gut zurechtkam. Sie kommt aus einer Familie (nur ihre Mutter) die Monster tötet und ihr zum sezieren vor die Nase legte. Das diese vorher gelebt haben und auch eine Psyche haben und oftmals auch menschlich aussehen, war nie ein Thema für sie. Bis auf dem Tag wo ihr ein junger Mann präsentiert wird und der noch lebt. Doch Nita kann den Schritt ihn zu töten oder Körperteile abzuschneiden nicht gehen, auch mit dem Druck ihrer Mutter welche sie fürchtet.

Sie hilft dann ihren Gefangen zu flüchten und sieht sich selbst kurze Zeit später in einer Gefangenschaft und erlebt an sich und anderen die Grausamkeiten, wie man behandelt wird, wenn man nicht vollständig menschlich ist. Und hier begann schon ein krasser Schritt mit Blut, abgeschnittenen Körperteilen und extremen Verstümmlungen wie ich sie aus Thrillern für erwachsene Leser kenne. Für ein Jugendbuch doch etwas zu hart. Aber auch Nita und ihr Charakterbuilding, passten für mich an dieser Stelle nicht. Denn sie weiß um ihre Gabe und das dies nicht normal menschlich ist, aber hat kein Problem damit anderen Lebewesen Leid zuzufügen auch wenn es erstmal um Totenverstümmlung geht.

So schippert für mich die Story ab 50 Prozent etwas zu sehr vor sich hin und der Aufbau der Geschichte entwickelt sich für mich nicht mehr so wirklich. Es mag vielleicht daran liegen das er Einstieg so Start ist, dass ich hier mehr erwartet habe und die Idee super ist, man aber auch mehr auf die psychische Ebene als die blutige hätte gehen können.

Das Buch ist kein Flop, es ist vollkommen ok, für mich aber nicht stark genug. Weder in der Welt, den Charakteren und der Umsetzung der Idee. Zudem würde ich es nicht Lesern unter 16 Jahren empfehlen, so toll das Cover ist und es einlädt zum Lesen. Für diejenigen welche ihre Freude dran haben werden, ist Teil 2 im Januar 2023 erschienen und der dritte Teil kommt ebenfalls noch in der ersten Jahreshälfte von 2023.