Platzhalter für Profilbild

Bisco

Lesejury Star
offline

Bisco ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Bisco über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.05.2025

Sehe die Stadt in ihrem Ganzen und kämpfe für diese und dem was du liebst

Die Wächterinnen von New York
0

„Die Die Wächterinnen von New York" bezirzt auf den ersten Blick mit einem tollen Cover. Man sieht das es die Mehrschichtigkeit der Stadt und die überlappende Welt zeigen soll. Wenn man genau hinschaut, ...

„Die Die Wächterinnen von New York" bezirzt auf den ersten Blick mit einem tollen Cover. Man sieht das es die Mehrschichtigkeit der Stadt und die überlappende Welt zeigen soll. Wenn man genau hinschaut, sieht man auch die Tentakel im Bild, welche im Buch eine wichtige und immer wieder aufkommen Rolle haben.

New York gilt als eine der lebendigsten Städte der Welt, doch dies ist nicht nur der Menschen die dort Leben zu verdanken, sondern weil jede Stadt wie ein Lebewesen atmet und lebt. So ist sie aber auch angreifbar. Und NY wurde sehr hart angegriffen und nach dem letzten gibt es keinen alleinstehenden Avatar mehr sondern fünf Wächter für die fünf Bezirke.

So lernen wir im Buch die verschiedenen Personen kennen, welche Ihren Bezirk präsentieren. In ihrer Persönlichkeit und auch in der Art wie sie kämpfen. Sauber oder schmutzig, mit Geld oder mit Kraft, Köpfen oder Technik. Jeder hat seine Vorgehensweise. Doch nur zusammen sind sie wirklich stark. Daher müssen fünf so unterschiedliche Leute zusammenfinden. Aber wie findet man diese Personen die selbst noch nicht wissen was sie sind?

Das Buch nimmt sich sehr viel Zeit den Charakter wirken zu lassen und sich zu entwickeln. Manhattan der sein altes Leben hinter sich lässt und komplett neu anfängt, Brooklyn die taffe Anwältin und Mutter. In der Bronx herrscht die Kunst und ebenso ein sehr rauer Ton.

Immer wieder wir die Macht gezeigt, welche für Chaos und Gewalt steht. Die Leute beeinflusst. Die Tentakel sehen aber auch Außenstehende.

So unterschiedlich wie die Charaktere und die Bezirke sind, so gut kam dies auch in der Sprache rüber. Vom Slang, über den Dialekt über die teilweise sehr ruppige und flapsige Sprache. Die Dialoge sind stellenweise, so wie die Handlung, schon sehr in die Länge gezogen gewesen. Die Bezirke sind so detailliert erläutert, dass man das Gefühl hat selbst vor Ort zu sein. Im Park zu laufen, mit der Bahn zu fahren oder einfach nur das Gefühl der Menschen dort in sich aufzunehmen.

So sehr mir der Klappentext gefallen hat, so wenig hat mich das Buch selbst überzeugen können. Aber es ist kein schlechtes Buch, es hat viele Facetten und kann noch einiges in den zukünftigen beiden Bänden erreichen. Nur das mir der Schreibstil zu anstrengend war und ich mich ziemlich durchziehen musste. Für Fans von moderner Fantasy in einem Real-Life-Setting mit einer größeren Anzahl an unterschiedlichen Charakteren ist das Buch eine perfekte Leselektüre.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Stephen Hawking in magischer Form

The Atlas Six
0

„The Atlas Six“ hatte mich vom Cover und von der Inhaltsbeschreibung so sehr angesprochen, dass ich happy war dies als Rezensionsbuch zu erhalten.

Der Einstieg hat mich sehr überzeugt. Alle Hauptcharaktere ...

„The Atlas Six“ hatte mich vom Cover und von der Inhaltsbeschreibung so sehr angesprochen, dass ich happy war dies als Rezensionsbuch zu erhalten.

Der Einstieg hat mich sehr überzeugt. Alle Hauptcharaktere haben erstmal ihre eigenen Kapitel um diese als Person und ihre Fähigkeiten kennen zu lernen.

Die Physiomagier Nico und Libby welche die letzten Jahre immer in Konkurrenz standen.

Callum ist ein recht arroganter Empathiemagier der die Leute gerne manipuliert.

Manipulation ist auch Bestandteil von Parisa welche Telepathin ist und Gedanken lesen kann.

Tristan ist Illusionist und Sohn eines Londoner Gangsters. Neben schönere Gesichtszüge kommen ganze Illusionen in einem Raum zu Stande.

Reina ist die zurückhaltende Naturmagierin. Pflanzen reden mit ihr und nennen sie Mama.

So erfährt man am Anfang erstmal nur wenig über die Fähigkeiten, welche nach und nach stärker wurden und vor allem die geheimen, welche der Grund für ihre Anwesenheit sind, werden erst später enthüllt. In Ihrer Herkunft, in ihren Beziehungen zu Partnern und Familie sind sie alle sehr unterschiedlich.

Die Gruppe erfährt von einer Geheimgesellschaft die erklärt das die Bibliothek von Alexandria noch existiert und die damit verbundenen Geheimnisse. Plan ist es, Gruppen zu finden, welche diese schützen und das Wissen für sich zu speichern. Niemand soll alles wissen, aber jeder eine gewisse Menge.

Natürlich gibt es sehr viel Ärger in einer solchen Konstellation. Neid und Missgunst, jeder will die beste Fähigkeit haben. Neben dem Studium und dem Sichern der Gebäude erfahren sie dann, dass es nicht so einfach werden soll. Von Anfang an wissen sie, dass es nur 5 durch die Ausbildung schaffen werden aber wie sie erfahren das sie als Gruppe einen von sich töten müssen, ist die Stimmung dahin.

Und dann beginnt der Kampf. Wer will mit wem zusammenarbeiten, wer spielt ein falsches Spiel, gibt es Manipulation mit Magie, war der Sex aus Spaß oder aus Kalkül entstanden? Das Buch ist sehr erwachsen und definitiv nichts für junge Leser. Zudem ist es für mich keine Alltagslektüre welche für die breite Masse gedacht ist. Dafür sind die Themen zu schwerfällig gewesen.

Die Dialoge und die Thematik sind schwer wissenschaftlich und philosophisch geschrieben. Theoretische Physik trifft auf die Theorie von Zeitsprüngen, schwarzen Löchern, trifft auf Illusionen. Manipulation in Gedanken, so dass es niemand merkt. Die Thesen der Teilnehmer verlangen schon eine Menge Aufmerksamkeit. Und über all die Dialoge hinaus gab es für mich leider zu wenig Spannung und Handlung. Erst zum Ende nahm das Buch wieder Fahrt auf.

Es ist kein Buch was von der Aktion lebt, sondern von Gedankenspielen, theoretischen Fragen die man versucht mit Magie in die Praxis zu versetzen. Zwischenmenschliche Beziehungen, von dem Miteinander und dem Gegeneinander. Die Frage die sich jeder stellen muss ist: Bin ich bereit zu töten?

Das Ende lässt Liebhaber des Buches erzittern bei der Neugierde wie es im nächsten Buch weitergehen wird.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Tote, Veschwundene, Unaufgeklärtes und viel Gewalt

Schmerz und kein Trost
0

Elias Haller war mir bis zu der Leserunde kein Name, der mir bekannt wäre. Auch Bücher von ihm, gerade die ersten 7. welche die Reihe bereits beinhaltet, kannte ich noch nicht. So war ich neutral und guter ...

Elias Haller war mir bis zu der Leserunde kein Name, der mir bekannt wäre. Auch Bücher von ihm, gerade die ersten 7. welche die Reihe bereits beinhaltet, kannte ich noch nicht. So war ich neutral und guter Hoffnung in diese Leserunde gestartet.

Die Geschichte spielt in der Gegenwart wie auch in der Vergangenheit. Kriminalkommissar Donner hat Frau und Kind in der Vergangenheit verloren, aber nicht wegen eines klassischen Autounfalls. Wir erfahren am Rande zwar Infos darüber wie, aber es wird nicht zu hundert Prozent aufgelöst.

Doch jetzt sitzt er erstmal bei seiner Psychotherapeutin, als er erfährt das der Sohn von ihr entführt wurde und es soll nicht bei ihm bleiben. Drei verschwundene Frauen unter anderem die Schwester von Donner. Dann tauchen die ersten Anzeichen auf, dass es in Verbindung mit einem Fall aus der Vergangenheit steht.

In einem wo es um heftigste Gewalt an Menschen bis hin zu ihrem Tot vor laufender Kamera geht, welche gefilmt und im Netz verkauft werden (Snuffvideos) . Um Kinder, welche sich gegenseitig töten. Der tote Kollege, der Schwager, der tote Extäter. Sie alle hängen mit drin und Donner weiß nicht wo er anfangen soll. Vor allem, wo ist seine Schwester Marit?

Das Buch hat mich schon am Anfang wegen seiner sehr hohen Menge und Art der Gewalt überrascht. Es hatte etwas von einem Splatterfilm nur als Buch. Es gibt Horrorfilme welche auf Schockelemente setzte mit Musik, Tönen und dem Licht spielen. Das ist vor allem viel für das Empfinden der Situation. Hier ist es die Splatterfilmvariante mit sehr vielen Toten, die alle nach Möglichkeit aufs übelste verstümmelt wurden. So dass manche Identifikation gar nicht mal so einfach ist.

Dann kamen als nächstes die vielen Personen, auch welche die heute schon tot sind und zu den Rückblenden gehören. Die tote Tocher, Donners Frau die nicht mehr da ist, der Ex-Kollege, der tote Täter Werner usw. Aber nicht nur diese, sondern auch in der Gegenwart haben wir sehr viele Personen. So viele, dass Leser schnell den Überblick verlieren.

Mir fehlte daher der rote Faden. Person A wird verdächtigt, dann verschwindet diese Person und zwei Tage später ist diese tot. Nächste verdächtige Person ist nun B und diese erleidet selbiges Schicksal. Dann tauchen auch Vermisse wieder auf, ohne dass ich jetzt an dieser Stelle sagen möchte ob lebend oder tot.

Und so war für mich das ganze Buch. Eine Ansammlung von Toten, Tätern, Opfern, Beweisen, Sackgassen und alles zusammengeworfen und nach und nach wird aussortiert wer was ist, bis am Ende die Auflösung da ist. Spannung? Fehlanzeige. Pageturner? Nicht mal annähernd. Schaut man sich die Bewertungen an, so lassen sich 90% der sehr guten und guten wieder durch Leserunden erklären. Ich persönlich kann es, so wie wenige andere welche es auch klar schreiben, nicht als Highlight bezeichnen. Es ist für mich eine Nische für Leute die auf viel Gewalt, psychisch total ausgebrannten Polizisten stehen, der schon mehr als genügend Leid erlebt hat. Nur seine Achtsamkeitsschokolade und sein Gummiball Mr. Fiesling, konnten mir einen positiven Bezug zum Buch geben.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Reden ist falsch, doch wenn du sprichst glaubt dir niemand

Was ich euch verschweige
0

Was ich euch verschweige“ ist der der 4. Teil von Gytha Lodge und der Detective Chief Inspector Jonah Reihe. Für mich ist es das erste Buch der Autorin, anders als in anderen Büchern, ist dies aber kein ...

Was ich euch verschweige“ ist der der 4. Teil von Gytha Lodge und der Detective Chief Inspector Jonah Reihe. Für mich ist es das erste Buch der Autorin, anders als in anderen Büchern, ist dies aber kein Hindernis gewesen, die Charaktere und die Beziehungen zueinander zu verstehen.

DCI Jonah sitzt dabei gerade im Pub, und nicht wie in der Beschreibung auf LB erwähnt in der Sonne, als die blutverschmierte und vermisste Keely vor ihm steht. Sie und ihre jüngere Schwester Nina gelten seit Tagen als vermisst. Beide Mädchen sind mit ihren feuerroten Haaren und den Sommersprossen recht auffällig. Auffällig ist auch ihr Werdegang durch mehrere Kinderheime und Pflegeeltern. Und hier kommt die Geschichte schnell in Fahrt. Denn Keely behauptet ihre Schwester versteckt zu halten und dort wo sie ist, in Gefahr zu sein. Um die Polizei zu ihr zu lassen, muss diese der 16-Jährigen zuhören. Und zwar sehr genau und die ganze Geschichte.

Die Geschichte von zwei Mädchen welche Gewalt und sexuellen Missbrauch erlebt haben. Und dies mehr als einmal und denen man nicht glauben wollte. Niemals. Und nun, da ist man gezwungen sich ihre Geschichte anzuhören. Aber was davon stimmt und was nicht? Aussage gegen Aussage, Beweise die fehlen und ein verschwundenes Mädchen.

Die Autorin lässt die Geschichte wunderbar durch Keely erzählen und zugleich die Polizei in diesem Fall ermitteln. Morgens folgt die Aussage und nachmittags sprechen die Tatsachen dagegen. Wir wollen Keely glauben und Nina helfen, wir zittern mit das alles schneller gehen muss. Aber schon in der Vergangenheit wurden die Vorwürfe als falsch bezeichnet. Als Leserin, wusste ich nie was ich von dem jungen Mädel halten wollte. Die Polizei war auf jeden Fall top im Buch, denn sie blieben die Ganze Zeit über dran. Überstunden, zu wenig Schlaf, alle nur bestehenden Möglichkeiten wurden genutzt.

So war das Buch nie in sich langweilig, der Schmerz der Mädchen fühlbar und die Verzweiflung das niemand ihnen glauben will greifbar. Die Sprache ist dabei weder zu einfach noch zu schwer. Für eine 16-Jährige ist Keely sogar sehr stark in ihrer Wortwahl.

Für mich war es eine echt gute Lektüre und es gruselt mich immer noch, wie es Kindern in Pflegefamilien gehen kann und wenn niemand deinen Worten Glauben schenken will.

Veröffentlicht am 05.05.2025

Tolles Cover, interessante Grundidee, aber viel zu schwach umgesetzt

Der Diamanten-Coup
0

Fünf Minuten braucht es, um einen Millionenschweren Diebstahl in Dresden zu begehen. Nicht viel länger dauert es, um den Kunstdetektiv Adrian Falke als Verdächtigen, diesen Diebstahl ausgeführt zu haben ...

Fünf Minuten braucht es, um einen Millionenschweren Diebstahl in Dresden zu begehen. Nicht viel länger dauert es, um den Kunstdetektiv Adrian Falke als Verdächtigen, diesen Diebstahl ausgeführt zu haben in den Mittelpunkt der Polizeiarbeit zu stellen. So wird auch die frische Museumsdirektorin Julia verdächtigt, immerhin hat sie Ihrem Vorgänger geglaubt, das Gewölbe wäre sicher wie Fort Nox.

Der Raub ist vollzogen, die beiden somit schnell verdächtigt. Aber woher kommt es? Beweise gibt es so nämlich überhaupt nicht dafür. Es liegt an den beiden Polizisten die wie Dick und Doof aus den Filmen dargestellt werden. Der deutsche Beamte der nichts kann, vor allem keine Beweise sichern und nicht 1 und 1 zusammenzählen.

Leider hat das Buch diese extreme vollständig durchgezogen. Adrian und Julia bringen Aktionen wo man sich nur an den Kopf packt und bei den Polizisten will man diesen dann vollends im Boden versenken. Nur die Sicht der wirklichen Täter ist interessant. Warum begehen Sie die Diebstähle, sind sie sich der Gefahr bewusst und wer ist der wirkliche Drahtzieher.

Darüber hinaus gibt es viele Informationen zu den unterschiedlichsten Schmuckstücken aus der ganzen Welt und wieviel diese wert sind.

Das Buch gilt als True-Crime-Abenteuer. Leider hat der Autor sich hier schon echt viel kreative Freiheit gelassen, denn das was wir hier lesen kann in der Menge und vor allem so unlogisch an so mancher Stelle nicht stattgefunden haben. Für mich fehlte auch durchgängig die Spannung im Buch und es waren die super kurzen Kapitel von teilweise nur drei bis vier Seiten, welche halfen zügig durchzukommen. Auch wenn man Gefühlt nur von Einbruch zu Einbruch und dem Wechsel vom Land zu Land gelesen hat.

Alles in allem bin ich für die Leserunde dankbar und verteile meine Meinung im Netz. Aber leider kann ich dem Buch nur drei Sterne geben, denn überzeugt hat es mich leider nicht.